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Haus der Kunst

Haus der Kunst © Ute Zscharnt für David Chipperfield Architects

Mittelhalle im Haus der Kunst mit einer Installation von Haegue Yang, im Bild: Okwui Enwezor, Haegue Yang, Foto: Marion Vogel

Ausstellung Anish Kapoor, "Yellow", 2007 © Anish Kapoor, Foto: Jens Weber, München

Ai Weiwei "So Sorry", Installationsansicht, 2009, Foto: Wilfried Petzi

ECM - Eine kulturelle Archäologie, Installationsansicht, 2012, Foto: Marion Vogel

Installation "Flowers", Inflatable auf dem Dach des Haus der Kunst, 2005 © Paul McCarthy, Foto: Christoph Seeberger, München

Installation "Remembering" von Ai Weiwei an der Fassade des Haus der Kunst, 2009 © Ai Weiwei, Foto: Thomas Mayfried

Führung in der Ausstellung "Ends of the Earth", 2013, Foto Marion Vogel

Kunst

Kontakt

Prinzregentenstr. 1
80538 München

089/21127-113
http://www.hausderkunst.de
mail@hausderkunst.de

Öffnungszeiten

Mo.-So. 10.00-20.00Do. 10.00-22.00
eingeschränkt zugänglich

Das Haus der Kunst ist eines der großen internationalen Ausstellungshäuser. Es zeigt jährlich etwa acht Ausstellungen, deren Schwerpunkt auf der zeitgenössischen Kunst liegt. Das Programm ist interdisziplinär ausgerichtet; neben Ausstellungen und Veranstaltungen spielen Forschung, Recherche und Wissensvermittlung eine zentrale Rolle. Viele Künstler, Kulturschaffende und Wissenschaftler waren in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu Gast im Haus der Kunst: Patti Smith, Zaha Hadid, Rem Koolhaas, Christoph Schlingensief, Ai Weiwei, William Forsythe, Carolyn Christov-Bakargiev oder Jan Garbarek. Viele von ihnen waren eingeladen, sich mit den Räumen und der Geschichte des Gebäudes kritisch auseinanderzusetzen. So entstand das große Inflatable "Flowers" von Paul McCarthy auf dem Dach des Haus der Kunst (2005), das monumentale Werk "Svayambh" von Anish Kapoor (2007) sowie die Installationen "Remembering" von Ai Weiwei (2009) und das bunt schillernde Tarnnetz von Christian Philipp Müller (2012) an der Südfassade des Gebäudes.

Das Haus der Kunst hat eine wechselvolle und ebenso bewegte wie belastete Geschichte. Von 1937-44 fanden im "Haus der Deutschen Kunst", dem ersten Propagandabau der Nationalsozialisten, die "Großen Deutschen Kunstausstellungen" statt. Sie galten als wichtigste Leistungsschauen der Kunst des Nationalsozialismus. Die Auswahl der Exponate oblag einer Jury, in der die Stimme von Adolf Hitler ausschlaggebend war. Nach dem Krieg, den das Gebäude nahezu unbeschadet überstand, war hier das Casino der amerikanischen Militärregierung untergebracht. In den 1950er-Jahren entwickelte sich das Haus der Kunst mit Ausstellungen zu den ehemals verfemten Künstlern wie Max Beckmann, Wassily Kandinsky oder Pablo Picasso zum international renommierten Ausstellungsinstitut. Nach der Sanierung des Hauses Anfang der 1990er-Jahre nutzten und diskutierten die Direktoren Christoph Vitali (1993-2003), Chris Dercon (2003-11) und Okwui Enwezor (seit 2011) die Architektur des Gebäudes immer wieder neu und auf unterschiedliche Weise. Seit 2005 stellt das Haus der Kunst Dokumente und Materialien aus seinem historischen Archiv der Öffentlichkeit und Forschung zur Verfügung. Regelmäßige Führungen ermöglichen die nachhaltige Auseinandersetzung mit der Geschichte des Hauses.

