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Bayerische Kunstförderpreise Bildende Kunst 2020
26.01.2021 - 28.02.2021

BAYERISCHE KUNSTFÖRDERPREISE BILDENDE KUNST 2020 Stephan Janitzky, Paula Leal Olloqui, Irina Ojovan, Lea von Wintzingerode, Viola Relle & Raphael Weilguni Ausstellungsdauer: 26. Januar - 28. Februar 2021 Online-Vernissage: Dienstag, 26. Januar 2021, 19.00 Uhr unter www.bbk-muc-obb.de/galerie-der-kuenstler/aktuell Begrüßung: Corbinian Böhm, Vorsitzender des BBK München und Oberbayern e.V. Videobotschaft: Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Ab 02.02.2021: Videoportraits der gezeigten Positionen unter www.bbk-muc-obb.de/galerie-der-kuenstler/aktuell 2020 zeichneten die Bayerischen Kunstförderpreise zum 55. Mal die herausragende Leistung junger Kunstschaffender in Bayern aus. In dem virtuellen Festakt betonte Kunstminister Bernd Sibler, das Kunst und Kultur kein Luxus seien, sondern absolute Notwendigkeit: beide hätten, so der Staatsminister, eine sinnstiftende und verbindende Wirkung, die uns Freude, Abwechslung und Ablenkung schenke.

Richard Wagner Museum Bayreuth - vorerst digitaler Museumstipp im Infopoint
17.11.2020 - 23.01.2021

Normalerweise würde sich das Richard Wagner Museum Bayreuth vor Ort im Infopoint mit Bildfahnen präsentieren. Nun wird das Museum leider vorerst nur digital vorgestellt: Seit 1976 existiert im ehemaligen Bayreuther Wohnhaus Richard Wagners, in Haus Wahnfried, ein Museum zu Leben und Werk des Komponisten. Nach fünfjähriger Sanierung und baulicher Erweiterung durch das Berliner Architekturbüro Volker Staab zeigt das neue Richard Wagner Museum seit Juli 2015 in Haus Wahnfried die Lebenswelt Richard Wagners. Originaldokumente und -objekte aus dem angeschlossenen Nationalarchiv, der weltweit größten und bedeutendsten Wagner-Sammlung, führen durch sein Leben und sein künstlerisches und politisches Schaffen. Eine einzigartige interaktive Partitur veranschaulicht Besonderheiten seiner Kompositionen und lässt die Gäste in die Aufführungspraxis eintauchen. Im Neubau des Museums stellen Bühnenbildmodelle, Kostüme und Requisiten die bald 150-jährige Geschichte der Bayreuther Festspiele dar. Audiotheken und das Museumskino laden ein, vergangene Inszenierungen zu hören und zu sehen. Das angrenzende Haus Siegfried Wagners, des Sohnes Richard Wagners, erzählt im wahrsten Sinne des Wortes seine eigene Geschichte. Erhalten im Zustand seines Umbaus in den frühen 1930er Jahren, diente es ab diesem Zeitpunkt als Gästehaus der Familie und beherbergte neben Künstlern wie Arturo Toscanini und Richard Strauss während einiger Festspielzeiten auch Adolf Hitler als engen Freund der Familie. In diesem geschichtsbeladenen Bau präsentiert eine mediale Installation das schwierige Erbe Richard Wagners, seinen Antisemitismus, die Gründung und Formulierung eines völkischen Nationalkults um den Komponisten durch seine Erben und Nachfahren und schließlich die kontroverse Rezeptionsgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg. Mehrere kurze Videos informieren als "Coronamuseum-Podcasts" (auf der Facebook-Seite des Museums) über Museumsobjekte, erzählen interessante Geschichten aus Wagners Leben und führen hinter die Kulissen des Museums. ⠀ Seit Oktober und für ein Jahr bewohnt nun auch eine andere Künstlerin die Häuser des Richard Wagner Museums. In seiner bislang umfang reichsten Sonderausstellung „rosalie und wagner. licht –mythos – material“ zeigt das Museum die Werke der 2017 verstorbenen Künstlerin rosalie. Bekannt wurde sie durch ihre spektakulären Bühnenbilder und Kostüme für Alfred Kirchners Inszenierung des Rings des Nibelungen (1994–1998). Bühnenbildmodelle, Originalkostüme und Ausstattungsstücke lassen diese Inszenierung wieder plastisch werden. rosalie wirkte auch als bildende und vor allem als Lichtkünstlerin. Ihre Lichtobjekte und raumgreifenden immersiven Installationen sind ebenso zu sehen wie ihre Skulpturen und Gemälde, die als Intervention die Lebenswelt Richard Wagners bevölkern, sich in ihr breitmachen und den Besuchern durch diesen überraschenden Beziehungszauber ein Phantasie- und Erkenntnisfest bereiten.

