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Ausstellungen

Generations Part 1
22.02.2018 - 30.06.2018

Die Werke von Frauen haben in der Sammlung Goetz seit Beginn einen besonderen Stellenwert. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens zeigt die Sammlung Goetz nun eine dreiteilige Ausstellung mit Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien, Filmen und umfangreichen Installationen von Künstlerinnen aus den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart in einem generationsübergreifenden Dialog. Zu sehen sind minimalistisch anmutende Bilder aus Strickstoffen von Rosemarie Trockel, Collagen aus gewebter Baumwolle von Pae White, Installationen mit bemalten Gummihandschuhen von Yayoi Kusama, großformatige Gemälde aus der Spritzpistole von Katharina Grosse sowie Sprüche und Aphorismen auf LED-Leuchttafeln von Jenny Holzer. Neben diesen weltweit bekannten künstlerischen Positionen werden aber auch einige Neu- bzw. Wiederentdeckungen präsentiert, wie die junge Malerin Lucy Dodd, die mit ungewöhnlichen Materialien wie Blütenessenzen, Pilzen und Flechten arbeitet, oder die amerikanische Nonne Sister Mary Corita Kent, die zugleich auch eine der innovativsten Pop-Art-Künstlerinnen der 1960er-Jahre war.

KI_L_MUC_SA_R
17.10.2018 - 16.11.2018

Die drei Begriff "Bildhauerei", "Lehre" und "Raumbezug" bilden die zentralen Koordinaten des Projekts, das die Studierenden der Bildhauer-Klassen von Elisabeth Wagner (Muthesius Kunsthochschule Kiel), Georg Winter (Hochschule der Bildenden Künste Saarbrücken) und Olaf Metzel (Akademie der Bildenden Künste München) gemeinsam organisieren. 16.10., 19 h Eröffnung: ANEIGNUNG im MaximiliansForum 19.10., 19 h Eröffnung: AUSDEHNUNG in der Galerie der Künstler. Mit Erweiterung der Arbeiten im MaximiliansForum

Hör mal, wer da guckt! Das Edwin Scharff Museum Neu-Ulm zu Gast im Infopoint
18.09.2018 - 24.11.2018

Malen oder drucken, forschen und Fragen selbst beantworten: im Edwin Scharff Museum Neu-Ulm, zu Gast im Infopoint, ist aktiv werden erwünscht! Bundesweit einmalig ist, dass die Präsentation von Kunst im Edwin Scharff Museum ebenso viel Raum hat wie die Angebote für Kinder. Das städtische Museum möchte ein gastliches Haus sein, das durch Barrierefreiheit und verschiedene Angebote auf unterschiedlichste Bedürfnisse und Einschränkungen eingeht. Erste Eindrücke des Museum können Besucher des Infopoints über die Bildfahnen und das filmische Daumenkino sammeln, die nun im Alten Hof zu sehen sind. Aber - wie könnte es anders sein - auch hier gibt es nicht nur Fahnen zum Anschauen, sondern die Besucher sind an der aktiven Mitmach-Ziegel-Bau-Konstruktion herzlich zum Mitmachen eingeladen!

Fossil des Monats
01.11.2018 - 30.11.2018

Manchmal braucht es eine Zeit, bis ein Fossil sein Geheimnis preisgibt. Das Fossil des Monats November ist ein solches Objekt – es wurde 1968 erworben und dann 50 Jahre lang nicht weiter beachtet. Es handelt es sich um den unteren Teil eines kleinen Stämmchens aus der Trias-Zeit. Auf der Außenseite ist ein Narbenmuster zu erkennen, welches an baumförmige Bärlappgewächse des Erdaltertums erinnert. Untersuchungen eines Stämmchens aus der Trias von Frankreich zeigten allerdings bereits vor über 100 Jahren, dass es sich eigentlich nicht um ein Bärlappgewächs handeln konnte. Spätere Bearbeiter vermuteten dann eine Zugehörigkeit zu Farnen. Vermutlich handelte es sich um recht kleine Pflanzen mit aufrechten Stämmen, an denen Wedelblätter von ca. 15–20 cm Länge saßen. Die Anatomie des Stämmchens zeigt viele für Farne typische Merkmale. Allerdings zeigt unser Stück keine Hinweise auf Wurzeln am Stamm, die bei Farnen eigentlich vorhanden sein müssten – es bleibt also doch ein kleiner Zweifel.