Haus der Kunst
Vivan Sundaram - Umbrüche
29.06.2018 - 01.01.2019

Das Haus der Kunst würdigt den indischen Künstler Vivan Sundaram (*1943 in Shimla, Indien), dessen Karriere fast fünf Jahrzehnte umfasst, mit der europaweit bislang umfangreichsten Ausstellung seiner Multimedia-Arbeiten. Sundaram war zunächst als Maler tätig und blieb diesem Medium die ersten zwanzig Jahre treu; Anfang der 1990er-Jahre wandte er sich einer ausgedehnteren Konzeption zu, was mit seinem Interesse an der Stofflichkeit einer Vielzahl von Materialien handwerklicher und industrieller Herkunft zusammenfiel. Die Auswahl an Materialien spiegelt sich in den verschiedenen Werkgruppen, die Sundaram in den letzten zwanzig Jahren geschaffen hat. Das Geschichtsbewusstsein Sundarams, dessen Werk mit aktuellen und historischen Bezügen durchsetzt ist, zeigt sich besonders in seiner raumfüllenden Multimedia-Installation Memorial (1993/2014), mit der er eines namenlosen Opfers gedenkt. Als Reaktion auf die Zerstörung einer Moschee aus dem 17. Jahrhundert im nordindischen Ayodhya durch militante rechtsradikale Hindus kam es 1992/93 zu Ausschreitungen zwischen Hindus und Muslims. Das gefundene Zeitungsfoto eines auf der Straße liegenden Toten ist der Ausgangspunkt für Sundarams melancholische Trauerarbeit. Geschichte, Erinnerung und Archiv sind übergreifende Anliegen des Künstlers und dienen auch als Wegweiser durch die Ausstellung. Ebenso sind Trostlosigkeit und Zerstörung wiederkehrende Motive in Sundarams Werk, der als Künstler nie davor zurückgeschreckt ist, Zeitzeuge zu sein. Die Präsentation ist konzipiert als Sequenz von Gegenüberstellungen, die erkennen lassen, wie formale und thematische Anliegen von einer Arbeit auf die nächste übergehen. Unabhängig von Methode und Materialien – handwerklich, industriell oder "Hightech" – zeugt Vivan Sundarams Kunst immer von Empathie.

Haus der Kunst
Jörg Immendorff "Für alle Lieben in der Welt“
14.09.2018 - 21.01.2019

Jörg Immendorff (1945-2007) pflegte sein Image als Künstler und harter Kerl, doch er hatte auch weiche und nachdenkliche Seite, die man neben seinem politischen Sendungsbewusstsein in der Retrospektive „Für alle Lieben in der Welt“ entdecken kann. Erst Ende der 1970er-Jahre fasst Immendorff den Entschluss sich vollkommen der Kunst zu verschreiben. 1976 beteiligt er sich an der Biennale in Venedig und 1977 folgt schließlich der Einstieg in den Café Deutschland-Zyklus, angeregt durch Renato Guttusos Café Greco, das Immendorff in einer Ausstellung in Köln gesehen hatte. In den Café Deutschland-Bildern arbeitet sich Immendorff an der Politik seiner Zeit ab – es ist die Zeit der RAF und innenpolitischer Konflikte auf beiden Seiten der Mauer –, eine Wiedervereinigung scheint vollkommen außerhalb jeglicher Realität. In düsteren, theaterhaften Barszenen, die von Prominenten und Künstlern bevölkert sind, stellt Immendorff sich selbst meist als Grenzgänger zwischen Ost und West dar. Neben der klaren politischen Motivation zeigen die Bilder jedoch auch Immendorffs Gedankenwelt, in der Ideen über Zeit und Raum miteinander im Dialog stehen. 1998 erfährt Immendorff, dass er an ALS erkrankt ist. Seine Welt wird dunkler und sein Werk richtet sich zunehmend nach innen. Er arbeitet bis zu seinem Tod – am Ende nur noch mit Unterstützung von Assistenten, die seine Anweisungen im Atelier ausführen. Die Retrospektive wird ca. 200 Werke aller Schaffensphasen umfassen. Sie folgt keiner strengen Chronologie der Werke, vielmehr wird sie entscheidende Schwerpunkte der Werkentwickelung in Kapiteln darstellen.

