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Ausstellungen

Franz Erhard Walther. Shifting Perspectives
06.03.2020 - 29.11.2020

Franz Erhard Walther (* 1939 in Fulda) – Träger des Goldenen Löwen der Venedig Biennale 2017 - ist eine Schlüsselfigur der Abkehr vom Bild seit der europäischen Nachkriegszeit. Jenseits des klassischen Verständnisses von Skulptur und Malerei formulierte er einen völlig neuen Werkbegriff, der den Betrachter als Akteur mit einbezieht. Bereits in seinem Frühwerk beschäftig Walther sich in unterschiedlichen Medien mit dem Zufälligen und dem Prozessualen als Gestaltungsprinzipien. Gleichzeitig wurde Stoff ein bis dahin ungebräuchliches künstlerisches Material bei Walther zum Innovationsträger, aus dem die Aktivierungsobjekte hervorgingen. Mit dem Schlüsselwerk der Vier Körperformen (1963) wird der Körper zum Motiv. Es entsteht der Erste Werksatz (1963–1969), der aus 58 aktivierbaren Stücken besteht, die den Betrachter in außergewöhnliche zwischenmenschliche Situationen versetzen. Mit ihm erlebt Walther 1969 seinen Durchbruch, als er den Werksatz anlässlich der Ausstellung „Spaces“ im New Yorker MoMA präsentiert. Unter dem Einfluss der Pop Art werden Walthers Textilien zusehends farbiger. In den Wandformationen der 1980er-Jahre erzielt er eine unvergleichbare Verschränkung von Malerei, Skulptur und Architektur, die sich bis heute fortsetzt.

Mouse on Mars
28.08.2020 - 25.10.2020

Mouse on Mars gilt als eines der eigenwilligsten und bemerkenswertesten Projekte für elektronische Musik in Deutschland. Mit ihrer anarchischen Klangmischung, die zwischen unkontrolliertem Chaos und präzise arrangierten Strukturen oszilliert, haben Jan St. Werner und Andi Toma eine unverwechselbare Musiksprache geschaffen, die sich jedoch nicht auf eine definitive Form festlegen lässt – zu unvorhersehbar sind die unzähligen Modifikationen, die sie kontinuierlich vornehmen. Frei von Denkschulen, Genre-Konventionen und den Zwängen des Musik-Establishments arbeiten sie seit 25 Jahren unter dem Namen Mouse on Mars und zeichnen ihre sehr spezifische Flugbahn durch ein Niemandsland zwischen Pop, Kunst, Club und Musik-Avantgarde. www.mouseonmars.com Für den Kunstbau des Lenbachhauses werden Mouse on Mars eigens eine Sound-Installation entwickeln, die sich mit dem Raum und seiner Architektur auseinandersetzt. Kuratiert von Eva Huttenlauch

Carriers
30.09.2020 - 30.10.2020

Sieben Münchner Künstler*innen zeigen in den Kunstarkaden Arbeiten, die in ihrer Gesamtheit in einer gelungenen Biennale gebündelt wurden, auch wenn der künstlerische und thematische Ansatz jeweils durchaus unterschiedlich ist. Jonghoon Im / Merlin Stadlier / Hyesun Jung / Pfeiffer&Kreutzer /Steffen Kern / Xenia Fumbarev

Schmuck in der Pinakothek der Moderne. Die Danner-Rotunde. Neu kuratiert.
03.03.2020 - 31.10.2020

Für die Wiedereröffnung der Danner-Rotunde im Jahr 2020 ist es der Neuen Sammlung gelungen, zwei international renommierte SchmuckkünstlerInnen zur Neu-Kuratierung des Schmucks in der Pinakothek der Moderne einzuladen. Schenkungen und Erwerbungen der letzten fünf Jahre versprechen neue und spannende Konstellationen mit dem Sammlungsbestand.Zum gleichzeitig zu feiernden 100-jährigen Gründungsjubiläum der Danner-Stiftung wird die Eingangssituation der Danner-Rotunde durch die Neonschrift der Kommunikationsdesignerin Yang Liu eine starke Akzentuierung erhalten. Die Aktualisierung des Lichtkonzepts liegt in den Händen der Lichtdesignerin Flavia Thumshirn und „bildwerk art“ ist gefragt, eine digitale Wegführung mit zusätzlichen Informationen zu den Schmuckobjekten für die Besucher zu entwickeln.

