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Ausstellungen

Tikimania. Bernd Zimmer, die Marquesas-Inseln und der europäische Traum von der Südsee
10.07.2020 - 28.02.2021

„Tikimania“ präsentiert Werke des Malers Bernd Zimmer zusammen mit Südsee-Objekten aus dem Museum Fünf Kontinente. Das erzeugt Kontraste, ergibt Harmonien und erschafft ein völlig neues Zusammenspiel von europäischer Kunst und ozeanischer Kultur. Der 1948 in Planegg bei München geborene Bernd Zimmer ist einer der wichtigsten Vertreter der „Heftigen Malerei“. 1973 zog der Verlagsbuchhändler und Buchgestalter, Philosoph und Religionswissenschaftler nach West-Berlin, eine ideale Insel-Umgebung für die aufblühende Szene einer später als „Junge Wilde“ bezeichneten Malerbewegung. In Kreuzberg gründete er 1977 mit Rainer Fetting, Helmut Middendorf, Salomé und weiteren Künstler*innen die „Galerie am Moritzplatz“. Mit großer gestischer Vehemenz und starker Farbsinnlichkeit entwickelte sich eine neue expressive Malerei. 1980 gelang der künstlerische Durchbruch. Die Ausstellung „Heftige Malerei“ im Berliner „Haus am Waldsee“ machte ihn als Gegenwartskünstler international bekannt und erfolgreich. Zimmers Landschaftsbilder waren und sind ein Resultat seines ganz spezifischen Sehen-Könnens und seiner äußerst präzisen Beobachtungsgabe. Auf vielen Reisen hat er diese Talente entwickelt, vermehrt und vervollkommnet.

Bayerische Kunstförderpreise Bildende Kunst 2019
10.11.2020 - 27.11.2020

Bayerische Kunstförderpreise Bildende Kunst 2019 Iza Tarasewicz, Jonas Tröger, Sebastian Tröger, Alexi Tsioris, Cana Bilir-Meier 2019 zeichneten die Bayerischen Kunstförderpreise in der Sparte „Bildende Kunst“ zum 54. Mal die herausragende Leistung und außergewöhnliche Begabung, aber auch die Hingabe, harte Arbeit und den unablässigen Einsatz junger Bildender Künstler*innen in Bayern aus. Ziel der seit 1965 bestehenden und aktuell mit 6.000 € dotierten Förderung ist es, das bemerkenswerte Schaffen lokal arbeitender Künstler*innen unter 40 Jahren zu honorieren: Der Bayerische Kunstförderpreis soll überregionale Sichtbarkeit ermöglichen und zugleich eine finanzielle Unterstützung und Ermutigung sein, um das künstlerische Arbeiten auf hohem Niveau weiterentwickeln zu können. Die GALERIE DER KÜNSTLER präsentiert die Arbeiten der fünf Preisträger*innen aus der Sparte „Bildende Kunst“ nun im Rahmen einer Gruppenausstellung.  

Franz Erhard Walther. Shifting Perspectives
06.03.2020 - 29.11.2020

Franz Erhard Walther (* 1939 in Fulda) – Träger des Goldenen Löwen der Venedig Biennale 2017 - ist eine Schlüsselfigur der Abkehr vom Bild seit der europäischen Nachkriegszeit. Jenseits des klassischen Verständnisses von Skulptur und Malerei formulierte er einen völlig neuen Werkbegriff, der den Betrachter als Akteur mit einbezieht. Bereits in seinem Frühwerk beschäftig Walther sich in unterschiedlichen Medien mit dem Zufälligen und dem Prozessualen als Gestaltungsprinzipien. Gleichzeitig wurde Stoff ein bis dahin ungebräuchliches künstlerisches Material bei Walther zum Innovationsträger, aus dem die Aktivierungsobjekte hervorgingen. Mit dem Schlüsselwerk der Vier Körperformen (1963) wird der Körper zum Motiv. Es entsteht der Erste Werksatz (1963–1969), der aus 58 aktivierbaren Stücken besteht, die den Betrachter in außergewöhnliche zwischenmenschliche Situationen versetzen. Mit ihm erlebt Walther 1969 seinen Durchbruch, als er den Werksatz anlässlich der Ausstellung „Spaces“ im New Yorker MoMA präsentiert. Unter dem Einfluss der Pop Art werden Walthers Textilien zusehends farbiger. In den Wandformationen der 1980er-Jahre erzielt er eine unvergleichbare Verschränkung von Malerei, Skulptur und Architektur, die sich bis heute fortsetzt.

