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Ausstellungen

José Antonio Suárez Londoño "Almanach"
19.06.2018 - 16.09.2018

Die von José Antonio Suárez Londoño (geb. 1955 in Medellín, Kolumbien) seit den 1970er Jahren angefertigten Druckgrafiken, Zeichnungen, Skizzenbücher und Gummistempel bilden zusammen ein immenses Gesamtwerk. Suárez Londoño beherrscht meisterhaft die verschiedenen Techniken jeder dieser Gattungen, die sich alle auf das Alltägliche konzentrieren und sich auszeichnen durch eine einzigartige und sehr markante Ikonographie. Es ist jedoch sein unermüdliches Schaffen insgesamt, das die Einzigartigkeit der künstlerischen Praxis von Suárez Londoño definiert: seine tägliche und wöchentliche Routine, die gleichzeitig ein Inventar der Welt und ein persönliches Tagebuch hervorbringt. In Suárez Londoños Arbeit spielen Faktoren wie Lernen, Erfahrung und Imagination eine große Rolle, womit sich der Künstler einen quasi unendlichen Raum schafft, in dem es ihm gelingt, die Zeit zu überwinden. Die Auswahl an Arbeiten in der Ausstellung stellt eine von zahllosen Kombinationen dar, die man hätte anbieten können: der Almanach eines international bedeutenden Künstlers, der in seiner Heimat Bezugspunkt für die jüngere Künstlergeneration und Schöpfer eines einzigartigen und zeitlosen Werkes ist.

RICOCHET #12: Christian Hartard "Less Work for Mother"
19.06.2018 - 16.09.2018

Im Rahmen der Reihe RICOCHET zeigt das Museum Villa Stuck mit der Ausstellung "Less Work for Mother" die erste museale Einzelpräsentation des Münchner Künstlers Christian Hartard (geb. 1977). Für die Räume im zweiten Obergeschoss der historischen Villa Stuck entwickelt er ein komplexes Ensemble aus Objekten, Grafik, Video und ortsspezifischen Installationen, die um Motive von Abwesenheit und Präsenz, Zeigen und Verbergen kreisen. Hartard nähert sich in zehn eigens für die Ausstellung entstandenen Werken elementaren Erfahrungen und Emotionen wie Angst, Ohnmacht, Verlust. Es entsteht eine Choreographie von Objekten, welche die Betrachter empfindsam auf Gegensätze wie hart/weich, durchlässig/fest oder kalt/warm reagieren lassen. Ihre sensorischen Eigenschaften, wie Geruch, Temperatur, Vibration oder Sound, lassen einen hinfühlen, hinriechen, hinhören, wenn hinsehen allein nicht reicht. Durch die Verwendung fragiler, schutzbedürftiger Stoffe, weicher und viskoser Materialien oder durch den Einsatz von Wärme, Kälte, Elektrizität und Fließvorgängen wird ihr Minimalismus gebrochen und sinnlich aufgeladen. Der Künstler interessiert sich für eine Kunst, die nicht Bilder, sondern Wirklichkeiten schafft. Der Betrachter ist daher mit konkreten Situationen konfrontiert, in denen die Werke als Gegenüber erfahrbar sind. Ein stromführender Vorhang, zähflüssiges Industriewachs oder in Säure aufgelöstes Gold sind Energie- und Erinnerungsspeicher, die dem Nichtmehrvorhandenen einen Ort geben. Sie notieren, was verblasst und verschwunden ist. Auch das nervöse Zittern von Fensterglas, Bilder überkochender Milch, Dinge aus Porzellan und Textil sind Protokolle dessen, was einmal war oder gewesen sein könnte. Indem sie in den ehemaligen Dienstbotenräumen der Villa Stuck hauswirtschaftliche Tätigkeiten evozieren, legen sie mehrdeutige Spuren in die Vergangenheit. Hartard erarbeitet sich ein Thema auf verschiedenen Ebenen, inhaltlich-archivarisch genauso wie formal-ästhetisch. Für die Ausstellung in der Villa Stuck führt ihn seine Recherche zu einem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte, aber auch zu einem traurigen innerhalb seiner eigenen Familiengeschichte. Davon ausgehend entwirft Hartard eine Serie von "Wiederbelebungsmaßnahmen", in denen sich konzeptueller Zugriff und ästhetische Poesie verschränken.

