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Ausstellungen

Thierry Mugler. Couturissime
03.04.2020 - 30.08.2020

Eine spektakuläre Mode-Extravaganza in der Kunsthalle München: Zum ersten Mal wird das Werk des Designers, Regisseurs, Fotografen und Parfümeurs Thierry Mugler in einer fulminant inszenierten Ausstellung präsentiert. Mehr als 140 Kreationen aus Haute Couture und Prêt-à-porter, unpubliziertes Archivmaterial sowie Werke von weltberühmten Fotografen beleuchten drei Jahrzehnte im Schaffen des Franzosen, der es seit den 70er-Jahren immer wieder schaffte, die Popkultur zu prägen und die Welt der Couture zu revolutionieren. Er wählte außergewöhnliche Materialien wie Metall, Kunstpelz, Vinyl oder Latex für die Umsetzung seiner futuristischen, glamourösen Schnitte und schuf epochemachende Kreationen, die eine ebenso sinnliche wie starke Weiblichkeit ausstrahlen.

Kapsel 11: Sung Tieu. Zugzwang
31.01.2020 - 30.08.2020

In Kapsel 11 wird unter dem Titel "Zugzwang“ eine umfangreiche Neuproduktion der deutsch-vietnamesischen Künstlerin Sung Tieu (geb. 1987 in Hai Duong, Vietnam) präsentiert, ihre bislang größte und umfassendste Arbeit. Die multimediale Rauminstallation untersucht die psychologischen Auswirkungen von Verwaltungsapparaten und die Politik der daraus resultierenden Design-Ästhetiken. Tieu nimmt die Inneneinrichtungen von Einwanderungsbehörden, Einwohnermeldestellen und modernen Strafvollzugsanstalten zum Ausgangspunkt. Die Sitzgruppen aus Edelstahl stammen von einem Gefängnisausstatter in England. Die Ähnlichkeit dieser Einrichtungsbestandteile mit der Ausstattung von Wartezimmern in Verwaltungsgebäuden ist auffallend. Der Ausstellungsraum wird von diesen Sitzgruppen, zwei großen, von der Künstlerin entworfenen Regalen, sowie gerahmten Dokumenten beherrscht – Asylanträge, Wohnsitz-Anmeldungen und Einbürgerungsformulare. Basierend auf anthropologischen Studien über den Verwaltungsapparat, hat Tieu die Dokumente bearbeitet und verändert, so dass sie sich keinem bestimmen Staat zuordnen lassen und die zugrundeliegende Logik deutlich wird: worüber ein Antragsteller in einem bestimmten Zusammenhang Auskunft gibt, wird auf mögliche Risiken und künftige Kosten für den Staat geprüft und kann auf diese Weise dem Antragsteller zum Nachteil werden. Dadurch legt Tieu die Widersprüche, Ungereimtheiten und Willkür offen und demonstriert, wie diese Elemente in die Subjektivität des Einzelnen eingreifen – wie sie all jene, die sich den Regeln dieser Räume nicht fügen, zu kontrollieren suchen und in die Grauzonen der Legalität treiben.