Trost im jüngsten Tag
13.10.2020 - 31.10.2020

Premiere eines neuen Ausstellungskonzepts: NEUE MITGLIEDER IM BERUFSVERBAND heißt die sich alle zwei Jahre wiederholende Ausstellungsreihe, kuratiert und ent¬wickelt von Domino Pyttel. Diesmal zeigen sechs ausgewählte, neu aufgenommene Künstler*innen des Berufsverbands ihre Arbeiten - multimediale Installationen, großformatige Fotografie, Performance sowie installative Malerei. Die Ausstellung gibt einen unverfälschten Einblick in das junge Gesicht des 1946 gegründeten Verbandes und bringt die inter-national arbeitenden Künstler*innen für einen Monat zurück in ihre Heimat. Boehler & Orendt, Felix Burger, Susi Gelb, Benedikt Hipp, Claudia Holzinger, Sophia Süßmilch

Annabelle Mehraein: "inhabit“
10.09.2020 - 31.10.2020

Die Münchner Künstlerin Annabelle Mehraein aktuelle Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Zeichnung und Druckgrafik in der Artothek. Ihre zum Teil großformatigen Ölbilder und Papierarbeiten sind geprägt von malerischem Gestus, inspiriert durch die Beobachtung und Beschäftigung mit allgegenwärtigen, alltäglichen Spuren der Benutzung, Abnutzung, des Verfalls und des Vergessens. Dabei übersetzt Mehraein in ihren Arbeiten die vorgefundenen Spuren mit kraftvoller Spontaneität, Leichtigkeit und Sensibilität zu einer eigenen Sprache und eröffnet einen neuen Dialog. Die bewegten Liniengeflechte bleiben in ihrer Zeichenhaftigkeit stets offen, erobern und definieren den Bildraum souverän, wollen weder Frage noch Antwort sein, sondern frei. Zeitgleich zu Ihrer Ausstellung in der Artothek ist eine großformatige Lithographie von ihr in der Ausstellung "Boxenstop II“ in der Graphischen Sammlung der Pinakothek der Moderne zu sehen.

Metamorphose
10.12.2019 - 01.11.2020

In erster Linie widmet sich das Museum natürlich der Umwandlung von Gesteinen und den darin enthaltenen Mineralen. So kann aus einem Sand- oder Tonstein durch Umwandlung ein wunderschöner Glimmerschiefer mit Granatkristallen werden. Diesen kennen wir z. B. aus den Tiroler Alpen. Aus Granit mit seinen Mineralen Feldspat, Quarz und Glimmer wird durch erhöhte Druck- und Temperaturbedingungen ein schwarz-weiß gestreifter Gneis, der in seiner Farbgebung einem Zebra gleicht. Durch eine Veränderung von Temperatur und/oder Druck, z. B. bei der Gebirgsbildung, kommen solche Metamorphosen zustande. Wie immer, im Museum Reich der Kristalle, schauen wir über den Tellerrand hinaus und befassen uns auch mit anderen metamorphen Themen. So ist wohl die bekannteste Darstellung der Metamorphose die Umwandlung von Göttern oder anderen Lebewesen in den Erzählungen des Ovid. Hier verwandeln sich, in äußerst kunstvoller dichterischer Sprache, ein Mensch in eine Pflanze, ein Tier oder ein Sternbild. Ovid lässt seine Welt aus dem Chaos entstehen und endet seine Geschichten mit der Verwandlung von Caesars Seele in einen Stern. Ovids Verwandlungsgeschichten finden sich auch in anderer Form in den Märchen wieder. Hier kann es zur Verwandlung vom Frosch in einen schönen Prinzen kommen. Neben der Literatur widmet sich das Museum auch der Metamorphose in der Natur. So durchläuft der Schmetterling mehrere Metamorphose-Stadien von der Raupe, zur Puppe, zum späteren Schmetterling. Aus der Kaulquappe entwickelt sich der Frosch. Zudem ist in der Sonderausstellung auch eine Kunstausstellung zum Thema Metamorphose integriert. Diese ist von Bianca Patricia Isensee. Die Kunstausstellung widmet sich auch dem Thema Metamorphose. Sie zeigt, wie alles im Fluss ist und sich ändert, auch Gesetze; Menschenrechte, Dinge die eigentlich festgelegt scheinen und sich doch mit der Zeit wandeln können.

