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Ausstellungen

Der Öffentlichkeit — VON DEN FREUNDEN HAUS DER KUNST: Theaster Gates. Black Image Corporation
25.10.2019 - 16.08.2020

Die Installation von Theaster Gates in der Mittelhalle und in der Archiv Galerie ist Teil eines facettenreichen Projekts, das sich dem fotografischen Konvolut des Johnson Publishing Archives widmet. Theaster Gates setzt die Fotografien sowohl hinsichtlich ihrer spirituellen Bedeutung innerhalb der Religionsgeschichte, als auch hinsichtlich ihrer Ästhetik und Metaphorik in Bezug zum Kult der Schwarzen Madonna. Für seine Präsentation im Haus der Kunst entwickelt Gates eine Reihe neuer Skulpturen, die direkt auf die Architektur der Mittelhalle Bezug nehmen. Teer fungiert als Hauptbestandteil dieser Interventionen. Die Komplexität des Materials wird dabei voll ausgeschöpft, denn die Skulpturen verweisen ebenso auf autobiografische Aspekte wie auf die Transformationskraft des Werkstoffs selbst. Ergänzt werden die Skulpturen von großformatigen Plakatvitrinen, die im ständigen Wechsel verschiedene Bilder aus dem Archiv der Johnson Publishing Company zeigen. Die Fotografien wurden ursprünglich in den Magazinen "Ebony" und "Jet" veröffentlicht, zwei ikonischen Publikationen, die einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der afroamerikanischen Kultur in den USA leisteten. Durch das Zusammenspiel von Skulpturen und Bildern werden Fragen rund um schwarze Geschichte, Identität und Repräsentation aufgeworfen. Gates’ vielfältige künstlerische Praxis verwandelt Räume in Orte der sozialen Begegnung und Interaktion. Sein Werk schlägt damit eine Brücke zwischen Kunst und Leben. Kuratiert von Anna Schneider, für den Teil in der Archiv Galerie in Zusammenarbeit Sabine Brantl.

Pati Hill: Something other than either
07.03.2020 - 16.08.2020

In diesem Frühjahr präsentiert der Kunstverein München die erste posthume institutionelle Einzelausstellung von Pati Hill in Europa. Hill (geb. 1921 in Ashland, Kentucky, USA; gest. 2014 in Sens, Frankreich) hinterließ ein künstlerisches Werk, das sich über 60 Jahre erstreckt und verschiedene Disziplinen umfasst. Ohne Kunstausbildung begann sie Anfang der 1970er Jahre einen Fotokopierer als künstlerisches Werkzeug zu nutzen, wobei sie ein umfassendes Oeuvre schuf, welches das Verhältnis zwischen Bild und Text untersucht. Neben diesem umfangreichen xerographischen Werk veröffentlichte sie vier Romane, ihre Memoiren, mehrere Kurzgeschichten, Künstler*innenbücher und schrieb Gedichte. Darüber hinaus wurde Zeichnen zu einem integralen Bestandteil ihrer Praxis.

Brainwashed - Sammlung Goetz im Haus der Kunst
31.01.2020 - 16.08.2020

„Brainwashed“ widmet sich dem popkulturellen Phänomen des Mainstreams, das seinen Höhepunkt in den frühen 2000er-Jahren erreichte. Kennzeichnend für diesen Mainstream waren Medienformate wie Reality-TV, Hollywood-Filmproduktionen mit dem Anspruch ein globales Ereignis zu sein, eine von Selbstoptimierung beherrschte Werbebranche sowie ein mit zahlreichen Musikvideos international forcierter Starkult. Die Ausstellung geht der Frage nach, welche manipulativen Strategien in pluralistischen Gesellschaften einen medialen Gleichklang zu erzeugen vermochten, einen tonangebenden Geschmack in der Kultur, bis hin zur Propagierung von politischen Überzeugungen oder gar hegemonialen Geschichtsbildern. Die Werkauswahl macht die Verknüpfung von Wirtschaft, Medien und Politik mit dem Ziel, Menschen zu beeinflussen und Gewinn zu maximieren, sichtbar. Die hier versammelten Künstlerinnen und Künstler legen kommerzielle Bildsprachen kritisch offen, ihre widersprüchlichen Verheißungen, Stereotypen und Klischees. Zu ihren künstlerischen Verfahren einer Dekonstruktion gehören neue Schnitt- und Collagetechniken ebenso wie vielfältige Praktiken der Selbstinszenierung, wie z.B. medial vermitteltes Branding.

