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Ausstellungen

Anish Kapoor – Rotunde 20/21
16.09.2020 - 15.08.2021

Mit vier Museen zu Kunst, Graphik, Architektur sowie Design unter einem Dach gehört die Pinakothek der Moderne zu den größten Sammlungshäusern Europas. Das Zentrum des Hauses ist die gläserne Rotunde, die als lebendiger Ort der Begegnung dient. Seit 2019 wird die Rotunde regelmäßig alternierend mit einem ortsspezifisch geschaffenen Werk bespielt. Anish Kapoor zählt zu den weltweit einflussreichsten Bildhauern der Gegenwart. Für die Rotunde im Mittelpunkt der Pinakothek der Moderne hat der Künstler auf Einladung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen eine ortsspezifische Skulptur geschaffen, die zum 16. September 2020, exakt 18 Jahre nach Eröffnung der Pinakothek der Moderne, installiert wird. Kapoors Werk wird dem Betrachter ein neues Erlebnis des Raumes ermöglichen und für elf Monate einen Fixpunkt im Münchner Kunstareal schaffen.

Erwin Olaf
19.03.2021 - 22.08.2021

In den Niederlanden gehört Erwin Olaf (*1959) zu den berühmtesten Künstlern der Gegenwart. Nun widmet ihm die Kunsthalle München die erste umfangreiche Einzelausstellung in Deutschland. Ausgewählte Fotografien, Kurzfilme, Skulpturen und Multimedia-Installationen aus fast vierzig Schaffensjahren zeigen Olafs Entwicklung vom analog zum digital arbeitenden Künstler, vom rebellischen Foto-Journalisten der 1980er-Jahre zum raffinierten Geschichtenerzähler der 2000er. Für seine Bilder erschafft Olaf eine bis ins kleinste Detail inszenierte Welt, die unserer zum Verwechseln ähnlich sieht, aufgrund ihrer Künstlichkeit jedoch rätselhaft erscheint. Dabei sind die Werke mit ihrer aus Film- und Werbeindustrie entlehnten Ästhetik nur vordergründig makellos-plakativ, tatsächlich werden in ihnen Fragen nach Demokratie, Gleichberechtigung oder Selbstbestimmung behandelt. Olaf nutzt Klischees und Stereotype, um mit ihnen die Macht der Bilder in unserer Gesellschaft zu hinterfragen – manchmal humorvoll, immer ästhetisch, niemals brav …

KAISER 75
12.09.2020 - 31.08.2021

Er wurde als Spieler und Trainer Weltmeister, feierte mit seinem FC Bayern historische Titel – und gilt als Botschafter des deutschen Fußballs in der Welt. Die anlässlich seines 75. Geburtstages konzipierte Sonderausstellung KAISER 75 im FC Bayern Museum führt den Sportler sowie den Menschen Franz Beckenbauer zu einem beeindruckenden Gesamtbild zusammen. Die Kindheit des „Kaisers“ in München Giesing, sein Leben in den USA sowie die aktive Zeit beim FC Bayern werden ebenso thematisiert wie sein heutiger Alltag in Salzburg. Liebevoll ausgewählte Exponate sowie Anekdoten zahlreicher Wegbegleiter bieten gleichzeitig Resümee und Ausblick. Besonders der exklusive Ausstellungsfilm, in dem die Brüder Franz und Walter Beckenbauer als Protagonisten auftreten, setzt große Emotionen frei. Der FC Bayern möchte mit der Ausstellung gleichzeitig "Herzlichen Glückwunsch“ und "Danke“ sagen, die Liebe zum Detail sieht man ihr an. Besucher des Vereinsmuseums haben bis 31.08.2021 die Gelegenheit, Beckenbauer so privat wie nie zu erleben.