Von der Quelle bis zum Meer. Gemälde von Ingeborg Wipper
11.09.2020 - 01.11.2020

Ingeborg Wipper arbeitet als Goldschmiedin und Künstlerin in München. Im Museum Reich der Kristalle werden nun ihre Gemälde gezeigt.

August Sander. Sardinien 1927
19.05.2020 - 08.11.2020

Wenige Jahre bevor August Sander mit dem Bildband "Antlitz der Zeit“, dem Ankündigungsband zu seinem epochalen Porträtwerk „Menschen des 20. Jahrhunderts“, bekannt wurde, unternahm er 1927 mit Ludwig Mathar, einem befreundeten Schriftsteller, eine gemeinsame Reise nach Italien. Mehrere Wochen durchstreiften sie die Insel Sardinien, die als geheimnisvolles, unbequemes und geradezu exotisches Reiseziel galt. Für eine geplante, aber nicht realisierte Buchveröffentlichung mit Ludwig Mathar nahm August Sander mehrere hundert Fotografien von Architektur, Landschaft, Menschen und Brauchtum auf. Diese Fotografien stellen ein einzigartiges künstlerisches und ethnografisches Bildzeugnis des „unbekannten Eilands“ (Ludwig Mathar) dar. Die Sammlungspräsentation zeigt etwa 30 Fotografien von August Sander aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde.

Raffael 1520-2020
07.04.2020 - 08.11.2020

Raffael feierte die größten Erfolge seiner Kunst in Rom, wo er vor 500 Jahren starb. Die zahlreichen Tafel-und Wandbilder, die er dort in nur wenig mehr als einem Jahrzehnt vollenden konnte, garantieren bis heute seinen Weltruhm. Als Schöpfer von Bildern vollkommener Schönheit erlangte er vor allem im 19. Jahrhundert Kultstatus. Ludwig I. von Bayern und sein Galeriedirektor Johann Georg von Dillis verehrten ihn als "König von der Mahlerei“. Raffaels 500. Todestag gibt Anlass, an die Geschichte seines Ruhms zu erinnern und zu reflektieren, wie stark er mit seiner Kunst die Bildsprache der neuzeitlichen westlichen Welt prägte. In der Alten Pinakothek, deren Grundstein 1826 an Raffaels Geburtstag gelegt wurde, steht deshalb im Florentiner Saal der Galerie ein frühes Hauptwerk des Meisters im Fokus, die sogenannte „Heilige Familie Canigiani“. Die konzentrierte Sammlungspräsentation zeigt unter fünf Werken der Alten Pinakothek zwei Andachtsbilder Raffaels und lässt dabei die „Heilige Familie Canigiani“ mit einem Gemälde von Friedrich Overbeck aus der Neuen Pinakothek und einer Leihgabe der Bayerischen Schlösserverwaltung, einem Porzellanbild von Christian Adler, in Dialog treten. Mit einer Altartafel von Pietro Perugino und einem Werk von Fra Bartolommeo erinnert die Auswahl zunächst daran, dass die Karriere des 1483 geborenen Raffaelo Sanzio in Umbrien und in der Toskana ihren Anfang nahm. Von 1504 bis 1508 hielt sich Raffael vor allem in Florenz auf und setzte sich sehr kreativ mit den aufsehenerregenden Schöpfungen von Leonardo da Vinci und Michelangelo auseinander. Auf diese Weise konnte er im Wettstreit der Florentiner Maler bestehen und bedeutende Aufträge an sich ziehen. Die „Heilige Familie“ bestellte Domenico Canigiani, ein vermögender Florentiner Tuchhändler und Parteigänger der Medici, anlässlich seiner Hochzeit im Jahr 1507. Bereits vor 37 Jahren, anlässlich von Raffaels 500. Geburtstag, wurde das Gemälde restauriert. Unter einer deckenden Übermalung traten dabei acht auf Wolken schwebende Engel zu Tage. Sinnbildlich erzählen sie von der wechselvollen Geschichte des ersten "Raffaels“ in Deutschland.