Kapsel 12: Monira Al Qadiri. Holy Quarter
31.01.2020 - 30.08.2020

Mit Monira Al Qadiri (geb. 1983 in Dakar, Senegal) widmet das Haus der Kunst einer der bedeutendsten Künstlerinnen der Golfregion die Kapsel 12 in der Südgalerie. Für diese Präsentation hat Al Qadiri eine vielteilige Skulpturengruppe sowie einen neuen virtuosen Film produziert. Dessen Titel, „Holy Quarter“, bezieht sich auf die weltweit größte Wüstenregion „Empty Quarter“ zwischen Saudi-Arabien, Oman, Jemen und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Al Qadiri wuchs in Kuwait auf und zählt zu einer Generation, der die rasante Transformation des jungen Nationalstaats – von ältesten Lebensformen über die seit den 1960er-Jahren massiv geförderte Ölwirtschaft hin zu einem wichtigen Akteur der Geopolitik – in die Biografie eingeschrieben ist. Ihre Arbeit nimmt in den Bildenden Künsten die Rolle eines Seismografen für eine zwangsglobalisierte Welt ein. Seit Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeit befasst Al Qadiri sich mit der Zerrissenheit als einer Folge von Wohlstand, Religionsvorstellungen und magischem Denken. „Holy Quarter“ nimmt seinen Ausgangspunkt mit der Geschichte des britischen Forschungsreisenden St. John Philby, der in den 1930er-Jahren die Wüstenregion „Empty Quarter“ durchquerte, auf der Suche nach den Ruinen einer antiken Stadt. Statt eines ‚Atlantis des Sandes‘ fand er jedoch die Überreste eine „Vulkans“, der sich in Wirklichkeit als einer der größten Einschlagkrater von Meteoriten erwies. Der Oman ist eins der größten Einschlaggebiete für Meteoriten, und viele Fossilien in seiner Landschaft sind Millionen Jahre alt. Die Drehorte von „Holy Quarter“ befinden sich alle in dieser Region, einige von ihnen sind mythenumwoben. Sie stehen somit für eine Verbindung mit dem Weltall und dem Ursprung der Erde sowie für die Suche nach einer fehlenden empirischen Gewissheit.

MALSO13
29.07.2020 - 30.08.2020

Gruppenausstellung von Studierenden und ehemaligen Studenten der Klasse Markus Oehlen, Akademie der Bildenden Künste München ehemalige StudentInnen: Andreas Lech, Josef Köstlbacher, Jan Rybnicek, Lola Sprenger, Maximilian Helk, Patrik Nishnik, Pio Zilz, Pnik, Susanne Müller, Youngjun Lee Studierende der Klasse Oehlen: Astrid Fernandez, Florian Donnerstag, Hyundeok Hwang, Heeyoung Jo, Julian Arayapong, Lina Augustin, Sri Maryanto

Maria VMier: Zungen
17.07.2020 - 05.09.2020

Im Negativraum der Welt formt sich der Gedanke zum Wort. Im Negativraum des weißen Papiers bin ich ohne Vorstellung. Ich beuge mich weit hinüber. Ich hole aus. Ich ziehe Linien ins Chaos der Geister.

Hast du Töne? Töne erforschen, Klänge entdecken, Musik erleben
25.07.2020 - 06.09.2020

Eine Mitmachausstellung für Kinder ab 4 Jahren Du wolltest schon immer einmal eine Harfe ausprobieren? Eine Geige spielen oder gar auf die Pauke hauen? Eine große Sammlung an Orchesterinstrumenten wartet auf dich: alle dürfen ausprobiert und gespielt werden. Finde heraus, wie du mit ihnen laut oder leise, hoch oder tief, schnell oder langsam spielen kannst. Wie entstehen Töne überhaupt? Wodurch verändern sie sich? Warum kannst du Töne hören und wie werden Töne zu Musik? Zahlreiche Mitmachstationen laden dich ein, die Welt der Klänge, der Schwingungen und des Schalls zu erforschen. Hast du Töne? In der Klangwerkstatt kannst du aus den unterschiedlichsten Materialien selbst Instrumente oder Klangobjekte erfinden und bauen. Wie klingt dein Instrument? - Ohren auf und aufgespielt!

Musik, Krawall und andere schöne Künste
14.05.2020 - 08.09.2020

München, das Zentrum von kritischen Klängen und traditionsbewusster Weltläufigkeit? Volksmusik nach dem 2. Weltkrieg schien ja hierzulande lange Zeit eine Sache fernsehtauglich domestizierter Stubenmusik zu sein, während radiokompatibles deutsches Schlagertum oder anglo-amerikanischer Mainstream das Radio bevölkerten. Die Wiederaneignung eher widerspenstiger volksmusikalischer Traditionen, die Begegnung mit geistesverwandter Weltmusik und die Lust am Überschreiten von Genregrenzen hat in unserem Großstadtdorf musikalische Entwicklungen in Gang gesetzt, die sich sperrig dem Mainstream in den Weg legen.So lautet das Motto des Münchner Labels Trikont „Our own Voice – Unsere eigene Stimme“, das an vielen dieser Entwicklungen maßgeblich beteiligt war und ist. Bis heute bietet der Output von Independent-Labels Inspiration und Ermutigung für Musiker und Hörer gleichermaßen. Die Ausstellung widmet sich einigen dieser Inspirationsquellen, zeigt Entwicklungslinien und belegt Einflüsse, die bis in die Zukunft reichen. Dabei lassen wir den Kontext nicht außer Acht, zeigen Schlaglichter auf die Münchner Szenen der 60er bis 90er Jahre, erinnern an verschwundene wie aktuelle lokale Plattenlabels und werfen gelegentlich einen Blick auf den jeweiligen Zeitgeist.

