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Ausstellungen

KAISER 75
12.09.2020 - 31.08.2021

Er wurde als Spieler und Trainer Weltmeister, feierte mit seinem FC Bayern historische Titel – und gilt als Botschafter des deutschen Fußballs in der Welt. Die anlässlich seines 75. Geburtstages konzipierte Sonderausstellung KAISER 75 im FC Bayern Museum führt den Sportler sowie den Menschen Franz Beckenbauer zu einem beeindruckenden Gesamtbild zusammen. Die Kindheit des „Kaisers“ in München Giesing, sein Leben in den USA sowie die aktive Zeit beim FC Bayern werden ebenso thematisiert wie sein heutiger Alltag in Salzburg. Liebevoll ausgewählte Exponate sowie Anekdoten zahlreicher Wegbegleiter bieten gleichzeitig Resümee und Ausblick. Besonders der exklusive Ausstellungsfilm, in dem die Brüder Franz und Walter Beckenbauer als Protagonisten auftreten, setzt große Emotionen frei. Der FC Bayern möchte mit der Ausstellung gleichzeitig "Herzlichen Glückwunsch“ und "Danke“ sagen, die Liebe zum Detail sieht man ihr an. Besucher des Vereinsmuseums haben bis 31.08.2021 die Gelegenheit, Beckenbauer so privat wie nie zu erleben.

Cyrill Lachauer. I am not sea, I am not land - Sammlung Goetz im Haus der Kunst
23.10.2020 - 11.04.2021

Cyrill Lachauer entwickelt seine umfangreichen Projekte auf langen Reisen, bei denen er tief in die lokalen Kulturen des jeweiligen Ortes eintaucht. In seiner neuen Arbeit “I am not sea, I am not land“ beschäftigt er sich mit den Ideen und Vorstellungen von Land und Landschaft. Den Auftakt zur Ausstellung bildet die Filmprojektion einer vom Künstler bearbeiteten Sequenz aus dem Film „Man of Aran“ von 1934. Darin macht eine vom Wind aufgepeitschte See eine klare Grenzziehung zwischen Festland und Meer unmöglich. Lachauer nimmt uns mit zu Tänzen und Bergen, zu Diamantsuchern und Hobos. Sie alle eint das Schicksal von Grenzgänger*innen.

Waffen
09.03.2021 - 11.04.2021

Alexandra Birken, Sophia Süßmilch, Julia Schimtenings, Michael Sailstorfer, Cyrill Lachauer, Marco Schuler, Torsten Mühlbach, Gregor Passens, Bruno Wank, Gabriele Obermaier, Duncan Robertson 2001 kam das Remake von Kubricks berühmten Sience-Fiction-Film Odysee im Weltraum in die Kinosäle. In diesem wird der Beginn der Waffe dargestellt, indem Vormenschen auf die Idee kommen, einen Knochen als Werkzeug zu benutzen. Die Waffe also, beginnend mit einem Knochen bis zu Cyberattacken und Drohnenangriffen heute, ist schon immer ein großes Thema gewesen. Die geplante Ausstellung “Waffen” soll die verschiedenen Sichtweisen im Umgang mit Waffen in der Kunst in der VerpackereiGö in Görisried und in der Galerie der Künstler (BBK) in München im März 2021 zu Tage bringen. Durch die verschiedenen Ansätze und Blickwinkel der Künstler*innen ermöglicht diese Ausstellung den Umgang mit dem Thema “Waffe” neu kennenzulernen.

Hank Schmidt in der Beeks. Enzyklopädie der großen Geister
19.11.2020 - 13.04.2021

Nicht zum ersten Mal gibt es im und am Isartor einen Einblick in Hank Schmidt in der Beeks buntes Werk: 2014 mit seiner Collagenausstellung Ein Akt, eine Treppe hinaufzumsteigen, letztes Jahr mit Band, 1000-Watt-Verstärkern und wehendem Fahnengeschwenke im Turmstüberl und diesen Sommer – ebenfalls mit ausufernden, riskanten Schwenkeinlagen – unten im Hof. Und vielleicht wäre es damit nun auch erstmal gut. Andererseits: Wenn uns Hank an die Hand nimmt, mit Wladimir Majakowski, James Joyce und den Schwestern Brontë beim Hirschenwirt ein hervorragend eingeschenktes Weizenbier zu trinken, Marie Curies und Wilhelm Reichs tollkühnen Sprüngen vom 10er bzw. 7,50er-Brett im Dantebad zuzujubeln und unter Edgar Allan Poe‘scher Brummtopfbegleitung mit E.T.A. Hoffmann zusammen in das schöne Lied vom Wildschütz Jennerwein einzustimmen bis schließlich Oswald von Wolkenstein die Stadltür ins Schlossknallt, dann sollte es sich doch allemal lohnen, dem Berliner "Künstler“ und Sänger der Pub-Rock-Band Das Lunsentrio noch ein weiteres Mal den Nordturm des Valentin-Karlstadt-Musäums aufzusperren.