Sankt Ottilien. Das Benediktinerkloster und seine jüdische Geschichte 1945-48
13.05.2018 - 23.09.2018

Eine Installation in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur am Historischen Seminar der Ludwig Maximilians- Universität und der Erzabtei Sankt Ottilien mit Arbeiten von Benyamin Reich, Berlin. Das Benediktinerkloster Sankt Ottilien wurde von 1945 bis 1948 der unfreiwillige Zwischenort für zahlreiche jüdische Überlebende aus Osteuropa. Es diente ihnen als Krankenhaus und Lager. Angeregt von der Erzabtei wird 2018 in unterschiedlichen Projekten diese bisher wenig thematisierte Facette der Klostergeschichte beleuchtet. Die jüdische Selbstverwaltung, die Vorbereitung auf die Ausreise nach Palästina, jiddische Kultur und das Camp-Orchester sowie die Entbindungsstation, in der über 400 jüdische Kinder geboren wurden werden thematisiert. Ebenso das Zusammentreffen unterschiedlicher Akteur_innen wie jüdische Überlebende, deutsches Pflegepersonal und Ärzte, Mönche, Nonnen und amerikanische Militärs. Den Anfang dieser Aktivitäten macht das Jüdische Museum München: Zum Internationalen Museumstag 2018 mit dem Motto "Netzwerk Museum: neue Wege, neue Besucher" zeigt es eine Installation, die Besucherinnen und Besucher auf den Weg in das Benediktinerkloster schickt, um dieses aus einer jüdischen Perspektive zu betrachten.

"Ehem. jüdischer Besitz"
27.04.2018 - 23.09.2018

Die systematische Erforschung der Herkunft von Kunstwerken in den eigenen Sammlungs­beständen gehört zu den Schwerpunkten der wissenschaftlichen Arbeit des Münchner Stadtmuseums. Erstmals sollen nun die Ergebnisse dieser Provenienzforschung in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert und dabei auch die eigene Geschichte in der NS-Zeit näher beleuchtet werden. Die Ausstellung versteht sich als Momentaufnahme in einem Prozess kontinuierlicher Aufarbeitung und zeichnet die vielfältigen Biografien von ausgewählten Kunstgegenständen aus den verschiedenartigen Sammlungen des Museums nach. Dazu gehören Werke aus den Bereichen Grafik und Gemälde, Mode und Textilien sowie Kunsthandwerk und Möbel, aber auch Musikinstrumente und Marionetten. Zum ersten Mal wird damit ein kunst- und kulturgeschichtliches Museum mit der ganzen Bandbreite seiner Sammlungsbestände diesem wichtigen Thema eine Ausstellung widmen.

Roni Horn. PI
23.03.2018 - 23.09.2018

Die 45-teilige, in Island entstandene Arbeit "PI" von Roni Horn (*1955) zählt zu den fotografischen Hauptwerken der Künstlerin. Einer Feldforscherin vergleichbar veranschaulicht sie die vielfältigen Facetten dieses spezifischen Ortes, dem sie auch eine Reihe von Künstlerbüchern wie Skulpturen gewidmet hat.

Dan Flavin. Untitled (for Ksenija)
17.07.2018 - 30.09.2018

Dan Flavin (1933–1996) entwickelte seine raumgreifende Lichtinstallation "Untitled (for Ksenija)" 1994 zur Eröffnung des Kunstbaus, den der Architekt Uwe Kiessler zum Ausstellungsraum gestaltet hatte. Heiner und Philippa Friedrich, New York, schenkten dem Lenbachhaus die Arbeit im Andenken an ihre Eltern Erika und Harald Friedrich und Dominique und John de Menil. Flavin gehörte zu den bedeutendsten Vertretern der Minimal Art. Der wesentliche Ansatz dieser Kunstrichtung liegt in einer radikalen Reduzierung der bildnerischen Mittel auf die objektiven Gegebenheiten einfacher Formstrukturen. Diese werden unter Ausschaltung aller handschriftlicher Gestaltungsmerkmale nach industriellen Normen gefertigt. In den vier Lichtlinien griff Flavin die spezifischen architektonischen Gegebenheiten des Kunstbaus auf und betonte die charakteristische Krümmung des langgestreckten, ca. 110 m langen Raumes. Kuratiert von Sebastian Schneider