Große Pilzausstellung
11.09.2020 - 13.09.2020

Hunderte von frischen Pilzen in der Winterhalle. Veranstaltet vom Verein für Pilzkunde München e.V. und vom Botanischen Garten München-Nymphenburg. Mit Pilzberatung durch Mitglieder des Vereins für Pilzkunde München e.V. und Angeboten für Kinder (z.B. Pilz-Quiz)

Die Berge und wir. 150 Jahre Deutscher Alpenverein
12.05.2019 - 13.09.2020

Wandern, Klettern, Skitourengehen und Mountainbiken. Uns alle eint eine Leidenschaft – die für die Berge. Die Ausstellung zum 150jährigen Jubiläum des Deutschen Alpenvereins zeigt die Wurzeln für unsere Begeisterung. Die Ausstellung stellt Eckpunkte der Geschichte des Alpenvereins sowie der Menschen, die sich für seine Belange engagieren, vor.

Radio-Aktivität
18.02.2020 - 13.09.2020

Die Ausstellung Radio-Aktivität betrachtet ausgehend von Bertolt Brechts Radiotheorie ästhetisch-politische Kollektive, die eigene Organe und Kommunikationswege schufen. "Es ist eine sehr schlechte Sache", sagte Brecht 1932 über den Zustand des neuen Mediums Radio. "Man hatte plötzlich die Möglichkeit, allen alles zu sagen, aber man hatte, wenn man es sich überlegte, nichts zu sagen." Zehn Jahre nach den ersten öffentlichen Radiosendungen war Brecht desillusioniert und schlug vor, den Rundfunk umzufunktionieren, von einem Distributions- in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln. Dieser sollte nicht nur aussenden, sondern auch empfangen, die Zuhörer_innen nicht nur zum Hören bringen, sondern sie zu Sprecher_innen und Produzent_innen machen. Seine Überlegungen zu einem "Aufstand der Hörer" formulierte Brecht genau zu der Zeit, als das Radio in Deutschland verstaatlicht und zunehmend als Propagandainstrument instrumentalisiert wurde. Ab dem Ende der 1960er Jahre wurde Brechts Radiotheorie heftig diskutiert. Der Grundgedanke seiner Kritik war weiterhin aktuell: Wer hat Deutungshoheit? Wer spricht und zu wem wird gesprochen? Die Utopie schrankenloser und herrschaftsfreier Kommunikation elektrisierte. Der Fokus der Ausstellung liegt auf Projekten der 1920-30er und 1960-70er Jahre. In dieser Zeit gründeten sich verschiedene Kollektive, deren Ziel es war, Sprache nicht als gegeben hinzunehmen, sondern sie neu zu denken und Formen antinationaler und internationaler Kommunikation zu schaffen.

Erika Mann. Kabarettistin - Kriegsreporterin - politische Rednerin
11.10.2019 - 13.09.2020

Mit einer erstmaligen Einzelausstellung widmet sich die Monacensia im Hildebrandhaus dem Leben und Werk von Erika Mann (1905-1969), der ältesten Tochter von Katia und Thomas Mann. Im Mittelpunkt steht Erika Manns konsequentes Eintreten für Freiheit und Demokratie. Sie gehörte der "tänzerischen Generation" der Zwanziger Jahre an, verkörperte die neue Frau, schrieb launige Feuilletons für die Zeitung, fuhr Autorennen, liebte Theaterskandale und genoss das Leben als Tochter aus berühmtem Hause in vollen Zügen. Der heraufziehende Nationalsozialismus öffnete ihr politisch die Augen. Fortan sieht Erika Mann ihre selbst gestellte Aufgabe in der politischen Aufklärung und fürchtet keine Konflikte. Mit ihrem Kabarett "Die Pfeffermühle" feiert sie im Januar 1933 in München große Erfolge. Die Ausstellung "Erika Mann. Kabarettistin – Kriegsreporterin - politische Rednerin" präsentiert biografische Dokumente, Briefe, Manuskripte, Fotografien sowie Filmaufnahmen und Originaltöne einer bis an ihr Lebensende kämpferischen Frau, die für die Geschichte des 20. Jahrhunderts fesselnd und repräsentativ und für die Gegenwart höchst aktuell ist. Der Großteil der gezeigten Exponate entstammt dem umfangreichen literarischen Nachlass von Erika Mann, der in der Monacensia im Hildebrandhaus aufbewahrt wird.