Kunstsalon 2018: Fiktion und Fakten
08.11.2018 - 02.12.2018

Der diesjährige Untertitel des KUNSTSALON 2018 erklärt sich im gegenwärtigen politischen Klima fast von selbst. Der einstige Werbe-Slogan eines deutschen monatlichen Magazins „Fakten, Fakten, Fakten...“ könnte in dem Zusammenhang heute fast als Bestandteil eines Parteiprogramm durchgehen. Aber der Untertitel zielt nicht nur auf die Gegenüberstellung von Erfundenem und Realität ab. „Fiktionen“ sind auch Visionen von möglichen Welten. Kunst bildet nicht nur Realität ab, sie gestaltet auch fiktive Welten. Ist das Ziel die Erkundung der Welt oder die Erprobung der Utopie lassen sich Künstler von Fakten oft nicht stoppen. Der KUNSTSALON 2018 mit dem Untertitel FIKTIONEN UND FAKTEN ist eine Bestandsschau zeitgenössischen Kunstschaffens, die durch „freie Einsendung“ (Künstler bewerben sich selbst) und anschließender Auswahl durch eine wechselnd besetzte Jury aus Künstlern zusammengestellt wird. Wir zeigen, was heute in den Ateliers entsteht, unabhängig von Bewertungen Dritter, so wie es der Tradition der Pariser Salons entspricht, als Künstler sich gegen das Diktat der Händler und Museumskuratoren zur Wehr setzten. Auch dieses Jahr findet die Ausstellung unter großer Gastbeteiligung von jungen Künstlern statt. Gezeigt werden 90 Exponate von 58 Künstlern, darunter zudem 1/3 internationale Künstler aus insgesamt 12 europäischen und überseeischen Ländern.

MOMENTE. Einmal erlebt. Nie vergessen.
14.07.2017 - 30.12.2018

Unvergessliche Szenen, die Geschichte schrieben. Ergreifende Augenblicke, die sich ins Gedächtnis gebrannt haben. Es gibt auch im Fußball Momente für die Ewigkeit – und genau diese können in der FC Bayern Erlebniswelt noch einmal erlebt werden. Die Sonderausstellung "MOMENTE. Einmal erlebt. Nie vergessen." versetzt die Besucher zurück in die entscheidenden Augenblicke aus den letzten fünf Jahrzehnten Vereinsgeschichte. Die Besucher können gemeinsam mit den Idolen des deutschen Rekordmeisters in Erinnerung schwelgen. In dem umfangreichen Filmmaterial kommen zahlreiche Bayern-Stars wie Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß, Franz Beckenbauer, Philipp Lahm, Oliver Kahn, Arjen Robben oder Sepp Maier zu Wort. Ein weiteres Highlight sind die 3-D-Installationen, in denen die Besucher Teil dreier Momente werden können. Deutlich wird an jedem Punkt der Ausstellung, welche Kraft vom Fußball ausgeht - Gänsehaut garantiert.

Der Blaue Reiter
03.02.2016 - 31.12.2018

Die Besucher_innen treffen im zweiten OG des Lenbachhauses auf den Reichtum der weltweit größten Sammlung aus dem Künstlerkreis des "Blauen Reiter", ergänzt durch eine Auswahl von Hauptwerken des Nachexpressionismus und der Neuen Sachlichkeit. Nach ihrer produktiven Zusammenarbeit in Murnau und München bildete sich der "Blaue Reiter" um Wassily Kandinsky, Franz Marc, Gabriele Münter, Alexej Jawlensky und Marianne von Werefkin. Die erste Ausstellung des "Blauen Reiter" fand im Winter 1911 in der Münchner Galerie Thannhauser statt. An ihr nahmen auch neue Künstlerfreunde wie August Macke und Heinrich Campendonk teil. Eine zweite Ausstellung im Frühjahr 1912 in der Galerie Goltz in München bezog auch Paul Klee und Alfred Kubin mit ein. Von all diesen Künstlern sind eine Fülle von Werken in der Sammlungspräsentation des "Blauen Reiter" zu sehen.