Charakterköpfe – Griechen und Römer im Porträt
30.01.2018 - 30.09.2018

Homer und Sokrates, Alexander der Große und Augustus, Cicero und Marc Aurel - jede dieser berühmten historischen Gestalten ist uns aus der antiken Geschichte wohl vertraut. Wir bewundern noch heute ihre Taten, wir lesen ihre dichterischen Werke, wir beschäftigen uns mit ihren philoso­phischen Schriften. Aus all dem können wir auch ein Charakterbild ihrer Persönlichkeit zeichnen. Doch steht uns noch ein weiteres Mittel zur Verfügung, sie näher kennenzulernen: ihr Porträt, das teils noch zu ihren Lebzeiten, teils aber auch erst später geschaffen wurde. Es gibt uns in vielen Fällen zweifellos einen Eindruck, wie der Dargestellte wirklich ausgesehen hat. Außerdem aber vermittelt es eine Vorstellung davon, welches Bild sich die antiken Menschen - Zeitgenossen oder auch Nachgeborene - von ihm machten; und, sofern er selbst der Auftraggeber war, welches Image er anstrebte. Antike Porträts können dem Betrachter also beispielhaft wichtige Fragestellungen vor Augen führen, die vielleicht heute aktueller denn je sind. Denn es geht hier schließlich um die Darstellung von Personen des öffentlichen Lebens im Spannungsfeld zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung. Die wirklichkeitsnahe Darstellung menschlicher Gesichter zählt zu den großen Leistungen der antiken Bildhauerkunst. So erfuhr die Porträtkunst bei Griechen und Römern ihre erste große Blüte und fand zugleich bereits eine vollendete Form. In der Sonderausstellung der Münchner Glyptothek wird ihre Entstehung und gut 1000 Jahre währende Geschichte vom 5. Jahrhundert v. Chr. bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. beleuchtet. Das Rückgrat der Ausstellung bildet der reiche Schatz des Museums an qualitativ heraus­ragenden antiken Marmorbildnissen. Hochkarätige Leihgaben aus großen archäologischen Sammlungen der Welt ebenso wie aus Privatbesitz ergänzen das durch die Meisterwerke der Glyptothek gezeichnete Panorama.

Marcia Hafif: Films (1970–1999)
17.07.2018 - 30.09.2018

Seit den 1970er Jahren widmete sich die Malerin Marcia Hafif (1929–2018) der reinen Wirkkraft von Farbe. Ihre Gemälde verzichten auf Bildgegenstand und Komposition und repräsentieren ausschließlich sich selbst. In dieser malerischen Reduktion fand Hafif die Möglichkeit, Grundkomponenten der Malerei wie Format, Oberfläche, Material und Pinselführung analytisch zu befragen. "Marcia Hafif: Films (1970–1999)" wendet den Blick auf einen weniger bekannten Aspekt in Hafifs Œuvre: ihre künstlerische Betätigung in den Bereichen Sprache und Film. Während den Vorbereitungen für die Ausstellung, die Hafif mit großem Enthusiasmus von Kalifornien aus begleitete, verstarb die Künstlerin überraschend. Mit dieser Ausstellung gedenken wir einer herausragenden Künstlerin des 20. und 21. Jahrhunderts, die mit ihrer so stillen wie unnachgiebigen künstlerischen Forschung die programmatische Ausrichtung des Hauses nachhaltig beeinflusst hat. Kuratiert von Sebastian Schneider.

Vermeer. Briefleserin in Blau
03.07.2018 - 30.09.2018

Zur Wiedereröffnung der modernisierten Sammlungsräume der Alten Pinakothek werden die Besucherinnen und Besucher die einmalige Gelegenheit haben, die weltberühmte "Briefleserin in Blau" des holländischen Malers Johannes Vermeer (1632-1675) aus dem Amsterdamer Rijksmuseum in München hautnah zu erleben. Dieses Meisterwerk des Goldenen Zeitalters, das zu den bekanntesten und schönsten Werken des Delfter Malers zählt, tritt in einen spannungsvollen Dialog mit den Hauptwerken der holländischen Malerei in der Münchner Sammlung.

