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Ausstellungen

Tutto. Perspektiven Italienischer Kunst
13.10.2018 - 24.03.2019

Die Kooperationsausstellung zwischen der Sammlung Goetz, München und dem Museion, Bozen versammelt eine breite Auswahl an Werken italienischer Kunst nach 1950. Im Dialog beider Sammlungsbestände lassen sich anhand von herausragenden Werken der Malerei und der Fotografie wesentliche Strömungen der italienischen Kunst nachvollziehen, die vom künstlerischen Aufbruch der Nachkriegszeit ausgehen. Das Spektrum der Ausstellung reicht dabei von den Dekonstruktionen des klassischen Tafelbildes durch Künstler wie Lucio Fontana, Enrico Castellani und Dadamaino, über konzeptuelle Fotografie von Luigi Ghirri, bis hin zu Mario Schifano, der die Reflexion zeitgenössischer Medien in die Malerei integriert.

3x Kunst im Allgäu. Künstlerhaus Marktoberdorf, Kunsthaus Kaufbeuren und MEWO Kunsthalle in Memmingen zu Gast im Infopoint
29.01.2019 - 30.03.2019

Das Allgäu ist bekannt für seine einzigartige landschaftliche Vielfalt. Dass sich hier gleich drei Museen der modernen und zeitgenössischen Kunst widmen, vermuten jedoch wenige. Das Künstlerhaus in Marktoberdorf, das Kunsthaus in Kaufbeuren und die MEWO Kunsthalle in Memmingen stehen für ein qualitativ hochwertiges Ausstellungsprogramm, das auch überregional zahlreiche Besucherinnen und Besucher anzieht. Alle drei Museen gelten schon lange als Geheimtipp für besondere Ausstellungen, deren Qualität die Kulturlandschaft der Region nachhaltig prägt. Damit stehen das Künstlerhaus Marktoberdorf, das Kunsthaus Kaufbeuren und die MEWO Kunsthalle in Memmingen den Institutionen der Kulturmetropolen in nichts nach. Themenschwerpunkte der jüngeren Vergangenheit waren Werke bekannter Künstlerinnen und Künstler des frühen 20. Jahrhunderts sowie bedeutende Positionen der Gegenwartskunst aus dem regionalen, nationalen und internationalen Kontext. Im Infopoint präsentieren die drei Häuser erstmals gemeinsam ihr Ausstellungs- und Vermittlungsprogramm auf Infofahnen, in Bildern, Filmen und Publikationen. Im Alten Hof lädt die ausliegende Karte »3x Kunst im Allgäu« auf eine Museumstour der besonderen Art ein! Im Zuge der neuen Kooperation wartet ein verlockendes Angebot: Mit dieser Karte zahlen Sie im ersten Museum den regulären Eintrittspreis, die beiden weiteren Museen besuchen Sie zum ermäßigten Eintritt. Die Reihenfolge der Museumsbesuche bestimmt jeder selbst. Aktuell sind folgende Ausstellungen im Allgäu zu sehen: - Menschenbilder. Ernst Barlach | Otto Dix | George Grosz | Samuel Jessurun de Mesquita. (bis 22. April 2019) im Kunsthaus Kaufbeuren - Aufgetischt! Vera Mercer und Daniel Spoerri (16. Februar bis 19. Mai 2019) im Künstlerhaus Marktoberdorf - Forest. Enter. Exit. (bis 3. März 2019) und Jadranka Kosorcic. Status Quo (8. Februar bis 22. April 2019) in der MEWO Kunsthalle Memmingen

Paläontologie und Geologie im Wandel der Zeit
20.07.2017 - 31.03.2019

Das Paläontologische Museum zeigt in einer neuen Sonderausstellung die wechselvolle Geschichte der Münchner Paläontologie und Geologie, die eng mit den geowissenschaftlichen Sammlungen und der LMU verknüpft ist. Anlass ist das bevorstehende 175. Jubiläumsjahr der Gründung der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie in 2018. Die Ausstellung bietet diverse Fossilien, Gesteine und Minerale nebst zeitgenössischen Handschriften und Zeichnungen. So können Besucher z.B. als früheste Dokumente einen 1762 in Niederbayern aufgefundenen miozän-zeitlichen Elefantenzahn bestaunen, der vom damaligen Sekretär der Bayerischen Akademie der Wissenschaften – Ildephons (Thomas) Kennedy – als Wasserschwein beschrieben worden ist. Aber auch reiches Expeditionsmaterial des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts ist zu sehen. Einblicke in die aktuelle Forschung an der Staatssammlung und am Lehrstuhl für Paläontologie und Geobiologie runden das Gesamtbild ab.