Zeitgenössische Kunst im globalen Dialog
21.05.2021 - 19.09.2021

Spätestens seit dem Jahr 2020 spüren wir, dass heute alle alles gleichermaßen betrifft. Die Bilder, die tagtäglich um die Welt gehen, erreichen jede*n von uns. Aber verstehen wir Bilder deshalb überall gleich? Verändert sich möglicherweise unser Bildbewusstsein, unser Verständnis von Kunst im 21. Jahrhundert? Im Austausch mit der kuratorischen Perspektive aus einem nicht-westlichen Kulturraum entsteht eine Sammlungspräsentation zeitgenössischer Kunst, die hinsichtlich Werkauswahl, Display und Vermittlungsansätzen die Konventionen und Mechanismen der bisherigen Museumsarbeit in den Blick nimmt und weiterentwickelt.

KI. Robotik. Design
04.12.2020 - 26.09.2021

Die Themen Robotic und Künstliche Intelligenz sind die aktuellen Themen, die unsere Zeit und Gesellschaft vor die größten Herausforderungen stellt. Auch im Bereich des Designs stellen sich unzählige neue Aufgaben der Gestaltung von Prozessen und Produkten. So hat die Neue Sammlung – The Design Museum den Leiter der Munich School of Robtics and Machine Intelligence (MSRM), Herrn Prof. Dr. Sami Haddadin, und sein Team eingeladen, eine Ausstellung zu konzipieren, um beispielhaft ihre Entwicklungen zur Zukunft der Gesundheit, der Arbeit und der Mobilität in einer Zeit von Robotik und Künstlicher Intelligenz zu präsentieren. Geplant ist ein interaktives Laboratorium, in dem Prozesse wachsender künstlicher Intelligenz für die Besucher erlebbar gemacht werden. Neben der Sichtbarmachung des Entstehens Künstlicher Intelligenz fokussiert die Ausstellung auch Fragen nach den hiermit verbundenen Designformen. Mit Sami Haddadin setzt eine Koryphäe der Robotic und Künstlichen Intelligenz die Reihe für zeitgenössische Designpositionen in der Paternoster-Halle fort, zu der Die Neue Sammlung – The Design Museum seit 2015 jährlich internationale Protagonisten des Designs einlädt.

Ende der Zeitzeugenschaft?
08.04.2021 - 26.09.2021

Am 7. April 2021, eröffnet die Schau "Ende der Zeitzeugenschaft?", die vom Jüdischen Museum Hohenems, der Gedenkstätte Flossenbürg und der Stiftung EVZ entwickelt wurde – für München jedoch mit Zeugnissen verfolgter Stadtbewohner*innen inhaltlich neu konzipiert wird. Die Zeitzeugenschaft des Holocaust geht ihrem Ende entgegen. Nur noch wenige Überlebende der NS-Herrschaft können aus eigener Erfahrung sprechen – oder von jenen Menschen berichten, die im Holocaust ermordet wurden. Was bleibt, sind literarische Zeugnisse und unzählige Videointerviews der Überlebenden – sowie die Frage danach, wie wir in Zukunft mit dieser Erbschaft umgehen wollen. Grund genug, den Blick auf die Geschichte der Zeitzeugenschaft zu richten, die komplexe Beziehung zwischen Zeitzeuge und Interviewer, Medium und Gesellschaft zu erkunden. Dabei steht die Erinnerung an die Shoah, wie sie in Interviews und Aufnahmen von öffentlichen Auftritten der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen überliefert ist, im Fokus. Sie wird zur Erzählung – einem Trauma abgerungen und zugleich das Produkt von Beziehungen und Interessen, abhängig von ihrem jeweiligen Kontext in Politik und Gesellschaft, vor Gericht oder Schulklassen, für die Forschung, das Fernsehen oder Kino. Die Ausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ hinterfragt die "Gemachtheit“ der Zeitzeugeninterviews und ihre gesellschaftliche Rolle seit 1945.

