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Ausstellungen

Ludwig Gebhard Museum Tiefenbach zu Gast im Infopoint
27.03.2018 - 22.05.2018

Die oberpfälzische Gemeinde Tiefenbach ehrt den in ihren Mauern geborenen Künstler Ludwig Gebhard (1933–2007) mit einem eigenen Museum, das dessen Druckgrafik und hier insbesondere die aufwendigen Farblinolschnitte, die ihm internationale Anerkennung brachten, erlebbar macht. Weitere Aspekte seines künstlerischen Schaffens umfassen Malerei, Handzeichnung, Druckgrafik (Steinlithografie, Linolschnitt, Radierung) und Skulpturen (Marmor, Eisen, Bronze). Als Erweiterung des Ludwig Gebhard Museums plant die Gemeinde Tiefenbach derzeit einen Skulpturenweg, der zum Ende des Jahres 2018 abgeschlossen sein soll. Ludwig Gebhard ist in zahlreiche öffentliche Sammlungen von Augsburg, Basel, Cham über München und Neu-Ulm bis Würzburg und Zürich eingegangen. Nun präsentiert sich das Ludwig Gebhard Museum in München, der Stadt, in welcher der Künstler sein Studium der Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste absolvierte und in der er Zeit seines Lebens als freischaffender Künstler (parallel zu seinem Atelier in Landsberg am Lech) arbeitete. Die aktuellen Informationsfahnen im Alten Hof geben einen farbintensiven Eindruck von Ludwig Gebhards Werk. Verschiedenste Werkzeuge, Utensilien und Publikationen sowie eine biografische Filmdokumentation ergänzen das Gesamtbild.

Der Turm der Blauen Pferde. Postkarten von Franz Marc an Else Lasker-Schüler in der Sofie und Emanuel Fohn-Schenkung
07.06.2016 - 17.07.2018

Das legendäre Gemälde des Expressionismus "Der Turm der blauen Pferde" von Franz Marc gilt seit Ende des Zweiten Weltkriegs als verschollen, nachdem es von den Nationalsozialisten 1937 als "entartet" beschlagnahmt wurde. Erhalten hat sich aber der einzige farbige Entwurf des Gemäldes auf einer Postkarte, die Franz Marc Neujahr 1913 an die befreundete Dichterin Else Lasker-Schüler sandte. Als Teil der neuen Sammlungspräsentation und anlässlich des 100. Todesjahrs von Franz Marc ist der "Der Turm der blauen Pferde" mit weiteren 21 bemalten Postkarten Franz Marcs aus der Fohn-Schenkung in Saal 10 der Pinakothek der Moderne ausgestellt, ergänzt um die Vorstudie zu Franz Marcs Hauptwerk "Tierschicksale", 1913: "Die Bäume zeigten ihre Ringe, die Tiere ihre Adern".

Artothek & Bildersaal - der Kunstverleih der Stadt München zu Gast im Infopoint
29.05.2018 - 21.07.2018

In der Artothek, dem Kunstverleih der Stadt München, gibt es Kunst zum Mitnehmen. Hier können gegen eine geringe Gebühr originale Kunstwerke von Münchner Künstlerinnen und Künstlern für Privatwohnungen und Büros ausgeliehen werden. Der Verleih der 1986/1987 gegründeten Institution wurde analog zum Verleih von Büchern in Bibliotheken konzipiert. Durch den Ankauf von Kunstwerken fördert die Artothek die zeitgenössische Kunstlandschaft Münchens, die durch mehr als 2.000 Kunstwerke im Bestand präsent ist. Ein zusätzliches Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Artothek und an anderen Orten der Stadt ermöglicht Einblicke in das aktuelle Münchner Kunstschaffen.

Cannibals with Feelings.
20.06.2018 - 21.07.2018

Domino Pyttel, Sophia Mainka und Marcus Frimel entführen in unterschiedliche surreale Welten. Bei ihren Mixed-Media-Installationen setzen sie den Fokus auf emotional-sinnlich Erfahrbares. Domino Pyttel inszeniert mit fetischhaften Objekten die Abgründe eines scheinbar glamourösen Nachtlebens. Sophia Mainka untersucht das Bedürfnis, sich der Natur und dem eigenen Körper anzunähern, welches in immer hilfloseren Versuchen endet. Marcus Frimel verdeutlicht Unbehagen und Intimität in familiären Strukturen.