Haus der Kunst
Archiv Galerie 2018/19: Archives in Residence - AAP Archiv Künstlerpublikationen
05.10.2018 - 09.06.2019

Von Oktober 2018 bis Juni 2019 ist das Archiv Künstlerpublikationen „Archive in Residence“ in der Archiv Galerie des Haus der Kunst. Die Ausstellung bildet den Auftakt einer Reihe von Präsentationen, die autonome Archive vorstellt und Fragen über das Verhältnis von Archiv, Geschichte und ihrer Repräsentation diskutiert. Der Verleger, Künstler und Kunstpädagoge Hubert Kretschmer sammelt und archiviert seit 1980 Künstlerpublikationen. In seinem Archiv in der Münchner Türkenstraße befinden sich inzwischen über 50.000 Stücke unterschiedlichster Medien von Künstlern aus 86 Ländern.

Haus der Kunst
Kapsel 09. Raphaela Vogel. A Woman’s Sports Car
18.01.2019 - 30.06.2019

Mit ihrer Arbeit A Woman’s Sports Car, die Raphaela Vogel (*1988, Nürnberg) für ihre Ausstellung im Haus der Kunst entwickelt hat, versetzt die Künstlerin uns in ein zugleich spektakuläres wie instabiles räumliches Szenario: Aus den Frontscheinwerfern eines rotierenden, kanariengelben Sportwagens, einem Spitfire Triumph aus dem Jahr 1981, strahlt eine Doppelkanalprojektion. Die Lichtkegel, bilden ein Augenpaar, das Einblicke in eine durch eine 360-Grad-Optik verzerrte, kugelige Welt eröffnet. Wir finden uns in Raphaela Vogels Installation in einer Landschaft wieder, in der Mensch, Maschine und Tier sowohl fragmentiert sind, als auch miteinander fusionieren und neue Allianzen bilden. Immer wieder hat die Multimediakünstlerin in ihren Arbeiten die geschlechterspezifische Dimension und damit politische und gesellschaftliche Formierung des Sehens und Gesehenwerdens thematisiert. Sie spielt mit festgelegten Rollenzuschreibungen auf intuitive und körperlich einnehmende Weise.

Haus der Kunst
Kapsel 10. Khvay Samnang -Popil
18.01.2019 - 30.06.2019

In der Kapsel 10 präsentiert das Haus der Kunst Popil (2018), eine eigens für diesen Zweck in Auftrag gegebene Arbeit des in Phnom Penh lebenden Künstlers Khvay Samnang (*1982, Svay Rieng). Khvays Arbeit hinterfragt kritisch den multidimensionalen Charakter von Ritualen und Politik. Sie stellt die humanitären und ökologischen Auswirkungen der Globalisierung, ihre Verbindungen zum Kolonialismus und zur Migration dar, welche bis heute Geografie und Zeitlichkeit in Süd-Ost-Asien definieren. Basierend auf intensiven Recherchen untersucht jede der mehrkanaligen filmischen Arbeiten und Installationen das Thema „Austausch“ in all seinen Facetten, sowohl im materiellen als auch im kulturellen Sinne. Popil spielt in einer Tanzchoreographie mit der Symbolik des Drachens, der für Europäer und Amerikaner pauschal für einen Großteil Ost-/Südostasiens steht, und gleichzeitig auf eine spezifisch chinesische oder kambodschanische Form der Identitätsbildung hinweist.