Schönheit.Stärke.Leidenschaft. Die Plastiken Franz von Stucks in den Historischen Räumen neu präsentiert
01.07.2020 - 24.01.2021

Augen - Blicke - Perspektive: Nähe und Schönheit des Details erlebt man bei keinem anderen Kunstwerk so intensiv wie bei der Skulptur. Dazu bedarf es nicht der Größe des Objekts, sondern der Auseinandersetzung, Empathie und Einfühlung des Betrachters. Sie erfordert Hinwendung und Hinsehen. Anlässlich der Erwerbung der nur in wenigen Exemplaren gegossenen und erhaltenen Plastik "Phryne“ aus dem Jahr 1925 zeigt das Museum VILLA STUCK in den Historischen Räumen seine Sammlung von Plastiken von Franz von Stuck in einer Neupräsentation.

Maya Schweizer. Stimmen
22.10.2020 - 24.01.2021

Maya Schweizer umkreist mit ihren filmischen Arbeiten Fragen von Geschichte, Identität und Erinnerung. Urbane Räume als Schnittstellen individueller und kollektiver Handlungsweisen sind oftmals Ausgangspunkt ihrer Betrachtung. In der Wahrnehmung dieser Orte und Räume legt sie soziale Realitäten, eingeschriebene Erzählungen und sich überlagernde Geschichte/n frei. Wenn Schweizer kulturelle Identität, die Rolle Einzelner als politische Akteure oder individuelle Erinnerung sichtbar macht, geht es dabei stets auch um die stellvertretende Erfahrung im gesellschaftlichen Rahmen. So wird Schweizer in der Arbeit A Memorial, a Synagogue, a Bridge and a Church (Ein Denkmal, eine Synagoge, eine Brücke und eine Kirche, 2012) zur akribischen Beobachterin alltäglicher Situationen, beispielsweise an einem Platz in Bratislava, den sie zu einem Laborraum macht, und reflektiert wie sich in dessen Struktur und Organisation Epochen überlappen. In Regarde par ici, ... Und dort die Puschkinallee (2018) thematisiert sie einen ehemaligen Wachturm an der Grenze zwischen Ost- und Westberlin oder bewegt sich in L’étoile de mer (Der Seestern, 2019) zwischen Vergessen und Erinnerung, erzeugt durch eine Fülle von Bildern.

Lamb Shift. Paul Valentin
08.10.2020 - 31.01.2021

LAMB SHIFT ist die erste Ausstellung des Künstlers Paul Valentin, die sich ausschließlich mit dem Thema des "Nichts" beschäftigt, das auch Gegenstand seiner künstlerischen Diplomarbeit war. In seiner Ausstellung LAMB SHIFT im MaximiliansForum konfrontiert Paul Valentin in künstlerischer Weise Konzepte des Nichts östlicher und westlicher Spielart. Im Zentrum steht dabei sein mit dem Karl&Faber-Preis ausgezeichneter Animationskurzfilm „Nichts“ (2019). Geprägt ist die künstlerische Erzählung seines Animationsfilms von naturwissenschaftlichen und philosophischen Thesen über das Nichts. Seine fragmentarischen Szenen verbinden sich zu einem reportagehaften Narrativ und lassen unterschiedliche Quellen zum Thema "Nichts" zu Wort kommen. Im Film erkundet die Häsin Judy – deren Charakter dem oscarprämierten Animationsfilm "Zootopia“ (2016) entlehnt ist – die Untiefen der Ideen und Vorstellungen dazu mit Hilfe einer Botschaft auf einem Recorder, der aussieht wie eine Karotte. Der Film entwickelt seine Erzählung über verschiedene Modelle zum "Nichts" aus der Geschichte der Wissenschaft und der Philosophie, und entwirft dazu eine eigene Perspektive. Eine besondere Faszination an der Auseinandersetzung mit dem "Nichts“ liegt darin, Erkenntnisse über Phänomene und Fragestellungen zu gewinnen, die sich als besonders ungreifbar darstellen.