Dan Perjovschi - Drawing the Line
01.05.2018 - 27.07.2018

Dan Perjovschi (lebt in Bukarest, Rumänien) ist Künstler, Cartoonist und Journalist. Mit seinen bissigen, witzigen Strichzeichnungen kommentiert er das aktuelle Zeitgeschehen und greift dafür auf eine Technik zurück, wie sie Kindern verboten ist: das Malen im öffentlichen Raum, auf Wände oder Schaufensterscheiben. "Die Kunst sollte sich mit der Wirklichkeit befassen, mit dem Leben und der Welt und allem, was darin schief läuft", sagt der Rumäne, der unter anderem im Kasseler Fridericanum, im Kölner Museum Ludwig und im Museum of Modern Art in New York ausgestellt hat. Zusammen mit dem Publikum sollen die Live-Paintings zur Diskussion stellen, wo wir heute stehen: in Bezug auf uns selbst, auf zeitgenössische Kunst und public art, in München, in Europa.

Du bist Faust. Goethes Drama in der Kunst
23.02.2018 - 29.07.2018

Das weltweit bekannteste Werk der deutschen Literatur hat seit seiner Veröffentlichung im frühen 19. Jahrhundert unzählige Künstler fasziniert und zu eigenen Schöpfungen herausgefordert. Die Ausstellung präsentiert mehr als 150 Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Fotografien, Vertonungen und Filme von Künstlern aus Europa und den USA wie Eugène Delacroix (1798–1863), Charles Gounod (1818–1893), Max Beckmann (1884–1950), Martin Scorsese (*1942), Anselm Kiefer (*1945) und Robert Mapplethorpe (1946–1989). Die innovativ inszenierte Schau nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch das Drama und macht sie zu Weggefährten Fausts auf seiner rastlosen Suche nach Sinn und Ziel des modernen Lebens. Fausts Pakt mit dem Teufel, die Verführung Margaretes, der verhängnisvolle Treuebruch und die Selbstbetäubung im hemmungslosen Treiben der Walpurgisnacht, Margaretes soziale Ächtung, ihr verzweifelter Kindsmord und das tragische Ende im Wahnsinn – all diese Szenen haben die europäische Kunst geprägt und im Laufe der Jahrhunderte zu sehr unterschiedlichen Formen der Auseinandersetzung inspiriert. Vor allem die drei Hauptfiguren haben es zu größter Popularität gebracht: der schillernde Charakter Mephistos, zugleich diabolischer Verführer und geistreicher Schalk, der Gelehrte Faust, der sich – desillusioniert von seiner vergeblichen Suche nach höchster Erkenntnis – in eine Welt des Rausches entführen lässt, und Margarete, die unschuldig-fromme Bürgerstochter, die von Faust ins Verderben gerissen wird. Der Ausstellungsparcours führt entlang herausragender Kunstwerke durch die Handlung des Dramas. Dabei halten Goethes Figuren den Besuchern einen Spiegel vor, denn Themen wie Jugendwahn, Egoismus, Manipulation, Verführbarkeit und ein unersättlicher Erlebnisdrang bestimmen auch unser gegenwärtiges Leben. Die Ausstellung konfrontiert das Publikum mit den noch immer drängenden Fragen des Dramas – "Faust" ist bis heute von größter Aktualität. Offizielle Hashtags zur Ausstellung: #DuBistFaust #KunsthalleMuc

Bewegte Zeiten. Der Bildhauer Erasmus Grasser (um 1450 bis 1518)
19.04.2018 - 29.07.2018

