Home  Ausstellungen

Ausstellungen

Bertel Thorvaldsen – Bildhauer Ludwigs I.
27.01.2021 - 30.05.2021

2020 wird der 250. Geburtstag des berühmten dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen begangen. Der bayerische König Ludwig I. verehrte Thorvaldsen sehr. Die Sonderausstellung „Bertel Thorvaldsen – Bildhauer Ludwigs I.“ geht der Beziehung zwischen Staatsmann und Künstler sowie ihren heute noch sichtbaren Spuren in München nach. Sie knüpft an die im Thorvaldsens Museum in Kopenhagen gezeigte Sonderausstellung „Powerful Presences“ (8.3.-18.10.2020) an. Beide Ausstellungen finden 2020 im Rahmen des deutsch-dänischen kulturellen Freundschaftsjahres statt. In München liegt der Schwerpunkt auf der vielschichtigen Verbindung zwischen Thorvaldsen und Ludwig I. Mit dem Ort, der Glyptothek, ist Thorvaldsen auf mehreren Ebenen verbunden. Noch als Kronprinz hat ihm Ludwig die Restaurierung der Ägineten (1816-18) übertragen. Diese früh-griechischen Giebelfiguren vom Aphaiatempel auf der Insel Ägina sind der größte Schatz des Museums. Ihre Restaurierung war ein neuartiges Unterfangen, für das Ludwig mit Thorvaldsen den besten Bildhauer seiner Zeit gewinnen konnte. Die Sonderausstellung zeichnet in mehreren Stationen die Biografie des dänischen Künstlers nach. Sie hebt dessen Verbindungen zu München und speziell zum Kronprinzen und späteren König Ludwig I. als Bewunderer und Auftraggeber hervor.

Ready to go! Schuhe bewegen
15.11.2019 - 17.01.2021

Die Schau bietet einen Rundgang mit kulturhistorischen und soziologischen Aspekten, wobei anhand von ca. 500 Paar Schuhen immer wieder die Emotionen im Vordergrund stehen, die entsprechende Fußbekleidung hervorrufen kann. Der Schuh als Statussymbol dient dem Träger/der Trägerin als auch den Betrachtern gleichermaßen als bewundernswertes Objekt. Absatzschuhe des Barock und Rokoko erhöhten ihre Träger demonstrativ über das einfache Volk. Heute machen Designerschuhe von Dior, Ferragamo, Manolo Blahnik, Christian Louboutin oder Stuart Weitzmann glücklich. Schuhe fungieren als Machtsymbol oder als Zeichen bzw. Statement einer Gruppenzugehörigkeit. Hier kommen Boots aus der Raver-Gothic- Szene zu Wort. Die Bedeutung der Fußbekleidung für die Gender-Thematik schlägt den Bogen von der knabenhaften Frau in Budapestern zur damenhaften Drag Queen in High Heels.

Danner-Preis 2020. Zum 100-jährigen Jubiläum der Danner-Stiftung
15.10.2020 - 17.01.2021

Im Jahr 1920 gründete Therese Danner im Gedenken an ihren 1917 verstorbenen Ehemann Benno eine deutschland-, wenn nicht gar europaweit einzigartige Stiftung: Die Benno und Therese Danner’sche Kunstgewerbestiftung zur Förderung des Kunsthandwerks in Bayern – besser bekannt als die Danner-Stiftung. Aus diesem Anlass werden erstmals die PreisträgerInnen des seit 1984 in dreijährigem Rhythmus vergebenen Danner-Preises auf Einladung der Neuen Sammlung in einer Ausstellung unter dem Glasdach der Pinakothek der Moderne zu sehen sein. Ihre Arbeiten werden gemeinsam mit bislang kaum bekannten Objekten aus der 100-jährigen Sammlungsgeschichte der Danner-Stiftung gezeigt.