#anotherdayonearth - die Bank. Ein Fotoprojekt von Massimo Fiorito
17.09.2020 - 10.11.2020

Massimo Fiorito ist Foto/Video-Künstler und lebt seit 1995 in München. Seit 2007 wohnt er im Glockenbachviertel, schlendert gerne um die Isar herum und nimmt immer wieder fotografische Eindrücke der Umgebung auf. Diese Aufnahmereihen, aus München und vielen anderen Orten der Welt, sind ein Langzeitprojekt. Er nennt sie the "hysterical photographical Poetry", kurz "the_hpP". Letztes Jahr wurde hieraus "sameplace" in einer Ausstellung des arsmusica e.V. gezeigt. "#anotherdayonearth-dieBank!" ist das neueste Kapitel dieses Projekts. Die Idee entstand während des Lockdowns und ist eine Zeitreise.

Römermuseen am bayerischen Donaulimes - Museumstipp im Infopoint
21.09.2020 - 14.11.2020

Fast ein halbes Jahrtausend war die Donau eine wichtige Grenze des Römischen Reiches. Ihr westlicher Abschnitt, inklusive des bayerischen Anteils, ist derzeit zum UNESCO-Welterbe nominiert. Fünf Museen bilden nun ein neues Netzwerk der Römermuseen am Donaulimes - Bildfahnen stellen dieses Museumsnetzwerk im Infopoint vor. Der Donaulimes reicht von Eining bis zum Schwarzen Meer und bezeichnet die Flussgrenze des Römischen Reiches in Mittel- und Südosteuropa. Die Grenze war mit Kastellen und Wachtürmen gesichert, was dazu führte, dass zahlreiche Siedlungsreste und Überreste der militärischen Anlagen heute wertvolle Zeugen der Geschichte sind. Der bayerische Donaulimes ist der nördlichste Abschnitt der Flussgrenze aus römischer Zeit, es ist ein Bodendenkmal, dessen Fundstücke erforscht und in den Sammlungen der Museen bewahrt werden. Sie machen die spannenden Geschichten, die Schätze oder Alltagsgegenstände wie Kleidung, Essen oder Geschirr über die früheren Bewohner erlebbar. Archäologische Funde aus Kelheim von der Zeit der Neandertaler bis zum frühen Mittelalter sind im Archäologisches Museum der Stadt Kelheim zu finden. Das Historisches Museum Regensburg mit dem document Legionslagermauer zeigt Kunst- und Kulturgeschichte von der Steinzeit bis zum 19. Jahrhundert, Originalteile des römischen Legionslagers finden sich in der Regensburger Altstadt mit Dauerausstellung. Das Gäubodenmuseum Straubing wartet mit der Geschichte Straubings und des Gäubodens auf und bietet mit dem Römerpark Sorviodurum darüber hinaus ein Freilichtmuseum. Archäologischen Funde aus Künzing sowie ein römisches Amphitheater sind im Museum Quintana - Archäologie in Künzing zu entdecken. Funde aus Passau vom Mesolithikum bis zum Ende des Römischen Reiches beherbergt das RömerMuseum Kastell Boiotro - Passau. Ein zusätzlicher Ausflug empfiehlt sich nach Manching, wo im Kelten Römer Museum Manching römische Schiffsfunde aus der frühen Ausbauphase des Donaulimes ausgestellt sind. Digital lädt die App LIMES mobil (Android | iOS) auf eine Entdeckungsreise entlang des Limes ein! Funde aus den Museen werden als 3D-Scans sozusagen an ihren Fundort zurückgebracht. Über Virtual- und Augmented-Reality-Inhalte wie 360-Grad-Views lässt sich das römische Erbe am originalen Ort erleben.