Archäologisches Schaufenster im Münchner Stadtmuseum: Funde vom Marienhof
29.11.2017 - 31.03.2019

Allein in der Münchner Altstadt fanden bislang über 250 archäologische Ausgrabungen statt. Was geschieht mit den Funden anschließend? Angeregt durch die großen Grabungen am Marienhof 2011/2012 bildeten zahlreiche staatliche und städtische Stellen eine Arbeitsgemeinschaft "Archäologie München". Spezialisten wie Archäologen, Botaniker, Zoologen, Anthropologen und Historiker erforschen Alltagsleben, Umwelt und Stadtbild Münchens seit dem Mittelalter. Am Beispiel des Marienhofes und seiner vielfältigen Geschichte werden nun Aspekte aus dieser Forschung präsentiert. Keramik-, Glas- und Lederfunde erzählen dabei vom Alltag, Tierknochen von der Beziehung Mensch-Tier, Pflanzenreste von der Ernährung der mittelalterlichen und neuzeitlichen Münchner. Auch die jüngste Vergangenheit wird am Marienhof präsent, zeugt doch das verformte Hotelgeschirr vom Café Deistler von den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg. Eine Kooperation von Archäologischer Staatssammlung München und Münchner Stadtmuseum.

LAND__SCOPE. Fotoarbeiten von Roni Horn bis Thomas Ruff aus der DZ BANK Kunstsammlung
30.11.2018 - 31.03.2019

In der Ausstellung geht es um das Phänomen Landschaft in der zeitgenössischen Fotografie. Ausgehend von den Vorstellungen, die in der Kunst der Romantik zur idyllischen Naturdarstellung formuliert wurden, werden die Veränderung von Natur- und Nutzlandschaft sowie die Auswirkungen von Verstädterung und Industrialisierung auf die Natur thematisiert. Die circa 120 Kunstwerke stammen u. a. von Claudia Angelmaier, Ursula Böhmer, Mona Breede, Lucinda Devlin, William Eggleston, Jochen Gerz, Beate Gütschow, Raphael Hefti, Dan Holdsworth, Carsten Höller, Roni Horn, Axel Hütte, Magdalena Jetelová, Sven Johne, Peter Keetman, Robert Longo, Richard Mosse, Inge Rambow, Heinrich Riebesehl, Thomas Ruff, Adrian Sauer, Stephen Shore, Maria Sewcz, Hiroshi Sugimoto und Anna Vogel.

Korallenriffe - Bedrohte Oasen der Weltmeere
06.09.2018 - 31.03.2019

Die Fotoausstellung (zweisprachig angelegt) soll einerseits die Schönheit, Vielfalt und Faszination der Korallenriffe zeigen, andererseits aber auch die aktuelle Gefährdung dieses einzigartigen Lebensraums durch Klimawandel und weitere menschliche Einflüsse ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Fosslie Korallen-Exponate aus 210 Millionen Jahren Riffevolution ergänzen die Fotogalerie.