In Stein gemeißelt …Skulpturen von Fabio Viale in der Glyptothek
12.07.2018 - 30.09.2018

Der italienische Künstler Fabio Viale spielt in seinen Marmorskulpturen ganz bewusst mit der Materialität des Steins. Dabei überlistet er vielfach unsere Wahrnehmung und unsere Sehgewohnheiten – etwa, wenn er federleicht aussehende Papierflieger oder Plastikdübel in monumentalem Format aus Marmor schafft; oder wenn seine ebenfalls durchweg marmornen Kisten und Reifen aussehen, als wären sie wirklich aus Plastik, Holz oder Gummi. Zu den antiken Skulpturen der Glyptothek bilden die technisch perfekten und virtuos in Marmor umgesetzten Arbeiten Viales einen effektvollen Kontrast. Die Griechen begannen im 7. Jahrhundert vor Christus großformatige Skulpturen aus Marmor zu fertigen. Seit jener Zeit galt die Bildhauerei als die führende Gattung unter den Künsten. In der Zeit des Hellenismus erreichte man einen Höhepunkt unter anderem hinsichtlich der plastischen Wiedergabe unterschiedlicher Materialien in Stein. Die Glyptothek etwa besitzt in Gestalt des Barberinischen Fauns ein einzigartiges originales Meisterwerk aus jener Epoche, das den virtuosen Umgang der Bildhauer mit dem Marmor in herrlicher Weise sichtbar macht.

Debutanten - Domino Pyttel . Ivo Rick . Kitti & Joy
07.09.2018 - 05.10.2018

Die GALERIE DER KÜNSTLER ist ein wichtiges Forum für junge Kunst in München. In jedem Jahr werden drei vielversprechende KünstlerInnen als "Debutanten" ausgewählt. Sie erhalten die Gelegenheit, ihre neuesten Arbeiten großzügig zu präsentieren. Gefördert wird diese Nachwuchsreihe des BBKs durch den Bayerischen Staat und die LfA Förderbank Bayern. Zur Ausstellung erscheinen drei Einzelkataloge. Eröffnung: Donnerstag, 06. September 2018, 19-22 Uhr Begrüßung: Gabriele Obermaier, BBK München und Oberbayern e.V. Im Anschluss:Performance der Choreografin Alondra Castellanos Arreola mit Werken von Ivo Rick 20 Uhr:Performance von Domino Pyttel „APEGIRL LIVE // BROKEN HEARTS" Öffentliche Führung:Freitag, 05. Oktober 2018 um 16 Uhr mit Anja Lückenkemper Ausstellungsdauer: 07. September – 05. Oktober 2018 OpenArt 14. – 16. September 2018

Fotografie heute: Private Public Relations
15.06.2018 - 07.10.2018

Wie erleben wir Öffentlichkeit in einer globalen, chaotischen und digitalisierten Welt und was für eine Rolle kommt der Fotografie dabei zu? Mit "Private Public Relations" setzt die Sammlung Moderne Kunst die 2016 begonnene Ausstellungsreihe "Fotografie heute" zu innovativen Positionen in der zeitgenössischen Fotografie fort. Mit dem Aufkommen der sozialen Medien und vor dem Hintergrund eines sich radikalisierenden politischen Klimas ist das Bedürfnis nach Deutung des fragmentierten, globalen sozialen Raumes in dem wir gegenwärtig leben, groß. Die Ausstellung thematisiert das Verhältnis des fotografischen Bildes zum öffentlichen Raum im Zeitalter des Digitalen.