"Roots of abstract – Abstraktion in der Außenseiterkunst
03.10.2020 - 21.11.2020

Die Ausstellung "Roots of Abstract – Abstraktion in der Außenseiterkunst“ versteht sich Annäherung an das Abstrakte in der Kunst aus dem Blickwinkel der Outsider Art - der Außenseiterkunst. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler – 90 Werke – aus München und der ganzen Welt, Menschen mit einer kognitiven Einschränkung, orientieren sich nicht an kulturellen Tendenzen, weder historischen, noch zeitgenössischen. Abstraktion ist hier kein intellektuelles Konzept, sondern ungebrochener, ungefilterter Ausdruck. Ein Begleitkatalog und das Rahmenprogramm bieten mit zahlreichen Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene einen guten Einstieg in die Themen der Ausstellung und öffnen die Bühne für weitere künstlerische Zugänge. Gespräche und Führungen in deutscher, englischer und deutscher Gebärdensprache, Workshops, Performances, Lesungen und Projekte mit vielen Künstlerinnen und Künstlern, Partnerinnen und Partnern aus der inklusiven Kulturarbeit und digitale Angebote laden ein zum Mitmachen und Diskutieren.

Margret Eicher. Lob der Malkunst
19.05.2020 - 22.11.2020

In ihren großformatigen Tapisserien verbindet Margret Eicher (geb. 1955 in Viersen) die barocke Form der Bildteppiche mit bekannten Motiven aus aktuellen Medienbildern unserer Informationsgesellschaft. Die Bildvorlagen aus den Medien werden digitalisiert und in aufwändiger Bearbeitung am Computer miteinander verschmolzen. Das zentrale Bildgeschehen auf den Tapisserien ist von ebenfalls digitalisierten Bordüren umrahmt, die sich gemäß ihrer historisch-traditionellen Funktion auf Symbole und Zeichen der gegenwärtigen Gesellschaft beziehen, heute sind das jedoch z. B. Börsen- oder Wirtschaftsdiagramme, wissenschaftliche Schaubilder, Helden aus Comics und Computerspielen, die die Künstlerin zitiert. Die Tapisserien von Margret Eicher sind industrielle "Fälschungen" und werden in Belgien hergestellt, das neben Paris das Ursprungsland der klassischen Tapisserie und heutiger Souvenir-Repliken ist. In der (Kunst-)Historie ist die Tapisserie ein Symbol für Aristokratie, Reichtum, Macht und Bildung, als künstlerisches Zitat hinterfragt die Künstlerin damit die Wirkungsmacht der Bildkommunikation in der heutigen Zeit. #MARGRETEICHERMVS

