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Ausstellungen

Judaica aus Unterfranken (AT)
07.11.2018 - 12.05.2019

Im Museum für Franken in Würzburg wurden im Rahmen von Inventarisierungsarbeiten unlängst jüdische Ritualgegenstände gesichtet, die während des Novemberpogroms 1938 in mehreren Synagogen Unterfrankens beschlagnahmt worden waren. Bei den rund 200 Objekten, zu denen Tora-Schmuck, Chanukka- und Synagogen-Leuchter zählen, handelt es sich um den größten in den letzten Jahrzehnten in Deutschland wiederentdeckten Bestand an Judaica. Ein Kooperationsprojekt zwischen dem Museum für Franken, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und dem Jüdischen Museum München konnte seither die Herkunft zahlreicher Objekte klären, die zum überwiegenden Teil aus den Synagogen von Arnstein, Ebelsbach, Gochsheim, Heidingsfeld, Schweinfurt und Würzburg stammen. Während des Novemberpogroms 1938 wurden sie von den NSBehörden konfisziert und an das damalige Mainfränkische Museum übergeben. Die in der unmittelbaren Nachkriegszeit aus dem Bombenschutt geborgenen Objekte wurden in Depots der Festung Marienberg eingelagert und blieben über Jahrzehnte weitgehend unbeachtet. Das Projekt mündet in eine Ausstellung, die zum 80. Jahrestag des Novemberpogroms ab November 2018 im Jüdischen Museum München und im Sommer 2019 im Museum für Franken in Würzburg zu sehen sein wird.

Fragende Blicke.
05.07.2018 - 30.06.2019

Faszinierende Fotografien aus der Sammlung des Museums - entstanden in weit auseinander liegenden Zeiten und Räumen - bilden den Kern der Ausstellung. Sie setzt sich mit der Verbindung zwischen Fotografie und Ethnografie gestern und heute auseinander. In den Blick genommen werden dabei Hintergründe der Entstehung, die sich wandelnden Bedeutungszuschreibungen und die Beschaffenheit der Bilder selbst. Neue Perspektiven auf alte Bildwelten werden damit eröffnet. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ethnologie der LMU München. Neun Studierende befassten sich intensiv mit Kontexten: Fotografien von Ethnologen, Reisenden, kolonialen Akteuren und Fotostudios. Die gemeinsam kuratierte Ausstellung bietet überraschende, manchmal verstörende Einblicke, und so manches bleibt für den Betrachter - im besten Sinne - fragwürdig.

"You & Me“ | Neues Motiv auf der Kunst-Insel am Lenbachplatz
26.07.2018 - 31.07.2019

Donnerstag, 26.Juli 2018 wurde die Kunst-Insel am Lenbachplatz neu gestaltet. Die 2013 vom Kulturreferat ins Leben gerufene Reihe "A Space Called Public“ erhält einen neuen Anstrich, als der israelische Künstler Eran Shakine in einem Livepainting eine 5 x 5 Meter große PVC-Plane mit Graffiti-Markern bemalte. In luftiger Höhe hat er auf der Vorder- und Rückseite der Kunst-Insel einen Jungen und ein Mädchen dargestellt, zwei gesichtslose Figuren, deren Individualität zugunsten universeller Aspekte des menschlichen Daseins aufgehoben wird. Das Mädchen befindet sich innerhalb ihres Hula-Hoop-Reifens in einem begrenzten Raum, in dem sie sich nur um sich selbst drehen kann und von der Außenwelt abgeschnitten ist. Der unbewegt dastehende Junge mit dem Ball postuliert Stillstand und soziale Passivität. Dessen ungeachtet spielen die Liebe und das Wissen darum eine wichtige Rolle. Einerseits dienen diese zwei Figuren als Projektionsfläche, als Spiegelbild, in dem sich jede oder jeder erkennen kann. Andererseits werden sie durch ihre Gesichtslosigkeit in einer Stereotypie festgehalten, die eine kritische Betrachtungsweise der sie umgebenden Gesellschaft einfordert. Und das mit einem leisen und ironischen Humor, wie er typisch ist für Eran Shakine. Die Idee, die Kunst-Insel zu gestalten, entstand in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München.