Astrid Klein. Dass vollkommene Liebe die Angst austreibe
20.07.2020 - 17.01.2021

Der deutschen Künstlerin Astrid Klein (*1951) wird anlässlich der großzügigen Erwerbung von fünf Fotoarbeiten über die Michael & Eleonore Stoffel Stiftung eine Einraumpräsentation in der Pinakothek der Moderne gewidmet. Es ist die erste institutionelle Einzelschau ihres Werkes in München seit 1989. Astrid Klein zählt zu den stärksten Stimmen der deutschen Gegenwartskunst, die sich mit politischen, historischen sowie emotionalen Themen der westlichen Leistungsgesellschaft auseinandersetzt. Die neu erworbenen Werke kreisen um tradierte, zudem von Film und Werbung verbreitete Beziehungsklischees und knüpfen damit an die bereits im musealen Bestand vorhandenen zwei Werke an. In der Präsentation der nun gewichtig erweiterten Sammlung werden Komponenten von Macht und Aneignung untersucht, die sowohl einzeln als auch kollektiv empfunden werden.

Glänzende Propaganda. Die metallene Stimme des Papstes
12.05.2020 - 17.01.2021

Die Ausstellung ist den Medaillen des Heiligen Stuhls gewidmet. Der Begriff Medaille kommt vom italienischen Wort medaglia, das sich von lateinisch metallum ableitet. Unter einer Medaille versteht man eine Schau- oder Denkmünze, die jedoch im Unterschied zum umlaufenden Münzgeld nicht als Zahlungsmittel, sondern als Erinnerungsstück dient. Die erste Medaille auf einen Papst wurde von Andrea Guazzalotti auf den Tod Nikolaus’ V. im Jahr 1455 geschaffen. Die wichtigste Neuerung in der Geschichte der päpstlichen Medaillenproduktion fand unter Paul V. (1605–1621) statt. Er institutionalisierte die Ausgabe einer Jahresmedaille (Medaglia annuale), die bis heute am Peter und Pauls-Tag, dem 29. Juni, verteilt wird. In den metallenen Verlautbarungen dieser Schaustücke spiegelt sich wie in einem Brennglas das für den Heiligen Stuhl bedeutsamste Ereignis des jeweiligen Jahres wider. Ihr historischer Quellenwert ist dementsprechend hoch, wurde aber bislang kaum erforscht. Mit dem Ausdruck wird die päpstliche Regierung bezeichnet, also der Heilige Vater, die Kardinalskongregation und die Kurialbehörden. Sitz der Regierung ist der Vatikan mit Peterskirche und den umliegenden Verwaltungsgebäuden. Seit dem 6. Jh. führt der Bischof von Rom den Papsttitel. Nach der Entscheidung des Ersten Vatikanischen Konzils (1869/70) umschließt der Primat des Papstes die volle und höchste Regierungsgewalt in Sachen des Glaubens und der kirchlichen Ordnung. Nach 1870 wurde die Rolle des Heiligen Stuhls neu geschrieben. In den Kriegen der Neuzeit waren die Päpste als Landesherren stets Partei gewesen. Nach dem Verlust des staatlichen Territoriums konnten die folgenden Päpste das Profil des Heiligen Stuhls als neutraler Akteur und Friedensvermittler neu modellieren. So ist der Heilige Stuhl seit Ende des 19. Jhs. eine feste Größe in der internationalen Politik, gewissermaßen als unparteiisches moralisches Weltsubjekt.

Richard Wagner Museum Bayreuth - vorerst digitaler Museumstipp im Infopoint
17.11.2020 - 23.01.2021