Beate Passow. Monkey Business
19.05.2020 - 22.11.2020

Beate Passow (geb. 1945 in Stadtoldendorf) entwirft in ihrem Bilderzyklus "Monkey Business" eine rätselhafte Fabelwelt mit politischer Dimension. Die in Schwarz-Weiß gehaltenen Bilder hinterfragen die herrschenden Systeme, ökonomischen Strukturen und politischen Bewegungen des gegenwärtigen Europas. Die seltsamen Figuren, die "Monkey Business" bevölkern, erzählen eine eindringliche Mythologie des 21. Jahrhunderts. In ihrer narrativen Anlage unterläuft Beate Passow die große Tradition der Tapisserie, indem sie nicht Helden und Herrscher lobt, sondern Kritik übt – am heutigen Europa. Einst als Hort der Demokratie und Humanität gefeiert, ist es heute geprägt von einer militärischen Abwehrhaltung an seinen Grenzen, einem haltlosen Kapitalismus und von einem immer schamloser auftretenden Neonazismus. #BEATEPASSOWMVS

Bayerische Kunstförderpreise Bildende Kunst 2019
10.11.2020 - 27.11.2020

Bayerische Kunstförderpreise Bildende Kunst 2019 Iza Tarasewicz, Jonas Tröger, Sebastian Tröger, Alexi Tsioris, Cana Bilir-Meier 11.11.2020 – 27.11.2020 Sonderöffnung: 10.11.2020 Alljährlich zeichnet das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst junge begabte Künstler*innen mit dem Bayerischen Kunstförderpreis aus. Ihre Werke werden in der GALERIE DER KÜNSTLER zu sehen sein.

Franz Erhard Walther. Shifting Perspectives
06.03.2020 - 29.11.2020

Franz Erhard Walther (* 1939 in Fulda) – Träger des Goldenen Löwen der Venedig Biennale 2017 - ist eine Schlüsselfigur der Abkehr vom Bild seit der europäischen Nachkriegszeit. Jenseits des klassischen Verständnisses von Skulptur und Malerei formulierte er einen völlig neuen Werkbegriff, der den Betrachter als Akteur mit einbezieht. Bereits in seinem Frühwerk beschäftig Walther sich in unterschiedlichen Medien mit dem Zufälligen und dem Prozessualen als Gestaltungsprinzipien. Gleichzeitig wurde Stoff ein bis dahin ungebräuchliches künstlerisches Material bei Walther zum Innovationsträger, aus dem die Aktivierungsobjekte hervorgingen. Mit dem Schlüsselwerk der Vier Körperformen (1963) wird der Körper zum Motiv. Es entsteht der Erste Werksatz (1963–1969), der aus 58 aktivierbaren Stücken besteht, die den Betrachter in außergewöhnliche zwischenmenschliche Situationen versetzen. Mit ihm erlebt Walther 1969 seinen Durchbruch, als er den Werksatz anlässlich der Ausstellung „Spaces“ im New Yorker MoMA präsentiert. Unter dem Einfluss der Pop Art werden Walthers Textilien zusehends farbiger. In den Wandformationen der 1980er-Jahre erzielt er eine unvergleichbare Verschränkung von Malerei, Skulptur und Architektur, die sich bis heute fortsetzt.

Alle Zeit der Welt. Vom Urknall zur Uhrzeit
06.12.2019 - 30.12.2020

Wann war der Beginn der Zeit und Raum und warum kann man nur bis fast zum Anfang zurückblicken? Wie tickt die Zeit in Genen, in Gesteinen, unter Baumrinde, in Muschelschalen und Schneckenhäusern? Und in allen Zellen unser Körpers? Woher weiß ein Lebewesen, wann es schlafen sollte oder der Zeitpunkt ist, sich einen Partner zu suchen? Fragen, die sich nicht beantworten lassen, ohne über Zeit zu sprechen. Also reden wir über Zeit … oder besser noch, machen wir sie begreifbar, anschaulich, erlebbar.