Fossil des Monats
01.01.2021 - 31.01.2021

Borstenwürmer (Polychaeta) sind diverse und vielgestaltige Organismen, die zu den Ringelwürmern gehören. Fast alle leben in marinen Lebensräumen. Es handelt sich um segmentierte Würmer, die ausgewachsen von 1 mm bis 3 m groß werden können. Ein Hautmuskelschlauch und unter der Haut liegende Ring- und Längsmuskelschichten gestatten den Borstenwürmern eine hohe Beweglichkeit. Jedes Segment besitzt paarige Anhänge (Parapodien), von denen bündelweise Borsten (Chaetae oder Setae) ausgehen, die der Stütze und Fortbewegung dienen. Fossil sind Borstenwürmer seit dem frühen Kambrium (vor 518 Mio. Jahren) bekannt. Beim Fossil des Monats handelt es sich um das Originalstück des vor 150 Jahren vom Polychaeten-Spezialisten Ernst Ehlers (1835–1925) beschriebenen Feuer-Borstenwurms Meringosoma curtum aus dem Oberjura Frankens (152 Mio. Jahre). Heutige Vertreter sind in flachen warmen Meeresbereichen vertreten, in denen sie meist räuberisch oder aasfressend leben.

Slawomir Elsner
12.05.2020 - 07.02.2021

Slawomir Elsners (geb. 1976) zeichnerische Auseinandersetzung mit zwei zentralen Gemälden aus dem künstlerischen Umkreis des Blauen Reiter ist eng verwoben mit seiner eigenen künstlerischen Annäherung an die Frage, warum manche Kunstwerke bedeutender, berühmter und bekannter erscheinen mögen als andere. Wer schreibt die Kunstgeschichten; was wird darin aufgenommen und was bewusst oder unbewusst anderweitig verortet; wer ist "Star" in einer Sammlung, einer Ausstellung oder einer Hängung; und besitzen diese Fragen an und die Kategorisierung von künstlerischen Arbeiten überhaupt noch Relevanz? Alexej von Jawlenskys Gemälde "Bildnis des Tänzers Alexander Sacharoff" von 1909 ist eines der bekanntesten und beliebtesten Werke in der Sammlung des Blauen Reiter im Lenbachhaus, während Marianne von Werefkins "Der Tänzer Alexander Sacharoff" aus dem gleichen Jahr in der Fondazione Marianne von Werefkin in Ascona zu Hause ist und erstmals in der Ausstellung "Lebensmenschen" 2019/20 hier vor Ort zu sehen war. Direkt eingebunden in die Sammlung Blauer Reiter des Lenbachhauses lassen Elsners präzise und mit spitzem Stift gezeichnete Arbeiten die verschwommene Erinnerung an die Originalvorlage bewusst aufleben, die im Fall von Jawlenskys Gemälde lediglich an einer anderen Stelle im Museum hängt, und im Fall von Werefkins Arbeit bis Februar diesen Jahres 2020 hier ausgestellt war.

Mehr Moderne für das Lenbachhaus. Die Neuerwerbungen in der Sammlung Blauer Reiter
13.10.2020 - 07.02.2021