Normalerweise würde sich das Richard Wagner Museum Bayreuth vor Ort im Infopoint mit Bildfahnen präsentieren. Nun wird das Museum leider vorerst nur digital vorgestellt: Seit 1976 existiert im ehemaligen Bayreuther Wohnhaus Richard Wagners, in Haus Wahnfried, ein Museum zu Leben und Werk des Komponisten. Nach fünfjähriger Sanierung und baulicher Erweiterung durch das Berliner Architekturbüro Volker Staab zeigt das neue Richard Wagner Museum seit Juli 2015 in Haus Wahnfried die Lebenswelt Richard Wagners. Originaldokumente und -objekte aus dem angeschlossenen Nationalarchiv, der weltweit größten und bedeutendsten Wagner-Sammlung, führen durch sein Leben und sein künstlerisches und politisches Schaffen. Eine einzigartige interaktive Partitur veranschaulicht Besonderheiten seiner Kompositionen und lässt die Gäste in die Aufführungspraxis eintauchen. Im Neubau des Museums stellen Bühnenbildmodelle, Kostüme und Requisiten die bald 150-jährige Geschichte der Bayreuther Festspiele dar. Audiotheken und das Museumskino laden ein, vergangene Inszenierungen zu hören und zu sehen. Das angrenzende Haus Siegfried Wagners, des Sohnes Richard Wagners, erzählt im wahrsten Sinne des Wortes seine eigene Geschichte. Erhalten im Zustand seines Umbaus in den frühen 1930er Jahren, diente es ab diesem Zeitpunkt als Gästehaus der Familie und beherbergte neben Künstlern wie Arturo Toscanini und Richard Strauss während einiger Festspielzeiten auch Adolf Hitler als engen Freund der Familie. In diesem geschichtsbeladenen Bau präsentiert eine mediale Installation das schwierige Erbe Richard Wagners, seinen Antisemitismus, die Gründung und Formulierung eines völkischen Nationalkults um den Komponisten durch seine Erben und Nachfahren und schließlich die kontroverse Rezeptionsgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg. Mehrere kurze Videos informieren als "Coronamuseum-Podcasts" (auf der Facebook-Seite des Museums) über Museumsobjekte, erzählen interessante Geschichten aus Wagners Leben und führen hinter die Kulissen des Museums. ⠀ Seit Oktober und für ein Jahr bewohnt nun auch eine andere Künstlerin die Häuser des Richard Wagner Museums. In seiner bislang umfang reichsten Sonderausstellung „rosalie und wagner. licht –mythos – material“ zeigt das Museum die Werke der 2017 verstorbenen Künstlerin rosalie. Bekannt wurde sie durch ihre spektakulären Bühnenbilder und Kostüme für Alfred Kirchners Inszenierung des Rings des Nibelungen (1994–1998). Bühnenbildmodelle, Originalkostüme und Ausstattungsstücke lassen diese Inszenierung wieder plastisch werden. rosalie wirkte auch als bildende und vor allem als Lichtkünstlerin. Ihre Lichtobjekte und raumgreifenden immersiven Installationen sind ebenso zu sehen wie ihre Skulpturen und Gemälde, die als Intervention die Lebenswelt Richard Wagners bevölkern, sich in ihr breitmachen und den Besuchern durch diesen überraschenden Beziehungszauber ein Phantasie- und Erkenntnisfest bereiten.

Schönheit.Stärke.Leidenschaft. Die Plastiken Franz von Stucks in den Historischen Räumen neu präsentiert
01.07.2020 - 24.01.2021

Augen - Blicke - Perspektive: Nähe und Schönheit des Details erlebt man bei keinem anderen Kunstwerk so intensiv wie bei der Skulptur. Dazu bedarf es nicht der Größe des Objekts, sondern der Auseinandersetzung, Empathie und Einfühlung des Betrachters. Sie erfordert Hinwendung und Hinsehen. Anlässlich der Erwerbung der nur in wenigen Exemplaren gegossenen und erhaltenen Plastik "Phryne“ aus dem Jahr 1925 zeigt das Museum VILLA STUCK in den Historischen Räumen seine Sammlung von Plastiken von Franz von Stuck in einer Neupräsentation.

Maya Schweizer. Stimmen
22.10.2020 - 24.01.2021

Maya Schweizer umkreist mit ihren filmischen Arbeiten Fragen von Geschichte, Identität und Erinnerung. Urbane Räume als Schnittstellen individueller und kollektiver Handlungsweisen sind oftmals Ausgangspunkt ihrer Betrachtung. In der Wahrnehmung dieser Orte und Räume legt sie soziale Realitäten, eingeschriebene Erzählungen und sich überlagernde Geschichte/n frei. Wenn Schweizer kulturelle Identität, die Rolle Einzelner als politische Akteure oder individuelle Erinnerung sichtbar macht, geht es dabei stets auch um die stellvertretende Erfahrung im gesellschaftlichen Rahmen. So wird Schweizer in der Arbeit A Memorial, a Synagogue, a Bridge and a Church (Ein Denkmal, eine Synagoge, eine Brücke und eine Kirche, 2012) zur akribischen Beobachterin alltäglicher Situationen, beispielsweise an einem Platz in Bratislava, den sie zu einem Laborraum macht, und reflektiert wie sich in dessen Struktur und Organisation Epochen überlappen. In Regarde par ici, ... Und dort die Puschkinallee (2018) thematisiert sie einen ehemaligen Wachturm an der Grenze zwischen Ost- und Westberlin oder bewegt sich in L’étoile de mer (Der Seestern, 2019) zwischen Vergessen und Erinnerung, erzeugt durch eine Fülle von Bildern.