Von A wie Amerika bis Z wie Zeit – 30 Jahre Sonderausstellungen Museum Mensch und Natur
07.07.2020 - 30.12.2020

Das Museum Mensch und Natur freut sich, in diesem Sommer auf eine 30-jährige Erfolgs­geschichte zurückblicken zu dürfen. Dies möchten wir zum Anlass nehmen, die vielseitige und inspirierende Palette von über 100 im Museum gezeigten Sonderausstellungen Revue passieren zu lassen. Auf lebendige Art und Weise haben sie besondere Fragestellungen ver­tieft, Ergebnisse aktueller Forschung präsentiert, künstlerische Positionen gezeigt oder auch Themen aufgegriffen, die nicht unbedingt in einem Naturkundemuseum zu erwarten sind. Viele der Ausstellungen wurden im Haus geplant und von den eigenen Museumswerk­stätten produziert, andere wurden gezielt ans Museum geholt, weil sie Themen behan­delten, die dem Museum besonders am Herzen lagen, wie Klimawandel, Erhalt der Arten­vielfalt, oder auch die Ernährung der Menschen. Ein sehr großer Anteil entstand in Zusam­menarbeit mit Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen, mit anderen Forschungsein­richtungen, Verbänden, privaten Sammlern Künstlern oder Fotografen. Sie alle brachten ihre eigene Perspektive ein und bereicherten durch ihre Impulse die Ausstellungen auf ganz be­sondere Weise. Das bunte Spektrum der Themen spiegelt sich in den Motiven der gezeigten Original-Ausstellungsplakate wieder, die in den vergangenen 30 Jahren die Litfaßsäulen Münchens und Umgebung geschmückt haben. Sie machen in ihrer Gestaltung zugleich den Wandel der Zeit und die 30-jährige Geschichte des Hauses spürbar. Und sicherlich lassen sie bei einigen unserer Gäste die Erinnerung an die ein oder andere besuchte Ausstellung wieder aufleben.

Der Blaue Reiter
03.02.2016 - 31.12.2020

Die Besucher_innen treffen im zweiten OG des Lenbachhauses auf den Reichtum der weltweit größten Sammlung aus dem Künstlerkreis des "Blauen Reiter", ergänzt durch eine Auswahl von Hauptwerken des Nachexpressionismus und der Neuen Sachlichkeit. Nach ihrer produktiven Zusammenarbeit in Murnau und München bildete sich der "Blaue Reiter" um Wassily Kandinsky, Franz Marc, Gabriele Münter, Alexej Jawlensky und Marianne von Werefkin. Die erste Ausstellung des "Blauen Reiter" fand im Winter 1911 in der Münchner Galerie Thannhauser statt. An ihr nahmen auch neue Künstlerfreunde wie August Macke und Heinrich Campendonk teil. Eine zweite Ausstellung im Frühjahr 1912 in der Galerie Goltz in München bezog auch Paul Klee und Alfred Kubin mit ein. Von all diesen Künstlern sind eine Fülle von Werken in der Sammlungspräsentation des "Blauen Reiter" zu sehen.

Joseph Beuys
01.01.2017 - 31.12.2020

Im Februar 1976 installierte Joseph Beuys (1921-1986) im Münchner Kunstforum das Environment zeige deine Wunde (1974/75). Die Erwerbung der Arbeit für das Lenbachhaus im Jahr 1979 war Gegenstand einer öffentlich geführten Diskussion über den Wert von zeitgenössischer Kunst. Der Ankauf wurde als Provokation, aber auch als ein Aufbruch des Hauses in neue Dimensionen des Sammelns begriffen. Erstmals wurde damit ein bedeutendes Kunstwerk erworben, dessen Autor keinen Lebens- oder Arbeitsschwerpunkt in München hatte. Im Januar 1980 richtete Beuys das Environment im ehemaligen Atelierflügel Franz von Lenbachs ein. Er sagte dazu: "In diesem Konzert der Gegenstände spreche nicht ich, sondern die Dinge haben ihre eigene innere Sprache. Das zu erfassen, kann man niemandem abnehmen."

Veranstaltungskalender

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