Bildschön – Ansichten des 19. Jahrhunderts
20.02.2017 - 31.12.2018

Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Bilder. Sie erreichten eine größere Öffentlichkeit als je zuvor. Die damals erfundenen Motive bestimmen bis heute, was wir als romantisch, als traurig oder als schön empfinden. Künstlerinnen und Künstler prägten auf wirkmächtige Weise die Kultur ihrer Zeit, ein sehr viel breiteres Themenspektrum wurde bildwürdig und im Idealfall vom Publikum als »bildschön« gelobt. Ihre Kunst erzählt von Atelierrealitäten, Heimatgefühlen und Touristenattraktionen, sie handelt von Natursehnsucht und befreitem Lebensgefühl, von bürgerlicher Selbstdarstellung und dem großen "Theater" des modernen Lebens. Die Neuinterpretation und Neuordnung der reichen Bestände der Kunst des 19. Jahrhunderts möchte andere Perspektiven auf die bis heute nachwirkende Bildkultur eröffnen. Die Ausstellung zeigt rund 80 Gemälde aus der Sammlung, verknüpft sie mit Texten, Fotografien, Film- und Hörbeispielen.

Olaf Metzel - Reise nach Jerusalem
03.10.2017 - 31.12.2018

Für die Eröffnung der Pinakothek der Moderne schuf Olaf Metzel eine Skulptur, die der bühnenhaften Ausstrahlung des Treppenhauses einen signifikanten Akzent verlieh. Das Interesse des Künstlers galt der einzelnen Säule auf dem mittleren Treppenabsatz, die er in ein schillerndes Gewand aus farbigem Acrylglas kleidete, in dessen Innerem sich deformierte Plastikstühle stapeln. "Reise nach Jerusalem" nannte Metzel das exzentrische Werk, das sich schon bald zu einem Wahrzeichen des Museums entwickelte. Zum 15. Geburtstag des Museums ist die raumgreifende Arbeit erneut zu sehen.

Archäologisches Schaufenster im Münchner Stadtmuseum: Funde vom Marienhof
29.11.2017 - 31.12.2018

Allein in der Münchner Altstadt fanden bislang über 250 archäologische Ausgrabungen statt. Was geschieht mit den Funden anschließend? Angeregt durch die großen Grabungen am Marienhof 2011/2012 bildeten zahlreiche staatliche und städtische Stellen eine Arbeitsgemeinschaft "Archäologie München". Spezialisten wie Archäologen, Botaniker, Zoologen, Anthropologen und Historiker erforschen Alltagsleben, Umwelt und Stadtbild Münchens seit dem Mittelalter. Am Beispiel des Marienhofes und seiner vielfältigen Geschichte werden nun Aspekte aus dieser Forschung präsentiert. Keramik-, Glas- und Lederfunde erzählen dabei vom Alltag, Tierknochen von der Beziehung Mensch-Tier, Pflanzenreste von der Ernährung der mittelalterlichen und neuzeitlichen Münchner. Auch die jüngste Vergangenheit wird am Marienhof präsent, zeugt doch das verformte Hotelgeschirr vom Café Deistler von den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg. Eine Kooperation von Archäologischer Staatssammlung München und Münchner Stadtmuseum.

Migration bewegt die Stadt – Projekteinblicke
23.06.2017 - 31.12.2018

Das Münchner Stadtmuseum und das Stadtarchiv München forschen gemeinsam seit 2015 über die Geschichte und Gegenwart der Münchner Migration. Das Ziel ist, die Geschichte und Gegenwart der Migration in München dauerhaft zu erforschen, zu bewahren und sichtbar zu machen. Mit dem vierjährigen Projekt „Migration bewegt die Stadt“ führen die beiden Häuser erste Konzepte und Maßnahmen durch, um das Thema Migration in der Stadtgeschichte zu verankern. Zur Halbzeit präsentieren die Kooperationspartner einige Projektergebnisse in einem Ausstellungsbereich des Münchner Stadtmuseums. Bis Ende 2018 gibt das Projektteam immer wieder Einblicke in Forschungsergebnisse über die Münchner Migration und präsentiert dort im Wechsel neue Objekte und Inhalte.

Goethe und die Naturwissenschaften. Faust-Festival München
23.02.2018 - 31.12.2018