Vivan Sundaram - Umbrüche
29.06.2018 - 07.10.2018

Das Haus der Kunst würdigt den indischen Künstler Vivan Sundaram (*1943 in Shimla, Indien), dessen Karriere fast fünf Jahrzehnte umfasst, mit der europaweit bislang umfangreichsten Ausstellung seiner Multimedia-Arbeiten. Sundaram war zunächst als Maler tätig und blieb diesem Medium die ersten zwanzig Jahre treu; Anfang der 1990er-Jahre wandte er sich einer ausgedehnteren Konzeption zu, was mit seinem Interesse an der Stofflichkeit einer Vielzahl von Materialien handwerklicher und industrieller Herkunft zusammenfiel. Die Auswahl an Materialien spiegelt sich in den verschiedenen Werkgruppen, die Sundaram in den letzten zwanzig Jahren geschaffen hat. Das Geschichtsbewusstsein Sundarams, dessen Werk mit aktuellen und historischen Bezügen durchsetzt ist, zeigt sich besonders in seiner raumfüllenden Multimedia-Installation Memorial (1993/2014), mit der er eines namenlosen Opfers gedenkt. Als Reaktion auf die Zerstörung einer Moschee aus dem 17. Jahrhundert im nordindischen Ayodhya durch militante rechtsradikale Hindus kam es 1992/93 zu Ausschreitungen zwischen Hindus und Muslims. Das gefundene Zeitungsfoto eines auf der Straße liegenden Toten ist der Ausgangspunkt für Sundarams melancholische Trauerarbeit. Geschichte, Erinnerung und Archiv sind übergreifende Anliegen des Künstlers und dienen auch als Wegweiser durch die Ausstellung. Ebenso sind Trostlosigkeit und Zerstörung wiederkehrende Motive in Sundarams Werk, der als Künstler nie davor zurückgeschreckt ist, Zeitzeuge zu sein. Die Präsentation ist konzipiert als Sequenz von Gegenüberstellungen, die erkennen lassen, wie formale und thematische Anliegen von einer Arbeit auf die nächste übergehen. Unabhängig von Methode und Materialien – handwerklich, industriell oder "Hightech" – zeugt Vivan Sundarams Kunst immer von Empathie.

Erntedank-Ausstellung:Apfel, Birne, Quitte
03.10.2018 - 07.10.2018

Eine Sortenausstellung ist in der Winterhalle zu sehen. Im Umfeld der Winterhalle findet ein herbstlicher Markt statt. veranstaltet vom Botanischen Garten München-Nymphenburg in Kooperation mit der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Freising.

Habibi Dome – Kollektive Initiativen
03.08.2018 - 07.10.2018

Mit dem Habibi Dome haben Franziska Wirtensohn und Michael Wittmann eine Raumskulptur geschaffen, die auf unterschiedliche Orte sowie soziale und kulturelle Kontexte reagieren kann. Als modulare Architektur wird der Habibi Dome zur flexiblen wie symbolischen Hülle für ein künstlerisches Projekt. Im Zentrum stehen Kooperation, Komplizenschaft und kollektives Handeln. An Europas Außengrenzen in Griechenland bauten sich die Menschen, die während ihrer Flucht ankamen, einen dringend benötigten, gemeinsamen Raum zum Lernen, Sich-Treffen, Austauschen und Versammeln, zum gemeinsam Essen und Musik machen. In München findet diese räumliche Struktur als Habibi Dome im Sinne eines Baukastens Einsatz als offene Plattform für Austausch und als Workshop Space. Gemeinsam mit Münchner Jugendlichen mit und ohne Fluchthintergrund wurde der Dome weiterentwickelt und machte bereit an mehreren Stationen in München Halt. Im MaximiliansForum geht er nun in den Untergrund und wird hier im Ausstellungsraum als "Kunstwerk“ präsentiert.

Karl Valentins Filme. Eine Ausstellung im Innenhof des Isartors von Peter Syr.
14.06.2018 - 09.10.2018

Karl Valentin war nicht nur ein genialer Komiker, Satiriker und Volkssänger, er war auch einer der Pioniere des deutschen Films. Schon sehr früh (1911/12) erkannte er, welche Möglichkeiten sich für seine Kunst durch den Film eröffneten. Er verfilmte nicht nur viele seiner Bühnenprogramme, er ging auch neue Wege des damals neuen Mediums. Er schuf brillante Komödien, aber auch Filme wie "Die Erbschaft", der auf Grund seiner Sozialsatire von den Nationalsozialisten wegen "Elendstendenzen" verboten wurden. Er beeinflusste die Arbeit von Bert Brecht nachhaltig. Ihr gemeinsamer Film "Mysterien eines Frisiersalons" fand einen neuen Stil, den man mit absurd-dadaistisch bezeichnen könnte. Valentin arbeitete mit Regisseuren wie Erich Engel und Max Ophüls zusammen. Das Ausstellungsformat mit einer Fülle an Szenenbildern und erläuternden Texten reflektiert das Schaffen Karl Valentins und Liesl Karlstadts und präsentiert so das umfassende filmische Gesamtwerk Karl Valentins. Wetterfest im Freien ist die Ausstellung im öffentlichen Raum für das Publikum zugänglich.