Archiv Galerie 2020/21 - Archives in Residence: euward Archiv
18.09.2020 - 25.04.2021

Seit dem Jahr 2000 vergibt die Münchner Augustinum Stiftung den euward - den einzigen Kunstpreis von internationalem Rang für Kunst im Kontext geistiger Behinderung. Das euward Archiv ist im Rahmen der Serie „Archives in Residence“ zu Gast im Haus der Kunst und macht einen Teil seiner Bestände erstmals öffentlich zugänglich. Dokumente, Fotografien und audiovisuelle Medien erzählen von vielseitigen Begabungen und Leidenschaften, aber auch von Verletzungen und dem Ringen nach Anerkennung. Die Präsentation versteht sich als Einladung, unsere Vorstellungen von inklusiver Kultur und diverser Gesellschaft neu zu diskutieren.

Der Öffentlichkeit - von den Freunden Haus der Kunst: Kapwani Kiwanga. Plot
09.10.2020 - 25.04.2021

Die siebte Ausgabe der Serie DER ÖFFENTLICHKEIT – VON DEN FREUNDEN HAUS DER KUNST widmet das Haus der Kunst der kanadischen Künstlerin Kapawani Kiwanga (* 1978 in Hamilton, Kanada; lebt und arbeitet in Paris). Kiwangas Praxis zeichnet die durchdringenden Auswirkungen von Machtasymmetrien nach, indem sie historische Narrative in einen Dialog mit zeitgenössischen Realitäten, dem Archiv und den Möglichkeiten von morgen stellt. Ihr Projekt im Haus der Kunst besteht aus einer sich ständig wandelnden Serie von künstlerischen Interventionen und Ereignissen in drei "Akten", die über die gesamte Dauer der Ausstellung hinweg inszeniert werden.

BMW i – Visionary mobility
01.03.2018 - 01.05.2021

Von März 2018 bis Frühjahr 2021 steht die Schüssel des BMW Museums ganz im Zeichen von Elektromobilität, Carbon, Batterietechnologie und nachwachsenden Rohstoffen. Ein Themenpark von rund 30 Stationen zeigt die Vielfältigkeit der Elektromobilität auf, ebenso die Aspekte nachhaltiger Materialwahl und Produktion sowie die Herausforderungen zukünftiger emissionsfreier Mobilität. Erste Lösungsansätze im Rahmen der technologischen Entwicklung wurden bereits erfolgreich umgesetzt. Nun gilt es, die Digitalisierung weiter voranzutreiben bis hin zur Möglichkeit des autonomen Fahrens. Die Marke BMW i steht für visionäre Mobilitäts- und Fahrzeugkonzepte. Sie setzt Innovationen um und leistet damit Pionierarbeit im Unternehmen. Ihr Antrieb ist elektrisch, ihr Werteverständnis nachhaltig und ihr Design progressiv. Das BMW Museum würdigt die Leistungen dieser Marke, die zunächst mit BMW i3 und BMW i8 Maßstäbe setzte und mit einer Vielzahl von Mobilitätsdienstleistungen die individuelle Mobilität in großen Städten revolutionierte. Doch dabei ist es keineswegs geblieben: BMW i wurde im Unternehmen zum Initiator zahlreicher, heute selbstständiger Geschäftsbereiche und nimmt seit 2018 Kurs auf neue Horizonte und Herausforderungen. Wieder ist die Marke ein Pionier, wieder wird sie Innovationen erfolgreich umsetzen. Den Besucher erwartet ein reichhaltiges Angebot an Informationen und grafischen Schaubildern, faszinierenden Modellen und Exponaten. Auch bietet die Ausstellung einen erlebnisreichen Parcours mit interaktiven Vermittlungsangeboten und Simulationen.