Fossil des Monats
01.11.2020 - 30.11.2020

Das Fossil des Monats November ist ein nur wenige mm großer Teil aus dem Pflanzenkörper (Thallus) der Armleuchteralge Palaeonitella cranii, der im berühmten unterdevonischen Rhynie Chert aus Schottland erhalten ist. Armleuchteralgen sind eine kleine, recht urtümlich anmutende Gruppe von Süßwasseralgen (gelegentlich auch im Brackwasser), die wissenschaftlich von Bedeutung ist da man sie als Teil der Evolutionslinie hin zu den höheren Landpflanzen ansieht. Man findet sie heute weltweit; fossil sind sie seit dem oberen Silur (ca. 425 Millionen Jahre) bekannt. Die Pflanzen, die im Bau etwas an Schachtelhalme erinnern, bestehen aus Rhizoiden (wurzelähnliche Fäden), die die Pflanze im Boden verankern, sowie einer, aus regelmäßig angeordneten, langen und kurzen Zellen bestehenden Hauptachse, welche in Abständen Seitenäste in Wirteln (Quirlen) abgibt.

Alle Zeit der Welt. Vom Urknall zur Uhrzeit
06.12.2019 - 30.12.2020

Wann war der Beginn der Zeit und Raum und warum kann man nur bis fast zum Anfang zurückblicken? Wie tickt die Zeit in Genen, in Gesteinen, unter Baumrinde, in Muschelschalen und Schneckenhäusern? Und in allen Zellen unser Körpers? Woher weiß ein Lebewesen, wann es schlafen sollte oder der Zeitpunkt ist, sich einen Partner zu suchen? Fragen, die sich nicht beantworten lassen, ohne über Zeit zu sprechen. Also reden wir über Zeit … oder besser noch, machen wir sie begreifbar, anschaulich, erlebbar.

Von A wie Amerika bis Z wie Zeit – 30 Jahre Sonderausstellungen Museum Mensch und Natur
07.07.2020 - 30.12.2020

Das Museum Mensch und Natur freut sich, in diesem Sommer auf eine 30-jährige Erfolgs­geschichte zurückblicken zu dürfen. Dies möchten wir zum Anlass nehmen, die vielseitige und inspirierende Palette von über 100 im Museum gezeigten Sonderausstellungen Revue passieren zu lassen. Auf lebendige Art und Weise haben sie besondere Fragestellungen ver­tieft, Ergebnisse aktueller Forschung präsentiert, künstlerische Positionen gezeigt oder auch Themen aufgegriffen, die nicht unbedingt in einem Naturkundemuseum zu erwarten sind. Viele der Ausstellungen wurden im Haus geplant und von den eigenen Museumswerk­stätten produziert, andere wurden gezielt ans Museum geholt, weil sie Themen behan­delten, die dem Museum besonders am Herzen lagen, wie Klimawandel, Erhalt der Arten­vielfalt, oder auch die Ernährung der Menschen. Ein sehr großer Anteil entstand in Zusam­menarbeit mit Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen, mit anderen Forschungsein­richtungen, Verbänden, privaten Sammlern Künstlern oder Fotografen. Sie alle brachten ihre eigene Perspektive ein und bereicherten durch ihre Impulse die Ausstellungen auf ganz be­sondere Weise. Das bunte Spektrum der Themen spiegelt sich in den Motiven der gezeigten Original-Ausstellungsplakate wieder, die in den vergangenen 30 Jahren die Litfaßsäulen Münchens und Umgebung geschmückt haben. Sie machen in ihrer Gestaltung zugleich den Wandel der Zeit und die 30-jährige Geschichte des Hauses spürbar. Und sicherlich lassen sie bei einigen unserer Gäste die Erinnerung an die ein oder andere besuchte Ausstellung wieder aufleben.