Lamb Shift. Paul Valentin
08.10.2020 - 31.01.2021

LAMB SHIFT ist die erste Ausstellung des Künstlers Paul Valentin, die sich ausschließlich mit dem Thema des "Nichts" beschäftigt, das auch Gegenstand seiner künstlerischen Diplomarbeit war. In seiner Ausstellung LAMB SHIFT im MaximiliansForum konfrontiert Paul Valentin in künstlerischer Weise Konzepte des Nichts östlicher und westlicher Spielart. Im Zentrum steht dabei sein mit dem Karl&Faber-Preis ausgezeichneter Animationskurzfilm „Nichts“ (2019). Geprägt ist die künstlerische Erzählung seines Animationsfilms von naturwissenschaftlichen und philosophischen Thesen über das Nichts. Seine fragmentarischen Szenen verbinden sich zu einem reportagehaften Narrativ und lassen unterschiedliche Quellen zum Thema "Nichts" zu Wort kommen. Im Film erkundet die Häsin Judy – deren Charakter dem oscarprämierten Animationsfilm "Zootopia“ (2016) entlehnt ist – die Untiefen der Ideen und Vorstellungen dazu mit Hilfe einer Botschaft auf einem Recorder, der aussieht wie eine Karotte. Der Film entwickelt seine Erzählung über verschiedene Modelle zum "Nichts" aus der Geschichte der Wissenschaft und der Philosophie, und entwirft dazu eine eigene Perspektive. Eine besondere Faszination an der Auseinandersetzung mit dem "Nichts“ liegt darin, Erkenntnisse über Phänomene und Fragestellungen zu gewinnen, die sich als besonders ungreifbar darstellen.

Slawomir Elsner
12.05.2020 - 07.02.2021

Slawomir Elsners (geb. 1976) zeichnerische Auseinandersetzung mit zwei zentralen Gemälden aus dem künstlerischen Umkreis des Blauen Reiter ist eng verwoben mit seiner eigenen künstlerischen Annäherung an die Frage, warum manche Kunstwerke bedeutender, berühmter und bekannter erscheinen mögen als andere. Wer schreibt die Kunstgeschichten; was wird darin aufgenommen und was bewusst oder unbewusst anderweitig verortet; wer ist "Star" in einer Sammlung, einer Ausstellung oder einer Hängung; und besitzen diese Fragen an und die Kategorisierung von künstlerischen Arbeiten überhaupt noch Relevanz? Alexej von Jawlenskys Gemälde "Bildnis des Tänzers Alexander Sacharoff" von 1909 ist eines der bekanntesten und beliebtesten Werke in der Sammlung des Blauen Reiter im Lenbachhaus, während Marianne von Werefkins "Der Tänzer Alexander Sacharoff" aus dem gleichen Jahr in der Fondazione Marianne von Werefkin in Ascona zu Hause ist und erstmals in der Ausstellung "Lebensmenschen" 2019/20 hier vor Ort zu sehen war. Direkt eingebunden in die Sammlung Blauer Reiter des Lenbachhauses lassen Elsners präzise und mit spitzem Stift gezeichnete Arbeiten die verschwommene Erinnerung an die Originalvorlage bewusst aufleben, die im Fall von Jawlenskys Gemälde lediglich an einer anderen Stelle im Museum hängt, und im Fall von Werefkins Arbeit bis Februar diesen Jahres 2020 hier ausgestellt war.