Haus der Kunst
El Anatsui. Triumphale Größe
08.03.2019 - 27.07.2019

Der ghanaische Bildhauer El Anatsui (*1944 in Anyako) ist vielleicht der bekannteste lebende afrikanische Künstler. Die Ausstellung – seine bislang größte und komplexeste überhaupt – wird Themen und künstlerische Anliegen aus seiner facettenreichen, inzwischen fünfzig Jahre umfassenden Karriere abdecken. Wie der Titel andeutet, konzentriert sich die Ausstellung auf das Triumphale und Monumentale in Anatsuis skulpturalem Werk, von den typischen Arbeiten aus Kronkorken und gewebten Aluminiumstreifen aus den letzten zwei Jahrzehnten über die Holzskulpturen und Reliefs aus den 1970er bis 1990er-Jahren bis zu den Keramikskulpturen der 1970er-Jahre; hinzu kommen Installationen, Zeichnungen, Drucke und Bücher. Auch wird Anatsui mehrere neue Skulpturen schaffen, die auf die Monumentalarchitektur des Museums reagieren, darunter eine Arbeit unter freiem Himmel für die Fassade des Gebäudes. Die Ausstellung zeigt Anatsuis einzigartiges Verständnis der dialektischen Beziehung zwischen der physischen Präsenz von Skulptur und ihrer Fähigkeit, neue historische Bedeutung zu vermitteln.

Haus der Kunst
Archiv Galerie 2019: Archives in Residence - Southeast Asia Performance Collection
28.06.2019 - 29.09.2019

Die Ausstellung “Southeast Asia Performance Collection“ ist Teil der Reihe ‚Archives in Residence’ in der Archivgalerie im Haus der Kunst. Gezeigt wird eine Auswahl an Fotografien, Videos und Publikationen aus der wegweisenden ‚Southeast Asia Performance Collection’ - ein umfangreiches Forschungsprojekt und digitales Archiv, das zwischen 2015 und 2017 von einem internationalen Team aus Forschern und Kuratoren in Großbritannien und Asien aufgebaut wurde. Derzeit enthält das Archiv Dokumentationen performancebasierter Werke (Live-Kunst, Urbane und Soziale Interventionen) von über fünfzig Künstlern aus ganz Südostasien und seiner Diaspora. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl des Archivmaterials zum ersten Mal in Deutschland, und spürt der Beziehung von Performativität und digitalem Austausch, Netzwerken und virtueller Archivierung nach.

Haus der Kunst
Miriam Cahn: Ich als Mensch
12.07.2019 - 27.10.2019

Die umfassende Werkschau zu Miriam Cahns (*1949, in Basel) Œuvre, anlässlich ihres 70. Geburtstags, umspannt fünf Jahrzehnte mit zentralen Arbeiten aller Schaffensphasen. Kreidezeichnungen bis hin zum malerischen Hauptwerk Mit ihren frühen Filmen, Skulpturen und überlebensgroßen befragt Miriam Cahn eindrucksvoll Geschlechter- und Machtkonstruktionen. Von Anfang an hat sie durch eine Politisierung des Privaten, der Frau und ihres Körpers alternative Narrative in der Bildenden Kunst forciert, die zu einer differenzierteren Wahrnehmung weiblicher Lebenswelt beigetragen haben. Die Infragestellung diskriminierender Repräsentationsmuster und deren öffentlichen Erscheinungsbildern sind auf Cahns Interesse an einer Reflexion medienvermittelter Realität zurückzuführen. Nicht nur aufgrund ihrer Familiengeschichte sind Cahn die Themen von Flucht und Vertreibung ebenso ein wichtiges Anliegen, wobei sie die Prozesse einer öffentlichen Wahrnehmung dessen thematisiert. So reflektiert sie in vielen ihrer Werkgruppen politisch aktuelle Ereignisse und deren Folgen wie den Golf- oder die Jugoslawienkriege, aber auch internationalen Terror bis hin zum Syrienkonflikt. Die farbgewaltige Malerei speist sich aus einer Darstellung des Innerlichen und übt trotz einer häufig irritierenden, bedrohlichen Doppeldeutigkeit große Anziehungskraft aus. Cahns Bildfindungen kennzeichnet ein hohes Maß an Empathie – ein Bekenntnis zur Menschlichkeit. Anhand von über 200 Arbeiten aus allen Schaffensphasen wird das breite Spektrum ihres Wirkens und ein radikal erweitertes Malereiverständnis vorgestellt. Kuratiert von Jana Baumann