Wie kein anderer Künstler hat Erasmus Grasser die spätgotische Kunst in München mit seinen extravaganten und raumgreifenden, zugleich einfühlsamen und charaktervollen Skulpturen geprägt. Anlässlich seines 500. Todestages werden nun zum ersten Mal wesentliche Werke seines Schaffens in einer umfangreichen Ausstellung präsentiert. Um das Jahr 1480 war es ein erster öffentlicher Auftrag, der dem jungen Bildhauer zum Durchbruch verhalf: Bis heute ist Erasmus Grasser durch seine geschnitzten Moriskentänzer berühmt, die einst den Tanzsaal des Alten Rathauses in München schmückten. Die meisten Werke Grassers befinden sich allerdings in kirchlichem Besitz. Durch die Kooperation mit dem Diözesanmuseum Freising können für die Ausstellung auch zahlreiche dieser sakralen Werke entliehen werden. Zu den bedeutendsten Stücken zählen 36 Büsten vom Chorgestühl der Frauenkirche sowie der Heilig-Kreuz-Altar der Wallfahrtskirche in München-Ramersdorf. Einen weiteren Höhepunkt stellt die Rekonstruktion des Hochaltars aus der Münchner Peterskirche dar. Die erhaltenen Gemälde werden wieder mit der monumentalen Petrusfigur vereint. Zeitgenössische Gemälde, Grafiken, Musikalien und Kostüme ergänzen Grassers epochale Werke und stellen diese in den Kontext der Lebens- und Glaubenswelt um 1500. Eine Kooperation zwischen dem Bayerischen Nationalmuseum München und dem Diözesanmuseum Freising

Goethe und die Naturwissenschaften. Faust-Festival München
23.02.2018 - 29.07.2018

Johann Wolfgang von Goethe hat einen nicht unbeträchtlichen Teil seiner Lebenszeit mit naturwissenschaftlichen Betrachtungen und Forschungen sowie deren Anwendungen verbracht. Er befasste sich mit Botanik und Zoologie, mit Mineralogie und Geologie, mit Meteorologie und auch Anatomie. Dabei war es besonders seine ganzheitliche Herangehensweise, die seine naturwissenschaftlichen Arbeiten auszeichnet. Mit seinen Untersuchungen in Botanik, Zoologie und Anatomie begründete er einen ganzen Wissenschaftszweig, den der vergleichenden Morphologie. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Geheimer Rat und Minister in Weimar musste er sich besonders auch mit der Geologie befassen. Von seinen Reisen in den Harz und nach Thüringen brachte er eine Vielzahl selbst gesammelter Mineralproben mit, die ihm dazu dienten, systematische Sammlungen einzelner Regionen anzulegen. Seine vergleichende Gesteinssammlung galt als die beste seiner Zeit. Obwohl selbst eher Neptunist, beflügelte er die Diskussion über die Entstehung magmatischer und vulkanischer Gesteine zwischen Neptunisten und Plutonisten. Goethe entdeckte, zeichnete und beschrieb als erster die Karlsbader Zwillinge des Feldspats. 1806 wurde von Johann Georg Lenz das Mineral Goethit nach ihm benannt. Die Sonderausstellung im Museum Reich der Kristalle soll die Vielfalt von Goethes Beschäftigungen mit den Naturwissenschaften darstellen und dabei besonders Goethes bis heute reichenden Einfluss als Wissenschaftler und besonders als Wissenschaftsvermittler herausarbeiten.

Faust / Gesichter
23.02.2018 - 29.07.2018

Wie sah der Dichter des „Faust“ eigentlich aus? Zu Goethes äußerer Erscheinung liegen zahlreiche Berichte von Zeitgenossen vor. Übereinstimmend werden sein eindrucksvoller Kopf, die hellen, braunen Augen und die dunkle Gesichtsfarbe erwähnt sowie eine gewisse Korpulenz in den 1790er Jahren. Goethes Gesicht war asymmetrisch: Er hatte ein leicht schiefe Nase und eine etwas schwächer ausgeprägte linke Gesichtshälfte. Die Staatliche Münzsammlung München zeigt in ihrer Sonderausstellung verschiedene Medaillen auf Goethe, seine Freunde Friedrich Schiller, Carl Friedrich Zelter und Johann Heinrich Meyer, sowie Repräsentanten des Weimarer Hofstaates, Carl August Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach, seine Frau Luise oder die Erbgroßherzogin Maria Pawlowna.