Mehr Moderne für das Lenbachhaus. Die Neuerwerbungen in der Sammlung Blauer Reiter
13.10.2020 - 07.02.2021

Die weltweit größte Sammlung zur Kunst des Blauen Reiter verdankt das Lenbachhaus in erster Linie der großzügigen Stiftung von Gabriele Münter. 1957 machte die einzigartige Schenkung anlässlich des 80. Geburtstags der Künstlerin die Städtische Galerie zu einem Museum von Weltrang. Das herausragende Geschenk umfasste zahlreiche Werke von Wassily Kandinsky bis 1914, von Münter selbst sowie Arbeiten von Künstlerkolleg*innen aus dem erweiterten Kreis des Blauen Reiter. Es folgten bedeutende Ankäufe und Schenkungen wie 1965 die ebenfalls außerordentlich großzügige Stiftung von Elly und Bernhard Koehler jun., dem Sohn des bedeutenden Mäzens und Sammlers mit Werken von Franz Marc und August Macke. Damit wurde das Lenbachhaus zum zentralen Ort der Erforschung und Vermittlung der Kunst des Blauen Reiter und nimmt diesen Auftrag seit über sechs Jahrzehnten insbesondere mit seiner Ausstellungstätigkeit wahr. Treibende Kraft hinter dieser Entwicklung war Hans Konrad Roethel, Direktor des Lenbachhauses von 1956 bis 1971. Nach seiner Amtszeit haben sich auch Armin Zweite und Helmut Friedel erfolgreich für die Erweiterung der Sammlung engagiert. Dennoch fehlen bis heute wichtige Werke aus dem Umkreis des Blauen Reiter.

Von der Isar nach Jerusalem Gabriella Rosenthal (1913-1975) — Zeichnungen
18.03.2020 - 14.02.2021

Die in München geborene Gabriella Rosenthal entwickelte ihr künstlerisches Talent bereits in frühester Jugend, während sie im Antiquariat ihres berühmten Großvaters Jacques Rosenthal mithalf und so ihr Kunstverständnis vertiefte. 1935 migrierte sie gemeinsam mit ihrem damaligen Mann, dem Schriftsteller und Religionspublizisten Schalom Ben-Chorin, nach Jerusalem und begann dort, ihren gänzlich neuen Alltag künstlerisch festzuhalten. Ihre Zeichnungen sowie feuilletonistische Texte veröffentliche sie in verschiedenen Zeitungen, unter anderem der Jerusalem Post, aber auch der deutschen Jüdischen Rundschau. Gabriella Rosenthals Werke zeugen von einem alltagsnahen, heiteren und liebevollen Blick auf das spannungsreiche und vielfältige Leben in Jerusalem. Gleichzeitig verweist sie mit demselben Humor immer wieder auf ihre Münchner Vergangenheit und bringt so verschiedene Kulturkreise miteinander in Verbindung. Die Ausstellung wurde in der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum realisiert und wird für das Jüdische Museum München umgearbeitet und adaptiert.

Michael Armitage. Paradise Edict
04.09.2020 - 14.02.2021

Der britisch-kenianische Maler Michael Armitage (geb. 1984 in Nairobi, Kenia) ist binnen kürzester Zeit zu einer der spannendsten jungen malerischen Stimmen der Gegenwartskunst avanciert. In seinen großformatigen, farbintensiven Ölgemälden bezieht er sich auf ostafrikanische Maltraditionen ebenso wie auf europäische. Als Farbträger für seine Gemälde fungiert das tuchähnliche Material Lubugo, das seine Malerei in den ostafrikanischen Raum verortet. Seine wirkmächtigen Bilder sind Ausdruck essentieller Aspekte des Menschseins: Grausamkeit, Sexualität, Liebe ebenso wie Mythologien und Traumzustände. Ca. 70 Werken ostafrikanischer Künstler*innen ist im Sinne einer Hommage ein eigener Raum gewidmet.

Silberkopf. Die Büste des heiligen Zeno aus Isen
28.05.2020 - 14.02.2021

Das kostbare Büstenreliquiar des heiligen Zeno, das um 1451 nach Isen gestiftet wurde, gilt als herausragendes Meisterwerk der gotischen Goldschmiedekunst. Eine kunsttechnologische Untersuchung der über zwei Kilogramm schweren Silberplastik brachte unlängst spektakuläre Erkenntnisse zu ihrer Herstellung ans Licht. Entstehung, wechselvolle Geschichte und Restaurierung der Büste stehen ebenso wie die Identifizierung des Meisters, der das Modell des ausdrucksstarken Kopfes schuf, im Zentrum der Ausstellung. Eine Reihe weiterer hochrangiger Bildwerke aus der Zeit um 1450 beleuchten das künstlerische Umfeld in Salzburg und im unteren Inntal am Ausgang des Mittelalters.