Generations Part 3. Künstlerinnen im Dialog
06.12.2018 - 06.04.2019

Die Werke von Frauen haben in der Sammlung Goetz seit Beginn einen besonderen Stellenwert. So wurden wichtige Einzelpositionen wie Rosemarie Trockel oder Gruppierungen wie die Young British Artists schon früh aufgebaut und über die Jahre hinweg durch Neuerwerbungen erweitert. In ihrer Sammelleidenschaft ließ sich Ingvild Goetz von ihrem Interesse an gesellschaftspolitischen Themen, formal-ästhetischen Fragestellungen sowie künstlerischen Materialien leiten und blieb dabei stets für Neuentdeckungen offen. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens präsentiert die Sammlung Goetz eine dreiteilige Ausstellung im eigenen Museum und im Haus der Kunst, die dem künstlerischen Schaffen von Frauen gewidmet ist und ihre Werke in einen generationsübergreifenden Dialog stellt. Der dritte Teil der Ausstellung führt weit zurück zu Künstlerinnen wie der 1926 in Rumänien geborenen und in diesem Jahr verstorbenen Geta Brătescu sowie der französisch-amerikanischen Bildhauerin Louise Bourgeois (1911-2010). Beide haben in ihrem Werk grundlegende Impulse zur Auseinandersetzung mit Fragen der Identität, des Geschlechts und der eigenen Biografie gegeben und damit die nachfolgende Generation beeinflusst. Geta Brătescu entwickelte bereits in den 1960er-Jahren einen performativen Ansatz, den sie in ihren Filmen, Fotografien und Zeichnungen weiterverfolgte. Louise Bourgeois erweiterte die klassischen Materialien der Bildhauerei durch solche des Alltags wie Stoffe, Latex, Tapisserien und Kleidungsstücke. In der Gegenüberstellung mit ausgewählten Arbeiten der Young British Artists und anderen künstlerischen Positionen wird sichtbar, dass ihre Werke bis heute nichts an Aktualität eingebüßt haben. Mit Tomma _Abts, Diane Arbus, Maria _Bartuszová, Huma Bhaba, Louise Bourgeois, _Geta Brătescu, Christa Dichgans, Lecia Dole-Recio, _Tracey Emin, Nan Goldin, Dominique Gonzalez-Foerster, Evelyn Hofer, Roni Horn, Louise Lawler, Sherrie Levine, Sarah Lucas, Cindy Sherman, Kiki Smith, Rosemarie Trockel, u.a.

Vision und Tradition. 200 Jahre Nationaltheater in München
13.10.2018 - 14.04.2019

Das Deutsche Theatermuseum München zeigt zum 200. Geburtstag des Hof- und Nationaltheaters aus seiner Grafiksammlung die bedeutsams-ten originalen Bühnenbildentwürfe von 1818 bis 2018. Die malerischen Entwürfe orientierten sich an den stilistisch zeittypi-schen Darstellungen der bildenden Kunst. Aber darüber hinaus spiegeln sie vor allem die Geschichte des Hauses und seines Repertoires. Nirgends sonst lässt sich der unverwechselbare Stil eines großen Opernhauses so präzis porträtieren wie in den Blättern des Deutschen Theatermuseums. Das szenographisch Visionäre der Theaterkunst wird ebenso lebendig wie die traditionellen künstlerischen Aussagen.

Color Codes
21.03.2019 - 20.04.2019

Mit Petra Amerell . Doris Hahlweg . Isabelle Dyckerhoff . Claudia Desgranges . Florian Haller . Ingrid Floss . Uli Zwerenz . Simone Lanzenstiel Acht Malerinnen und Maler, die auf die Sprengkraft der Malerei an sich setzen. Auf Leinwand, Aluminium, Holz oder auch direkt auf der Wand zeigen sie ungegenständliche Bildwelten, die rein über die Farbe, Form und Struktur sowie mit eigenwilligen Kompositionen ihre Wirkung entfalten. Eröffnung: Mittwoch, 20. März 2019, 19 - 22 Uhr Begrüßung: Anthony Werner Einführung: Dr. Simone Schmimpf

ALEX KATZ
06.12.2018 - 22.04.2019

Alex Katz (geb. 1927 in Brooklyn, New York) wird oft als einer der Vorläufer der Pop Art gefeiert, obwohl seine Ästhetik vielleicht enger mit solchen Dichtern wie Frank O'Hara und John Ashbery verbunden ist als mit anderen Malern seiner Generation. Sein einzigartiges Oeuvre, das sich mittlerweile über 70 Jahre erstreckt, widmet sich ganz der Darstellung des Hier und Jetzt und der Unmittelbarkeit der menschlichen Wahrnehmung – ein Bekenntnis zu dem, was der Künstler oft als "Malerei in der Gegenwartsform“ bezeichnet hat. Wechselweise arbeitet er im Freien, von fotografischen Vorlagen und eigenen Skizzen sowie Vorzeichnungen und hat sich dabei auf Themen aus seinem unmittelbaren Umfeld konzentriert: Porträts von Familie (insbesondere seiner Frau Ada) und Freunden, künstlerischen Mitstreitern, aber auch Szenen des geselligen Miteinanders, Landschaften und Architekturszenen, sowie Blumen. Überall entfaltet sich dabei Katz’ Sensibilität für malerische Oberflächen in produktiver Spannung mit den Formensprachen des Film, der Mode und der Werbung.

