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Arbeitskreis (AK) zur Resozialisierung von gemeinem Grün
03.08.2018 - 07.10.2018

Ein Projekt des AK Grün. Organisiert von Rasso Rottenfusser, Susanne Schmitt, Anja Uhlig und Katharina Weishäupl Der "Arbeitskreis (AK) zur Resozialisierung von gemeinem Grün“ sucht nach neuen, konkret in München verorteten Perspektiven auf Wildheit, Ordnung, Avantgarde und Chaos. Aus dem Kontext der Kunst heraus folgt das Projekt dabei verschiedenen wissenschaftlichen, gestalterischen oder aktivistischen Ansätzen. Der AK Grün lädt dazu ein, den Arbeitskreis bei seinen Stadtdurchstreifungen mit unterschiedlichen Expert*innen zu begleiten und so für kurze Zeit selbst Teil des Arbeitskreises zu werden.

Geprägte Bilderwelten der Romanik. Münzkunst und Währungsräume zwischen Brixen und Prag
19.04.2018 - 23.03.2019

Zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert entstanden Münzen, die einen außerordentlichen Bilderreichtum zeigen. Dieser wird unter kunsthistorischen Aspekten betrachtet und als romanische Kleinkunst behandelt. Der geografische Raum umschließt die Gebiete zwischen Brixen und Prag, Augsburg und Wien. Die Ausstellung wurde mit der Stiftung Bozner Schlösser und dem Münzkabinett Kunsthistorisches Museum Wien konzipiert.

Tutto. Perspektiven Italienischer Kunst
13.10.2018 - 24.03.2019

Die Kooperationsausstellung zwischen der Sammlung Goetz, München und dem Museion, Bozen versammelt eine breite Auswahl an Werken italienischer Kunst nach 1950. Im Dialog beider Sammlungsbestände lassen sich anhand von herausragenden Werken der Malerei und der Fotografie wesentliche Strömungen der italienischen Kunst nachvollziehen, die vom künstlerischen Aufbruch der Nachkriegszeit ausgehen. Das Spektrum der Ausstellung reicht dabei von den Dekonstruktionen des klassischen Tafelbildes durch Künstler wie Lucio Fontana, Enrico Castellani und Dadamaino, über konzeptuelle Fotografie von Luigi Ghirri, bis hin zu Mario Schifano, der die Reflexion zeitgenössischer Medien in die Malerei integriert.

3x Kunst im Allgäu. Künstlerhaus Marktoberdorf, Kunsthaus Kaufbeuren und MEWO Kunsthalle in Memmingen zu Gast im Infopoint
29.01.2019 - 30.03.2019

Das Allgäu ist bekannt für seine einzigartige landschaftliche Vielfalt. Dass sich hier gleich drei Museen der modernen und zeitgenössischen Kunst widmen, vermuten jedoch wenige. Das Künstlerhaus in Marktoberdorf, das Kunsthaus in Kaufbeuren und die MEWO Kunsthalle in Memmingen stehen für ein qualitativ hochwertiges Ausstellungsprogramm, das auch überregional zahlreiche Besucherinnen und Besucher anzieht. Alle drei Museen gelten schon lange als Geheimtipp für besondere Ausstellungen, deren Qualität die Kulturlandschaft der Region nachhaltig prägt. Damit stehen das Künstlerhaus Marktoberdorf, das Kunsthaus Kaufbeuren und die MEWO Kunsthalle in Memmingen den Institutionen der Kulturmetropolen in nichts nach. Themenschwerpunkte der jüngeren Vergangenheit waren Werke bekannter Künstlerinnen und Künstler des frühen 20. Jahrhunderts sowie bedeutende Positionen der Gegenwartskunst aus dem regionalen, nationalen und internationalen Kontext. Im Infopoint präsentieren die drei Häuser erstmals gemeinsam ihr Ausstellungs- und Vermittlungsprogramm auf Infofahnen, in Bildern, Filmen und Publikationen. Im Alten Hof lädt die ausliegende Karte »3x Kunst im Allgäu« auf eine Museumstour der besonderen Art ein! Im Zuge der neuen Kooperation wartet ein verlockendes Angebot: Mit dieser Karte zahlen Sie im ersten Museum den regulären Eintrittspreis, die beiden weiteren Museen besuchen Sie zum ermäßigten Eintritt. Die Reihenfolge der Museumsbesuche bestimmt jeder selbst. Aktuell sind folgende Ausstellungen im Allgäu zu sehen: - Menschenbilder. Ernst Barlach | Otto Dix | George Grosz | Samuel Jessurun de Mesquita. (bis 22. April 2019) im Kunsthaus Kaufbeuren - Aufgetischt! Vera Mercer und Daniel Spoerri (16. Februar bis 19. Mai 2019) im Künstlerhaus Marktoberdorf - Forest. Enter. Exit. (bis 3. März 2019) und Jadranka Kosorcic. Status Quo (8. Februar bis 22. April 2019) in der MEWO Kunsthalle Memmingen