Zwischen den Planeten auf dem Weg zur Sonne
02.05.2018 - 14.10.2018

Planetenweg, erstellt anlässlich des Internationalen Jahres der Astronomie 2009, im Maßstab 1:8.000.000.000 (1 cm = 80.000 km) zur Veranschaulichung der ungeheuren Entfernungen in unserem Sonnensystem. Nach einer Idee von Apotheker Uwe Waletzko. Der Planetenweg verläuft zwischen dem Pavillon im System (Sonne) und der Heide im Westteil des Botanischen Gartens.

Die Dächer Münchens – Modelle zur historischen Ingenieursbaukunst
06.07.2018 - 14.10.2018

Dachkonstruktionen sind versteckte Meisterwerke der Architektur. Die Baumeister konnten nur das planen, was von den Zimmerleuten auch zu überdachen war. So sind die Dächer ein Spiegelbild der technischen Leistungsfähigkeit und ein stadtgeschichtliches Zeugnis von erstaunlicher Aussagekraft. Fast alle historischen Dächer wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Baugeschichte, Historische Bauforschung und Denkmalpflege der Technischen Universität München werden großformatige Holzmodelle gezeigt, die Clemens Knobling zur Rekonstruktion bedeutender Dachwerke gebaut hat: Von der Frauenkirche bis hin zum Bayerischen Nationaltheater.

"Blutiger Boden – die Tatorte des NSU" - Fotografien von Regina Schmeken
17.07.2018 - 14.10.2018

Als nationalsozialistischer Untergrund (NSU) bezeichnete sich eine rechtsextreme terroristische Vereinigung in Deutschland. Von 2000 bis 2007 ermordeten Mitglieder des NSU neun Männer türkischer und griechischer Abstammung, sowie eine Polizistin in deutschen Städten. Am 4. November 2011 wurde die Gruppe aufgedeckt, seit Mai 2013 läuft in München der Prozess gegen Beate Zschäpe. Die großformatigen Schwarzweißaufnahmen Regina Schmekens nehmen uns mit an die Tatorte. Sie zeigen die verstörende Normalität der Schauplätze von Hass und Gewalt. Die Fotografien versuchen das Ungeheuerliche der Taten zu reflektieren. Die Attentate waren nicht allein Angriffe auf unsere Mitbürger, sondern auch auf universelle Menschenrechte und damit auf unsere gesamte Gesellschaft. "Das Beklemmendste an diesen Fotografien ist, dass auf ihnen weder die Mörder, noch die Mordopfer zu sehen sind. An Schmekens Aufnahmen wirkt gerade das Unauffällige, Banale und Gewöhnliche unheimlich." (Hans Magnus Enzensberger)

I'm a Believer. Pop Art und Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und der KiCo Stiftung
20.03.2018 - 15.10.2018

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus richtete Warhol bereits früh eine Einzelausstellung aus. Das Lenbachhaus war auch der Ort der legendären Begegnung von Warhol und Joseph Beuys. Die Ausstellung "I'm a Believer. Pop Art und Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und der KiCo Stiftung" beginnt mit dieser Geschichte. Klassische Positionen von Andy Warhol, Thomas Bayrle, Ulrike Ottinger und Hannsjörg Voth bilden den Auftakt. Von Sigmar Polkes "German Pop" über Stephen Shores Fotografien nordamerikanischer Vorstädte führt die Ausstellung bis in die Gegenwart des Populären in der Kunst. Mit Werken von Thomas Bayrle, Gerard Byrne, Miriam Cahn, Willie Doherty, Hans-Peter Feldmann, Isa Genzken, Bruno Gironcoli, Judith Hopf, Maria Lassnig, Daniel Man, Michaela Melián, Ulrike Ottinger, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Pietro Sanguineti, Stephen Shore, Amy Sillman, Hannsjörg Voth und Andy Warhol.

Veranstaltungskalender

< August - 2018 >
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