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Ausstellungen

Das Malerische
19.11.2019 - 03.01.2021

"Der Satz, dass die gutgemalte Rübe besser sei, als die schlechtgemalte Madonna, gehört bereits zum eisernen Bestand der modernen Ästhetik. Aber der Satz ist falsch; er müsste lauten: Die gutgemalte Rübe ist ebenso gut wie die gutgemalte Madonna.“ Dieses Zitat Max Liebermanns (1916) ist Ausgangspunkt für eine Ausstellung im Lenbachhaus, die untersucht, was und vor allem wie die Künstlerinnen und Künstler im 19. und frühen 20. Jahrhundert gemalt haben. Die Präsentation widmet sich der Frage, was „gut gemalt“ bedeutet, und untersucht verschiedene Aspekte des Malerischen. Dazu gehören beispielsweise das Tempo beim Malen, das Glück des Anfängers, Zuschreibungsfragen, Farbverbote und die Suche nach einer reinen Malerei: So schuf Lovis Corinth in nur drei Tagen einen riesigen gemalten Blumenstrauß als Geburtstagsgeschenk für seine Frau. Als Franz von Stuck begann, mit Ölfarben zu experimentieren, notierte er auf der Vorderseite des gelungenen Bildes stolz "mein erstes Ölgemälde“ - für sich wie für die Nachwelt. Ein virtuos hingeworfenes, unsigniertes Frauenporträt könnte sowohl von Wilhelm Busch wie von Franz von Lenbach stammen, die beide in jungen Jahren sehr ähnlich malten. Wer denkt, dass Landschaftsmaler doch ein ganz besonderes Faible für die Farbe "Grün“ haben müssten, wird sich darüber wundern, dass reines Grün aus der Tube als "Spinat“ verspottet wurde. Wilhelm Leibl schließlich interessierte nur das "Wie“, nicht das "Was“; Leibls Streben nach dem „Reinmalerischen“ inspirierte seinen Kollegen Carl Schuch zu einem radikal vereinfachten Stillleben mit Lauch

Danner-Preis 2020. Zur Feier des 100-jährigen Grundungsjubiläums der Danner-Stiftung
14.10.2020 - 05.01.2021

Im Jahr 1920 gründete Therese Danner im Gedenken an ihren 1917 verstorbenen Ehemann Benno eine deutschland-, wenn nicht gar europaweit einzigartige Stiftung: Die Benno und Therese Danner'sche Kunstgewerbestiftung zur Förderung des Kunsthandwerks in Bayern – besser bekannt als die Danner-Stiftung. Aus diesem Anlass werden erstmals die Preisträger des seit 1984 in dreijährigem Rhythmus vergebenen Danner-Preises auf Einladung der Neuen Sammlung in einer Ausstellung unter dem Glasdach der Pinakothek der Moderne zu sehen sein. Ihre Arbeiten werden gemeinsam mit bislang kaum bekannten Objekten aus der 100-jährigen Sammlungsgeschichte der Danner-Stiftung gezeigt.

Die Berge und wir. 150 Jahre Deutscher Alpenverein
12.05.2019 - 06.01.2021

Wandern, Klettern, Skitourengehen und Mountainbiken. Uns alle eint eine Leidenschaft – die für die Berge. Die Ausstellung zum 150jährigen Jubiläum des Deutschen Alpenvereins zeigt die Wurzeln für unsere Begeisterung. Die Ausstellung stellt Eckpunkte der Geschichte des Alpenvereins sowie der Menschen, die sich für seine Belange engagieren, vor.