Paläontologie und Geologie im Wandel der Zeit
20.07.2017 - 31.03.2019

Das Paläontologische Museum zeigt in einer neuen Sonderausstellung die wechselvolle Geschichte der Münchner Paläontologie und Geologie, die eng mit den geowissenschaftlichen Sammlungen und der LMU verknüpft ist. Anlass ist das bevorstehende 175. Jubiläumsjahr der Gründung der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie in 2018. Die Ausstellung bietet diverse Fossilien, Gesteine und Minerale nebst zeitgenössischen Handschriften und Zeichnungen. So können Besucher z.B. als früheste Dokumente einen 1762 in Niederbayern aufgefundenen miozän-zeitlichen Elefantenzahn bestaunen, der vom damaligen Sekretär der Bayerischen Akademie der Wissenschaften – Ildephons (Thomas) Kennedy – als Wasserschwein beschrieben worden ist. Aber auch reiches Expeditionsmaterial des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts ist zu sehen. Einblicke in die aktuelle Forschung an der Staatssammlung und am Lehrstuhl für Paläontologie und Geobiologie runden das Gesamtbild ab.

Archäologisches Schaufenster im Münchner Stadtmuseum: Funde vom Marienhof
29.11.2017 - 31.03.2019

Allein in der Münchner Altstadt fanden bislang über 250 archäologische Ausgrabungen statt. Was geschieht mit den Funden anschließend? Angeregt durch die großen Grabungen am Marienhof 2011/2012 bildeten zahlreiche staatliche und städtische Stellen eine Arbeitsgemeinschaft "Archäologie München". Spezialisten wie Archäologen, Botaniker, Zoologen, Anthropologen und Historiker erforschen Alltagsleben, Umwelt und Stadtbild Münchens seit dem Mittelalter. Am Beispiel des Marienhofes und seiner vielfältigen Geschichte werden nun Aspekte aus dieser Forschung präsentiert. Keramik-, Glas- und Lederfunde erzählen dabei vom Alltag, Tierknochen von der Beziehung Mensch-Tier, Pflanzenreste von der Ernährung der mittelalterlichen und neuzeitlichen Münchner. Auch die jüngste Vergangenheit wird am Marienhof präsent, zeugt doch das verformte Hotelgeschirr vom Café Deistler von den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg. Eine Kooperation von Archäologischer Staatssammlung München und Münchner Stadtmuseum.

Korallenriffe - Bedrohte Oasen der Weltmeere
06.09.2018 - 31.03.2019

Die Fotoausstellung (zweisprachig angelegt) soll einerseits die Schönheit, Vielfalt und Faszination der Korallenriffe zeigen, andererseits aber auch die aktuelle Gefährdung dieses einzigartigen Lebensraums durch Klimawandel und weitere menschliche Einflüsse ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Fosslie Korallen-Exponate aus 210 Millionen Jahren Riffevolution ergänzen die Fotogalerie.

Futuro. Satellit 8: Circolution
13.03.2019 - 31.03.2019

Warum kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen? Warum vernachlässigen wir Umweltaspekte beim Entwerfen, Produzieren oder Konsumieren? Wie können wir wissen, was für die Umwelt am besten ist? Gibt es konkrete Antworten oder eine absolut korrekte Handlungsweise? Wir laden Sie ein, sich diese Fragen selbst zu stellen und sich Gedanken darüber zu machen, welche Auswirkungen Ihr Handeln auf die Gesellschaft, Industrie und Wirtschaft der Zukunft hat. Wir zeigen Konzepte und realisierte Projekte, die bereits in bestimmten Phasen zirkuläre Prozesse einsetzen. Das Schließen des Kreislaufs erfordert jedoch einen gesellschaftlichen Wandel. Nur wenn jeder Einzelne seine Denkweise über Konsum und Wiederverwendung ändert, wird sich auch die Wirtschaft ändern. Wir müssen eine zirkuläre Gesellschaft erreichen, in der wir alle die Folgen unseres Handelns berücksichtigen und dementsprechend handeln. CIRCOLUTION ist der 8. "Satellit" in einer Programm-Reihe, die sich mit dem FUTURO und Zukunftsvisionen in Design, Film, Literatur, Musik und Performance auseinandersetzt. Die Ausstellung wurde von Studierenden der Technischen Universität München (M.Sc. Industrial Design) entwickelt und von der Hans Sauer Stiftung unterstützt.