Welt im Umbruch. Von Otto Dix bis August Sander – Kunst der 20er Jahre
02.10.2020 - 02.05.2021

Die Ausstellung beleuchtet eine Zeit der Extreme und Gegensätze, voller Hoffnung und Elend, Licht und Schatten, die auch Assoziationen an die Gegenwart wecken. Im Dialog zwischen Malerei und Fotografie stellt die Ausstellung Höhepunkte einer Kultur vor, die künstlerisch voller Innovationen steckte und in der sich zugleich Vorboten des kulturellen Niedergangs im Nationalsozialismus mehrten. Die moderne Stilrichtung der Neuen Sachlichkeit in der Malerei und des Neuen Sehens in der Fotografie strebte eine sachliche und realistisch-veristische Wiedergabe des Bildgegenstands an. Charakteristisch ist der kühle distanzierte Blick auf das Geschehen, der die Welt ohne Illusionen, nüchtern und weitgehend emotionslos erfasst. In Abkehr von dem hymnischen Pathos des Expressionismus richteten die Maler*innen nunmehr ihre Aufmerksamkeit auf vermeintlich Banales, auf den Alltag der Großstadt und auf „häßliche“ Sujets.

Gerhard Richter. 54 Zeichnungen 3 Graue Spiegel 1 Kugel
04.02.2021 - 09.05.2021

In enger Zusammenarbeit mit dem Kurator für Gegenwartskunst des Museums wird Gerhard Richter zwei Suiten seiner jüngst entstandenen Zeichnungen in einer radikalen Rauminszenierung präsentieren. Zum wiederholten Male erörtert die Staatliche Graphische Sammlung unter dem jetzigen Direktor mit diesem Projekt die Frage nach dem Stellenwert der Zeichenkunst im 21. Jahrhundert als Impulsgeber innerhalb der bildenden Künste und befragt ihre Rolle als existentielle Ausdrucksform des menschlichen Intellekts und seiner Schöpfungskraft.

Michaela Eichwald
01.12.2020 - 16.05.2021

In ihrer ersten musealen Einzelausstellung in Deutschland präsentiert die in Berlin lebende Künstlerin und Autorin Michaela Eichwald (*1967) neue Gemälde. Das Lenbachhaus hat in den vergangenen Jahren mehrere Arbeiten Eichwalds erwerben können, die im Rahmen der Ausstellung erstmals zu sehen sein werden. Für ihre Malereien verwendet Eichwald häufig unkonventionelles Trägermaterial wie Kunstleder oder Autositzbezüge. Collagierte Fotos ihrer eigener Werke sowie gefundenes Material tauchen neben kurzen Texten, Aphorismen oder Kalauern auf. Das Ineinandergreifen ihres im Köln der 1980er und 1990er Jahre geschulten Wortwitzes und einem breit gefächerten malerischen Vokabular machen Eichwalds Werke unverkennbar. Michaela Eichwald ist 1967 im Oberbergischen Kreis/NRW geboren und studierte ab 1987 in Köln Philosophie, Geschichte, Kunstgeschichte und deutsche Philologie. Erste Textveröffentlichung 1989, erste Einzelausstellung 1997 bei Daniel Buchholz, Köln. Ab 2006 Erzeugung des zur Zeit ruhenden Weblogs Uhutrust: Beiträge zum Geschehen in Text und Bild. Seit 2008 arbeitet sie in Berlin, hauptsächlich an Malerei, gelegentlich Skulptur, durchgängig Fotos.

Michaela Eichwald
01.12.2020 - 16.05.2021

In Zeiten vieler Unwägbarkeiten haben wir in den letzten Monaten immer wieder unser Programm angepasst und verschoben. Trotz allem sind wir für Sie da, blicken mutig ins neue Jahr und freuen uns darauf, mit Ihnen gemeinsam Kunst-Momente erleben zu dürfen. Zum Anfang stellen wir uns einer eher kniffligen Frage: Wie lässt sich der Malerei malend ein Schnippchen schlagen? In Michaela Eichwalds Kunstwerken finden sich vielleicht erste Antworten: Sie malt auf synthetische Trägermaterialien wie Kunstleder und PVC, wechselt zwischen Acryl, Lack oder Wachs und gibt ihren Werken eher ungewöhnliche Titel wie "Wuchtige Abschüsse von Brillant-Bombetten, Knatter-Wolken und Palmstern-Buketten". In einem Interview beschreibt sie ihren Ansatz: "Mehr Unabgesichertes versuchsweise äußern. Mehr Leben, mehr Ausdruck, mehr Unverständlichkeit".