Sehnsucht nach dem Süden - Das 19. Jahrhundert in der Sammlung Schack
25.07.2019 - 25.08.2020

Der zweite Schauplatz für die Neupräsentation des 19. Jahrhunderts ist die Sammlung Schack. Insgesamt 35 Gemälde aus der Neuen Pinakothek sind nun im Haus an der Prinzregentenstraße zu sehen. Sie bereichern die dort vorhandenen Schwerpunkte in der Malerei der Romantik und der Deutsch-Römer. Zu den wichtigsten jetzt in der Sammlung Schack ausgestellten Werken gehören Franz Ludwig Catels "Kronprinz Ludwig in der Spanischen Weinschänke zu Rom“, Joseph Stielers Goethe-Bildnis, Moritz von Schwinds "Eine Symphonie“, Arnold Böcklins "Pan im Schilf“, Anselm Feuerbachs "Abschied der Medea“ und nicht zuletzt Carl Spitzwegs "Armer Poet“. Die Neue Pinakothek gründet auf der Sammlung Ludwigs I., der ein begeisterter Italienreisender und glühender Philhellene war. Das Interesse an den Kulturen des Mittelmeerraumes, an Italien und Griechenland, verbindet ihn mit dem Sammler Graf Schack. In beiden Sammlungen ist die romantische Sehnsucht nach dem Süden ein bestimmendes Thema. Die Schließung der Neuen Pinakothek ermöglicht es nun, bedeutende Werke aus der Sammlung Ludwigs I. mit den Bildern der Sammlung Schack zu vereinen und damit das Thema der deutschen Italien- und Griechenlandbegeisterung in einer neuen, einzigartig dichten Auswahl vor Augen zu führen.

Werke und Tage. Die Danish Jewellery Collection in den Antikensammlungen
10.03.2020 - 30.08.2020

Highlights der Danish Arts Foundation’s Jewelry Collection zu Gast in den Museen am Königsplatz. Zeitgenössischer Schmuck aus Dänemark tritt in den Staatlichen Antikensammlungen in München in Dialog mit ausgewählten Objekten aus dem eigenen Sammlungsbestand. Außergewöhnliche Schmuckkreationen treffen auf antiken Goldschmuck, luxuriöse Gefäße aus Silber und Bronze sowie gemalte Szenen auf hochwertigen antiken Tongefäßen. Gezeigt werden 105 zeitgenössische Schmuckobjekte von rund 50 dänischen Designerinnen und Designern. Die Themenbereiche der Sonderausstellung orientieren sich an den „Werken und Tagen“ des antiken Schriftstellers Hesiod und reichen vom „Luxus der Römer“ über „etruskische Exzellenz“ bis hin zu den antiken Göttern, dem Symposion, dem Sport und dem Alltagsleben der alten Griechen. Die Ausstellung findet im Rahmen des deutsch-dänischen kulturellen Freundschaftsjahres 2020 in Kooperation mit The Danish Arts Foundation in Kopenhagen statt. The Danish Arts Foundation ist eine staatliche Einrichtung, die allen dänischen Bürgerinnen und Bürgern für offizielle Anlässe Schmuck kostenlos leihweise zur Verfügung stellt.