Haus der Kunst
Markus Lüpertz: The Zone of Painting
13.09.2019 - 26.01.2020

Im Herbst 2019 präsentiert das Haus der Kunst eine umfassende Einzelausstellung zum Werk von Markus Lüpertz (*1941), die die unterschiedlichen Aspekte seiner spezifischen Bildsprache aufgreift. Lüpertz zählt zu den zentralen Künstlerfiguren der deutschen Nachkriegszeit. Seine Arbeit wurde vielfach kontrovers diskutiert. Lüpertz‘ oft monumentale Gemälde vermitteln Bedeutung durch Bilder, die für etwas anderes stehen als für das, was sie scheinbar darstellen. Ein solcher Ansatz stellt die abgebildeten Dinge, die man auf den Gemälden zu erkennen glaubt, infrage, statt sie zu bestätigen; damit wird die Abwesenheit dessen impliziert, das hier vergegenwärtigt zu werden scheint. Lüpertz ist ein grundlegend häretischer Künstler: Er arbeitet gegen bekannte ästhetische Kategorien, um eine eigene Zone in der Malerei zu etablieren. Banale Objekte erhalten eine sakrale Qualität, die man ihnen normalerweise nicht zuschreibt. Im Bewusstsein der Geschichte des ehemaligen ‚Hauses der Deutschen Kunst‘, das der staatlich sanktionierten Kunst des nationalsozialistischen Deutschland eine Bühne bot, stimmt Lüpertz‘ Ausstellung nachdenklich. Ein Kapitel der Ausstellung zeigt Arbeiten, bei denen der Betrachter mit der Funktionalisierung von Kunst in den Jahren 1933 bis 1945 konfrontiert ist.

Haus der Kunst
DER ÖFFENTLICHKEIT — VON DEN FREUNDEN HAUS DER KUNST: Theaster Gates. Black Image Corporation
25.10.2019 - 03.05.2020

Die Installation von Theaster Gates in der Mittelhalle und in der Archiv Galerie ist Teil eines facettenreichen Projekts, das sich dem fotografischen Konvolut des Johnson Publishing Archives widmet. Theaster Gates setzt die Fotografien sowohl hinsichtlich ihrer spirituellen Bedeutung innerhalb der Religionsgeschichte, als auch hinsichtlich ihrer Ästhetik und Metaphorik in Bezug zum Kult der Schwarzen Madonna. Für seine Präsentation im Haus der Kunst entwickelt Gates eine Reihe neuer Skulpturen, die direkt auf die Architektur der Mittelhalle Bezug nehmen. Teer fungiert als Hauptbestandteil dieser Interventionen. Die Komplexität des Materials wird dabei voll ausgeschöpft, denn die Skulpturen verweisen ebenso auf autobiografische Aspekte wie auf die Transformationskraft des Werkstoffs selbst. Ergänzt werden die Skulpturen von großformatigen Plakatvitrinen, die im ständigen Wechsel verschiedene Bilder aus dem Archiv der Johnson Publishing Company zeigen. Die Fotografien wurden ursprünglich in den Magazinen "Ebony" und "Jet" veröffentlicht, zwei ikonischen Publikationen, die einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der afroamerikanischen Kultur in den USA leisteten. Durch das Zusammenspiel von Skulpturen und Bildern werden Fragen rund um schwarze Geschichte, Identität und Repräsentation aufgeworfen. Gates’ vielfältige künstlerische Praxis verwandelt Räume in Orte der sozialen Begegnung und Interaktion. Sein Werk schlägt damit eine Brücke zwischen Kunst und Leben. Kuratiert von Anna Schneider, für den Teil in der Archiv Galerie in Zusammenarbeit Sabine Brantl.