Die ersten Jahre der Professionalität #40
20.04.2021 - 16.05.2021

Fabian Feichter, Sabine Franczuszki, Judith Grassl, Stefanie Hofer, Simone Kessler, Kalas Liebfried, Eunji Seo Die Förderung des künstlerischen Nachwuchses in Bayern ist ein zentrales Anliegen des Berufsverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern (BBK). Mit der Ausstellung „Die ersten Jahre der Professionalität“ stellt er nun zum 40. Mal die Werke von lokal arbeitenden, jungen Künstlerinnen und Künstlern in den Vordergrund. Seit 1981 ist die Förderreihe eine strukturelle Unterstützung für Kunstschaffende, die in den letzten sieben Jahren die Akademie abgeschlossen haben, und eine institutionelle Plattform, um deren Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Die Ausstellung in der GALERIE DER KÜNSTLER, wie auch der begleitende Katalog, stellt zugleich die überregionale Sichtbarkeit des hochwertigen künstlerischen Schaffens in München sicher.

Bertel Thorvaldsen – Bildhauer Ludwigs I.
27.01.2021 - 30.05.2021

2020 wird der 250. Geburtstag des berühmten dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen begangen. Der bayerische König Ludwig I. verehrte Thorvaldsen sehr. Die Sonderausstellung „Bertel Thorvaldsen – Bildhauer Ludwigs I.“ geht der Beziehung zwischen Staatsmann und Künstler sowie ihren heute noch sichtbaren Spuren in München nach. Sie knüpft an die im Thorvaldsens Museum in Kopenhagen gezeigte Sonderausstellung „Powerful Presences“ (8.3.-18.10.2020) an. Beide Ausstellungen finden 2020 im Rahmen des deutsch-dänischen kulturellen Freundschaftsjahres statt. In München liegt der Schwerpunkt auf der vielschichtigen Verbindung zwischen Thorvaldsen und Ludwig I. Mit dem Ort, der Glyptothek, ist Thorvaldsen auf mehreren Ebenen verbunden. Noch als Kronprinz hat ihm Ludwig die Restaurierung der Ägineten (1816-18) übertragen. Diese früh-griechischen Giebelfiguren vom Aphaiatempel auf der Insel Ägina sind der größte Schatz des Museums. Ihre Restaurierung war ein neuartiges Unterfangen, für das Ludwig mit Thorvaldsen den besten Bildhauer seiner Zeit gewinnen konnte. Die Sonderausstellung zeichnet in mehreren Stationen die Biografie des dänischen Künstlers nach. Sie hebt dessen Verbindungen zu München und speziell zum Kronprinzen und späteren König Ludwig I. als Bewunderer und Auftraggeber hervor.

Thonet & Design
17.05.2019 - 06.06.2021

Vom Einmannbetrieb zum globalen Unternehmen: 200 Jahre Möbeldesign werden anhand der Geschichte des 1819 gegründeten Familienunternehmens Thonet reflektiert. Den Pionierleistungen der Frühzeit – neue Technologien, neue Gestaltungsmöglichkeiten, neue Vertriebs- und Marketingwege – stehen die Entwicklungen des 20. und frühen 21. Jahrhunderts gegenüber. Die Ausstellung präsentiert neben den legendären Möbeln aus gebogenem Holz – berühmt sind die Wiener Caféhaus-Stühle – auch die avantgardistischen Stahlrohrmöbel der Bauhaus-Gestalter, aber auch die wegweisenden Entwürfe moderner Designer – von Ed Harlis über Verner Panton bis hin zu Norman Foster, Stefan Diez, Konstantin Grcic und Sebastian Herkner. Für die Gestaltung der Ausstellung konnte der Münchner Designer Steffen Kehrle gewonnen werden.