Joseph Beuys
01.01.2017 - 31.12.2020

Im Februar 1976 installierte Joseph Beuys (1921-1986) im Münchner Kunstforum das Environment zeige deine Wunde (1974/75). Die Erwerbung der Arbeit für das Lenbachhaus im Jahr 1979 war Gegenstand einer öffentlich geführten Diskussion über den Wert von zeitgenössischer Kunst. Der Ankauf wurde als Provokation, aber auch als ein Aufbruch des Hauses in neue Dimensionen des Sammelns begriffen. Erstmals wurde damit ein bedeutendes Kunstwerk erworben, dessen Autor keinen Lebens- oder Arbeitsschwerpunkt in München hatte. Im Januar 1980 richtete Beuys das Environment im ehemaligen Atelierflügel Franz von Lenbachs ein. Er sagte dazu: "In diesem Konzert der Gegenstände spreche nicht ich, sondern die Dinge haben ihre eigene innere Sprache. Das zu erfassen, kann man niemandem abnehmen."

Zwischen Atelier und Fußballplatz
27.02.2019 - 31.12.2020

Von der ersten Sekunde an außergewöhnlich. 17 kluge Köpfe, Künstler und Kreative waren es, die den FC Bayern München am 27. Februar 1900 aus der Taufe hoben. Einige waren als Maler, Bildhauer oder Fotograf Teil des damals weltberühmten Schwabinger Kunst- und Kulturlebens. Was sie alle einte, war ihre Liebe zum Fußball. Die aktuelle Sonderausstellung zeigt das Leben und die Werke der Gründerväter, die sich in der Kunstszene sowie auf dem Rasen einen Namen machten. Tauchen Sie ein in eine Zeit des gesellschaftlichen Aufbruchs – und werden Sie dabei selbst künstlerisch aktiv. Auch die kleinen Fans kommen in einem eigenen Bereich auf ihre Kosten. Mit Farben und Formen dürfen sie experimentieren, auf digitale wie traditionelle Art. Eine Frottage-Station mit klassischem Bleistift lädt ebenso zum Gestalten ein wie ein digitaler Touchscreen.

Mit der BMW Isetta in die Freiheit. Eine außergewöhnliche Fluchtgeschichte.
01.10.2020 - 31.12.2020

30 Jahre nach dem Fall der Mauer versetzt das BMW Museum Besucher zurück in die Zeit des geteilten Deutschlands. 1964 gelang es Klaus-Günter Jacobi, seinem besten Freund und später weiteren acht Personen, durch den Umbau des Motorraums einer BMW Isetta zur Flucht aus der damaligen DDR nach Westdeutschland zu verhelfen. Die spannende Geschichte erzählt der von BMW produzierte Kurzfilm "The Small Escape“, der das Kernstück der Sonderausstellung ist. Zu bestaunen gibt es außerdem das Original-Fahrzeug vom Filmset sowie einen maßstabsgetreuen Nachbau des historischen Verstecks hinter der Sitzbank des Kleinstwagens. Hier können Besucher selbst probeliegen und die Enge des Fluchtwagens nachempfinden.

Migration bewegt die Stadt. Perspektiven wechseln
21.09.2018 - 03.01.2021

Migration ist der Normalfall einer wachsenden Großstadt und gehört zu München wie der Marienplatz. Seien es die Ziegelarbeiter*innen aus dem Friaul, die den Baustoff für viele der typischen Münchner Gebäude herstellten, die Displaced Persons, die nach dem Zweiten Weltkrieg ebenso Anteil am Wiederaufbau der Stadt hatten wie andere Bevölkerungsgruppen, oder die „Gastarbeiter*innen“, die einen wesentlichen Beitrag zur industriellen Produktion und zum Städtebau leisteten – sie alle prägten den Alltag und die Kultur Münchens. Sie, ihre Geschichten und ihre Erinnerungen sind auch „Typisch München!“. An Orten wie dem Westend, das sich vom Arbeiterviertel zum Szeneviertel mit einem der höchsten Ausländeranteile in München wandelte, wird das genauso deutlich wie an der gelebten religiösen Vielfalt der Stadt.