Lebendiger Gips – 150 Jahre Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke
16.10.2019 - 10.01.2021

Das Museum für Abgüsse feiert mit der Ausstellung »Lebendiger Gips« sein 150-jähriges Bestehen. Die Rückschau auf die Geschichte der Sammlung führt deren Höhen und Tiefen vor Augen und widmet sich gleichzeitig dem Sinn und Zweck von Abgüssen. Denn viele Besucher fragen sich: Warum sammelt man Gipsabgüsse? Archäologen nutzen seit dem 19. Jahrhundert Abgüsse, um antike Plastik zu erforschen. Dabei vergleicht man die Statuen miteinander, stellt sie neu zusammen oder rekonstruiert verloren gegangene Formen und Farben. Gipse sind auch letzte Zeugen, wenn die Originalskulpturen verschollen sind. Andererseits standen Abgüsse schon immer im Fokus von Künstlern — bis heute. Mit praxisnahen, handwerklichen, archäologischen und künstlerischen Schwerpunkten lässt Sie die Ausstellung in die Welt der Gipsabgüsse eintauchen, die vom Forschungslabor bis zum spielerischen Umgang mit der Antike reicht.

Unsterbliche Götter und Helde. Barocke Ölskizzen der Sammlung Reuschel
18.02.2020 - 10.01.2021

Merkur und Apoll, Odysseus und Orpheus sind schillernde Gestalten der Antike. Die faszinierenden Taten von Bewohnern des griechisch-römischen Götterhimmels und von Heroen alter Geschichten faszinieren bis heute. Wie die Berichte von Gelagen im Olymp inspirierten sie seit jeher die Fantasie bildender Künstler. Ölskizzen namhafter barocker Maler aus der Sammlung Reuschel führen solche Szenen aus Mythos und Geschichte auf eindrucksvolle Weise vor Augen. Bisher nicht gezeigte Meisterwerke aus diesem Bestand flankieren nun das Bild von der seit 60 Jahren dem Bayerischen Nationalmuseum anvertrauten Sammlung des Münchner Bankiers Wilhelm Reuschel (1893–1979), die mit 45 Werken dauerhaft präsent ist. Einzeldarstellungen wichtiger Protagonisten des antiken Mythos in Porzellan, Bronze und Elfenbein ergänzen die gerahmten Meisterwerke und veranschaulichen die spannende Rezeption antiker Stoffe im 18. Jahrhundert. Das Begleitprogramm zur Studioausstellung wird von der Reuschel-Stiftung gefördert.

Hund, Katze, Maus. Tiere in der Antike
30.06.2020 - 10.01.2021

Hunde und Katzen sind die Tiere, mit denen wir uns heute am häufigsten umgeben. Sie sind treue Begleiter sowie Spielkameraden und verschaffen eine emotionale Bindung. Die große Sonderausstellung „Hund, Katze, Maus – Tiere in Alltag und Mythos“ in den Staatlichen Antikensammlungen in München führt Erwachsene und Kinder in eine vergangene Welt, in der der Umgang mit Tieren in manchen Bereichen ähnlich war wie heute, in anderen Bereichen aber auch ganz verschieden. Tiere begleiten die Menschen schon immer. Sie wurden von ihnen zuerst gejagt und später als Nutztiere domestiziert, um schließlich im Einzelfall zum Haustier zu werden. In der Ausstellung wird das Verhältnis von Mensch und Tier in der Zeit der griechischen, etruskischen und römischen Antike an Hand von herausragenden Objekten beleuchtet.

Adam, wo bist Du?
31.03.2020 - 10.01.2021

Die Künstlerin Ilana Lewitan zeigt im Sonderausstellungsraum des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst die großformatige Installation "Adam, wo bist Du?". Auf 400 Quadratmetern erkundet Ilana Lewitan in verschiedenen Stationen das Verhältnis von individueller Identität zu Zuschreibungen durch die Umwelt. Wer bin ich? In welche Schemen ordnet mich meine Umwelt ein? Am Beispiel vornehmlich jüdischer Biografien führt die Installation vor, welche wirkmächtigen, häufig gewalttätigen Potentiale Zuschreibungen von Menschen an Menschen enthalten. Überragt wird die Installation durch ein überdimensionales Objekt der passio, des menschlichen Leidens. So steht im Zentrum der Installation die Frage nach der Menschlichkeit des Menschen: "Adam, wo bist Du?".

