Das Haus der Kunst ist eines der großen internationalen Ausstellungshäuser. Es zeigt jährlich etwa acht Ausstellungen, deren Schwerpunkt auf der zeitgenössischen Kunst liegt, aber auch Querverbindungen zur Kunst früherer Jahrhunderte aufzeigen. Das Programm ist interdisziplinär ausgerichtet und verbindet Bildende Kunst mit Film, Fotografie, Architektur, Mode und Design.
Viele Künstler, Kulturschaffende und Wissenschaftler waren in den letzten Jahren zu Gast im Haus der Kunst: Patti Smith, Yoko Ono, Zaha Hadid, Rem Koolhaas, Robert Storr, Christoph Schlingensief oder der chinesische Künstler Ai Weiwei. Viele von ihnen wurden eingeladen, sich mit den Räumen und der Geschichte des Gebäudes kritisch auseinanderzusetzen. So entstand das große Inflatable "Flowers" von Paul McCarthy auf dem Dach des Haus der Kunst (2005), das monumentale Werk "Svayambh" von Anish Kapoor (2007) oder die Installation "Remembering" von Ai Weiwei (2009).
Das Haus der Kunst hat eine wechselvolle und ebenso bewegte wie belastete Geschichte. Von 1937-45 diente es der nationalsozialistischen Propaganda; nach dem Krieg war hier das Casino der amerikanischen Militärregierung untergebracht. In den 1950er Jahren entwickelte es sich zum renommierten Ausstellungsinstitut. 2005 öffnete das Haus der Kunst erstmals sein historisches Archiv und stellt seitdem Dokumente und Materialien der Öffentlichkeit und Forschung zur Verfügung. Regelmäßige Führungen durch das historische Archiv sollen die nachhaltige Auseinandersetzung mit der Geschichte des Hauses ermöglichen.
Der "Mann mit dem Goldhelm" oder das "Mädchen mit dem Perlenohrring" zählen zu den bekanntesten Beispielen von "Tronies" - einer Bildform, der sich niederländische Maler wie Rembrandt, Rubens und Vermeer gerne gewidmet haben. Tronies, besser bekannt als "Charakterköpfe", wurden nicht selten mit den ...