Projekteinblicke V: Zwei Kugeln süß-sauer mit scharf!
11.10.2019 - 30.08.2020

Die Reihe der Projekteinblicke widmet sich der laufenden Forschung des Münchner Stadtmuseums zur Geschichte und Gegenwart der Migration in München. Diese Präsentation beschäftigt sich mit über 100 Jahren migrantisch geprägter Gastronomie. München bietet eine große Auswahl an internationalen Restaurants, Cafés und Imbissen. Vorreiter des vielfältigen Angebots weltweiter Speisen und Restaurants waren und sind meist Migrant*innen. Sie bringen verschiedenste Esskulturen nach München und passen sie dem hiesigen Geschmack an. Diese gastronomischen Betriebe trugen und tragen wesentlich zur Entwicklung einer neuen Urbanität in München bei.

Kapsel 11: Sung Tieu. Zugzwang
31.01.2020 - 30.08.2020

In Kapsel 11 wird unter dem Titel "Zugzwang“ eine umfangreiche Neuproduktion der deutsch-vietnamesischen Künstlerin Sung Tieu (geb. 1987 in Hai Duong, Vietnam) präsentiert, ihre bislang größte und umfassendste Arbeit. Die multimediale Rauminstallation untersucht die psychologischen Auswirkungen von Verwaltungsapparaten und die Politik der daraus resultierenden Design-Ästhetiken. Tieu nimmt die Inneneinrichtungen von Einwanderungsbehörden, Einwohnermeldestellen und modernen Strafvollzugsanstalten zum Ausgangspunkt. Die Sitzgruppen aus Edelstahl stammen von einem Gefängnisausstatter in England. Die Ähnlichkeit dieser Einrichtungsbestandteile mit der Ausstattung von Wartezimmern in Verwaltungsgebäuden ist auffallend. Der Ausstellungsraum wird von diesen Sitzgruppen, zwei großen, von der Künstlerin entworfenen Regalen, sowie gerahmten Dokumenten beherrscht – Asylanträge, Wohnsitz-Anmeldungen und Einbürgerungsformulare. Basierend auf anthropologischen Studien über den Verwaltungsapparat, hat Tieu die Dokumente bearbeitet und verändert, so dass sie sich keinem bestimmen Staat zuordnen lassen und die zugrundeliegende Logik deutlich wird: worüber ein Antragsteller in einem bestimmten Zusammenhang Auskunft gibt, wird auf mögliche Risiken und künftige Kosten für den Staat geprüft und kann auf diese Weise dem Antragsteller zum Nachteil werden. Dadurch legt Tieu die Widersprüche, Ungereimtheiten und Willkür offen und demonstriert, wie diese Elemente in die Subjektivität des Einzelnen eingreifen – wie sie all jene, die sich den Regeln dieser Räume nicht fügen, zu kontrollieren suchen und in die Grauzonen der Legalität treiben.

Kapsel 12: Monira Al Qadiri. Holy Quarter
31.01.2020 - 30.08.2020

Mit Monira Al Qadiri (geb. 1983 in Dakar, Senegal) widmet das Haus der Kunst einer der bedeutendsten Künstlerinnen der Golfregion die Kapsel 12 in der Südgalerie. Für diese Präsentation hat Al Qadiri eine vielteilige Skulpturengruppe sowie einen neuen virtuosen Film produziert. Dessen Titel, „Holy Quarter“, bezieht sich auf die weltweit größte Wüstenregion „Empty Quarter“ zwischen Saudi-Arabien, Oman, Jemen und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Al Qadiri wuchs in Kuwait auf und zählt zu einer Generation, der die rasante Transformation des jungen Nationalstaats – von ältesten Lebensformen über die seit den 1960er-Jahren massiv geförderte Ölwirtschaft hin zu einem wichtigen Akteur der Geopolitik – in die Biografie eingeschrieben ist. Ihre Arbeit nimmt in den Bildenden Künsten die Rolle eines Seismografen für eine zwangsglobalisierte Welt ein. Seit Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeit befasst Al Qadiri sich mit der Zerrissenheit als einer Folge von Wohlstand, Religionsvorstellungen und magischem Denken. „Holy Quarter“ nimmt seinen Ausgangspunkt mit der Geschichte des britischen Forschungsreisenden St. John Philby, der in den 1930er-Jahren die Wüstenregion „Empty Quarter“ durchquerte, auf der Suche nach den Ruinen einer antiken Stadt. Statt eines ‚Atlantis des Sandes‘ fand er jedoch die Überreste eine „Vulkans“, der sich in Wirklichkeit als einer der größten Einschlagkrater von Meteoriten erwies. Der Oman ist eins der größten Einschlaggebiete für Meteoriten, und viele Fossilien in seiner Landschaft sind Millionen Jahre alt. Die Drehorte von „Holy Quarter“ befinden sich alle in dieser Region, einige von ihnen sind mythenumwoben. Sie stehen somit für eine Verbindung mit dem Weltall und dem Ursprung der Erde sowie für die Suche nach einer fehlenden empirischen Gewissheit.