A wie Jüdisch. In 22 Buchstaben durch die Gegenwart
13.10.2020 - 21.02.2021

Diese Ausstellung verhandelt anhand der 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets zentrale Fragen und Aspekte der jüdischen Gegenwart in Deutschland. Sie blickt auf jüdische Identitäten und Lebensrealitäten heute in ihrer Vielstimmigkeit und ihren Widersprüchen. Heute leben Jüdinnen und Juden aus der ganzen Welt in diesem Land. 22 Momentaufnahmen geben Einblicke in den Alltag religiöser, alteingesessener oder gerade in Deutschland angekommener Juden. Sie haben ost- oder westdeutsche Familienbiografien, kommen aus europäischen Nachbarländern und Übersee, aus der ehemaligen Sowjetunion und Israel. In Herkunft, Sprache und religiöser Praxis unterscheiden sich die verschiedenen jüdischen Gruppierungen. In der Ausstellung zeigen Fotografien, Videoarbeiten, Gemälde und rituelle Gegenstände aus dem 21. Jahrhundert, wie sich Judentum in Deutschland heute definiert. Zu den Künstlern der Ausstellung gehören Zoya Cherkassy, Leonard Freed, Hadassa Goldvicht, Victoria Hanna, Barbara Honigmann und Alona Rodeh.

Hast du Töne? Töne erforschen, Klänge entdecken, Musik erleben
25.07.2020 - 21.02.2021

Eine Mitmachausstellung für Kinder ab 4 Jahren Du wolltest schon immer einmal eine Harfe ausprobieren? Eine Geige spielen oder gar auf die Pauke hauen? Eine große Sammlung an Orchesterinstrumenten wartet auf dich: alle dürfen ausprobiert und gespielt werden. Finde heraus, wie du mit ihnen laut oder leise, hoch oder tief, schnell oder langsam spielen kannst. Wie entstehen Töne überhaupt? Wodurch verändern sie sich? Warum kannst du Töne hören und wie werden Töne zu Musik? Zahlreiche Mitmachstationen laden dich ein, die Welt der Klänge, der Schwingungen und des Schalls zu erforschen. Hast du Töne? In der Klangwerkstatt kannst du aus den unterschiedlichsten Materialien selbst Instrumente oder Klangobjekte erfinden und bauen. Wie klingt dein Instrument? - Ohren auf und aufgespielt!

Lucy McKenzie
10.09.2020 - 21.02.2021

Lucy McKenzie (geb. 1977 in Glasgow), bekannt für ihren malerischen Einsatz illusionistischer Trompe-l'oeil- Effekte und architektonisch skalierte Installationen, etablierte sich schnell als eine der bemerkenswertesten Künstlerinnen ihrer Generation. Die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin selbst entwickelte Ausstellung wird mit über 100 Werken aus der Zeit von 1997 bis heute erstmals den gesamten Umfang ihres Schaffens untersuchen. Beispiele aus allen bedeutenden Werkgruppen der Künstlerin sind versammelt, angefangen bei frühen Gemälden, die sich auf Popmusik und die Olympischen Spiele in der Ära des Kalten Krieges beziehen, über ihre anschließende Auseinandersetzung mit den Traditionen der schottischen und osteuropäischen Wandmalerei und der belgischen Illustration bis zu großformatigen Gemälden, die auf Grundlage von historischen Baustilen entstanden. Ebenfalls enthalten sind Werke aus ihrem kollaborativen Modelabel und Forschungsbüro Atelier E.B. und jüngste Arbeiten, die die Grenzen zwischen Malerei, Skulptur und Möbel verwischen und zum Teil speziell für die Ausstellung entwickelt wurden