Haus der Kunst
Innenleben. Leonor Antunes, Njideka Akunyili Crosby, Henrike Naumann, Adriana Varejão
29.11.2019 - 29.03.2020

Unsere Gegenwart zeichnet sich durch eine zunehmende Veräußerung des Inneren aus. Ohne Scham und Skrupel werden Privatleben und Intimsphäre in sozialen Medien veröffentlicht und bewertet. Trotz dieser neuen Dimension eines fast pornografischen Exhibitionismus des Einzelnen, wird zunehmend unklarer, welche politischen Haltungen, historische Verkettungen, aber auch welche psychischen Zustände und sozialen Bindungen die Identität des Einzelnen tatsächlich ausmachen. Was geschieht also in unserem Inneren? Ausgehend vom kunsthistorischen Sujet der Interieur-Malerei untersucht die Ausstellung Innenleben die Textur transnationaler und multipler, gleichzeitig auch komplexer und fragil gewordener Identität. Die fundamentale Frage nach den Bedingungen von Innen und Außen, sowie die Verhandlung von deren Grenzen stehen im Zentrum der Ausstellung. Der besondere Fokus liegt auf Positionen, die den Innenraum nicht als eskapistischen Rückzugsort behandeln, sondern ihn in seiner Fähigkeit, kaleidoskopartig die Facetten der äußeren Welt aufzufächern, als diskursiven Raum zur Schau stellen. In den Arbeiten der Künstlerinnen spielen Migration und transkulturelle Identität genauso eine Rolle wie historische Verstrickungen. Sie befassen sich mit dem Innenraum sowohl in der Imagination, wie auch mit dem Innenraum als reales Setting, mit dem Innenraum als privatem Rückzugs- und Schutzraum genauso wie mit seinem Potential, den gesellschaftlichen und politischen Zeitgeist zu reflektieren und zu verändern. Die Werke aller Künstlerinnen verbindet, dass sie den Innenraum als Rahmen nutzen, um Bilder für vielschichtige Identitäten zu finden. Kuratiert von Anna Schneider.

17.12.18 18:30
Haus der Kunst

Der politische Immendorff


Jörg Immendorff war seine ganze Schaffenszeit lang stets ein erklärt politischer Künstler. Seine Bilder thematisieren den Ost-West-Konflikt., den Umgang mit der jüngeren Geschichte und die Behinderung der Kunst durch antidemokratische Systeme.



Veranstaltungstyp: Themenführung

 

Sprache: deutsch

18.12.18 11:30
Haus der Kunst

Ausstellungsführung "Vivan Sundaram"


Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung "Vivan Sundaram".



Veranstaltungstyp: Allgemeine Führung

 

Sprache: deutsch

22.12.18 10:00
Haus der Kunst

Atelier-Samstag im Advent


Die Samstage im Advent stehen unter dem Motto: "Wunschzettel" und dem Werk Jörg Immendorffs. In der Ausstellung "Für alle Lieben in der Welt“ finden die Kinder in ausdrucksstarken und farbenfrohen Bildern die Wünsche und Botschaften Immendorffs verpackt. Und was kommt auf den eigenen Wunschzettel?

Bei gemütlicher Adventstimmung inkl. Lebkuchen entwerfen die Teilnehmer mit verschiedenen Materialien und Techniken den eigenen Wunschzettel. Und wenn es für den Wunschzettel schon zu spät ist, gestalten sie eigene Weihnachtsgrüße für die Lieben in aller Welt.

Perfekt für Eltern, die sich derweil ganz in Ruhe und ohne Stress um die eigenen Weihnachtsvorbereitungen kümmern können.

 



Veranstaltungstyp: Workshop

 

Für Kinder ab 6 Jahren.

Mindestteilnehmerzahl: 6 Kinder

Falls nicht genügend Anmeldungen zustande kommen, muss der Workshop leider abgesagt werden. Dazu informieren wir Sie bei einer Anmeldung per Mail.

