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Vermessen in Bayern – Vermessungshistorische Ausstellung des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung

Gebäude des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, erbaut für das Königliche Katasteramt 1905.

Lithographiesteinkeller mit 26634 Steinen. Es ist die größte Lithographiestein Sammlung der Welt und steht seit 1980 unter Denkmalschutz.

Ein Messtischblatt (Uraufnahme), ca. 1813.

Kreisteilungsmaschine von Georg Reichenbach, 1801.

Repetitionstheodolit, 1810, aus der Werkstatt Reichenbach, Utzschneider und Liebherr.

Ausstellungsraum zur Würdigung wichtiger Persönlichkeiten der ersten Stunde in der Bayerischen Vermessungsverwaltung.

Hauptdreiecknetz 1831 für den Topographischen Atlas Bayerns, der 1804 - 1864 komplett fertig gestellt wurde.

Ansicht der Vermessungshistorischen Ausstellung, die 1999 eröffnet wurde.

Druckhistorische Werkstätte

Die größte in Deutschland gebaute Zweiraum-Reprokamera in Brückenbauweise, Klimsch, 1988.

Technik

Kontakt

Alexandrastraße 4
80538 München

089/2129-1693
http://www.geodaten.bayern.de
goetz.schult@ldbv.bayern.de

Öffnungszeiten

Vermessungshistorische Ausstellung: Do. 13.00-16.00 Lithografiesteinarchiv: nach Vereinbarung Galerie: Mo.-Do. 8.00-16.00, Fr. 8.00-12.00
eingeschränkt zugänglich

Die sehenswerte Vermessungshistorische Ausstellung "Von der Messlatte zur Antenne" gibt Einblick in die über 200-jährige Geschichte der Vermessung in Bayern. Welche Rolle spielte Napoleon bei der ersten landesweiten Vermessung Bayerns, und welche großen technischen Herausforderungen mussten dabei bewältigt werden? Der Besucher lernt die Bedeutung von Grundlagenvermessung und Kataster für das moderne Staatswesen kennen und erhält einen Eindruck vom Arbeitsalltag des Vermessers. Eine Vitrinenreihe zeigt die Entwicklung von Längenmaßen und Vermessungsinstrumenten seit 1800. Den Urvätern der bayerischen Vermessungsgeschichte ist ein besonderer Raum gewidmet: Fraunhofer, Reichenbach, Schiegg, Senefelder, Soldner, Utzschneider.
Auch das denkmalgeschützte, weltgrößte Lithografiesteinarchiv mit über 26.000 Druckplatten aus Kalkstein, die bis in das 20. Jahrhundert hinein zur Vervielfältigung und Fortführung von Plänen und Karten verwendet wurden, eine Druckhistorische Werkstätte mit historischen Druckpressen und die größte, noch im Einsatz befindliche Zweiraum-Reproduktionskamera, sind im Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung untergebracht; sie können nach Voranmeldung besichtigt werden. Das historische Gebäude dient auch als Galerie: Seit 1997 sind regelmäßig wechselnde Kunstausstellungen zu besichtigen.

Das Hauptgebäude wurde 1901 errichtet, um das Königliche Katasterbüro und all seine Arbeitsbereiche wie Plankonservatorium, Lithografische Anstalt, Kataster- und Landesvermessung in einem Gebäude unterzubringen. Um die bestmögliche Sicherheit für die Kartensammlung des Katasterbüros zu gewährleisten, errichtete man das Gebäude in besonders feuersicherer Bauweise: ausschließlich aus Stein und unter Verzicht auf Holztreppen. Nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude bis Anfang der 1950er-Jahre im heutigen Erscheinungsbild wiederaufgebaut.
Die Vermessungshistorische Ausstellung ist in einem Bau in der Liebigstraße untergebracht, der 1953 errichtet wurde und seit 1992 unter Denkmalschutz steht. In den Jahren 1986 bis 1998 wurden die Gebäude umfassend renoviert. In diesem Zuge fand auch das Lithografiesteinlager seinen aktuellen Standort unter dem Südhof des vereinten Gebäudekomplexes. Die darin untergebrachte Behörde wurde im Laufe der ihres 200-jährigen Bestehens immer wieder umbenannt: als "Topographisches Bureau" gegründet, wurde es später mit dem Königlichen Katasterbüro vereint und 1915 in "Bayerisches Landesvermessungsamt" umbenannt, aus dem im Zuge der Verwaltungsreform 2005 schließlich das Landesamt für Vermessung und Geoinformation hervorging. Am 1. Januar 2014 folgte mit einer erneuten Umbenennung des Hauses in "Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung" auch ein neuer Aufgabenzuschnitt. Im Zuge dessen wurde der Behörde das IT-Dienstleistungszentrum des Freistaats Bayern angegliedert, das vormals als Bereich IuK/Rechenzentrum Süd dem Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung angehörte.

Veranstaltungskalender

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