Prekärotopia. Ein prekäres Singspiel. Vom utopischen Versuch gemeinsam zu verändern von Beate Engl, Leonie Felle und Franka Kaßner
31.03.2019 - 22.04.2019

Prekärotopia ist ein zeitgenössisches Singspiel. Die Künstlerinnen Beate Engl, Leonie Felle und Franka Kaßner spielen Speaker, Poupée und Trickster, die im System Prekärotopia zwischen Tanzeinlage und Abrissbirne leben. Die Dramaturgie ist von starken Brüchen gekennzeichnet: von Vereinzelung zu solidarischer Euphorie; von der Überzeugung, das Bestehende verändern zu können, hin zu einem Umsturz ohne Lösung. Installation und Aufführungen im Kunstbau

Bau mit! München baut. Eine Mitbaubaustelle
06.10.2018 - 28.04.2019

Wohnhäuser, Schulen, Straßen, Spielplätze, U-Bahnen, Museen und Bahnhöfe: All dies gibt es in der Stadt. Doch wer plant und baut das alles? Was braucht man auf einer Baustelle und wie sieht es eigentlich unter den Häusern und Straßen aus? Helm auf und ab auf die Baustelle: In der Ausstellung errichten Kinder mit einem Kran Wände aus Mauersteinen, bauen große Türme aus Bambusstangen und überspannen alles mit einem Dach. Sie finden heraus, warum Wände nicht umfallen und was alles nötig ist, um ein Haus zu planen und zu bauen. Im Untergrund entdecken sie Tunnel, Keller, Tiefgaragen und die U-Bahn. Sie erforschen, woher Wasser, Strom und das Internet kommen und wie sie in unsere Häuser gelangen und im Architekturbüro, ausgestattet mit Lineal, Bleistift und Baumaterial, gestalten sie schließlich ein Modell ihres eigenen Bauprojekts. Empfohlen ab 4 Jahren.

Spiegelbilder. Māori-Kunst und Helme Heines Blick auf Neuseeland
12.10.2018 - 28.04.2019

Im Zentrum stehen die humorvoll-kritischen Bilder und Skulpturen des bekannten deutschen Schriftstellers, Kinderbuch-Autors, politischen Zeichners und Malers Helme Heine über seine Wahlheimat Neuseeland – viele von ihnen sind spiegelsymmetrisch angelegt und extra für diese Ausstellung entstanden. Die Geschichte und Zukunft des Landes, Klischees über Neuseeland, vor allem aber die Beziehungen zwischen Māori und Pākehā (den Neuseeländern europäischer Herkunft) sind die Themen, welche zugleich ernst und augenzwinkernd aufgezeigt werden. Der Blick auf Neuseeland sollte aber nicht nur von außen, sondern immer auch von innen kommen. Cliff Whiting (1936–2017), einer der profiliertesten zeitgenössischen Māori-Künstler, schätzte den Humor von Helme Heines Neuseeland-Bildern und steuerte daher sechs seiner eigenen Werke zur Ausstellung in München bei. Diese Linoldrucke bilden eine zweite, ganz andere Perspektive auf Neuseeland: Sie befassen sich mit zwei sehr bekannten Māori-Mythen, deren landschaftliche Spuren auch heute noch in Neuseeland sichtbar sind. Die Ausstellung seiner Bilder ist damit auch eine Erinnerung und Hommage an Cliff Whiting. Teile der im Museum Fünf Kontinente bewahrten Māori-Sammlung gehören zu den ältesten Stücken des Hauses. Sie verdeutlichen beispielhaft die Ästhetik von Schnitzwerken, Grünstein-Pretiosen und Flechtkunst, aber mehr noch soziale und historische Zusammenhänge der Māori-Gesellschaft und -Kultur. Die Museumsperspektive ist damit die dritte "Reflexion": Ausgesuchte Māori-Objekte ergänzen Cliff Whitings mythologische und Helme Heines augenzwinkernd-politische Sichtweise auf Neuseeland.