Johann Wolfgang von Goethe hat einen nicht unbeträchtlichen Teil seiner Lebenszeit mit naturwissenschaftlichen Betrachtungen und Forschungen sowie deren Anwendungen verbracht. Er befasste sich mit Botanik und Zoologie, mit Mineralogie und Geologie, mit Meteorologie und auch Anatomie. Dabei war es besonders seine ganzheitliche Herangehensweise, die seine naturwissenschaftlichen Arbeiten auszeichnet. Mit seinen Untersuchungen in Botanik, Zoologie und Anatomie begründete er einen ganzen Wissenschaftszweig, den der vergleichenden Morphologie. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Geheimer Rat und Minister in Weimar musste er sich besonders auch mit der Geologie befassen. Von seinen Reisen in den Harz und nach Thüringen brachte er eine Vielzahl selbst gesammelter Mineralproben mit, die ihm dazu dienten, systematische Sammlungen einzelner Regionen anzulegen. Seine vergleichende Gesteinssammlung galt als die beste seiner Zeit. Obwohl selbst eher Neptunist, beflügelte er die Diskussion über die Entstehung magmatischer und vulkanischer Gesteine zwischen Neptunisten und Plutonisten. Goethe entdeckte, zeichnete und beschrieb als erster die Karlsbader Zwillinge des Feldspats. 1806 wurde von Johann Georg Lenz das Mineral Goethit nach ihm benannt. Die Sonderausstellung im Museum Reich der Kristalle soll die Vielfalt von Goethes Beschäftigungen mit den Naturwissenschaften darstellen und dabei besonders Goethes bis heute reichenden Einfluss als Wissenschaftler und besonders als Wissenschaftsvermittler herausarbeiten.

Joseph Beuys
01.01.2017 - 31.12.2018

Im Februar 1976 installierte Joseph Beuys (1921-1986) im Münchner Kunstforum das Environment zeige deine Wunde (1974/75). Die Erwerbung der Arbeit für das Lenbachhaus im Jahr 1979 war Gegenstand einer öffentlich geführten Diskussion über den Wert von zeitgenössischer Kunst. Der Ankauf wurde als Provokation, aber auch als ein Aufbruch des Hauses in neue Dimensionen des Sammelns begriffen. Erstmals wurde damit ein bedeutendes Kunstwerk erworben, dessen Autor keinen Lebens- oder Arbeitsschwerpunkt in München hatte. Im Januar 1980 richtete Beuys das Environment im ehemaligen Atelierflügel Franz von Lenbachs ein. Er sagte dazu: "In diesem Konzert der Gegenstände spreche nicht ich, sondern die Dinge haben ihre eigene innere Sprache. Das zu erfassen, kann man niemandem abnehmen."

Migration bewegt die Stadt. Perspektiven wechseln
21.09.2018 - 31.12.2018

München ist eine Migrationsstadt, denn: Migration beeinflusst alle gesellschaftlichen Bereiche und urbane Entwicklungen. Migration – der dauerhafte Wechsel des Lebensumfeldes einer Person über Staatsgrenzen hinaus – ist mit ihren unterschiedlichen Formen, Anforderungen und Debatten der Normalfall und ein untrennbarer Bestandteil der Gesellschaft in ihrer Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Mit dem Projekt „Migration bewegt die Stadt“ möchte das Münchner Stadtmuseum in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv München Migration dauerhaft als Bestandteil der Stadtentwicklung sichtbar machen und dabei diskriminierenden und rassistischen Bildern und Debatten entgegenwirken. Zwischen Februar 2015 bis Dezember 2018 erforschen die beiden Häuser arbeitsteilig, wie Migration München in ihren Entwicklungen beeinflusst und nachhaltig prägt. Thematisch konzentriert sich das Projekt auf die Zeit seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Gegenwart. Forschungsschwerpunkte bilden Aspekte zur Einwanderung in Zusammenhang mit Anwerbeabkommen, Flucht und Asyl, sogenannten Displaced Persons sowie Erinnerungen an die Münchner NSU-Mordopfer. Dazu werden Akteure, Orte, Politiken und Bilder untersucht, die den urbanen Alltag der Migrationsstadt München, aber auch verschiedene Facetten von Rassismus und Diskriminierung verdeutlichen. Das Projekt wird von Prof. Dr. Sabine Hess (Georg-August-Universität Göttingen) und Prof. Dr. Johannes Moser (Ludwig-Maximilians-Universität München) wissenschaftlich beraten. Zudem begleitet ein Fachbeirat den Projektverlauf, der sich aus Akteuren mit biografischen, beruflichen und weiteren Bezügen zur Münchner Migration zusammensetzt. Die beiden Gremien sind in Entscheidungsprozesse einbezogen und beraten das Projekt.