Fossil des Monats
01.03.2019 - 31.03.2019

Die zu den Stachelhäutern gehörenden Seelilien (Crinoidea) waren eine in der Erdgeschichte verbreitete und erfolgreiche Gruppe meeresbewohnender Tiere. Die meisten Seelilienarten sind mit einem Stiel am Meeresboden befestigt an deren oberem Ende sich ein Kelch mit Armen und Fortsätzen befindet, die zur Nahrungsaufnahme dienen. Nach dem Tode zerfallen Stachelhäuter schnell in ihre kalkigen Skelettelemente. Seelilien-Reste können gesteinsbildend auftreten. Derartige Crinoidenkalke bestehen meist aus einzelnen Stielgliedern, die schon früh in der Erforschungsgeschichte der Paläontologie Beachtung fanden. So beschrieb der Gründervater der heutigen Geowissenschaften – Georgius Agricola (Georg Bauer) im Jahre 1546 erstmals die im Volksmund als "Rädersteine" bekannten Crinoiden-Stielglieder von Encrinus liliiformis, und nannte sie "Trochiten". Unser Fossil des Monats März stammt aus dem oberen Muschelkalk (Mittlere Trias, ca. 240 Mio. Jahre) von Süddeutschland.

Generations Part 3. Künstlerinnen im Dialog
06.12.2018 - 06.04.2019

Die Werke von Frauen haben in der Sammlung Goetz seit Beginn einen besonderen Stellenwert. So wurden wichtige Einzelpositionen wie Rosemarie Trockel oder Gruppierungen wie die Young British Artists schon früh aufgebaut und über die Jahre hinweg durch Neuerwerbungen erweitert. In ihrer Sammelleidenschaft ließ sich Ingvild Goetz von ihrem Interesse an gesellschaftspolitischen Themen, formal-ästhetischen Fragestellungen sowie künstlerischen Materialien leiten und blieb dabei stets für Neuentdeckungen offen. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens präsentiert die Sammlung Goetz eine dreiteilige Ausstellung im eigenen Museum und im Haus der Kunst, die dem künstlerischen Schaffen von Frauen gewidmet ist und ihre Werke in einen generationsübergreifenden Dialog stellt. Der dritte Teil der Ausstellung führt weit zurück zu Künstlerinnen wie der 1926 in Rumänien geborenen und in diesem Jahr verstorbenen Geta Brătescu sowie der französisch-amerikanischen Bildhauerin Louise Bourgeois (1911-2010). Beide haben in ihrem Werk grundlegende Impulse zur Auseinandersetzung mit Fragen der Identität, des Geschlechts und der eigenen Biografie gegeben und damit die nachfolgende Generation beeinflusst. Geta Brătescu entwickelte bereits in den 1960er-Jahren einen performativen Ansatz, den sie in ihren Filmen, Fotografien und Zeichnungen weiterverfolgte. Louise Bourgeois erweiterte die klassischen Materialien der Bildhauerei durch solche des Alltags wie Stoffe, Latex, Tapisserien und Kleidungsstücke. In der Gegenüberstellung mit ausgewählten Arbeiten der Young British Artists und anderen künstlerischen Positionen wird sichtbar, dass ihre Werke bis heute nichts an Aktualität eingebüßt haben. Mit Tomma _Abts, Diane Arbus, Maria _Bartuszová, Huma Bhaba, Louise Bourgeois, _Geta Brătescu, Christa Dichgans, Lecia Dole-Recio, _Tracey Emin, Nan Goldin, Dominique Gonzalez-Foerster, Evelyn Hofer, Roni Horn, Louise Lawler, Sherrie Levine, Sarah Lucas, Cindy Sherman, Kiki Smith, Rosemarie Trockel, u.a.