Die weltweit größte Sammlung zur Kunst des Blauen Reiter verdankt das Lenbachhaus in erster Linie der großzügigen Stiftung von Gabriele Münter. 1957 machte die einzigartige Schenkung anlässlich des 80. Geburtstags der Künstlerin die Städtische Galerie zu einem Museum von Weltrang. Das herausragende Geschenk umfasste zahlreiche Werke von Wassily Kandinsky bis 1914, von Münter selbst sowie Arbeiten von Künstlerkolleg*innen aus dem erweiterten Kreis des Blauen Reiter. Es folgten bedeutende Ankäufe und Schenkungen wie 1965 die ebenfalls außerordentlich großzügige Stiftung von Elly und Bernhard Koehler jun., dem Sohn des bedeutenden Mäzens und Sammlers mit Werken von Franz Marc und August Macke. Damit wurde das Lenbachhaus zum zentralen Ort der Erforschung und Vermittlung der Kunst des Blauen Reiter und nimmt diesen Auftrag seit über sechs Jahrzehnten insbesondere mit seiner Ausstellungstätigkeit wahr. Treibende Kraft hinter dieser Entwicklung war Hans Konrad Roethel, Direktor des Lenbachhauses von 1956 bis 1971. Nach seiner Amtszeit haben sich auch Armin Zweite und Helmut Friedel erfolgreich für die Erweiterung der Sammlung engagiert. Dennoch fehlen bis heute wichtige Werke aus dem Umkreis des Blauen Reiter.

Von der Isar nach Jerusalem Gabriella Rosenthal (1913-1975) — Zeichnungen
18.03.2020 - 14.02.2021

Die in München geborene Gabriella Rosenthal entwickelte ihr künstlerisches Talent bereits in frühester Jugend, während sie im Antiquariat ihres berühmten Großvaters Jacques Rosenthal mithalf und so ihr Kunstverständnis vertiefte. 1935 migrierte sie gemeinsam mit ihrem damaligen Mann, dem Schriftsteller und Religionspublizisten Schalom Ben-Chorin, nach Jerusalem und begann dort, ihren gänzlich neuen Alltag künstlerisch festzuhalten. Ihre Zeichnungen sowie feuilletonistische Texte veröffentliche sie in verschiedenen Zeitungen, unter anderem der Jerusalem Post, aber auch der deutschen Jüdischen Rundschau. Gabriella Rosenthals Werke zeugen von einem alltagsnahen, heiteren und liebevollen Blick auf das spannungsreiche und vielfältige Leben in Jerusalem. Gleichzeitig verweist sie mit demselben Humor immer wieder auf ihre Münchner Vergangenheit und bringt so verschiedene Kulturkreise miteinander in Verbindung. Die Ausstellung wurde in der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum realisiert und wird für das Jüdische Museum München umgearbeitet und adaptiert.

Michael Armitage. Paradise Edict
04.09.2020 - 14.02.2021

Der britisch-kenianische Maler Michael Armitage (geb. 1984 in Nairobi, Kenia) ist binnen kürzester Zeit zu einer der spannendsten jungen malerischen Stimmen der Gegenwartskunst avanciert. In seinen großformatigen, farbintensiven Ölgemälden bezieht er sich auf ostafrikanische Maltraditionen ebenso wie auf europäische. Als Farbträger für seine Gemälde fungiert das tuchähnliche Material Lubugo, das seine Malerei in den ostafrikanischen Raum verortet. Seine wirkmächtigen Bilder sind Ausdruck essentieller Aspekte des Menschseins: Grausamkeit, Sexualität, Liebe ebenso wie Mythologien und Traumzustände. Ca. 70 Werken ostafrikanischer Künstler*innen ist im Sinne einer Hommage ein eigener Raum gewidmet.

Silberkopf. Die Büste des heiligen Zeno aus Isen
28.05.2020 - 14.02.2021

Das kostbare Büstenreliquiar des heiligen Zeno, das um 1451 nach Isen gestiftet wurde, gilt als herausragendes Meisterwerk der gotischen Goldschmiedekunst. Eine kunsttechnologische Untersuchung der über zwei Kilogramm schweren Silberplastik brachte unlängst spektakuläre Erkenntnisse zu ihrer Herstellung ans Licht. Entstehung, wechselvolle Geschichte und Restaurierung der Büste stehen ebenso wie die Identifizierung des Meisters, der das Modell des ausdrucksstarken Kopfes schuf, im Zentrum der Ausstellung. Eine Reihe weiterer hochrangiger Bildwerke aus der Zeit um 1450 beleuchten das künstlerische Umfeld in Salzburg und im unteren Inntal am Ausgang des Mittelalters.