Von der Vision zum Wandel: Elektromobilität im BMW Museum.
23.03.2018 - 01.09.2019

Die Geschichte der Zukunft und die Mobilität von Morgen: Der Themenpfad durch die neue Wechselausstellung beginnt dort, wo der Bedarf an alternativen Mobilitätskonzepten seinen Ursprung und seine bisher größte Wirkungsfläche findet: Im urbanen Raum, insbesondere den sogenannten Megacitys. Mit anschaulichen Installationen zum Thema Ressourcen und Emission wird deutlich, welchen Herausforderungen unsere moderne Gesellschaft hier gegenübersteht und welche Chancen die Elektrifizierung der Mobilität schon jetzt bietet. Weiter geht es mit einer Reise durch die Geschichte und Tradition der Elektromobilität bei BMW – angefangen mit dem umgebauten BMW 1602, der während der Olympischen Sommerspiele in München zum Einsatz kam, bis zur heutigen Marke BMW i. Ein Überblick über die unternehmerischen Meilensteine zeigt vor allem auch die Pionierarbeit, die die BMW Group im Bereich nachhaltiger Mobilität geleistet hat. Verteilt auf fünf Plattformen vermittelt die Ausstellung dann abwechslungsreich und informativ alle wesentlichen Schwerpunkte und Facetten der Marke BMW i.

Ödön von Horváth. Erotik, Ökonomie und Politik
24.05.2019 - 17.11.2019

Ödön von Horváth gehört heute zu den meistgespielten Dramatikern auf deutschsprachigen Bühnen. Stücke wie Italienische Nacht, Geschichten aus dem Wiener Wald (beide 1931) und Kasimir und Karoline (1932) wurden bereits zu Lebzeiten des Autors als Erneuerung des Volksstücks gefeiert. Die Ausstellung verläuft entlang von drei zentralen Stücken, denen jeweils ein Bereich und damit zusammengehend ein übergreifendes Thema gewidmet ist: Ökonomie, Erotik und Politik. Darüber hinaus werden Einblicke in die Entstehung und Rezeption der Stücke gegeben. In der aufwendig inszenierten Ausstellung werden anhand von verschiedensten Objekten, Dokumenten, Audio- und Videobeispielen von 40 leihgebenden Institutionen und Privatpersonen die politische Substanz und brisante Aktualität von Horváths Dramatik deutlich.

Soundlab.1 - Museum wird hörbar
13.07.2012 - 31.12.2019

Einen besonderen Meilenstein bedeutet die Eröffnung des 2012 neu gestalteten Eingangsbereiches mit dem Beginn der stufenweisen Einrichtung eines Soundlab. Geeignet für jedes Alter, will das "Klang-Labor" mit den zum Teil eigens entwickelten Versuchsstationen zum Experiment mit Klang und Akustik verführen. Anfassen und mitmachen ist ausdrücklich erwünscht! Als "roter Faden" durch die Sammlung Musik dienen die orangefarbenen Tafeln. Sie markieren die Soundlab-Stationen, erklären, wie die Klangstationen zu bedienen sind und regen das Spiel an. Jede Soundlab-Station enthält Wissenswertes zu Herkunft und Spielweise von Instrumenten, oft ergänzt durch Hör- und Filmbeispiele. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Die Objekte behandeln grundlegende Mittel und akustische Effekte der Klangerzeugung quer durch die Kulturen und Traditionen. Durch das eigene Erleben der akustischen Phänomene werden somit auch die ausgestellten Instrumente "hörbar" und lebendig.

Literarisches München zur Zeit von Thomas Mann - Von der Boheme zum Exil
08.12.2016 - 06.12.2026

Thomas Manns Münchner Jahre zwischen 1894 und 1933 bildet den zeitlichen Rahmen für die Ausstellung. Ausgehend von den literarischen Nachlässe der Monacensia spürt sie der Frage nach: Was macht das literarische München zwischen Schwabinger Bohème und Hitlers "Hauptstadt der Bewegung" aus? Manuskripte, Briefe, Fotografien und seltene Erinnerungsstücke werfen Schlaglichter auf das höchst ambivalente literarische Leben der Stadt zwischen dem Aufbruch in die Moderne und der Vertreibung der Dichter und Schriftsteller ins Exil. Thematisiert werden die Brüche und Umbrüche während des Ersten Weltkriegs ebenso wie die Wechselwirkung von bürgerlicher Hochkultur und urwüchsigem Volksvergnügen in der Weimarer Republik. Die Original-Dichterschreibtische von Frank Wedekind und Oskar Maria Graf symbolisieren den Spannungsbogen von der Münchner Bohème bis zum amerikanischen Exil. Wie für viele Autoren sind sie weit mehr als ein Arbeitsplatz: Sie sind "Schreibheimat" und Ausdruck eines Lebensgefühls.

Veranstaltungskalender

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