FORUM 048: Anna Katharina Zeitler – If you can dream it, you can do it
22.02.2019 - 28.04.2019

Anna Katharina Zeitlers Bildzyklus "If you can dream it, you can do it" nimmt eine Lebenssituation zum Ausgangspunkt, die geprägt ist vom ständigen Unterwegssein und der Sehnsucht, endlich irgendwo anzukommen. Die Fotografien oszillieren zwischen Rastlosigkeit, Ruhelosigkeit und Heimweh. In geheimnisvollen Schlagbildern entführt Anna Katharina Zeitler den Betrachter auf eine poetischen Bilderreise voller Sinnlichkeit, Intimität, Melancholie und Magie, bei der Autobiographisches und Fiktionales ineinanderfließen.

Power of Design - Design of Power. Eine Ausstellung mit 12 Interventionen
01.05.2018 - 01.05.2019

In Zusammenarbeit mit dem Designtheoretiker Friedrich von Borries entsteht unter dem Titel "Power of Design - Design of Power" eine Ausstellung in Form von 12 aufeinanderfolgenden, sich verdichtenden Interventionen, die das ambivalente Verhältnis von Design und Macht thematisieren. Design und Macht waren und sind eng miteinander verknüpft. Zum einen hilft Design, Machtstrukturen zu etablieren, zu repräsentieren und materiell umzusetzen – zum anderen kann Design aber Werkzeuge zur Verfügung stellen, die bestehende Machtstrukturen unterlaufen und aufbrechen. Das komplexe Thema Design und Macht soll nicht in einer klassischen Ausstellung behandelt werden, sondern sich als Matrix über den Bestand legen. Ausgangspunkt ist deshalb keine normative inhaltliche Setzung, bei der das Thema Design und Macht systematisch durchdekliniert wird, sondern die Sammlung des Museums selbst. Zwei zunächst nicht miteinander verknüpfte Themenfelder – die Logik der Sammlung sowie der Diskurs von Design und Macht – treffen aufeinander und bilden ein neues Narrativ, das für die Besucher überraschend, spannend, informativ und inspirierend ist. Objekte werden zu Spiegeln und Indizien für Machtverhältnisse.

"Sieben Kisten mit jüdischem Material" - Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute
06.11.2018 - 01.05.2019

Im Museum für Franken in Würzburg wurden im Rahmen von Inventarisationsarbeiten unlängst jüdische Ritualgegenstände gesichtet, die während des Novemberpogroms 1938 in mehreren Synagogen Unterfrankens beschlagnahmt worden waren. Bei den rund 200 Objekten, zu denen Tora-Schmuck, Chanukka- und Synagogen-Leuchter zählen, handelt es sich um den größten in den letzten Jahrzehnten in Deutschland wiederentdeckten Bestand an Judaica. Ein Kooperationsprojekt zwischen dem Museum für Franken, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und dem Jüdischen Museum München konnte seither die Herkunft zahlreicher Objekte klären, die zum überwiegenden Teil aus den Synagogen von Arnstein, Ebelsbach, Gochsheim, Heidingsfeld, Schweinfurt und Würzburg stammen. Während des Novemberpogroms 1938 wurden sie von den NS-Behörden konfisziert und an das damalige Mainfränkische Museum übergeben. Die in der unmittelbaren Nachkriegszeit aus dem Bombenschutt geborgenen Objekte wurden in Depots der Festung Marienberg eingelagert und blieben über Jahrzehnte weitgehend unbeachtet. Das Projekt mündet in eine Ausstellung, die zum 80. Jahrestag des Novemberpogroms ab November 2018 im Jüdischen Museum München und im Sommer 2019 im Museum für Franken in Würzburg zu sehen sein wird. Das Projekt wird gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste.

Ronit Agassi. The Fifth Season
14.02.2019 - 05.05.2019

Unter dem Titel "The Fifth Season" präsentiert die israelische Künstlerin Ronit Agassi eine Kunstinstallation mit Arbeiten, die um die Jahreszeiten und um Themen menschlicher Bedrohung kreisen. Ronit Agassi bevorzugt organische, fragile Materialien wie Laubblätter, Kieselsteine und Japanpapier, die sie mit feinen Stichen bestickt oder bemalt. So nimmt die Künstlerin den Betrachter mit auf eine Reise in die fünfte Jahreszeit, deren unheilvolle Geschichten sich erst allmählich hinter der zarten Oberfläche erschließen.