MalSo13
29.07.2020 - 30.08.2020

Gruppe MalSo13 zeigt Ziel und Maß Eröffnung: Dienstag, 28.07.2020, 13:00 - 18:00 Uhr, Eintritt frei Ausstellungsdauer: 29.07. - 30.08.2020 Julian Arayapong, Lina Augustin, Florian Donnerstag, Astrid Fernandez, Maximilian Helk, Hyundeok Hwang, Heeyoung Jo, Josef Köstlbacher, Youngjun Lee, Andreas Lech, Sri Maryanto, Susanne Müller, Patrik Nishnik, Pnik, Jan Rybnicek, Lola Sprenger, Pio Zilz Gruppe MalSo13, bestehend aus zehn Malerinnen und Malern, möchte den Beweis antreten, dass die Malerei mitnichten in den Tod geschickt werden kann, geschweige denn, dass es jemals dazu kommen werde. Sie stirbt erst, wenn der letzte Mensch gestorben ist. Und bis dahin scheint es noch sehr weit.

Ammonit mit Schneckenanhäufung
01.08.2020 - 31.08.2020

Bei Präparationsarbeiten an einem Ammoniten fiel auf, dass in der Wohnkammer des Stückes etliche Schnecken lagen. Das 190 Mio. Jahre alte Stück stammt aus dem Arietenkalk Süddeutschlands. Die Schnecken gehören einer einzigen Art an. Die Merkmale zeigen, dass es sich um einen Vertreter der Trochus-artigen Familie Eucyclidae handelt. Als Erklärung für die Schneckenanhäufung in der Wohnkammer des Ammoniten kommen verschiedene Möglichkeiten in Betracht, die wissenschaftlich diskutiert werden können: 1) Die Schnecken suchten zu Lebzeiten Schutz in der leeren Wohnkammer der Ammonitenschale, 2) sie suchten diese als Aasfresser auf, um den Ammonitenkadaver zu fressen oder 3) die Schneckengehäuse wurden nach dem Tod der Tiere in die Wohnkammer eingeschwemmt. Das Vorkommen ist darüber hinaus sehr interessant, weil aus diesem Zeitabschnitt (Sinemurium) Süddeutschlands relativ wenige Berichte über Schnecken vorliegen.

Maria VMier: Zungen
17.07.2020 - 05.09.2020

Im Negativraum der Welt formt sich der Gedanke zum Wort. Im Negativraum des weißen Papiers bin ich ohne Vorstellung. Ich beuge mich weit hinüber. Ich hole aus. Ich ziehe Linien ins Chaos der Geister.