Vivan Sundaram - Umbrüche
29.06.2018 - 01.01.2019

Das Haus der Kunst würdigt den indischen Künstler Vivan Sundaram (*1943 in Shimla, Indien), dessen Karriere fast fünf Jahrzehnte umfasst, mit der europaweit bislang umfangreichsten Ausstellung seiner Multimedia-Arbeiten. Sundaram war zunächst als Maler tätig und blieb diesem Medium die ersten zwanzig Jahre treu; Anfang der 1990er-Jahre wandte er sich einer ausgedehnteren Konzeption zu, was mit seinem Interesse an der Stofflichkeit einer Vielzahl von Materialien handwerklicher und industrieller Herkunft zusammenfiel. Die Auswahl an Materialien spiegelt sich in den verschiedenen Werkgruppen, die Sundaram in den letzten zwanzig Jahren geschaffen hat. Das Geschichtsbewusstsein Sundarams, dessen Werk mit aktuellen und historischen Bezügen durchsetzt ist, zeigt sich besonders in seiner raumfüllenden Multimedia-Installation Memorial (1993/2014), mit der er eines namenlosen Opfers gedenkt. Als Reaktion auf die Zerstörung einer Moschee aus dem 17. Jahrhundert im nordindischen Ayodhya durch militante rechtsradikale Hindus kam es 1992/93 zu Ausschreitungen zwischen Hindus und Muslims. Das gefundene Zeitungsfoto eines auf der Straße liegenden Toten ist der Ausgangspunkt für Sundarams melancholische Trauerarbeit. Geschichte, Erinnerung und Archiv sind übergreifende Anliegen des Künstlers und dienen auch als Wegweiser durch die Ausstellung. Ebenso sind Trostlosigkeit und Zerstörung wiederkehrende Motive in Sundarams Werk, der als Künstler nie davor zurückgeschreckt ist, Zeitzeuge zu sein. Die Präsentation ist konzipiert als Sequenz von Gegenüberstellungen, die erkennen lassen, wie formale und thematische Anliegen von einer Arbeit auf die nächste übergehen. Unabhängig von Methode und Materialien – handwerklich, industriell oder "Hightech" – zeugt Vivan Sundarams Kunst immer von Empathie.

"Ehem. jüdischer Besitz" - – Erwerbungen des Münchner Stadtmuseums im Nationalsozialismus
27.04.2018 - 06.01.2019

Die systematische Erforschung der Herkunft von Kunstwerken in den eigenen Sammlungs­beständen gehört zu den Schwerpunkten der wissenschaftlichen Arbeit des Münchner Stadtmuseums. Erstmals sollen nun die Ergebnisse dieser Provenienzforschung in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert und dabei auch die eigene Geschichte in der NS-Zeit näher beleuchtet werden. Die Ausstellung versteht sich als Momentaufnahme in einem Prozess kontinuierlicher Aufarbeitung und zeichnet die vielfältigen Biografien von ausgewählten Kunstgegenständen aus den verschiedenartigen Sammlungen des Museums nach. Dazu gehören Werke aus den Bereichen Grafik und Gemälde, Mode und Textilien sowie Kunsthandwerk und Möbel, aber auch Musikinstrumente und Marionetten. Zum ersten Mal wird damit ein kunst- und kulturgeschichtliches Museum mit der ganzen Bandbreite seiner Sammlungsbestände diesem wichtigen Thema eine Ausstellung widmen.

Die Verfolgung der Zeugen Jehovas in München 1933–1945
27.09.2018 - 06.01.2019

Die Zeugen Jehovas wurden in der NS-Zeit wegen ihres Glaubens unterdrückt und verfolgt. Mit einer Sonderausstellung und einem begleitenden Katalog dokumentiert das NS-Dokumentationszentrum München umfassend und anhand vieler neuer Quellen die Geschichte der Verfolgung dieser Glaubensgemeinschaft in München. Ab 1933 wurden die Zeugen Jehovas schrittweise verboten. Mit großen Flugblattaktionen versuchten sie sich zur Wehr zu setzen und auf das Verbot ihrer Gemeinschaft aufmerksam zu machen. Darüber hinaus wurden Tausende Protestbriefe und -telegramme, auch aus dem Ausland, an die Reichsregierung versandt. Da die Zeugen Jehovas den Hitlergruß und den Kriegsdienst verweigerten, waren sie schlimmsten Repressalien ausgesetzt. In den Konzentrationslagern wurden sie mit einem eigenen Winkel gekennzeichnet. Hätten sie dem NS-Staat Treue gelobt, hätten sie sich selbst aus den Lagern befreien können, dies taten jedoch nur sehr wenige. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs stand auf Kriegsdienstverweigerung die Todesstrafe, die weitaus meisten der Hingerichteten waren Zeugen Jehovas. Dieser staatlich sanktionierte Mord war Anlass, im Grundgesetz der Bundesrepublik das Recht auf Wehrdienstverweigerung zu verankern.