Max Beckmann / Omer Fast. Abfahrt
08.10.2020 - 10.01.2021

Ausgangspunkt und Zentrum des neuen Filmprojekts WHAT CAN YOU SEE von Omer Fast (*1972 Jerusalem) bildet ein zeichnerisches Hauptwerk Max Beckmanns (1884 1950) aus dem Jahr 1917, das die Sammlung jüngst erwerben konnte. Kein zweites Mal wird Max Beckmann so schonungslos wie in diesem Selbstbildnis seinen zeitweiligen psychischen und physischen Verfall dokumentieren. Es beschreibt rückblickend seine Kriegserlebnisse aus der Zeit des Ersten Weltkriegs und deren posttraumatische Folgen und fördert mit graphischen Kürzeln von ergreifender Bestimmtheit seine subkutanen emotionalen Erschütterungen in der Oberfläche der Gesichtslandschaft zutage. Omer Fast wird diese Leere und das Drama zwei Kriterien, die für seine eigene Arbeit unabdingbar sind zum Thema einer filmischen Annäherung machen. Man kann bei seinem filmischen Capriccio damit rechnen, dass die Betrachtenden am Ende des Closed Circuit nicht mehr sicher sein können, auf welcher Seite des Dramas sie sich befinden. Die Ausstellung bildet den Auftakt zu einer Trilogie in den kommenden Jahren, die substanzielle Arbeiten Max Beckmanns auf Papier aus dem Bestand der Staatlichen Graphischen Sammlung zeitgenössischen Künstlern zu einem Dialog zur Verfügung stellt. Beckmanns Welttheater wird exemplarisch in zeitgemäße künstlerische Diskurse gesetzt und bietet damit dem Publikum an, Max Beckmann als einen Künstler kennenzulernen und zu erleben, der uns auch im 21. Jahrhundert viel zu sagen hat.

Die Architekturmaschine
14.10.2020 - 10.01.2021

Computer sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob im Büro, an der Kasse im Supermarkt oder im heimischen Wohnzimmer – Bits und Bytes stecken mittlerweile in fast allen technischen Geräten. Auch im Architekturbüro ist der Computer heute Standard und hilft sowohl beim Design als auch in der Visualisierung neuer Projekte. Er hat sich zu einer “Architekturmaschine” entwickelt. Die Ausstellung wirft erstmalig im deutschsprachigen Raum einen umfassenden Blick auf die Entwicklung des Digitalen in der Architektur. Von den Anfängen in den 1950er und 60er Jahren bis heute erzählt das Architekturmuseum diese spannende Geschichte in vier Kapiteln und präsentiert den Computer als Zeichenmaschine, als Entwurfswerkzeug, als Medium des Geschichtenerzählens und als interaktive Kommunikationsplattform. Die grundlegende Frage dahinter ist einfach: hat der Computer die Architektur verändert und wenn ja, wie?

Welt im Umbruch. Von Otto Dix bis August Sander – Kunst der 20er Jahre
02.10.2020 - 10.01.2021

Die Ausstellung beleuchtet eine Zeit der Extreme und Gegensätze, voller Hoffnung und Elend, Licht und Schatten, die auch Assoziationen an die Gegenwart wecken. Im Dialog zwischen Malerei und Fotografie stellt die Ausstellung Höhepunkte einer Kultur vor, die künstlerisch voller Innovationen steckte und in der sich zugleich Vorboten des kulturellen Niedergangs im Nationalsozialismus mehrten. Die moderne Stilrichtung der Neuen Sachlichkeit in der Malerei und des Neuen Sehens in der Fotografie strebte eine sachliche und realistisch-veristische Wiedergabe des Bildgegenstands an. Charakteristisch ist der kühle distanzierte Blick auf das Geschehen, der die Welt ohne Illusionen, nüchtern und weitgehend emotionslos erfasst. In Abkehr von dem hymnischen Pathos des Expressionismus richteten die Maler*innen nunmehr ihre Aufmerksamkeit auf vermeintlich Banales, auf den Alltag der Großstadt und auf „häßliche“ Sujets.

BBK Mitglieder stellen aus
09.12.2020 - 16.01.2021

In der traditionsreichen Weihnachtsausstellung zeigen die Mitglieder des Berufsverbandes Bildender Künstler München und Oberbayern e.V. die breite Palette ihrer künstlerischen Arbeiten.