Kristina Bræin (NO) / Daniel Hansen (SE) / Johan Rosenmunthe (DK): "redraft“
02.03.2019 - 13.04.2019

Zum ersten Mal sind in der Artothek Arbeiten der skandinavischen Künstler*innen Kristina Bræin, Daniel Hansen und Johan Rosenmunthe zu sehen, die drei verschiedenen Generationen angehören. Der Name ‘redraft’ (dt. Neuentwurf) steht dabei beispielhaft für den Versuch, durch speziell für die Ausstellung angefertigte Arbeiten räumliche Gegebenheiten und historisch wie gesellschaftlich bedingte Prozesse als Ausgangspunkt zu nehmen und daraus alternative Szenarien zu entwickeln.

Vision und Tradition. 200 Jahre Nationaltheater in München
13.10.2018 - 14.04.2019

Das Deutsche Theatermuseum München zeigt zum 200. Geburtstag des Hof- und Nationaltheaters aus seiner Grafiksammlung die bedeutsams-ten originalen Bühnenbildentwürfe von 1818 bis 2018. Die malerischen Entwürfe orientierten sich an den stilistisch zeittypi-schen Darstellungen der bildenden Kunst. Aber darüber hinaus spiegeln sie vor allem die Geschichte des Hauses und seines Repertoires. Nirgends sonst lässt sich der unverwechselbare Stil eines großen Opernhauses so präzis porträtieren wie in den Blättern des Deutschen Theatermuseums. Das szenographisch Visionäre der Theaterkunst wird ebenso lebendig wie die traditionellen künstlerischen Aussagen.

Color Codes
21.03.2019 - 20.04.2019

Mit Petra Amerell . Doris Hahlweg . Isabelle Dyckerhoff . Claudia Desgranges . Florian Haller . Ingrid Floss . Uli Zwerenz . Simone Lanzenstiel Acht Malerinnen und Maler, die auf die Sprengkraft der Malerei an sich setzen. Auf Leinwand, Aluminium, Holz oder auch direkt auf der Wand zeigen sie ungegenständliche Bildwelten, die rein über die Farbe, Form und Struktur sowie mit eigenwilligen Kompositionen ihre Wirkung entfalten. Eröffnung: Mittwoch, 20. März 2019, 19 - 22 Uhr Begrüßung: Anthony Werner Einführung: Dr. Simone Schmimpf

ALEX KATZ
06.12.2018 - 22.04.2019

Alex Katz (geb. 1927 in Brooklyn, New York) wird oft als einer der Vorläufer der Pop Art gefeiert, obwohl seine Ästhetik vielleicht enger mit solchen Dichtern wie Frank O'Hara und John Ashbery verbunden ist als mit anderen Malern seiner Generation. Sein einzigartiges Oeuvre, das sich mittlerweile über 70 Jahre erstreckt, widmet sich ganz der Darstellung des Hier und Jetzt und der Unmittelbarkeit der menschlichen Wahrnehmung – ein Bekenntnis zu dem, was der Künstler oft als "Malerei in der Gegenwartsform“ bezeichnet hat. Wechselweise arbeitet er im Freien, von fotografischen Vorlagen und eigenen Skizzen sowie Vorzeichnungen und hat sich dabei auf Themen aus seinem unmittelbaren Umfeld konzentriert: Porträts von Familie (insbesondere seiner Frau Ada) und Freunden, künstlerischen Mitstreitern, aber auch Szenen des geselligen Miteinanders, Landschaften und Architekturszenen, sowie Blumen. Überall entfaltet sich dabei Katz’ Sensibilität für malerische Oberflächen in produktiver Spannung mit den Formensprachen des Film, der Mode und der Werbung.

Prekärotopia. Ein prekäres Singspiel. Vom utopischen Versuch gemeinsam zu verändern von Beate Engl, Leonie Felle und Franka Kaßner
31.03.2019 - 22.04.2019

Prekärotopia ist ein zeitgenössisches Singspiel. Die Künstlerinnen Beate Engl, Leonie Felle und Franka Kaßner spielen Speaker, Poupée und Trickster, die im System Prekärotopia zwischen Tanzeinlage und Abrissbirne leben. Die Dramaturgie ist von starken Brüchen gekennzeichnet: von Vereinzelung zu solidarischer Euphorie; von der Überzeugung, das Bestehende verändern zu können, hin zu einem Umsturz ohne Lösung. Installation und Aufführungen im Kunstbau