Das Malerische
19.11.2019 - 03.01.2021

"Der Satz, dass die gutgemalte Rübe besser sei, als die schlechtgemalte Madonna, gehört bereits zum eisernen Bestand der modernen Ästhetik. Aber der Satz ist falsch; er müsste lauten: Die gutgemalte Rübe ist ebenso gut wie die gutgemalte Madonna.“ Dieses Zitat Max Liebermanns (1916) ist Ausgangspunkt für eine Ausstellung im Lenbachhaus, die untersucht, was und vor allem wie die Künstlerinnen und Künstler im 19. und frühen 20. Jahrhundert gemalt haben. Die Präsentation widmet sich der Frage, was „gut gemalt“ bedeutet, und untersucht verschiedene Aspekte des Malerischen. Dazu gehören beispielsweise das Tempo beim Malen, das Glück des Anfängers, Zuschreibungsfragen, Farbverbote und die Suche nach einer reinen Malerei: So schuf Lovis Corinth in nur drei Tagen einen riesigen gemalten Blumenstrauß als Geburtstagsgeschenk für seine Frau. Als Franz von Stuck begann, mit Ölfarben zu experimentieren, notierte er auf der Vorderseite des gelungenen Bildes stolz "mein erstes Ölgemälde“ - für sich wie für die Nachwelt. Ein virtuos hingeworfenes, unsigniertes Frauenporträt könnte sowohl von Wilhelm Busch wie von Franz von Lenbach stammen, die beide in jungen Jahren sehr ähnlich malten. Wer denkt, dass Landschaftsmaler doch ein ganz besonderes Faible für die Farbe "Grün“ haben müssten, wird sich darüber wundern, dass reines Grün aus der Tube als "Spinat“ verspottet wurde. Wilhelm Leibl schließlich interessierte nur das "Wie“, nicht das "Was“; Leibls Streben nach dem „Reinmalerischen“ inspirierte seinen Kollegen Carl Schuch zu einem radikal vereinfachten Stillleben mit Lauch

Danner-Preis 2020. Zur Feier des 100-jährigen Grundungsjubiläums der Danner-Stiftung
14.10.2020 - 05.01.2021

Im Jahr 1920 gründete Therese Danner im Gedenken an ihren 1917 verstorbenen Ehemann Benno eine deutschland-, wenn nicht gar europaweit einzigartige Stiftung: Die Benno und Therese Danner'sche Kunstgewerbestiftung zur Förderung des Kunsthandwerks in Bayern – besser bekannt als die Danner-Stiftung. Aus diesem Anlass werden erstmals die Preisträger des seit 1984 in dreijährigem Rhythmus vergebenen Danner-Preises auf Einladung der Neuen Sammlung in einer Ausstellung unter dem Glasdach der Pinakothek der Moderne zu sehen sein. Ihre Arbeiten werden gemeinsam mit bislang kaum bekannten Objekten aus der 100-jährigen Sammlungsgeschichte der Danner-Stiftung gezeigt.

Die Berge und wir. 150 Jahre Deutscher Alpenverein
12.05.2019 - 06.01.2021

Wandern, Klettern, Skitourengehen und Mountainbiken. Uns alle eint eine Leidenschaft – die für die Berge. Die Ausstellung zum 150jährigen Jubiläum des Deutschen Alpenvereins zeigt die Wurzeln für unsere Begeisterung. Die Ausstellung stellt Eckpunkte der Geschichte des Alpenvereins sowie der Menschen, die sich für seine Belange engagieren, vor.

Lebendiger Gips – 150 Jahre Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke
16.10.2019 - 10.01.2021

Das Museum für Abgüsse feiert mit der Ausstellung »Lebendiger Gips« sein 150-jähriges Bestehen. Die Rückschau auf die Geschichte der Sammlung führt deren Höhen und Tiefen vor Augen und widmet sich gleichzeitig dem Sinn und Zweck von Abgüssen. Denn viele Besucher fragen sich: Warum sammelt man Gipsabgüsse? Archäologen nutzen seit dem 19. Jahrhundert Abgüsse, um antike Plastik zu erforschen. Dabei vergleicht man die Statuen miteinander, stellt sie neu zusammen oder rekonstruiert verloren gegangene Formen und Farben. Gipse sind auch letzte Zeugen, wenn die Originalskulpturen verschollen sind. Andererseits standen Abgüsse schon immer im Fokus von Künstlern — bis heute. Mit praxisnahen, handwerklichen, archäologischen und künstlerischen Schwerpunkten lässt Sie die Ausstellung in die Welt der Gipsabgüsse eintauchen, die vom Forschungslabor bis zum spielerischen Umgang mit der Antike reicht.