Thierry Mugler. Couturissime
03.04.2020 - 28.02.2021

Eine spektakuläre Mode-Extravaganza in der Kunsthalle München: Zum ersten Mal wird das Werk des Designers, Regisseurs, Fotografen und Parfümeurs Thierry Mugler in einer fulminant inszenierten Ausstellung präsentiert. Mehr als 140 Kreationen aus Haute Couture und Prêt-à-porter, unpubliziertes Archivmaterial sowie Werke von weltberühmten Fotografen beleuchten drei Jahrzehnte im Schaffen des Franzosen, der es seit den 70er-Jahren immer wieder schaffte, die Popkultur zu prägen und die Welt der Couture zu revolutionieren. Er wählte außergewöhnliche Materialien wie Metall, Kunstpelz, Vinyl oder Latex für die Umsetzung seiner futuristischen, glamourösen Schnitte und schuf epochemachende Kreationen, die eine ebenso sinnliche wie starke Weiblichkeit ausstrahlen.

Tikimania. Bernd Zimmer, die Marquesas-Inseln und der europäische Traum von der Südsee
10.07.2020 - 28.02.2021

„Tikimania“ präsentiert Werke des Malers Bernd Zimmer zusammen mit Südsee-Objekten aus dem Museum Fünf Kontinente. Das erzeugt Kontraste, ergibt Harmonien und erschafft ein völlig neues Zusammenspiel von europäischer Kunst und ozeanischer Kultur. Der 1948 in Planegg bei München geborene Bernd Zimmer ist einer der wichtigsten Vertreter der „Heftigen Malerei“. 1973 zog der Verlagsbuchhändler und Buchgestalter, Philosoph und Religionswissenschaftler nach West-Berlin, eine ideale Insel-Umgebung für die aufblühende Szene einer später als „Junge Wilde“ bezeichneten Malerbewegung. In Kreuzberg gründete er 1977 mit Rainer Fetting, Helmut Middendorf, Salomé und weiteren Künstler*innen die „Galerie am Moritzplatz“. Mit großer gestischer Vehemenz und starker Farbsinnlichkeit entwickelte sich eine neue expressive Malerei. 1980 gelang der künstlerische Durchbruch. Die Ausstellung „Heftige Malerei“ im Berliner „Haus am Waldsee“ machte ihn als Gegenwartskünstler international bekannt und erfolgreich. Zimmers Landschaftsbilder waren und sind ein Resultat seines ganz spezifischen Sehen-Könnens und seiner äußerst präzisen Beobachtungsgabe. Auf vielen Reisen hat er diese Talente entwickelt, vermehrt und vervollkommnet.

Bayerische Kunstförderpreise Bildende Kunst 2020
26.01.2021 - 28.02.2021

STEPHAN JANITZKY PAULA LEAL OLLOQUI IRINA OJOVAN LEA VON WINTZINGERODE VIOLA RELLE & RAPHAEL WEILGUNI

Heimrad Bäcker. es kann sein, dass man uns nicht töten wird und uns erlauben wird, zu leben
12.11.2020 - 14.03.2021

Die Ausstellung "Heimrad Bäcker. es kann sein, dass man uns nicht töten wird und uns erlauben wird, zu leben“ widmet sich dem fotografischen Nachlass des Schriftstellers und Verlegers Heimrad Bäcker (1925-2003). Seit 2015 befindet sich dieses Konvolut von über 14.000 Einzelobjekten, die Zeugnis einer lebenslangen Auseinandersetzung mit dem Holocaust ablegen, im Wiener mumok. Eine Auswahl von Fotografien, Notizen, Textarbeiten und Fundstücken wird nun im NS-Dokumentationszentrum München gezeigt. Bäckers Fotografien entstanden zum Teil lange bevor es eine öffentliche Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und den Orten der Verbrechen gab. Sie dokumentieren den Zustand der ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und Gusen in Oberösterreich, die von Pflanzen überwuchert oder aber bewusst einer anderen Verwendung zugeführt worden waren. Ergänzt werden die Fotografien und Fundstücke durch Ausschnitte aus Bäckers "nachschrift", einer dichterischen Auseinandersetzung mit Zeugnissen von Täter*innen und Opfern der Shoah, sowie durch die Sound-Arbeit "Ein mörderischer Lärm“ von Tatiana Lecomte und Rainer Iglars Fotostrecke "Mauthausen 1974“.

Veranstaltungskalender

< November - 2020 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30