Jacobus Vrel
19.10.2021 - 24.01.2022

Eigentümlich wirken seine Bilder, verschroben seine Figuren und bühnenhaft seine Straßenszenen. Jacobus Vrel gibt vermeintlich das Alltagsleben holländischer Kleinstädte des 17. Jahrhunderts wieder und erschafft zugleich ganz eigene, geheimnisvolle Welten. Verwechselt wurden seine Werke mit denen berühmterer Meister wie Johannes Vermeer und Pieter de Hooch. So zählen sie heute zum Bestand der weltweit bekanntesten Museen und sind zugleich begehrte Raritäten unter Sammlern. Und dennoch ist der Maler nahezu unbekannt. Lassen Sie sich faszinieren von einem Vorboten der Moderne, einem Maler, der sein Geheimnis erst auf den zweiten Blick offenbart.

App.Sound of Design.
21.02.2019 - 02.02.2022

Jedes Objekt verursacht bei seiner Verwendung Geräusche, die zum unverwechselbaren Erkennungsmerkmal werden können. Die Bandbreite reicht vom Klingeln eines Telefons über das Brummen eines Automotors bis hin zum Klacken einer Tastatur. Um diese akustische Dimension unserer Ausstellungsstücke in Zukunft– vor allem in Hinblick auf das geplante Schaudepot – in unsere Präsentation zu integrieren, erweitern wir unsere Sammlung um Töne. Durch die Integration dieses Archivs in die Webanwendung Sound of Design soll es Teil der multimedialen Besuchererfahrung werden und erweckt die sonst museal entrückten Objekte zum Leben. Eine erste Anwendung soll ab Dezember 2018 zur Verfügung stehen und wird in Folge sukzessive erweitert.

Fantastisch Real. Belgische Moderne von Ensor bis Magritte
10.09.2021 - 06.02.2022

Die Kunsthalle München präsentiert Meisterwerke der belgischen Moderne von ca. 1860 bis 1960. Etwa 130 Gemälde, Grafiken und Skulpturen veranschaulichen, wie die Kunst dieser Zeit die Grenzen von Fantasie und Wirklichkeit stets aufs Neue auslotet. Dabei rückt die schlichte Alltagsrealität ebenso in den Fokus wie die Geheimnisse und Rätsel jenseits der sichtbaren Welt. Die Ausstellung beleuchtet den spezifischen Weg der belgischen Kunst von realistischen Szenen des einfachen Volkes und atmosphärischen Landschaften über die fantastischen Maskeraden James Ensors bis zu den surrealen Welten von Paul Delvaux und René Magritte. Neben solchen großen Namen sind unter den rund 40 ausgestellten Künstlern zahlreiche hierzulande kaum bekannte Maler wie Eugène Laermans, Constant Permeke oder Rik Wouters zu entdecken.

Im Labyrinth der Zeiten. Mit Mordechai W. Bernstein auf den Spuren des jüdischen Deutschlands
17.03.2021 - 13.02.2022

Mordechai W. Bernstein (1905–1966) war Mitarbeiter des "Jüdischen Wissenschaftlichen Instituts“ (YIVO) in Wilna, das 1941 nach New York übersiedelte, dessen Bibliothek und Archiv jedoch vom Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg (ERR) geraubt wurden. Bernstein hatte nach 1945 den Auftrag, diese Bestände in Deutschland zu suchen. Während seines Aufenthalts, der von 1946 bis 1951 andauerte, besuchte er in rund 800 Orten Museen, Bibliotheken und Archive auf der Suche nach den Überresten der deutsch-jüdischen Kultur. Nach seiner Übersiedlung nach Buenos Aires veröffentlichte er in drei Bänden mit über 70 illustrierten Aufsätzen in jiddischer Sprache die Ergebnisse seiner Suche und schaffte so ein musée imaginaire der zerstörten deutsch-jüdischen Kultur. Die Ausstellung stellt 18 Objekte vor, denen Mordechai W. Bernstein im unmittelbaren Nachkriegsdeutschland nachgespürt hat. Die Bandbreite reicht dabei von einer römischen Öllampe mit Menora über Modelle mittelalterlicher Ritualbäder bis zu einer hölzernen Grabstele aus dem Friedhof von Kriegshaber bei Augsburg.