Hast du Töne? Töne erforschen, Klänge entdecken, Musik erleben
25.07.2020 - 21.02.2021

Eine Mitmachausstellung für Kinder ab 4 Jahren Du wolltest schon immer einmal eine Harfe ausprobieren? Eine Geige spielen oder gar auf die Pauke hauen? Eine große Sammlung an Orchesterinstrumenten wartet auf dich: alle dürfen ausprobiert und gespielt werden. Finde heraus, wie du mit ihnen laut oder leise, hoch oder tief, schnell oder langsam spielen kannst. Wie entstehen Töne überhaupt? Wodurch verändern sie sich? Warum kannst du Töne hören und wie werden Töne zu Musik? Zahlreiche Mitmachstationen laden dich ein, die Welt der Klänge, der Schwingungen und des Schalls zu erforschen. Hast du Töne? In der Klangwerkstatt kannst du aus den unterschiedlichsten Materialien selbst Instrumente oder Klangobjekte erfinden und bauen. Wie klingt dein Instrument? - Ohren auf und aufgespielt!

Lucy McKenzie
10.09.2020 - 21.02.2021

Lucy McKenzie (geb. 1977 in Glasgow), bekannt für ihren malerischen Einsatz illusionistischer Trompe-l'oeil- Effekte und architektonisch skalierte Installationen, etablierte sich schnell als eine der bemerkenswertesten Künstlerinnen ihrer Generation. Die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin selbst entwickelte Ausstellung wird mit über 100 Werken aus der Zeit von 1997 bis heute erstmals den gesamten Umfang ihres Schaffens untersuchen. Beispiele aus allen bedeutenden Werkgruppen der Künstlerin sind versammelt, angefangen bei frühen Gemälden, die sich auf Popmusik und die Olympischen Spiele in der Ära des Kalten Krieges beziehen, über ihre anschließende Auseinandersetzung mit den Traditionen der schottischen und osteuropäischen Wandmalerei und der belgischen Illustration bis zu großformatigen Gemälden, die auf Grundlage von historischen Baustilen entstanden. Ebenfalls enthalten sind Werke aus ihrem kollaborativen Modelabel und Forschungsbüro Atelier E.B. und jüngste Arbeiten, die die Grenzen zwischen Malerei, Skulptur und Möbel verwischen und zum Teil speziell für die Ausstellung entwickelt wurden

Thierry Mugler. Couturissime
03.04.2020 - 28.02.2021

Eine spektakuläre Mode-Extravaganza in der Kunsthalle München: Zum ersten Mal wird das Werk des Designers, Regisseurs, Fotografen und Parfümeurs Thierry Mugler in einer fulminant inszenierten Ausstellung präsentiert. Mehr als 140 Kreationen aus Haute Couture und Prêt-à-porter, unpubliziertes Archivmaterial sowie Werke von weltberühmten Fotografen beleuchten drei Jahrzehnte im Schaffen des Franzosen, der es seit den 70er-Jahren immer wieder schaffte, die Popkultur zu prägen und die Welt der Couture zu revolutionieren. Er wählte außergewöhnliche Materialien wie Metall, Kunstpelz, Vinyl oder Latex für die Umsetzung seiner futuristischen, glamourösen Schnitte und schuf epochemachende Kreationen, die eine ebenso sinnliche wie starke Weiblichkeit ausstrahlen.

Tikimania. Bernd Zimmer, die Marquesas-Inseln und der europäische Traum von der Südsee
10.07.2020 - 28.02.2021

„Tikimania“ präsentiert Werke des Malers Bernd Zimmer zusammen mit Südsee-Objekten aus dem Museum Fünf Kontinente. Das erzeugt Kontraste, ergibt Harmonien und erschafft ein völlig neues Zusammenspiel von europäischer Kunst und ozeanischer Kultur. Der 1948 in Planegg bei München geborene Bernd Zimmer ist einer der wichtigsten Vertreter der „Heftigen Malerei“. 1973 zog der Verlagsbuchhändler und Buchgestalter, Philosoph und Religionswissenschaftler nach West-Berlin, eine ideale Insel-Umgebung für die aufblühende Szene einer später als „Junge Wilde“ bezeichneten Malerbewegung. In Kreuzberg gründete er 1977 mit Rainer Fetting, Helmut Middendorf, Salomé und weiteren Künstler*innen die „Galerie am Moritzplatz“. Mit großer gestischer Vehemenz und starker Farbsinnlichkeit entwickelte sich eine neue expressive Malerei. 1980 gelang der künstlerische Durchbruch. Die Ausstellung „Heftige Malerei“ im Berliner „Haus am Waldsee“ machte ihn als Gegenwartskünstler international bekannt und erfolgreich. Zimmers Landschaftsbilder waren und sind ein Resultat seines ganz spezifischen Sehen-Könnens und seiner äußerst präzisen Beobachtungsgabe. Auf vielen Reisen hat er diese Talente entwickelt, vermehrt und vervollkommnet.