Hast du Töne? Töne erforschen, Klänge entdecken, Musik erleben
25.07.2020 - 06.09.2020

Eine Mitmachausstellung für Kinder ab 4 Jahren Du wolltest schon immer einmal eine Harfe ausprobieren? Eine Geige spielen oder gar auf die Pauke hauen? Eine große Sammlung an Orchesterinstrumenten wartet auf dich: alle dürfen ausprobiert und gespielt werden. Finde heraus, wie du mit ihnen laut oder leise, hoch oder tief, schnell oder langsam spielen kannst. Wie entstehen Töne überhaupt? Wodurch verändern sie sich? Warum kannst du Töne hören und wie werden Töne zu Musik? Zahlreiche Mitmachstationen laden dich ein, die Welt der Klänge, der Schwingungen und des Schalls zu erforschen. Hast du Töne? In der Klangwerkstatt kannst du aus den unterschiedlichsten Materialien selbst Instrumente oder Klangobjekte erfinden und bauen. Wie klingt dein Instrument? - Ohren auf und aufgespielt!

Musik, Krawall und andere schöne Künste
14.05.2020 - 08.09.2020

München, das Zentrum von kritischen Klängen und traditionsbewusster Weltläufigkeit? Volksmusik nach dem 2. Weltkrieg schien ja hierzulande lange Zeit eine Sache fernsehtauglich domestizierter Stubenmusik zu sein, während radiokompatibles deutsches Schlagertum oder anglo-amerikanischer Mainstream das Radio bevölkerten. Die Wiederaneignung eher widerspenstiger volksmusikalischer Traditionen, die Begegnung mit geistesverwandter Weltmusik und die Lust am Überschreiten von Genregrenzen hat in unserem Großstadtdorf musikalische Entwicklungen in Gang gesetzt, die sich sperrig dem Mainstream in den Weg legen.So lautet das Motto des Münchner Labels Trikont „Our own Voice – Unsere eigene Stimme“, das an vielen dieser Entwicklungen maßgeblich beteiligt war und ist. Bis heute bietet der Output von Independent-Labels Inspiration und Ermutigung für Musiker und Hörer gleichermaßen. Die Ausstellung widmet sich einigen dieser Inspirationsquellen, zeigt Entwicklungslinien und belegt Einflüsse, die bis in die Zukunft reichen. Dabei lassen wir den Kontext nicht außer Acht, zeigen Schlaglichter auf die Münchner Szenen der 60er bis 90er Jahre, erinnern an verschwundene wie aktuelle lokale Plattenlabels und werfen gelegentlich einen Blick auf den jeweiligen Zeitgeist.

Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte - Bayerische Landessausstellung 2020 als Museumstipp im Infopoint
20.07.2020 - 12.09.2020

Das Wittelsbacher Schloss in Friedberg und das FeuerHaus Aichach sind Austragungsorte der Bayerischen Landesausstellung 2020 nahe Augsburg. Im Infopoint laden Bilder und Infofahnen dazu ein, einen ersten Eindruck dieser altbayerischen Städte im Wittelsbacher Land zu bekommen: in Schwaben selbst sind mit ihnen zwei typisch mittelalterliche Stadtformen, eine Festungsstadt und ein auf Handel geründeter Markt, zu erkunden. Die Bayerische Landesausstellung 2020 erzählt, wie und wann Bayern zum Städteland wurde. In den nach der Renovierung nun wieder zugänglichen historischen Räumen von Schloss Friedberg präsentiert die Ausstellung mit kostbaren Leihgaben die Gründungsgeschichte der altbayerischen Städte bis ins Spätmittelalter. Erzählt wird von den wenigen traditionellen Metropolen und den neuen Zentren, von Herrschern und Siedlern, von Handel und Wandel und dem Entstehen einer selbstbewussten stadtbürgerlichen Welt. In Aichach steht für die Landesausstellung die multifunktionale Halle des FeuerHauses direkt am Rand der Altstadt zur Verfügung. Das Ausstellungsgebäude bietet den nötigen Freiraum für multimediale Inszenierungen. Hier erleben die Besucher virtuell Stadtgeschichten aus dem Mittelalter und können diese mit der heutigen bayerischen Städtelandschaft und ihrer eigenen Lebenswelt verbinden. Beleuchtet werden auch Planstädte und Zukunftsvisionen von gestern, heute und morgen. Abbildung: Blick auf das Wittelsbacher Schloss in Friedberg © Stadt Friedberg | Foto: E. Diehl.