Leonardo da Vinci 500
17.01.2019 - 26.04.2019

Vor 500 Jahren, am 2. Mai 1519, starb Leonardo da Vinci mit 67 Jahren in Frankreich. Seine Arbeiten als Künstler, Kunsttheoretiker, Wissenschaftler, Ingenieur und Erfinder und die Mythen um seine Person sind auch heute noch herausfordernd und faszinierend. Die Vitrinenausstellung am ZI verfolgt in sieben Sektionen – "I. Leonardo und sein Bild“, "II. Anekdoten und Legendenbildung“, „III. Der Trattato della Pittura“, "IV. Kanonisierung eines Künstlers“, "V. Leonardo im Faschismus“, "VI. Leonardo und Ludwig Heinrich Heydenreich“ und "VII. Leonardo heute“ – die Verbreitung von Leonardos Ideen, Werken und Mythen vor allem in druckgrafischen Bildern seit dem 16. Jahrhundert. Zu den besonderen Exponaten der Ausstellung gehört der 1730 erschienene Recueil de testes de caractère […] mit Drucken des Comte de Caylus nach vermeintlichen Original-Zeichnungen Leonardos, und zwar nicht allein wegen der grotesken Köpfe. Er beinhaltet auch einen Brief von Pierre-Jean Mariette an Caylus über Leonardo, der als wichtigstes kennerschaftliches Dokument des 18. Jahrhunderts gilt. Thematisiert wird außerdem die komplexe Editionsgeschichte von Leonardos Trattato della Pittura, der zu den bedeutendsten kunsttheoretischen Schriften des Rinascimento Der Tod Leonardos, dessen 500. Jährung der Ausstellung ihren Anlass gibt, findet sich in einem Stich Jean-Charles Levasseurs von 1781–89 nach einem Gemälde Franҫois-Guillaume Ménageots (1781) verarbeitet – zumindest in der Art, wie Giorgio Vasari davon in seiner Leonardo-Vita berichtet: Der Künstler sei in Amboise in den Armen seines Gönners, des Königs von Frankreich, Franz I., verstorben; dieser aber hielt sich am 2. Mai 1519 gar nicht in der Stadt auf. Die Geschichte ist erfunden. Sie überspielt soziale Schranken und nobilitiert Leonardo und mit ihm die künstlerische Profession an sich.

Bau mit! München baut. Eine Mitbaubaustelle
06.10.2018 - 28.04.2019

Wohnhäuser, Schulen, Straßen, Spielplätze, U-Bahnen, Museen und Bahnhöfe: All dies gibt es in der Stadt. Doch wer plant und baut das alles? Was braucht man auf einer Baustelle und wie sieht es eigentlich unter den Häusern und Straßen aus? Helm auf und ab auf die Baustelle: In der Ausstellung errichten Kinder mit einem Kran Wände aus Mauersteinen, bauen große Türme aus Bambusstangen und überspannen alles mit einem Dach. Sie finden heraus, warum Wände nicht umfallen und was alles nötig ist, um ein Haus zu planen und zu bauen. Im Untergrund entdecken sie Tunnel, Keller, Tiefgaragen und die U-Bahn. Sie erforschen, woher Wasser, Strom und das Internet kommen und wie sie in unsere Häuser gelangen und im Architekturbüro, ausgestattet mit Lineal, Bleistift und Baumaterial, gestalten sie schließlich ein Modell ihres eigenen Bauprojekts. Empfohlen ab 4 Jahren.

Spiegelbilder. Māori-Kunst und Helme Heines Blick auf Neuseeland
12.10.2018 - 28.04.2019

Im Zentrum stehen die humorvoll-kritischen Bilder und Skulpturen des bekannten deutschen Schriftstellers, Kinderbuch-Autors, politischen Zeichners und Malers Helme Heine über seine Wahlheimat Neuseeland – viele von ihnen sind spiegelsymmetrisch angelegt und extra für diese Ausstellung entstanden. Die Geschichte und Zukunft des Landes, Klischees über Neuseeland, vor allem aber die Beziehungen zwischen Māori und Pākehā (den Neuseeländern europäischer Herkunft) sind die Themen, welche zugleich ernst und augenzwinkernd aufgezeigt werden. Der Blick auf Neuseeland sollte aber nicht nur von außen, sondern immer auch von innen kommen. Cliff Whiting (1936–2017), einer der profiliertesten zeitgenössischen Māori-Künstler, schätzte den Humor von Helme Heines Neuseeland-Bildern und steuerte daher sechs seiner eigenen Werke zur Ausstellung in München bei. Diese Linoldrucke bilden eine zweite, ganz andere Perspektive auf Neuseeland: Sie befassen sich mit zwei sehr bekannten Māori-Mythen, deren landschaftliche Spuren auch heute noch in Neuseeland sichtbar sind. Die Ausstellung seiner Bilder ist damit auch eine Erinnerung und Hommage an Cliff Whiting. Teile der im Museum Fünf Kontinente bewahrten Māori-Sammlung gehören zu den ältesten Stücken des Hauses. Sie verdeutlichen beispielhaft die Ästhetik von Schnitzwerken, Grünstein-Pretiosen und Flechtkunst, aber mehr noch soziale und historische Zusammenhänge der Māori-Gesellschaft und -Kultur. Die Museumsperspektive ist damit die dritte "Reflexion": Ausgesuchte Māori-Objekte ergänzen Cliff Whitings mythologische und Helme Heines augenzwinkernd-politische Sichtweise auf Neuseeland.