Shirin Neshat
01.11.2021 - 30.04.2022

Selbstbewusst und kraftvoll, zugleich verletzlich und fragil wirken die Werke der iranischen Künstlerin, Fotografin und Filmemacherin Shirin Neshat (*1957). Die Verbindung und Erweiterung der reichen Tradition persischer und westlicher Bildsprachen prägen das Oeuvre der in den USA lebenden Künstlerin. Ihre Arbeiten stehen im Zentrum der ersten Präsentation innerhalb der Kooperation mit der Written Art Collection. Zentrale Themen ihres Schaffens sind Identität, Herkunft und Machtstrukturen, wie etwa die Rolle der Frau. Shirin Neshat bedient sich dabei unter anderem der traditionellen Kalligrafie ihres Herkunftslandes sowie der westlichen Portraitkunst. Auch in ihrem jüngsten Werk "Land of Dreams" (2019), das bisher noch nicht in Deutschland gezeigt wurde, werden diese beiden Elemente zusammengeführt, wobei sie erstmalig die Medien Fotografie und Video 111 Portraits und zwei Filme - in einem Werk vereint. Die für Neshat typischen Schwarz-Weiß-Arbeiten, lassen in der Individualität der Portraitierten immer auch die kollektive Geschichte in ihrer sozial- und geopolitischen Komplexität aufscheinen. Die bedeutendste iranische Künstlerin der Gegenwart schafft in ihren Werken durch die Verbindung von Schrift, gestischem Ausdruck und Formatvariation eine rhythmisch poetische Dichte, der jeweils ein eigenes Narrativ eingeschrieben ist.

Emil Nolde. Meine Art zu malen...
01.10.2021 - 30.09.2022

Studioausstellung zur Maltechnik Emil Noldes Emil Nolde (1867 1956) zählt unbestritten zu den bekanntesten und wichtigsten Vertretern des deutschen Expressionismus und ist in der Pinakothek der Moderne unter anderem mit einem seiner frühen Schlüsselwerke "Tanz um das goldene Kalb" von 1910 prominent vertreten. "Meine Art zu malen ist ohne alle Kunststücke..." - wie dieses titelgebende Zitat des Künstlers zu verstehen ist, untersucht erstmals ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Kooperationsprojekt zur Maltechnik und den Künstlermaterialien Emil Noldes. Hauptpartner des multidisziplinären Forschungsverbundes sind das Doerner Institut der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, die Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde und die Hamburger Kunsthalle.

Literarisches München zur Zeit von Thomas Mann - Von der Boheme zum Exil
08.12.2016 - 06.12.2026

Thomas Manns Münchner Jahre zwischen 1894 und 1933 bildet den zeitlichen Rahmen für die Ausstellung. Ausgehend von den literarischen Nachlässe der Monacensia spürt sie der Frage nach: Was macht das literarische München zwischen Schwabinger Bohème und Hitlers "Hauptstadt der Bewegung" aus? Manuskripte, Briefe, Fotografien und seltene Erinnerungsstücke werfen Schlaglichter auf das höchst ambivalente literarische Leben der Stadt zwischen dem Aufbruch in die Moderne und der Vertreibung der Dichter und Schriftsteller ins Exil. Thematisiert werden die Brüche und Umbrüche während des Ersten Weltkriegs ebenso wie die Wechselwirkung von bürgerlicher Hochkultur und urwüchsigem Volksvergnügen in der Weimarer Republik. Die Original-Dichterschreibtische von Frank Wedekind und Oskar Maria Graf symbolisieren den Spannungsbogen von der Münchner Bohème bis zum amerikanischen Exil. Wie für viele Autoren sind sie weit mehr als ein Arbeitsplatz: Sie sind "Schreibheimat" und Ausdruck eines Lebensgefühls.

Veranstaltungskalender

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