Unsterbliche Götter und Helde. Barocke Ölskizzen der Sammlung Reuschel
18.02.2020 - 10.01.2021

Merkur und Apoll, Odysseus und Orpheus sind schillernde Gestalten der Antike. Die faszinierenden Taten von Bewohnern des griechisch-römischen Götterhimmels und von Heroen alter Geschichten faszinieren bis heute. Wie die Berichte von Gelagen im Olymp inspirierten sie seit jeher die Fantasie bildender Künstler. Ölskizzen namhafter barocker Maler aus der Sammlung Reuschel führen solche Szenen aus Mythos und Geschichte auf eindrucksvolle Weise vor Augen. Bisher nicht gezeigte Meisterwerke aus diesem Bestand flankieren nun das Bild von der seit 60 Jahren dem Bayerischen Nationalmuseum anvertrauten Sammlung des Münchner Bankiers Wilhelm Reuschel (1893–1979), die mit 45 Werken dauerhaft präsent ist. Einzeldarstellungen wichtiger Protagonisten des antiken Mythos in Porzellan, Bronze und Elfenbein ergänzen die gerahmten Meisterwerke und veranschaulichen die spannende Rezeption antiker Stoffe im 18. Jahrhundert. Das Begleitprogramm zur Studioausstellung wird von der Reuschel-Stiftung gefördert.

Hund, Katze, Maus. Tiere in der Antike
30.06.2020 - 10.01.2021

Hunde und Katzen sind die Tiere, mit denen wir uns heute am häufigsten umgeben. Sie sind treue Begleiter sowie Spielkameraden und verschaffen eine emotionale Bindung. Die große Sonderausstellung „Hund, Katze, Maus – Tiere in Alltag und Mythos“ in den Staatlichen Antikensammlungen in München führt Erwachsene und Kinder in eine vergangene Welt, in der der Umgang mit Tieren in manchen Bereichen ähnlich war wie heute, in anderen Bereichen aber auch ganz verschieden. Tiere begleiten die Menschen schon immer. Sie wurden von ihnen zuerst gejagt und später als Nutztiere domestiziert, um schließlich im Einzelfall zum Haustier zu werden. In der Ausstellung wird das Verhältnis von Mensch und Tier in der Zeit der griechischen, etruskischen und römischen Antike an Hand von herausragenden Objekten beleuchtet.

Adam, wo bist Du?
31.03.2020 - 10.01.2021

Die Künstlerin Ilana Lewitan zeigt im Sonderausstellungsraum des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst die großformatige Installation "Adam, wo bist Du?". Auf 400 Quadratmetern erkundet Ilana Lewitan in verschiedenen Stationen das Verhältnis von individueller Identität zu Zuschreibungen durch die Umwelt. Wer bin ich? In welche Schemen ordnet mich meine Umwelt ein? Am Beispiel vornehmlich jüdischer Biografien führt die Installation vor, welche wirkmächtigen, häufig gewalttätigen Potentiale Zuschreibungen von Menschen an Menschen enthalten. Überragt wird die Installation durch ein überdimensionales Objekt der passio, des menschlichen Leidens. So steht im Zentrum der Installation die Frage nach der Menschlichkeit des Menschen: "Adam, wo bist Du?".