FORUM 048: Anna Katharina Zeitler – If you can dream it, you can do it
22.02.2019 - 28.04.2019

Anna Katharina Zeitlers Bildzyklus "If you can dream it, you can do it" nimmt eine Lebenssituation zum Ausgangspunkt, die geprägt ist vom ständigen Unterwegssein und der Sehnsucht, endlich irgendwo anzukommen. Die Fotografien oszillieren zwischen Rastlosigkeit, Ruhelosigkeit und Heimweh. In geheimnisvollen Schlagbildern entführt Anna Katharina Zeitler den Betrachter auf eine poetischen Bilderreise voller Sinnlichkeit, Intimität, Melancholie und Magie, bei der Autobiographisches und Fiktionales ineinanderfließen.

Power of Design - Design of Power. Eine Ausstellung mit 12 Interventionen
01.05.2018 - 01.05.2019

In Zusammenarbeit mit dem Designtheoretiker Friedrich von Borries entsteht unter dem Titel "Power of Design - Design of Power" eine Ausstellung in Form von 12 aufeinanderfolgenden, sich verdichtenden Interventionen, die das ambivalente Verhältnis von Design und Macht thematisieren. Design und Macht waren und sind eng miteinander verknüpft. Zum einen hilft Design, Machtstrukturen zu etablieren, zu repräsentieren und materiell umzusetzen – zum anderen kann Design aber Werkzeuge zur Verfügung stellen, die bestehende Machtstrukturen unterlaufen und aufbrechen. Das komplexe Thema Design und Macht soll nicht in einer klassischen Ausstellung behandelt werden, sondern sich als Matrix über den Bestand legen. Ausgangspunkt ist deshalb keine normative inhaltliche Setzung, bei der das Thema Design und Macht systematisch durchdekliniert wird, sondern die Sammlung des Museums selbst. Zwei zunächst nicht miteinander verknüpfte Themenfelder – die Logik der Sammlung sowie der Diskurs von Design und Macht – treffen aufeinander und bilden ein neues Narrativ, das für die Besucher überraschend, spannend, informativ und inspirierend ist. Objekte werden zu Spiegeln und Indizien für Machtverhältnisse.

Sieben Kisten mit jüdischem Material - Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute
06.11.2018 - 01.05.2019

Im Museum für Franken in Würzburg wurden im Rahmen von Inventarisationsarbeiten unlängst jüdische Ritualgegenstände gesichtet, die während des Novemberpogroms 1938 in mehreren Synagogen Unterfrankens beschlagnahmt worden waren. Bei den rund 200 Objekten, zu denen Tora-Schmuck, Chanukka- und Synagogen-Leuchter zählen, handelt es sich um den größten in den letzten Jahrzehnten in Deutschland wiederentdeckten Bestand an Judaica. Ein Kooperationsprojekt zwischen dem Museum für Franken, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und dem Jüdischen Museum München konnte seither die Herkunft zahlreicher Objekte klären, die zum überwiegenden Teil aus den Synagogen von Arnstein, Ebelsbach, Gochsheim, Heidingsfeld, Schweinfurt und Würzburg stammen. Während des Novemberpogroms 1938 wurden sie von den NS-Behörden konfisziert und an das damalige Mainfränkische Museum übergeben. Die in der unmittelbaren Nachkriegszeit aus dem Bombenschutt geborgenen Objekte wurden in Depots der Festung Marienberg eingelagert und blieben über Jahrzehnte weitgehend unbeachtet. Das Projekt mündet in eine Ausstellung, die zum 80. Jahrestag des Novemberpogroms ab November 2018 im Jüdischen Museum München und im Sommer 2019 im Museum für Franken in Würzburg zu sehen sein wird. Das Projekt wird gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste.

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