Größer kein Ruhm. Kleine Bilder vom Sport.
25.04.2018 - 29.07.2018

Sportliche Großveranstaltungen wie Fußballweltmeisterschaften oder Olympische Spiele, die in regelmäßigen Abständen – so auch diesen Sommer – die Menschen auf der ganzen Welt fesseln, geben uns immer wieder Anlass, die kulturgeschichtlichen Wurzeln des Sports in den Blick zu nehmen. Dessen Wiege steht zweifellos im antiken Griechenland, wo zum einen die sportliche Betätigung als zentrales Element menschlicher Bildung angesehen wurde, zum anderen aber alle Bereiche des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens vom Wettkampfgedanken geprägt waren. So eiferten nicht nur Sprinter, Boxer oder Ringer um den athlos, den Siegespreis, sondern auch Tragödien- und Komödiendichter, die sich in musischen Wettbewerben miteinander maßen. Insofern waren also auch sie Athleten im eigentlichen Wortsinn. Die bildende Kunst der Griechen äußerst reich an Sportdarstellungen. Vor allem im kleinen Format finden sie sich in Fülle. Auch die Staatlichen Antikensammlungen besitzen eine breite Palette an berühmten Vasenbildern und Bronzestatuetten zu diesem Thema. In der Ausstellung "Größer kein Ruhm – Kleine Bilder vom Sport" wird der Münchner Bestand durch Leihgaben antiker Gemmen und Münzen aus Museums- und Privatbesitz ergänzt.

PAUSE (prelude)
22.07.2018 - 29.07.2018

Der Künstlerverbund im Haus der Kunst konnte für PAUSE (prelude) 25 künstlerische Positionen gewinnen, die sich dem Thema auf unterschiedlichste Weise widmen; sie greifen auf Konzepte des Ausruhens, des Stillstands, der Ruhe, aber auch gegenläufiger Zustände zurück und entwickeln dabei ihre jeweils eigene Form der Wertschätzung der Pause als Momentum zwischen dem Lauf der Dinge. Sie suchen und zeigen dabei ihren Raum, ihre Zäsur im turbulenten Alltagstrubel, in der beschleunigten Fabrikation, der physischen Auseinandersetzung, im lärmenden Rauschen. Dieses weitläufige Spektrum zur Ansicht eines Zustands und einer Haltung erfährt zum Ende der Ausstellung mit einem Symposium noch eine theoretische Erweiterung und Reflexionsebene. PAUSE (prelude) weist voraus auf die Biennale 2019, in der sich die Beschäftigung mit dem Thema fortsetzt. Rekreations- bzw. Regenerationsphasen sind bei fast allen Organismen nötig. Pausen sind nicht einfach Leerstellen, sondern können Neuordnung, Gliederung, Rhythmisierung bedeuten, Eigenwert entwickeln. Zeitgenössische Musik, performative Praxis und Kunst haben der Pause einen hohen Stellenwert beigemessen. Somit geht es auch um Freiräume innerhalb einer medial geprägten Umwelt, die eher durch Pausenlosigkeit und ständige mentale und physische Bewegung gekennzeichnet scheint. Neben dem zeitlichen Aspekt der Pause spielt auch die Leere als Gegensatz zur Fülle räumlich eine Rolle. Die kulturelle Errungenschaft des Innehaltens, der Muße, des Nichtstuns wird in einer Leistungsgesellschaft – und auch im Kunstbetrieb – ambivalent aufgefasst: Müßiggang, Verweigerungshaltung, Faulheit können dabei den scheinbar inaktiven "Tagedieben" vorgeworfen werden. Dass es eine schöpferische Phase sein kann, lässt sich eben nur schwerlich von außen erkennen. Gerade das Sichtbarmachen dieses Momentes mit den Mitteln der Kunst kann aber einladen, die Qualität von Rückzugsräumen und -strategien zu entdecken. Auch historisch lässt sich im Ausstellungsjahr 2018 das Projekt PAUSE (prelude) anknüpfen. 1948 gründeten sich die Künstlerverbände im Haus der Kunst neu, zur jährlichen Veranstaltung einer großen Kunstausstellung (erstmals 1949). Der 70sten Jahrestages ihrer Gründung bietet Gelegenheit danach zu fragen, was eigentlich die Bedeutung des Künstlerverbundes in einer Leistungsgesellschaft ohne Pause ausmacht, wo Möglichkeiten, aber auch Grenzen liegen.