Sprache: deutsch

E-Mail
22.12.18 16:30
Haus der Kunst

Jörg Immendorff: Für alle Lieben in der Welt. Eine Veranstaltung der MVHS


Das Werk von Jörg Immendorff (1945-2007) demonstriert eine aus unterschiedlichen Perspektiven vollzogene Betrachtung seiner eigenen Existenz als Künstler im Besonderen und der Kunst im Allgemeinen. Die Ausstellung schlägt den Bogen von Immendorffs Akademiezeit über die gesellschafts-politisch-agitatorischen Werkphasen der 1960er bis frühen 1980er Jahre hin zu den allegorisch verschlüsselten Gemälden der letzten Schaffensperiode. Sie zeigt damit nahezu vier Jahrzehnte des Schaffens und umfasst circa hundert Gemälde und Skulpturen.



Veranstaltungstyp: Themenführung

Ticketverkauf an der Kasse. Kursnummer H211015. Infos unter https://www.mvhs.de/programm/altstadt-2927/H211015/.

Sprache: deutsch

E-Mail https://www.mvhs.de/programm/altstadt-2927/H211015/
26.12.18 16:30
Haus der Kunst

Ausstellungsführung "Jörg Immendorff"


öffentliche Führung durch die Ausstellung "Jörg Immendorff - für alle Lieben in der Welt."



Veranstaltungstyp: Allgemeine Führung

 

Sprache: deutsch

29.12.18 16:30
Haus der Kunst

Jörg Immendorff: Für alle Lieben in der Welt. Eine Veranstaltung der MVHS


Das Werk von Jörg Immendorff (1945-2007) demonstriert eine aus unterschiedlichen Perspektiven vollzogene Betrachtung seiner eigenen Existenz als Künstler im Besonderen und der Kunst im Allgemeinen. Die Ausstellung schlägt den Bogen von Immendorffs Akademiezeit über die gesellschafts-politisch-agitatorischen Werkphasen der 1960er bis frühen 1980er Jahre hin zu den allegorisch verschlüsselten Gemälden der letzten Schaffensperiode. Sie zeigt damit nahezu vier Jahrzehnte des Schaffens und umfasst circa hundert Gemälde und Skulpturen.



Veranstaltungstyp: Themenführung

Ticketverkauf an der Kasse. Kursnummer H211015. Infos unter https://www.mvhs.de/programm/altstadt-2927/H211015/.

Sprache: deutsch

E-Mail https://www.mvhs.de/programm/altstadt-2927/H211015/
30.12.18 11:30
Haus der Kunst

Ausstellungsführung "Vivan Sundaram"


Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung "Vivan Sundaram".



Veranstaltungstyp: Allgemeine Führung

 

Sprache: deutsch

30.12.18 16:30
Haus der Kunst

Ausstellungsführung "Jörg Immendorff"


öffentliche Führung durch die Ausstellung "Jörg Immendorff - für alle Lieben in der Welt."



Veranstaltungstyp: Allgemeine Führung

 

Sprache: deutsch

01.01.19 16:30
Haus der Kunst

Ausstellungsführung "Jörg Immendorff"


öffentliche Führung durch die Ausstellung "Jörg Immendorff - für alle Lieben in der Welt."



Veranstaltungstyp: Allgemeine Führung

 

Sprache: deutsch

03.01.19 18:30
Haus der Kunst

Crashkurs. Dialog über zeitgenössische Kunst


Diese Führung bietet die Möglichkeit, mit erfahrenen KunstvermittlerInnen ins Gespräch über verschiedene künstlerische Positionen im Haus der Kunst zu kommen. Pro Viertelstunde werden je eine Gattung oder ein Medium der zeitgenössischen Kunst vorgestellt, z.B. Malerei, Fotografie, Videokunst und Installation. Das Ziel ist es, dass Sie nach dieser (Ein-)Führung beziehungsweise diesem Crashkurs für zeitgenössische Kunst schwärmen.



Veranstaltungstyp: Themenführung

 

Sprache: deutsch

Angebote des Museumspädagogischen Zentrums (MPZ)
Familien- und Ferienaktionen, Geburtstage für Kinder und Jugendliche im Museum, Veröffentlichungen, Programme für Klassen aller Schularten und Jahrgangsstufen und Kindertagesstätten, Fortbildungen

Veranstaltungskalender

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