Die Architekturmaschine
14.10.2020 - 06.06.2021

Computer sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob im Büro, an der Kasse im Supermarkt oder im heimischen Wohnzimmer – Bits und Bytes stecken mittlerweile in fast allen technischen Geräten. Auch im Architekturbüro ist der Computer heute Standard und hilft sowohl beim Design als auch in der Visualisierung neuer Projekte. Er hat sich zu einer “Architekturmaschine” entwickelt. Die Ausstellung wirft erstmalig im deutschsprachigen Raum einen umfassenden Blick auf die Entwicklung des Digitalen in der Architektur. Von den Anfängen in den 1950er und 60er Jahren bis heute erzählt das Architekturmuseum diese spannende Geschichte in vier Kapiteln und präsentiert den Computer als Zeichenmaschine, als Entwurfswerkzeug, als Medium des Geschichtenerzählens und als interaktive Kommunikationsplattform. Die grundlegende Frage dahinter ist einfach: hat der Computer die Architektur verändert und wenn ja, wie?

Unter Freiem Himmel. Unterwegs mit Wassily Kandinsky und Gabriele Münter
13.10.2020 - 06.06.2021

Wassily Kandinsky und Gabriele Münter – wir kennen sie als zentrale Figuren der Künstlerformation Der Blaue Reiter. Bereits vor dieser Zeit verband die beiden eine enge künstlerische Beziehung. Die Ausstellung widmet sich erstmals ihren gemeinsamen Wegen in den Jahren von 1902 bis 1908. Auf zahlreichen Reisen schuf das Paar kleine Malereien und Fotografien: Unter freiem Himmel und mit leichtem Gepäck. Etwa in Kallmünz, Rotterdam, Tunis, Rapallo und Paris entstanden Ölskizzen und Fotografien direkt vor den Motiven. Nachdem Münter sich 1901 in der Münchner Phalanx-Schule zum Kunststudium angemeldet hatte, nahm sie auf Einladung des dort lehrenden Kandinsky am Sommeraufenthalt seiner Klasse 1902 in Kochel teil. Unterwegs mit Kamera, Paletten, kleinen Malpappen, zusammengefalteter Staffelei und verschließbaren Farbtuben, fuhren sie mit dem Fahrrad durch die Landschaften des Voralpenlandes. Nach den ersten gemeinsamen Wochen in Kochel verbrachten sie auch den zweiten Malsommer der Klasse Kandinskys 1903 in Kallmünz, nun als Paar. Hier entwickelten sie ein erkennbar aufeinander bezogenes künstlerisches Arbeiten, das sie auch in den nächsten Jahren während ihrer gemeinsamen Reisen fortführen sollten. Sie näherten sich demselben Motiv, nutzen dabei verschiedene Techniken, verwendeten unterwegs entstandene Fotografien als Vorlage für Zeichnungen, Holzschnitte und Gemälde und diskutierten über individuelle künstlerische Weiterentwicklungen.

Neue Nachbarn. Einblicke ins Archiv
11.02.2021 - 06.06.2021

Zum Anfang 2021 plant das Architekturmuseum der TUM die Ausstellung "Neue Nachbarn. Einblicke ins Archiv“, in der bedeutende Neuzugänge der letzten Jahre präsentiert werden. Um die über 150 Jahre gewachsene Sammlung auch zukünftig als Quelle von Forschung und Ausstellungen produktiv zu halten, ist es eines der zentralen Ziele des Architekturmuseums der TUM, die Sammlung und ihr Profil dynamisch auszubauen. Dazu gehört die Einwerbung von Schenkungen und Nachlässen herausragender ArchitektInnen und LandschaftsarchitektInnen der Gegenwart. In der geplanten Ausstellung werden wichtige Beispiele in einer thematischen Auswahl vorgestellt.

Therese Hilbert. ROT
13.03.2021 - 13.06.2021

Ihr Material ist meist Silber und nicht Gold. Ihre Formensprache entwickelt sie aus dem klassischen Kanon der Grundformen und nicht aus dem amorphen Spiel der Natur. Sie umgibt Scheiben mit Rändern wie zu ihrem Schutz, als könnte etwas vom unsichtbaren Inhalt herunter fallen, wenn man sie als Brosche trägt. Behältnisse bieten mit ihren durchbrochenen Fronten den Blick in ihr Innerstes. Ihre Arbeiten strahlen keine Aufgeregtheit, auch nicht Lautheit aus, sondern ihre Archaik vermittelt Ruhe und Kraft. Nicht zu verwechseln mit Kühle und Distanz. Dem Silber nimmt sie ein ums andere Mal sein charakteristisches Spiel mit dem Licht, bürstet es matt, schraffiert es fein, versieht es mit einer Oxydation oder sudet es – lackiert es mit einem dynamisch aufgetragenen Pinselstrich. Absolute Perfektion bei all ihren Tätigkeiten ist eine unausgesprochene Selbstverständlichkeit.