Islands Geologische Vielfalt
01.01.2012 - 31.07.2018

Mit einer Flächenausdehnung von 103 000 km2 ist Island die größte Vulkaninsel der Erde. Die lebhafte tektonische, vulkanische und geothermale Aktivität bietet Wissenschaftlern einzigartige Voraussetzungen für die Erforschung geologischer Prozesse und Bildungen. Anlässlich des letzten großen Vulkanausbruchs am Eyjafiallajökull in Island im April 2010 und der langjährigen Forschungsarbeit von Herrn Dr. Ulrich Münzer, Universität München), hat das Geologische Museum München eine Sonderausstellung mit dem Thema „Islands Geologische Vielfalt – Fotos und Exponate aus 20 Jahren Forschung in München“ konzipiert. In der Sonderausstellung werden in sieben Vitrinen die Themen "Islands geologische Vielfalt", "Tektonischer Rahmen","Heiß und Kalt", "Asche – Fluch und Segen", "Bomben und Lapilli" sowie "Sande und Gerölle“ präsentiert. Ausgestellt sind vorwiegend Gesteine sowie Luft-, Gelände- und Filmaufnahmen, die während der letzten 20 Jahre Forschungsarbeit von U. Münzer mitgebracht worden sind.

Seeing Her Ghosts - Kirsten Becken
14.07.2018 - 05.08.2018

Nur die Wahrheit heilt. Seeing Her Ghosts adressiert Trauma, Familiengeheimnisse und den heutigen Umgang mit Psychose innerhalb der Familie und Gesellschaft. Gezeigt werden Arbeiten, die eine radikale Akzeptanz seelischer Wunden empfehlen und uns anregen offen zu sprechen. Die Widersprüche liegen vor unseren Augen, wir müssen sie nur sehen und annehmen. Gruppenausstellung zum Buch von Kirsten Becken, mit: Angela Deane / David Shrigley / Roger Ballen / Ruth van Beek / Margriet Smulders / Marta Claret / Martin Fengel / Nana Dix / Holger Becken / Angela Becken / Kirsten Becken / Sophia Weisstub / Ute Klein / Marine Fisch / Julia Navarro

energie.wenden
15.02.2017 - 19.08.2018

Die Energiewende ist eines der aktuellsten und akutesten Themen unserer Zeit. Wie lassen sich Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und soziale Gerechtigkeit unter einen Hut bringen? "energie.wenden" liefert Orientierungswissen und macht spielerisch die Knackpunkte auf dem Weg zur nachhaltigen Energieversorgung erfahrbar. In zehn Ausstellungsbereichen geht es um Themen wie Solar-, Wasser- und Windenergie, aber auch um Mobilität oder Atomenergie. Im Lauf der Geschichte gab es mehrere Energiewenden, die neue Energieträger – wie Kohle oder Erdöl – sowie weitreichende globale Veränderungen mit sich brachten. Heute benutzen wir größtenteils fossile Ressourcen für unsere Energieversorgung. Sie sind jedoch endlich und die Emissionen, die sie freisetzen, treiben den Klimawandel an. In Zukunft will man deshalb ohne sie auskommen. Doch wie soll das gehen? Das Herzstück der Ausstellung ist ein Spiel, das die Besucher auf das "politische Parkett" und in den zentralen Raum der Ausstellung führt. Dort begegnen ihnen auf großen Bildschirmen von Schauspielern dargestellte Akteure der Energiewende. Von einer Atomkraft-Lobbyistin bis zu einer Frau, die Wasserkraftwerke baut, von einem Bauern bis zu einem Techniker für das Stromnetz ist alles dabei. Die Besucher müssen in diesem Geflecht von Forderungen und Argumenten entscheiden, was für eine Energiewende sie wollen.

African Mobilities. This is not a refugee camp exhibition
26.04.2018 - 19.08.2018

"African Mobilities" beschäftigt sich nicht mit der Architektur des Flüchtlingslagers. Stattdessen erforscht die Ausstellung wie Städte Zufluchtsorte für die sich ständig bewegenden afrikanischen Bevölkerungen sein können. Gleichzeitig setzt sie sich damit auseinander, wie scheinbar alte, koloniale Ausbeutungsmuster in neuen Bereichen der Rohstoffgewinnung überdauern. Die Ausstellung versucht, die Geografie afrikanischer Migration und deren Herausforderungen und Chancen für eine neue Art von Architektur und Städtebau zu überdenken. Dies geschieht durch eine Untersuchung von Architekturen an der Schnittstelle von Migration, Vertreibung und digitaler Technologie. Die Ausstellung verbindet vierzehn äußerst verschiedene Orte durch Workshops, Auftragsarbeiten und Master Classes: Johannesburg, Harare, Kampala, Addis Ababa, München, Luanda, Abidjan, Lagos, New York, Dakar, Nairobi, London, Lubumbashi und Praia. Sie basiert auf einer internationalen und interdisziplinären Herangehensweise an architektonische Forschung und Design. Die Ausstellung zeigt sowohl aktuelle Arbeiten als auch Recherchen, die einen Ausblick auf mögliche zukünftige städtische Szenarien und architektonische Prototypen geben.