Bayerische Kunstförderpreise Bildende Kunst 2020
26.01.2021 - 28.02.2021

BAYERISCHE KUNSTFÖRDERPREISE BILDENDE KUNST 2020 Stephan Janitzky, Paula Leal Olloqui, Irina Ojovan, Lea von Wintzingerode, Viola Relle & Raphael Weilguni Ausstellungsdauer: 26. Januar - 28. Februar 2021 Online-Vernissage: Dienstag, 26. Januar 2021, 19.00 Uhr unter www.bbk-muc-obb.de/galerie-der-kuenstler/aktuell Begrüßung: Corbinian Böhm, Vorsitzender des BBK München und Oberbayern e.V. Videobotschaft: Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Ab 02.02.2021: Videoportraits der gezeigten Positionen unter www.bbk-muc-obb.de/galerie-der-kuenstler/aktuell 2020 zeichneten die Bayerischen Kunstförderpreise zum 55. Mal die herausragende Leistung junger Kunstschaffender in Bayern aus. In dem virtuellen Festakt betonte Kunstminister Bernd Sibler, das Kunst und Kultur kein Luxus seien, sondern absolute Notwendigkeit: beide hätten, so der Staatsminister, eine sinnstiftende und verbindende Wirkung, die uns Freude, Abwechslung und Ablenkung schenke.

Heimrad Bäcker. es kann sein, dass man uns nicht töten wird und uns erlauben wird, zu leben
12.11.2020 - 14.03.2021

Die Ausstellung "Heimrad Bäcker. es kann sein, dass man uns nicht töten wird und uns erlauben wird, zu leben“ widmet sich dem fotografischen Nachlass des Schriftstellers und Verlegers Heimrad Bäcker (1925-2003). Seit 2015 befindet sich dieses Konvolut von über 14.000 Einzelobjekten, die Zeugnis einer lebenslangen Auseinandersetzung mit dem Holocaust ablegen, im Wiener mumok. Eine Auswahl von Fotografien, Notizen, Textarbeiten und Fundstücken wird nun im NS-Dokumentationszentrum München gezeigt. Bäckers Fotografien entstanden zum Teil lange bevor es eine öffentliche Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und den Orten der Verbrechen gab. Sie dokumentieren den Zustand der ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und Gusen in Oberösterreich, die von Pflanzen überwuchert oder aber bewusst einer anderen Verwendung zugeführt worden waren. Ergänzt werden die Fotografien und Fundstücke durch Ausschnitte aus Bäckers "nachschrift", einer dichterischen Auseinandersetzung mit Zeugnissen von Täter*innen und Opfern der Shoah, sowie durch die Sound-Arbeit "Ein mörderischer Lärm“ von Tatiana Lecomte und Rainer Iglars Fotostrecke "Mauthausen 1974“.

Au Rendez-vous des amis. Klassische Moderne im Dialog mit Gegenwartskunst aus der Sammlung Goetz
29.09.2020 - 28.03.2021