Große Pilzausstellung
11.09.2020 - 13.09.2020

Hunderte von frischen Pilzen in der Winterhalle. Veranstaltet vom Verein für Pilzkunde München e.V. und vom Botanischen Garten München-Nymphenburg. Mit Pilzberatung durch Mitglieder des Vereins für Pilzkunde München e.V. und Angeboten für Kinder (z.B. Pilz-Quiz)

Die Berge und wir. 150 Jahre Deutscher Alpenverein
12.05.2019 - 13.09.2020

Wandern, Klettern, Skitourengehen und Mountainbiken. Uns alle eint eine Leidenschaft – die für die Berge. Die Ausstellung zum 150jährigen Jubiläum des Deutschen Alpenvereins zeigt die Wurzeln für unsere Begeisterung. Die Ausstellung stellt Eckpunkte der Geschichte des Alpenvereins sowie der Menschen, die sich für seine Belange engagieren, vor.

Radio-Aktivität
18.02.2020 - 13.09.2020

Die Ausstellung Radio-Aktivität betrachtet ausgehend von Bertolt Brechts Radiotheorie ästhetisch-politische Kollektive, die eigene Organe und Kommunikationswege schufen. "Es ist eine sehr schlechte Sache", sagte Brecht 1932 über den Zustand des neuen Mediums Radio. "Man hatte plötzlich die Möglichkeit, allen alles zu sagen, aber man hatte, wenn man es sich überlegte, nichts zu sagen." Zehn Jahre nach den ersten öffentlichen Radiosendungen war Brecht desillusioniert und schlug vor, den Rundfunk umzufunktionieren, von einem Distributions- in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln. Dieser sollte nicht nur aussenden, sondern auch empfangen, die Zuhörer_innen nicht nur zum Hören bringen, sondern sie zu Sprecher_innen und Produzent_innen machen. Seine Überlegungen zu einem "Aufstand der Hörer" formulierte Brecht genau zu der Zeit, als das Radio in Deutschland verstaatlicht und zunehmend als Propagandainstrument instrumentalisiert wurde. Ab dem Ende der 1960er Jahre wurde Brechts Radiotheorie heftig diskutiert. Der Grundgedanke seiner Kritik war weiterhin aktuell: Wer hat Deutungshoheit? Wer spricht und zu wem wird gesprochen? Die Utopie schrankenloser und herrschaftsfreier Kommunikation elektrisierte. Der Fokus der Ausstellung liegt auf Projekten der 1920-30er und 1960-70er Jahre. In dieser Zeit gründeten sich verschiedene Kollektive, deren Ziel es war, Sprache nicht als gegeben hinzunehmen, sondern sie neu zu denken und Formen antinationaler und internationaler Kommunikation zu schaffen.

Erika Mann. Kabarettistin - Kriegsreporterin - politische Rednerin
11.10.2019 - 13.09.2020

Mit einer erstmaligen Einzelausstellung widmet sich die Monacensia im Hildebrandhaus dem Leben und Werk von Erika Mann (1905-1969), der ältesten Tochter von Katia und Thomas Mann. Im Mittelpunkt steht Erika Manns konsequentes Eintreten für Freiheit und Demokratie. Sie gehörte der "tänzerischen Generation" der Zwanziger Jahre an, verkörperte die neue Frau, schrieb launige Feuilletons für die Zeitung, fuhr Autorennen, liebte Theaterskandale und genoss das Leben als Tochter aus berühmtem Hause in vollen Zügen. Der heraufziehende Nationalsozialismus öffnete ihr politisch die Augen. Fortan sieht Erika Mann ihre selbst gestellte Aufgabe in der politischen Aufklärung und fürchtet keine Konflikte. Mit ihrem Kabarett "Die Pfeffermühle" feiert sie im Januar 1933 in München große Erfolge. Die Ausstellung "Erika Mann. Kabarettistin – Kriegsreporterin - politische Rednerin" präsentiert biografische Dokumente, Briefe, Manuskripte, Fotografien sowie Filmaufnahmen und Originaltöne einer bis an ihr Lebensende kämpferischen Frau, die für die Geschichte des 20. Jahrhunderts fesselnd und repräsentativ und für die Gegenwart höchst aktuell ist. Der Großteil der gezeigten Exponate entstammt dem umfangreichen literarischen Nachlass von Erika Mann, der in der Monacensia im Hildebrandhaus aufbewahrt wird.