Treue Freunde. Hunde und Menschen
28.11.2019 - 13.09.2020

Seit jeher ist der Hund treuer Freund und Begleiter des Menschen. Kunst und Kulturgeschichte illustrieren diese enge Beziehung zum beliebtesten Haustier der Deutschen auf vielfältige Weise. Hochrangige Kunstwerke und spektakuläre Zeugnisse der Alltagskultur beleuchten das wechselvolle Mensch-Tier-Verhältnis in einer großen Ausstellung. Der Hund erscheint als Spielgefährte, Helfer und Statussymbol. Aber auch Erotik, Humor und Gefühle spielen eine Rolle. Mehr als 220 Objekte – von der ägyptischen Hunde-Mumie über prachtvolle Gemälde bis zum Roboterhund Aibo – eröffnen ein faszinierendes Spektrum. Prominente Hundehalter wie Friedrich der Große, Bismarck, Sisi, Thomas Mann, die Queen, David Bowie und Rudolph Moshammer sind ebenso vertreten wie Werke von Anthonis van Dyck, Loriot und Rudi Hurzlmeier, eine Pudel-Diamantbrosche von Grace Kelly, das Präparat des Schäferhunds Zorro und der Smoking von Sir Henry, dem berühmtesten Mops Deutschlands. Im Spiegel des Hundes erzählt die Ausstellung somit etwas über den Menschen selbst und unsere Vorstellung von Menschlichkeit.

Collecting Japan. Philipp Franz von Siebolds Vision vom Fernen Osten
11.10.2019 - 13.09.2020

Die achteckige Schachtel enthält eine Vielzahl fein bemalter Muscheln, jede einzelne eine eigene Miniatur. Sie stammt aus dem Japan der Edo-Zeit (1603-1868). Diese Kostbarkeit und eine Fülle von Lack- und Schildpattarbeiten, Elfenbeinschnitzereien und Porzellan, filigran gearbeiteten Buddhafiguren, sakralen Räuchergefäßen, riesigen Rollbildern mit Kunstmalereien und reich verzierten Textilien bis hin zu Spielzeugfiguren und Materialproben sind in der Sonderausstellung zu sehen. Mit etwa 300 Einzelobjekten, alle gesammelt von Philipp Franz von Siebold (1796–1866), einem Würzburger Mediziner und Naturwissenschaftler in niederländischen Diensten, bietet sie als Kooperationsprojekt mit dem National Museum of Japanese History in Sakura (Präfektur Chiba) einen imposanten Einblick in weltliches wie religiöses Kunsthandwerk Japans. Die Besucher*innen haben Gelegenheit, sich mit der Geschichte des Sammlers und seiner Zeit auseinanderzusetzen, die Ordnungsprinzipien, nach welchen er seine Sammlung aufstellte zu erkunden und seinen enzyklopädischen Ansatz zu hinterfragen, mit dem er Japan für den Westen erfassbar machen wollte. Das Museum Fünf Kontinente präsentiert die im Haus verwahrte Siebold´sche Sammlung, indem es ein historisches Konzept Siebolds aufgreift und mit moderner Ausstellungstechnik umsetzt. Das Ergebnis ist eine großangelegte Schau, die ihren Besucher*innen einen tiefen Einblick vermittelt. Die Schönheit, Qualität und Einzigartigkeit der Sammlung ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Ein speziell für Kinder entwickeltes Begleitheft rundet den Gesamteindruck ab.