Reflex Bauhaus 40 Objects – 5 Conversations
01.02.2019 - 17.01.2021

Die Neue Sammlung zeigt anlässlich des 100-jährigen Geburtstags des Bauhauses eine Ausstellung, die die gegenwärtige Bedeutung der Reformschule bespricht und auf die eigene historische Verbundenheit mit dem Bauhaus hinweist.Erstmals werden historische Objekte aus dem eigenen Bestand in München gezeigt. In Kooperation mit dem Künstler Tilo Schulz entsteht eine Rauminstallation, die 40 historische Objekte und fünf zeitgenössische Rezeptionen miteinander verschränkt. Die Künstlerinnen und Künstler - die Designerin Ayzit Bostan, die Lyrikerin Barbara Köhler, die Architektin Anupama Kundoo, der Komponist Junya Oikawa und die Künstlerin Sofie Thorsen – sind eingeladen, eine eigenständige Arbeit durch den Dialog mit je einem Bauhaus-Objekt zu entwickeln

Ready to go! Schuhe bewegen
15.11.2019 - 17.01.2021

Die Schau bietet einen Rundgang mit kulturhistorischen und soziologischen Aspekten, wobei anhand von ca. 500 Paar Schuhen immer wieder die Emotionen im Vordergrund stehen, die entsprechende Fußbekleidung hervorrufen kann. Der Schuh als Statussymbol dient dem Träger/der Trägerin als auch den Betrachtern gleichermaßen als bewundernswertes Objekt. Absatzschuhe des Barock und Rokoko erhöhten ihre Träger demonstrativ über das einfache Volk. Heute machen Designerschuhe von Dior, Ferragamo, Manolo Blahnik, Christian Louboutin oder Stuart Weitzmann glücklich. Schuhe fungieren als Machtsymbol oder als Zeichen bzw. Statement einer Gruppenzugehörigkeit. Hier kommen Boots aus der Raver-Gothic- Szene zu Wort. Die Bedeutung der Fußbekleidung für die Gender-Thematik schlägt den Bogen von der knabenhaften Frau in Budapestern zur damenhaften Drag Queen in High Heels.

Danner-Preis 2020. Zum 100-jährigen Jubiläum der Danner-Stiftung
15.10.2020 - 17.01.2021

Im Jahr 1920 gründete Therese Danner im Gedenken an ihren 1917 verstorbenen Ehemann Benno eine deutschland-, wenn nicht gar europaweit einzigartige Stiftung: Die Benno und Therese Danner’sche Kunstgewerbestiftung zur Förderung des Kunsthandwerks in Bayern – besser bekannt als die Danner-Stiftung. Aus diesem Anlass werden erstmals die PreisträgerInnen des seit 1984 in dreijährigem Rhythmus vergebenen Danner-Preises auf Einladung der Neuen Sammlung in einer Ausstellung unter dem Glasdach der Pinakothek der Moderne zu sehen sein. Ihre Arbeiten werden gemeinsam mit bislang kaum bekannten Objekten aus der 100-jährigen Sammlungsgeschichte der Danner-Stiftung gezeigt.

Astrid Klein. Dass vollkommene Liebe die Angst austreibe
20.07.2020 - 17.01.2021

Der deutschen Künstlerin Astrid Klein (*1951) wird anlässlich der großzügigen Erwerbung von fünf Fotoarbeiten über die Michael & Eleonore Stoffel Stiftung eine Einraumpräsentation in der Pinakothek der Moderne gewidmet. Es ist die erste institutionelle Einzelschau ihres Werkes in München seit 1989. Astrid Klein zählt zu den stärksten Stimmen der deutschen Gegenwartskunst, die sich mit politischen, historischen sowie emotionalen Themen der westlichen Leistungsgesellschaft auseinandersetzt. Die neu erworbenen Werke kreisen um tradierte, zudem von Film und Werbung verbreitete Beziehungsklischees und knüpfen damit an die bereits im musealen Bestand vorhandenen zwei Werke an. In der Präsentation der nun gewichtig erweiterten Sammlung werden Komponenten von Macht und Aneignung untersucht, die sowohl einzeln als auch kollektiv empfunden werden.