Tod in Triest. Auf den Spuren von Johann Joachim Winckelmann
06.06.2018 - 06.01.2019

In den internationalen Reigen der Jubiläumsveranstaltungen zu Johann Joachim Winckelmann reiht sich die Studioausstellung "Tod in Triest. Auf den Spuren von Johann Joachim Winckelmann" in den Antikensammlungen ein. Winckelmann gilt als Begründer der modernen Archäologie und Kunstwissenschaft. Er wurde am 8. Juni 1768 in Triest ermordet. Sein gewaltsamer und tragischer Tod ließ ihn zu einer in ganz Europa verehrten Persönlichkeit aufsteigen. Heuer jährt sich der Todestag zum 250. Mal. Bereits am 9.12.2017 wurde sein 300. Geburtstag gefeiert. In der Ausstellung am Königsplatz wird die Bedeutung des aus Stendal in der Altmark stammenden Gelehrten für die Fachwissenschaft der Klassischen Archäologie sowie für das Kunstverständnis des Klassizismus im Allgemeinen, aber auch für den Kunststandort München im Speziellen hervorgehoben. Denn der bayerische Kronprinz und spätere König Ludwig I. orientierte sich bei seinen Plänen zur Einrichtung der Glyptothek auch an den Schriften Winckelmanns und an dessen Ideen von einem entwicklungsgeschichtlichen Verständnis der antiken Kunst. Zudem befinden sich am Königsplatz berühmte Skulpturen aus der einstigen römischen Sammlung des Kardinals Alessandro Albani, als dessen Bibliothekar Winckelmann in Rom wirkte; darunter der in der Schau gezeigte "Winckelmann’sche Faun", der "Knabe mit der Siegerbinde" oder der "Faun mit den Flecken".

Knallbunt und Unsichtbar
05.07.2018 - 06.01.2019

Die Farbenpracht der Tiere ist faszinierend. Dabei übersieht man jedoch leicht, dass Farben immer auch Botschaften übermitteln, die meist präzise auf einen Adressaten ausgerichtet sind. Farben bilden ein komplexes Kommunikationssystem, das über Jahrmillionen entstanden und keinesfalls zufällig ist. Bunte Gefieder und grellfarbige Chitinpanzer, durchblutete Hautpartien und prächtige Körperanhängsel senden gezielte Signale: Sie sollen Geschlechtspartner anlocken und beeindrucken, Rivalen in Schach halten oder Feinde abschrecken. Und nicht zuletzt wird Farbe auch für das Gegenteil eingesetzt, nämlich sich zu tarnen: Die gleiche Färbung anzunehmen wie die Umgebung, ist eine elementare Überlebensstrategie vieler Arten. Farbe kommt aber auch dort zum Einsatz wo es um ausgefeilte und verblüffende Methoden der Täuschung geht, die sich im Lauf der Evolution entwickelt haben.

Grande Decorazione: Italienische Monumentalmalerei in der Druckgraphik
13.10.2018 - 06.01.2019

Die italienische Kunst erreichte in der Monumentalmalerei einen ihrer Höhepunkte. Michelangelos "Sixtinische Decke“, das "Jüngste Gericht“, Fresken Raffaels, Pietro da Cortonas und Tiepolos zählen zu den einprägsamsten Werken menschlicher Erfindungskraft. Am Beginn dieses Erfolgs steht Andrea Mantegna. Für eines seiner Hauptwerke, den „Triumphzug Cäsars“, der aus zehn großformatigen ursprünglich an eine Wand montierten Tafeln bestand, präsentierte er um 1500 als Novum auch eine Fassung im Kupferstich (Abb.). Seit dieser Zeit finden sich in der Druckgraphik unterschiedlichste Wand- und Deckenbilder widergespiegelt. Aus Kunst entstand neue Kunst unter der Voraussetzung, Komplexes und Großes ins leicht Lesbare und Handliche der Graphik zu überführen. Die Blätter konnten allerorts bewundert werden und prägten die Vorstellung von den Urbildern nachhaltiger als diese selbst. Die Ausstellung überrascht mit rund 120 Werken, die in Größe und Form ungewöhnlich markant, attraktiv und künstlerisch ausgereift sind.

Leihweise
05.06.2018 - 11.01.2019

Unter dem Titel LEIHWEISE geben ausgewählte Originale aus dem Kunstverleih Einblick in die medial und thematisch vielfältige Auswahl des städtischen Kunstraums.

Veranstaltungskalender

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