Max Beckmann / Omer Fast. Abfahrt
08.10.2020 - 10.01.2021

Ausgangspunkt und Zentrum des neuen Filmprojekts WHAT CAN YOU SEE von Omer Fast (*1972 Jerusalem) bildet ein zeichnerisches Hauptwerk Max Beckmanns (1884 1950) aus dem Jahr 1917, das die Sammlung jüngst erwerben konnte. Kein zweites Mal wird Max Beckmann so schonungslos wie in diesem Selbstbildnis seinen zeitweiligen psychischen und physischen Verfall dokumentieren. Es beschreibt rückblickend seine Kriegserlebnisse aus der Zeit des Ersten Weltkriegs und deren posttraumatische Folgen und fördert mit graphischen Kürzeln von ergreifender Bestimmtheit seine subkutanen emotionalen Erschütterungen in der Oberfläche der Gesichtslandschaft zutage. Omer Fast wird diese Leere und das Drama zwei Kriterien, die für seine eigene Arbeit unabdingbar sind zum Thema einer filmischen Annäherung machen. Man kann bei seinem filmischen Capriccio damit rechnen, dass die Betrachtenden am Ende des Closed Circuit nicht mehr sicher sein können, auf welcher Seite des Dramas sie sich befinden. Die Ausstellung bildet den Auftakt zu einer Trilogie in den kommenden Jahren, die substanzielle Arbeiten Max Beckmanns auf Papier aus dem Bestand der Staatlichen Graphischen Sammlung zeitgenössischen Künstlern zu einem Dialog zur Verfügung stellt. Beckmanns Welttheater wird exemplarisch in zeitgemäße künstlerische Diskurse gesetzt und bietet damit dem Publikum an, Max Beckmann als einen Künstler kennenzulernen und zu erleben, der uns auch im 21. Jahrhundert viel zu sagen hat.

Welt im Umbruch. Von Otto Dix bis August Sander – Kunst der 20er Jahre
02.10.2020 - 10.01.2021

Die Ausstellung beleuchtet eine Zeit der Extreme und Gegensätze, voller Hoffnung und Elend, Licht und Schatten, die auch Assoziationen an die Gegenwart wecken. Im Dialog zwischen Malerei und Fotografie stellt die Ausstellung Höhepunkte einer Kultur vor, die künstlerisch voller Innovationen steckte und in der sich zugleich Vorboten des kulturellen Niedergangs im Nationalsozialismus mehrten. Die moderne Stilrichtung der Neuen Sachlichkeit in der Malerei und des Neuen Sehens in der Fotografie strebte eine sachliche und realistisch-veristische Wiedergabe des Bildgegenstands an. Charakteristisch ist der kühle distanzierte Blick auf das Geschehen, der die Welt ohne Illusionen, nüchtern und weitgehend emotionslos erfasst. In Abkehr von dem hymnischen Pathos des Expressionismus richteten die Maler*innen nunmehr ihre Aufmerksamkeit auf vermeintlich Banales, auf den Alltag der Großstadt und auf „häßliche“ Sujets.

BBK Mitglieder stellen aus
08.12.2020 - 16.01.2021

In der traditionsreichen Mitgliederausstellung, welche seit über 70 Jahren stets zum Jahresende in der GALERIE DER KÜNSTLER eröffnet wird, präsentiert der Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern die große Vielfalt der künstlerischen Arbeiten seiner Mitglieder. Die unjurierte Ausstellung ermöglicht einen authentischen Einblick in das weite Spektrum der künstlerischen Positionen, die der 1946 gegründete Berufsverband mit momentan über 1000 Künstler*innen als Mitglieder bei sich versammelt. Erwartungsgemäß werden auch in diesem Jahr über 250 Exponate eingereicht - trotz der weitläufigen Ausstellungshallen der GALERIE DER KÜNSTLER eine logistisch nicht zu unterschätzende Aufgabe. Herausforderung ist, den einzelnen Werken den nötigen Raum und gleichzeitig eine stimmige Gesamtästhetik zu schaffen.  

Reflex Bauhaus 40 Objects – 5 Conversations
01.02.2019 - 17.01.2021

Die Neue Sammlung zeigt anlässlich des 100-jährigen Geburtstags des Bauhauses eine Ausstellung, die die gegenwärtige Bedeutung der Reformschule bespricht und auf die eigene historische Verbundenheit mit dem Bauhaus hinweist.Erstmals werden historische Objekte aus dem eigenen Bestand in München gezeigt. In Kooperation mit dem Künstler Tilo Schulz entsteht eine Rauminstallation, die 40 historische Objekte und fünf zeitgenössische Rezeptionen miteinander verschränkt. Die Künstlerinnen und Künstler - die Designerin Ayzit Bostan, die Lyrikerin Barbara Köhler, die Architektin Anupama Kundoo, der Komponist Junya Oikawa und die Künstlerin Sofie Thorsen – sind eingeladen, eine eigenständige Arbeit durch den Dialog mit je einem Bauhaus-Objekt zu entwickeln

Veranstaltungskalender

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