Treue Freunde. Hunde und Menschen
28.11.2019 - 13.09.2020

Seit jeher ist der Hund treuer Freund und Begleiter des Menschen. Kunst und Kulturgeschichte illustrieren diese enge Beziehung zum beliebtesten Haustier der Deutschen auf vielfältige Weise. Hochrangige Kunstwerke und spektakuläre Zeugnisse der Alltagskultur beleuchten das wechselvolle Mensch-Tier-Verhältnis in einer großen Ausstellung. Der Hund erscheint als Spielgefährte, Helfer und Statussymbol. Aber auch Erotik, Humor und Gefühle spielen eine Rolle. Mehr als 220 Objekte – von der ägyptischen Hunde-Mumie über prachtvolle Gemälde bis zum Roboterhund Aibo – eröffnen ein faszinierendes Spektrum. Prominente Hundehalter wie Friedrich der Große, Bismarck, Sisi, Thomas Mann, die Queen, David Bowie und Rudolph Moshammer sind ebenso vertreten wie Werke von Anthonis van Dyck, Loriot und Rudi Hurzlmeier, eine Pudel-Diamantbrosche von Grace Kelly, das Präparat des Schäferhunds Zorro und der Smoking von Sir Henry, dem berühmtesten Mops Deutschlands. Im Spiegel des Hundes erzählt die Ausstellung somit etwas über den Menschen selbst und unsere Vorstellung von Menschlichkeit.

Collecting Japan. Philipp Franz von Siebolds Vision vom Fernen Osten
11.10.2019 - 13.09.2020

Die achteckige Schachtel enthält eine Vielzahl fein bemalter Muscheln, jede einzelne eine eigene Miniatur. Sie stammt aus dem Japan der Edo-Zeit (1603-1868). Diese Kostbarkeit und eine Fülle von Lack- und Schildpattarbeiten, Elfenbeinschnitzereien und Porzellan, filigran gearbeiteten Buddhafiguren, sakralen Räuchergefäßen, riesigen Rollbildern mit Kunstmalereien und reich verzierten Textilien bis hin zu Spielzeugfiguren und Materialproben sind in der Sonderausstellung zu sehen. Mit etwa 300 Einzelobjekten, alle gesammelt von Philipp Franz von Siebold (1796–1866), einem Würzburger Mediziner und Naturwissenschaftler in niederländischen Diensten, bietet sie als Kooperationsprojekt mit dem National Museum of Japanese History in Sakura (Präfektur Chiba) einen imposanten Einblick in weltliches wie religiöses Kunsthandwerk Japans. Die Besucher*innen haben Gelegenheit, sich mit der Geschichte des Sammlers und seiner Zeit auseinanderzusetzen, die Ordnungsprinzipien, nach welchen er seine Sammlung aufstellte zu erkunden und seinen enzyklopädischen Ansatz zu hinterfragen, mit dem er Japan für den Westen erfassbar machen wollte. Das Museum Fünf Kontinente präsentiert die im Haus verwahrte Siebold´sche Sammlung, indem es ein historisches Konzept Siebolds aufgreift und mit moderner Ausstellungstechnik umsetzt. Das Ergebnis ist eine großangelegte Schau, die ihren Besucher*innen einen tiefen Einblick vermittelt. Die Schönheit, Qualität und Einzigartigkeit der Sammlung ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Ein speziell für Kinder entwickeltes Begleitheft rundet den Gesamteindruck ab.

Veranstaltungskalender

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