Glänzende Propaganda. Die metallene Stimme des Papstes
12.05.2020 - 17.01.2021

Die Ausstellung ist den Medaillen des Heiligen Stuhls gewidmet. Der Begriff Medaille kommt vom italienischen Wort medaglia, das sich von lateinisch metallum ableitet. Unter einer Medaille versteht man eine Schau- oder Denkmünze, die jedoch im Unterschied zum umlaufenden Münzgeld nicht als Zahlungsmittel, sondern als Erinnerungsstück dient. Die erste Medaille auf einen Papst wurde von Andrea Guazzalotti auf den Tod Nikolaus’ V. im Jahr 1455 geschaffen. Die wichtigste Neuerung in der Geschichte der päpstlichen Medaillenproduktion fand unter Paul V. (1605–1621) statt. Er institutionalisierte die Ausgabe einer Jahresmedaille (Medaglia annuale), die bis heute am Peter und Pauls-Tag, dem 29. Juni, verteilt wird. In den metallenen Verlautbarungen dieser Schaustücke spiegelt sich wie in einem Brennglas das für den Heiligen Stuhl bedeutsamste Ereignis des jeweiligen Jahres wider. Ihr historischer Quellenwert ist dementsprechend hoch, wurde aber bislang kaum erforscht. Mit dem Ausdruck wird die päpstliche Regierung bezeichnet, also der Heilige Vater, die Kardinalskongregation und die Kurialbehörden. Sitz der Regierung ist der Vatikan mit Peterskirche und den umliegenden Verwaltungsgebäuden. Seit dem 6. Jh. führt der Bischof von Rom den Papsttitel. Nach der Entscheidung des Ersten Vatikanischen Konzils (1869/70) umschließt der Primat des Papstes die volle und höchste Regierungsgewalt in Sachen des Glaubens und der kirchlichen Ordnung. Nach 1870 wurde die Rolle des Heiligen Stuhls neu geschrieben. In den Kriegen der Neuzeit waren die Päpste als Landesherren stets Partei gewesen. Nach dem Verlust des staatlichen Territoriums konnten die folgenden Päpste das Profil des Heiligen Stuhls als neutraler Akteur und Friedensvermittler neu modellieren. So ist der Heilige Stuhl seit Ende des 19. Jhs. eine feste Größe in der internationalen Politik, gewissermaßen als unparteiisches moralisches Weltsubjekt.

Schönheit.Stärke.Leidenschaft. Die Plastiken Franz von Stucks in den Historischen Räumen neu präsentiert
01.07.2020 - 24.01.2021

Augen - Blicke - Perspektive: Nähe und Schönheit des Details erlebt man bei keinem anderen Kunstwerk so intensiv wie bei der Skulptur. Dazu bedarf es nicht der Größe des Objekts, sondern der Auseinandersetzung, Empathie und Einfühlung des Betrachters. Sie erfordert Hinwendung und Hinsehen. Anlässlich der Erwerbung der nur in wenigen Exemplaren gegossenen und erhaltenen Plastik "Phryne“ aus dem Jahr 1925 zeigt das Museum VILLA STUCK in den Historischen Räumen seine Sammlung von Plastiken von Franz von Stuck in einer Neupräsentation.

Maya Schweizer. Stimmen
22.10.2020 - 24.01.2021

Maya Schweizer umkreist mit ihren filmischen Arbeiten Fragen von Geschichte, Identität und Erinnerung. Urbane Räume als Schnittstellen individueller und kollektiver Handlungsweisen sind oftmals Ausgangspunkt ihrer Betrachtung. In der Wahrnehmung dieser Orte und Räume legt sie soziale Realitäten, eingeschriebene Erzählungen und sich überlagernde Geschichte/n frei. Wenn Schweizer kulturelle Identität, die Rolle Einzelner als politische Akteure oder individuelle Erinnerung sichtbar macht, geht es dabei stets auch um die stellvertretende Erfahrung im gesellschaftlichen Rahmen. So wird Schweizer in der Arbeit A Memorial, a Synagogue, a Bridge and a Church (Ein Denkmal, eine Synagoge, eine Brücke und eine Kirche, 2012) zur akribischen Beobachterin alltäglicher Situationen, beispielsweise an einem Platz in Bratislava, den sie zu einem Laborraum macht, und reflektiert wie sich in dessen Struktur und Organisation Epochen überlappen. In Regarde par ici, ... Und dort die Puschkinallee (2018) thematisiert sie einen ehemaligen Wachturm an der Grenze zwischen Ost- und Westberlin oder bewegt sich in L’étoile de mer (Der Seestern, 2019) zwischen Vergessen und Erinnerung, erzeugt durch eine Fülle von Bildern.