Mobile Kinderwelten
29.10.2020 - 27.07.2021

Mobilität prägt unser Leben von Kindesbeinen an: Roller, Tretauto und Co. sind fester Teil der Kindheit und spiegeln zugleich die Welt der Erwachsenen. Waren die ersten Spielmobile noch handgefertigte Prestigeobjekte, so förderten industrielle Produktion und neue pädagogische Ansätze vor allem nach 1945 ihren flächendeckenden Einzug in die Kinderzimmer.

Die Sonne um Mitternacht schauen
29.09.2020 - 01.08.2021

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München präsentiert Werke der Gegenwartskunst, die seit 1958 bis heute entstanden sind. Das früheste Werk ist ein Gemälde von Maria Lassnig, die in den 1950er Jahren eine gegenstandslose Malerei verfolgte. Mit ihrer körperbetonten Gestik nahm sie Entwicklungen des Abstrakten Expressionismus vorweg. Später schrieb sie Kunstgeschichte durch die Einführung der "Körperbewusstseinsmalerei“, mit der sie ihren eigenen Körper und Geschlechterfragen auf der Leinwand thematisierte. Seit den 1960er Jahren sind VALIE EXPORT und Friederike Pezold im feministischen Kunst-Diskurs aktiv und sind bekannt für ihre radikalen Performances, Videos und Fotografien. Meist stellten sie sich selbst in den Fokus und bezogen die Öffentlichkeit in Debatten über den weiblichen Körper und den männlichen Blick ein. Das Lenbachhaus hat früh feministische Positionen in Ausstellungen gezeigt und für die Sammlung erworben. Fragen von Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern und deren Verhältnis zueinander beschäftigten in den 1970er Jahren die Künstler des kanadischen Kollektivs General Idea, zu dem AA Bronson gehörte; später war die AIDS-Krise zentrales Thema ihrer Kunst. Die Fotografinnen Barbara Klemm und Helga Paris dokumentieren seit den 1960er/70er Jahren die sich wandelnde politische und soziale Wirklichkeit im geteilten Deutschland, deren Protagonisten persönliche und gesellschaftliche Identitäten, Feminismus und Emanzipation sowie das Leben in Familien und Nachbarschaften sind. Sehr persönlich und auf sich bezogen, aber immer das Gesellschaftliche im Blick, geht die Fotografin Cindy Sherman mit dem Thema ihres Körpers, Geschlechterfragen, der Konstruktion von Identität und dem für sie damit verbundenen Schrecken um. Eine junge Position zum Thema Identitätsbildung, Humanität und Sexualität vertritt Tejal Shah, deren hier gezeigtes Werk erstmals bei der documenta 13 im Jahr 2012 zu sehen war.

Anish Kapoor – Rotunde 20/21
16.09.2020 - 15.08.2021

Mit vier Museen zu Kunst, Graphik, Architektur sowie Design unter einem Dach gehört die Pinakothek der Moderne zu den größten Sammlungshäusern Europas. Das Zentrum des Hauses ist die gläserne Rotunde, die als lebendiger Ort der Begegnung dient. Seit 2019 wird die Rotunde regelmäßig alternierend mit einem ortsspezifisch geschaffenen Werk bespielt. Anish Kapoor zählt zu den weltweit einflussreichsten Bildhauern der Gegenwart. Für die Rotunde im Mittelpunkt der Pinakothek der Moderne hat der Künstler auf Einladung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen eine ortsspezifische Skulptur geschaffen, die zum 16. September 2020, exakt 18 Jahre nach Eröffnung der Pinakothek der Moderne, installiert wird. Kapoors Werk wird dem Betrachter ein neues Erlebnis des Raumes ermöglichen und für elf Monate einen Fixpunkt im Münchner Kunstareal schaffen.

Veranstaltungskalender

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