Nicht Schwarzweiß. Eine Intervention in Farbe
28.02.2019 - 05.05.2019

Geschichte verstehen, Gegenwart gestalten und Zukunft verantworten: 200 Schülerinnen und Schüler der Städtischen Berufsschule für Farbe und Gestaltung aus sieben Berufszweigen setzen sich im Rahmen einer Intervention in der Dauerausstellung mit der Geschichte des Nationalsozialismus und gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Fragen auseinander: Was bedroht uns, was sichert unsere Zukunft? Welche Werte sind uns wichtig? Wie bauen wir Vorurteile und Feindbilder ab? „Nicht Schwarzweiß“ steht im Kontext des langjährigen Engagements der Schule für eine solidarische Gesellschaft gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Viele der Mitwirkenden haben Migrationshintergrund, einige sind aus Afghanistan, Nigeria oder dem Irak geflüchtet. Die jungen Erwachsenen verarbeiten ihre Gedanken mit Farbe, Form, Schrift und Licht zu künstlerischen Eingriffen in den Ausstellungsräumen des NS-Dokumentationszentrums.

The One Woman Group Exhibition. Karen Pontoppidan
14.02.2019 - 05.05.2019

Mit der künstlerischen Position von Karen Pontoppidan (geb. 1968 in Kerteminde / DK) geht ein fundamentaler Umbruch in der zeitgenössischen Schmuckkunst einher. Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Bedeutung von Identität und Geschlecht, von politischem und sozialem Auftrag der Kunst, fordert Pontoppidan eine Bewusstseinserweiterung ihrer Disziplin, die Demontage und innovative Erneuerung ihrer Materie. Damit geht die Künstlerin in Werk und Lehre (2006–2015 Professorin an der Konstfack Stockholm, seit 2015 Professorin an der Akademie der Bildenden Künste, München) der Frage nach, wie die Fachrichtung auf brisante Anliegen unserer Epoche reagieren kann. Die Ausstellung zeigt über 100 Arbeiten Karen Pontoppidans aus den vergangenen 20 Jahren. Aufgrund der Vielfalt und teils widersprüchlichen Ästhetik scheint es, als seien die ausgestellten Objekte das Werk zahlreicher Autor*innen. Der Titel "The One Woman Group Exhibition" setzt genau hier an, konterkariert und unterwandert Publikumserwartung, Künstlerbilder und Werkkonzeptionen. Jedes Kapitel der Ausstellung entspricht einer Schaffensphase Pontoppidans und ist daher scheinbar unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten zugeordnet. Tatsächlich aber entfaltet sich vor unseren Augen ein konsequentes und in sich logisches Œuvre.

Judaica aus Unterfranken (AT)
07.11.2018 - 12.05.2019

Im Museum für Franken in Würzburg wurden im Rahmen von Inventarisierungsarbeiten unlängst jüdische Ritualgegenstände gesichtet, die während des Novemberpogroms 1938 in mehreren Synagogen Unterfrankens beschlagnahmt worden waren. Bei den rund 200 Objekten, zu denen Tora-Schmuck, Chanukka- und Synagogen-Leuchter zählen, handelt es sich um den größten in den letzten Jahrzehnten in Deutschland wiederentdeckten Bestand an Judaica. Ein Kooperationsprojekt zwischen dem Museum für Franken, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und dem Jüdischen Museum München konnte seither die Herkunft zahlreicher Objekte klären, die zum überwiegenden Teil aus den Synagogen von Arnstein, Ebelsbach, Gochsheim, Heidingsfeld, Schweinfurt und Würzburg stammen. Während des Novemberpogroms 1938 wurden sie von den NSBehörden konfisziert und an das damalige Mainfränkische Museum übergeben. Die in der unmittelbaren Nachkriegszeit aus dem Bombenschutt geborgenen Objekte wurden in Depots der Festung Marienberg eingelagert und blieben über Jahrzehnte weitgehend unbeachtet. Das Projekt mündet in eine Ausstellung, die zum 80. Jahrestag des Novemberpogroms ab November 2018 im Jüdischen Museum München und im Sommer 2019 im Museum für Franken in Würzburg zu sehen sein wird.

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