Experience in action! DesignBuild in der Architektur
19.05.2020 - 13.09.2020

Das Architekturmuseum der TUM eröffnet die bisher größte und umfassendste Ausstellung zum Thema "DesignBuild" - einer Lehrmethode, die an zahlreichen Architekturschulen der Welt angeboten wird und bei der Studierende konkrete Projekte planen, entwerfen und 1:1 umsetzen. Sie bauen Wohnhäuser, Theater, Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser meist in Entwicklungsländern, gelegentlich aber auch an unterversorgten Gebieten vor der eigenen Haustür. Die Lehrmethode ist nicht frei von Kritik, aber sie bietet den Studierenden die Möglichkeit, Hand anzulegen und sich mit unbekannten Menschen, mit fremden Kulturen und unterschiedlichen Materialien auseinanderzusetzen. DesignBuild hat eine lange Tradition, ist aber in den letzten Jahren an vielen Hochschulen zu einem immer häufiger nachgefragten Konzept geworden. Die Ausstellung dient daher dazu, eine breite Öffentlichkeit über die soziale Wirkung und nachhaltige Bedeutung dieser Lehrmethode zu informieren.

Margret Eicher. Lob der Malkunst
19.05.2020 - 13.09.2020

In ihren großformatigen Tapisserien verbindet Margret Eicher (geb. 1955 in Viersen) die barocke Form der Bildteppiche mit bekannten Motiven aus aktuellen Medienbildern unserer Informationsgesellschaft. Die Bildvorlagen aus den Medien werden digitalisiert und in aufwändiger Bearbeitung am Computer miteinander verschmolzen. Das zentrale Bildgeschehen auf den Tapisserien ist von ebenfalls digitalisierten Bordüren umrahmt, die sich gemäß ihrer historisch-traditionellen Funktion auf Symbole und Zeichen der gegenwärtigen Gesellschaft beziehen, heute sind das jedoch z. B. Börsen- oder Wirtschaftsdiagramme, wissenschaftliche Schaubilder, Helden aus Comics und Computerspielen, die die Künstlerin zitiert. Die Tapisserien von Margret Eicher sind industrielle "Fälschungen" und werden in Belgien hergestellt, das neben Paris das Ursprungsland der klassischen Tapisserie und heutiger Souvenir-Repliken ist. In der (Kunst-)Historie ist die Tapisserie ein Symbol für Aristokratie, Reichtum, Macht und Bildung, als künstlerisches Zitat hinterfragt die Künstlerin damit die Wirkungsmacht der Bildkommunikation in der heutigen Zeit. #MARGRETEICHERMVS

Beate Passow. Monkey Business
19.05.2020 - 13.09.2020

Beate Passow (geb. 1945 in Stadtoldendorf) entwirft in ihrem Bilderzyklus "Monkey Business" eine rätselhafte Fabelwelt mit politischer Dimension. Die in Schwarz-Weiß gehaltenen Bilder hinterfragen die herrschenden Systeme, ökonomischen Strukturen und politischen Bewegungen des gegenwärtigen Europas. Die seltsamen Figuren, die "Monkey Business" bevölkern, erzählen eine eindringliche Mythologie des 21. Jahrhunderts. In ihrer narrativen Anlage unterläuft Beate Passow die große Tradition der Tapisserie, indem sie nicht Helden und Herrscher lobt, sondern Kritik übt – am heutigen Europa. Einst als Hort der Demokratie und Humanität gefeiert, ist es heute geprägt von einer militärischen Abwehrhaltung an seinen Grenzen, einem haltlosen Kapitalismus und von einem immer schamloser auftretenden Neonazismus. #BEATEPASSOWMVS