Blind Faith: Zeitgenössische Kunst zwischen Intuition und Reflexion
02.03.2018 - 19.08.2018

Harte Tatsachen verlieren zunehmend an Gewicht in einer Zeit, in der sich in heutigen Gesellschaften ein Gefühl "blinden Vertrauens" breit macht. Die Gegenwartskunst reagiert auf diese Tendenz, indem sie sich intensiv mit Körper und Geist beschäftigt: mit dem Viszeralen und dem Kognitiven. Die Ausstellung versammelt ca. 25 international aufstrebende Künstler, die Konzepte von Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Meinung und Glauben mit den unterschiedlichsten Mitteln unter die Lupe nehmen: Ed Atkins, Kader Attia, Olga Balema, Melanie Bonajo, Mariechen Danz, Cécile B. Evans, Andrea Éva Győri, Benedikt Hipp, Nicholas Hlobo, Marguerite Humeau, KAYA (Kerstin Brätsch and Debo Eilers), Hanne Lippard, Wangechi Mutu, Otobong Nkanga, Naufus Ramírez-Figueroa, Jon Rafman, Mary Reid Kelley, Lili Reynaud-Dewar, Raphael Sbrzesny, Jeremy Shaw, Teresa Solar Abboud, Jol Thomson und David Zink Yi. Die Ausstellung wird um ein ausführliches Programm an Live-Events, Performances und Vorträgen ergänzt sowie von einer Publikation begleitet.

energie.wenden
15.02.2018 - 19.08.2018

Die Energiewende ist eines der aktuellsten und akutesten Themen unserer Zeit. Wie lassen sich Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und soziale Gerechtigkeit unter einen Hut bringen? "energie.wenden" liefert Orientierungswissen und macht spielerisch die Knackpunkte auf dem Weg zur nachhaltigen Energieversorgung erfahrbar. In zehn Ausstellungsbereichen geht es um Themen wie Solar-, Wasser- und Windenergie, aber auch um Mobilität oder Atomenergie.

Geschichte wird gemacht – es geht voran.
25.07.2018 - 25.08.2018

Ausstellung mit Videotapes, Installationen, Video-Objekten, TV-Sendungen, Fotos, Plakaten, Texten und Musik zum Thema Geschichte und Videokunst. Kein künstlerisches Ausdrucksmittel hat in wenigen Jahrzehnten die Welt des Sehens und Hörens und damit das Bewusstsein für Geschichte und Gegenwart derart verändert wie die Erfindungen der analogen und digitalen Bild- und Tonaufzeichnung sowie deren Wiedergabe und Verbreitung. Wurden VideokünstlerInnen vor 40 Jahren noch belächelt, wie sie ihre umständliche Ausrüstung durch die Gegend schleppten, gilt heute der Gebrauch von Smartphones als Standard für die aktive (künstlerische) Teilnahme am sozialen Geschehen. Jeder Mensch ein (Video)-Künstler. Freiheiten und Abhängigkeiten entwickeln sich im Gleichschritt. Immer schärfer, immer schneller, immer mehr, immer weiter. Was kommt als Nächstes? Und wann? Schon morgen? Und was verpasse ich, wenn ich "es" nicht mitbekomme? Was, wenn alles mal ausfällt? Fragen und Anregungen zur Kultur, zur Geschichte, zur Kultur-Geschichte. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Gaby Blum und Anna McCarthy, Peider A. Defilla, Monika Huber, Wolfram Kastner, Bülent Kullukcu mit dem Rohtheater, Christian Schnurer, der Galerie B.O.A. sowie dem Trikont- und dem Laika-Verlag. Ein Veranstaltungsprogramm ist in Vorbereitung.