Lamb Shift. Paul Valentin
08.10.2020 - 31.01.2021

LAMB SHIFT ist die erste Ausstellung des Künstlers Paul Valentin, die sich ausschließlich mit dem Thema des "Nichts" beschäftigt, das auch Gegenstand seiner künstlerischen Diplomarbeit war. In seiner Ausstellung LAMB SHIFT im MaximiliansForum konfrontiert Paul Valentin in künstlerischer Weise Konzepte des Nichts östlicher und westlicher Spielart. Im Zentrum steht dabei sein mit dem Karl&Faber-Preis ausgezeichneter Animationskurzfilm „Nichts“ (2019). Geprägt ist die künstlerische Erzählung seines Animationsfilms von naturwissenschaftlichen und philosophischen Thesen über das Nichts. Seine fragmentarischen Szenen verbinden sich zu einem reportagehaften Narrativ und lassen unterschiedliche Quellen zum Thema "Nichts" zu Wort kommen. Im Film erkundet die Häsin Judy – deren Charakter dem oscarprämierten Animationsfilm "Zootopia“ (2016) entlehnt ist – die Untiefen der Ideen und Vorstellungen dazu mit Hilfe einer Botschaft auf einem Recorder, der aussieht wie eine Karotte. Der Film entwickelt seine Erzählung über verschiedene Modelle zum "Nichts" aus der Geschichte der Wissenschaft und der Philosophie, und entwirft dazu eine eigene Perspektive. Eine besondere Faszination an der Auseinandersetzung mit dem "Nichts“ liegt darin, Erkenntnisse über Phänomene und Fragestellungen zu gewinnen, die sich als besonders ungreifbar darstellen.

Slawomir Elsner
12.05.2020 - 07.02.2021

Slawomir Elsners (geb. 1976) zeichnerische Auseinandersetzung mit zwei zentralen Gemälden aus dem künstlerischen Umkreis des Blauen Reiter ist eng verwoben mit seiner eigenen künstlerischen Annäherung an die Frage, warum manche Kunstwerke bedeutender, berühmter und bekannter erscheinen mögen als andere. Wer schreibt die Kunstgeschichten; was wird darin aufgenommen und was bewusst oder unbewusst anderweitig verortet; wer ist "Star" in einer Sammlung, einer Ausstellung oder einer Hängung; und besitzen diese Fragen an und die Kategorisierung von künstlerischen Arbeiten überhaupt noch Relevanz? Alexej von Jawlenskys Gemälde "Bildnis des Tänzers Alexander Sacharoff" von 1909 ist eines der bekanntesten und beliebtesten Werke in der Sammlung des Blauen Reiter im Lenbachhaus, während Marianne von Werefkins "Der Tänzer Alexander Sacharoff" aus dem gleichen Jahr in der Fondazione Marianne von Werefkin in Ascona zu Hause ist und erstmals in der Ausstellung "Lebensmenschen" 2019/20 hier vor Ort zu sehen war. Direkt eingebunden in die Sammlung Blauer Reiter des Lenbachhauses lassen Elsners präzise und mit spitzem Stift gezeichnete Arbeiten die verschwommene Erinnerung an die Originalvorlage bewusst aufleben, die im Fall von Jawlenskys Gemälde lediglich an einer anderen Stelle im Museum hängt, und im Fall von Werefkins Arbeit bis Februar diesen Jahres 2020 hier ausgestellt war.

Veranstaltungskalender

< Oktober - 2020 >
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