K.H. Hödicke. Avantgarde
18.06.2020 - 13.09.2020

Zweifellos ist der Maler K. H. Hödicke (*1938 Nürnberg) neben seinen Künstlerfreunden Georg Baselitz und Markus Lüpertz eine Schlüsselfigur einer neuen figurativen Malerei der deutschen Nachkriegsmoderne. Wie andere Künstler seiner Generation auch, setzt er sich Mitte der 1960er-Jahre mit seiner figurativen Malerei abrupt von dem in Konventionen erstarrten deutschen Informel ab. Seine plakativen Großstadtsujets, die einhergehen mit dem ihm eigenen malerisch-furiosen Gestus und einer grellen Expressivität der Farben machen ihn zu dem Berliner Großstadtchronisten der Roaring 80ies. Seit jüngster Zeit wird die Qualität seiner direkten, kommentarlosen und unbefangenen Malerei wiederentdeckt. Die retrospektive Ausstellung K. H. HÖDICKE. AVANTGARDE gibt einen umfassenden Überblick über seine wichtigsten Werkphasen seit den frühen 1960-er Jahren. Sie blättert sämtliche Themen von Hödickes Bilderwelt auf und präsentiert ihn als homo universalis einer modernen schnelllebigen visuellen Bildkultur, bei der im Sinne von Charles Baudelaire neben der Flüchtigkeit auch immer etwas Überzeitliches mitschwingt. Hödicke hat, gleichwohl er heute als Klassiker betrachtet werden muss, nichts von seiner Joie de Vivre verloren und darf in der Münchner Ausstellung als Wiederentdeckung gefeiert werden.

Spot on: Bücher aus der Sammlung Brandhorst
19.05.2020 - 20.09.2020

Künstlerpublikationen spielen sowohl in der Sammlung als auch im Programm des Museums Brandhorst eine bedeutende Rolle. Mit Ausstellungen wie „Reading Andy Warhol“ (2014), "Ed Ruscha: Bücher & Bilder“ (2013) oder "Picasso Künstlerbücher“ (2010) wurde die Bedeutung von Büchern als künstlerisches Medium wiederholt in den Fokus gerückt. In dieser „Spot On“-Ausstellung werden zentrale Neuerwerbungen der letzten Jahre vorgestellt, die einerseits das Buch als Reflexionsraum und formales Mittel, andererseits als Ort politischer Auseinandersetzung adressieren. Mit Büchern und Werken von Richard Artschwager, Paul Chan, Jacqueline Humphries, Arthur Jafa, Kara Walker, Ed Ruscha, Andy Warhol, Lawrence Weiner u.a.

This house is not a home
25.06.2020 - 20.09.2020

Im Sommer 2020 richtet die disziplinenübergreifende Plattform K in der Lothringer 13 Halle eine ebenso simulierte wie nutzbare Wohnung ein, um dort Modelle und Praktiken des Zusammenlebens künstlerisch zu erproben. Mehr als 40 lokal und international agierende Künstler*innen und Forscher*innen folgen der Einladung, ihre Zugriffe auf gemeinsames Leben im Rahmen von drei mehrtägigen Aktivierungsphasen in erfahrbare Formen zu überführen. In einer sich wandelnden Ausstellungsarchitektur mit eigens angefertigten Möbeln finden Lectures und Performances statt, praktische Fähigkeiten werden in Workshops vermittelt und gemeinsam erprobt und wechselnde Gastgeber*innen laden zu Abendessen ein. Anhand der Szenarien um das Wohnen und Leben erkundet 'K' im Austausch mit den Besucher*innen Handlungsspielräume und Spannungen, die sich aus der Begegnung zwischen öffentlicher Institution und selbstorganisierter kollektiver Praxis ergeben.

Spiaggia Libera. Serena Ferrario
23.07.2020 - 20.09.2020

"Spiaggia libera" heißen in Italien die Strandflächen, die unbezahlt genutzt werden können und für jeden frei zugänglich sind. Im dem Wort "libera/frei" schwingt für Serena Ferrario aber auch die Ambivalenz des vermeintlich unbesetzten, leeren, von Vorgaben freien und neu zu bespielenden Raumes mit. Themen von Verlust und Erinnerung, von Identität und deren Verortung in der Konstellation unserer Beziehungen spielen im Werk von Serena Ferrario eine zentrale Rolle. In ihren multimedialen Installationen wie in ihrem mehrteiligen Filmprojekt "Ciao Bella" unternimmt Ferrario eine Rückverwurzelung mit der eigenen Geschichte und zugleich eine fortwährend neu in Frage gestellte Positionsbestimmung, die mit einer übergreifenden Identitätsgeschichte im europäischen Kontext verbunden ist.

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