Die Klassische Moderne ist mit ihrer Vielzahl von neuen künstlerischen Stilrichtungen eine Inspirationsquelle für die nachfolgenden Künstlergenerationen. Im frühen 20. Jahrhundert bereitete die Avantgarde den Weg für einen freien Umgang mit Farbe, Linie sowie Perspektive und entwarf Modelle für die Gestaltung einer neuen Gemeinschaft. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler setzen sich aber auch kritisch mit dem Erbe der Moderne auseinander und werfen Fragen zum Umgang mit Körper, Geschlecht und Identität auf. Diese positiven wie kritischen Impulse zeigt die Neupräsentation von 13 Sälen der Klassischen Moderne, bei der circa 120 Werke in Dialog mit 80 Werken der Gegenwartskunst aus der Sammlung Goetz treten. Dabei wird der Schwerpunkt Malerei medial um Fotografie, Skulptur, Arbeiten auf Papier sowie teilweise erstmals ausgestellte Bildteppiche erweitert. Künstlerinnen wie Louise Bourgeois und Huma Bhabha lassen sich, wie schon die Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner oder Erich Heckel, von ozeanischer und afrikanischer Plastik inspirieren, richten aber aus einer weiblichen Perspektive ihren Blick auf den Körper. Picassos kubistische Formensprache wiederum bleibt für bildnerische Möglichkeiten in der Gegenwartskunst eine stete Anregung, wie die Skulpturen und Gemälde von Aaron Curry und Tobias Pils zeigen. Maler der Neuen Sachlichkeit wie Karl Hubbuch oder George Grosz stellen die „Neue Frau" der 1920er Jahre dar, an deren selbstbewusstes Spiel mit weiblichen Rollenerwartungen Sarah Lucas in ihren provokativen fotografischen Selbstporträts anknüpft. Zwei der Abstraktion gewidmete Räume führen vor Augen, wie lebensreformerische Utopien und konstruktivistische Ideen des Bauhauses, die durch Oskar Schlemmer, Lásló Moholy-Nagy oder Josef Albers repräsentiert werden, bei Künstlerinnen und Künstlern wie Andrea Zittel, Rosemarie Trockel, Gerwald Rockenschaub oder Katja Strunz bis heute fortwirken.

Jagdgründe. Eine andere Geschichte der Macht
13.11.2019 - 31.03.2021

Seit dem Mittelalter besteht zwischen Jagd und Macht ein Zusammenhang: nur die herrschende Elite durfte jagen. Als Privileg des Adels wurde die Jagd auch zu einer symbolisch-politischen Handlung, deren Inszenierung der Machtsicherung diente. Über viele Jahrhunderte war die Jagd ein Oberschichten- und Männerphänomen. Die Ausstellung "Jagdgründe" zeigt die Jagd als Aktionsfeld von Mächtigen. Sichtbar werden Akteure und Netzwerke in Vergangenheit und Gegenwart, in Ost und West, in Politik und Wirtschaft, ihre Motive und Ziele. Auch die Geschichte des Museums selbst erfährt eine neue Deutung: die Gründung des Deutschen Jagdmuseums zeigt eindrucksvoll die ideologische Instrumentalisierung jagdlicher Themen. Heute ist die Jagd eine andere. Sie hat den Anschein der Exklusivität verloren, sie wird weiblicher und stellt sich den Herausforderungen der Gegenwart: Artenvielfalt, Naturschutz und Verantwortung motivieren viele Jäger.

Regietheater
17.07.2020 - 11.04.2021

Regietheater – ein Reizwort der deutschen Theatergeschichte. Es polarisiert seit über 100 Jahren die Menschen auf und hinter der Bühne und im Zuschauerraum wie in der Kritik. Der 1968er Generation, auf deutschen Bühnen vertreten durch Peter Zadek, Claus Peymann und Peter Stein, wird das Monopol des Regietheaters landläufig zugeschrieben, als sei es ihre Erfindung. Doch eine der heftigsten Diskussionen um dieses Thema entfachte sich bereits 1919 bei der Premiere von Friedrich Schillers Wilhelm Tell in der Inszenierung von Leopold Jessner.

Fotografie Heute III: Resistant Faces
27.11.2020 - 11.04.2021

Ausstellungsreihe zur künstlerischen Fotografie im digitalen Zeitalter Welche Gesichts- und Körperbilder produzieren digitale Technologien? Wie steht es um Autonomie und Individualität in einer Gegenwart, die von sozialen Netzwerken und flächendeckender Gesichtserkennung geprägt ist? Die Ausstellung RESISTANT FACES versammelt kritische Bild- und Wirklichkeitsentwürfe aus der zeitgenössischen Fotografie und fragt nach dem Status des Porträts im virtuellen Zeitalter.

Veranstaltungskalender

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