Cy Twombly: In the Studio
31.05.2016 - 26.08.2018

Twombly hat dem jeweiligen Ort, an dem seine Werke entstanden sind, Zeit seines Lebens eine zentrale Bedeutung beigemessen. Insbesondere in seinen Fotografien spielt Twombly vielfach auf den Arbeitsprozess und die besondere Atmosphäre bei der Entstehung seiner Bilder und Skulpturen an. In seinen "Interieurs" gelingt es ihm, seine Wohnräume zu poetischen Orten der Imagination zu steigern, in denen sich Natur und Kultur, Banalität und verfeinerter Geschmack begegnen. Paradigmatisch wurden deshalb die monumentalen Rosen mit Fotografien gegenübergestellt, die Cy Twombly eigens für den zentralen Saal im Obergeschoß des Museums gestaltet hat. Sie reflektieren den Kontext ihrer Entstehung: intime Szenen aus Twomblys Atelier, Zitronen aus seinem Garten, Strandaufnahmen, knallig-bunte Aufnahmen von Süßwaren und poetischen Blumenarrangements. Sie alle vermögen das weite Spektrum von Twomblys Rosendarstellungen zu veranschaulichen. Erstmals seit der Eröffnung sind alle 18 Skulpturen der Sammlung Brandhorst ausgestellt. Es handelt sich dabei um Zusammenstellungen alltäglicher Gegenstände, die Twombly seinem unmittelbaren Lebensumfeld entnommen hat: ein Besenstil, ein Lineal, Reste von Wein- und Olivenölfässern, eine Johnnie Walker-Whisky Holzkiste. Ausgehend von diesen "niederen" Materialien lässt Twombly ein ganzes Panorama an Traditionen und Stationen der Kunstgeschichte Revue passieren. Es tauchen Anklänge an archaische Kuroi und antike Inschriften auf, an ägyptische und persische Monumente, an afrikanische Fetischobjekte, an neoklassizistische Figuren, bis hin zu Referenzen auf moderne Kunstströmungen wie Dadaismus und Arte Povera.

SICHTflug – Luftbilder von Klaus Leidorf
18.05.2018 - 26.08.2018

Wenn der Luftbildarchäologe Klaus Leidorf in seine Cessna steigt um in die Luft abzuheben, dann herrscht immer gutes Wetter. Beim Flug verlässt er sich allein auf seine Sicht und orientiert sich auf diese Weise. Sichtflug nennen das die Piloten. Mehr als ein Jahr hat Klaus Leidorf bereits in der Luft verbracht, am häufigsten über Bayern. Hier hat der erfahrene Archäologe im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche prähistorische Bodendenkmäler aus der Luft entdeckt und dokumentiert. Daneben hat er aber auch immer öfter den Blick auf ungewöhnliche Motive gerichtet. Luftaufnahmen abstrakter Formen, abwechslungsreicher Muster und stimmungsvoller Farben sind sein Markenzeichen, die sich oft erst auf den zweiten Blick erschließen. Im Laufe der Zeit entstanden so mehr als eine Million Bilder, die den Betrachter verblüffen, erstaunen und auch manchmal rätseln lassen. Mehr als 40 davon sind in der Sonderausstellung zu sehen.

Die Technische Hochschule München im Nationalsozialismus
18.05.2018 - 26.08.2018

Ab dem 18. Mai 2018 behandelt das NS-Dokumentationszentrum München in einer Sonderausstellung die Geschichte der Technische Hochschule München (heute Technische Universität) in der NS-Zeit. Dokumentiert werden insbesondere die personellen, ideologischen und institutionellen Veränderungen sowie die Indienstnahme der Hochschule für die Kriegsvorbereitung und Rüstung. Die Vertreibung jüdischer und politisch missliebiger Hochschullehrer in den Jahren 1933 und 1934 wird ebenso Thema sein wie die Anpassung und Selbstmobilisierung von Professoren im NS-Regime. Im Zentrum steht dabei die Entwicklung von Lehre und Forschung an den einzelnen Fakultäten und die Ideologisierung und Militarisierung der ganzen Hochschule. In einem Ausblick werden auch die Phase der Entnazifizierung und der Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus an der Hochschule nach 1945 betrachtet. Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Technischen Universität München im Rahmen des Jubiläumsprogramms zum 150-jährigen Bestehen der TUM realisiert.

Veranstaltungskalender

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