Home  Ausstellungen

Ausstellungen

Taiwan Acts!
08.07.2021 - 03.10.2021

Nach dem verheerenden Erdbeben vom 21. September 1999 haben sich in Taiwan zahlreiche Architekturinitiativen entwickelt, die die soziale Rolle des Bauens im eigenen Land zu ihrem Thema machen. Dazu gehören z.B.: die Massnahmen zur Verbesserung der urbanen Struktur von Yilan, aber auch Kulturbauten, Infrastruktur und Wohnbau an anderen Orten auf der Insel. Präsentiert warden Projekte von Architekt*innen wie Ying-Chun Hsieh und Atelier–3, Fieldoffice Architects mit Sheng-Yuan Huang, das „Forward-looking Infrastructure Development Program for urban renewal in Hsinchu and Keelung City” und auch Studio Cho and Chen-Yu Chiu. Viele von ihnen sind Europa bislang kaum bekannt. Die Ausstellung “Taiwan Acts!” ist damit die bislang größte Ausstellung zu diesem Thema und zeigt eine engagierte Kultur des Bauens und Planens, die in einem offenen gesellschaftlichen Dialog entstanden ist.

Tikimania. Bernd Zimmer, die Marquesas-Inseln und der europäische Traum von der Südsee
10.07.2020 - 28.02.2021

„Tikimania“ präsentiert Werke des Malers Bernd Zimmer zusammen mit Südsee-Objekten aus dem Museum Fünf Kontinente. Das erzeugt Kontraste, ergibt Harmonien und erschafft ein völlig neues Zusammenspiel von europäischer Kunst und ozeanischer Kultur. Der 1948 in Planegg bei München geborene Bernd Zimmer ist einer der wichtigsten Vertreter der „Heftigen Malerei“. 1973 zog der Verlagsbuchhändler und Buchgestalter, Philosoph und Religionswissenschaftler nach West-Berlin, eine ideale Insel-Umgebung für die aufblühende Szene einer später als „Junge Wilde“ bezeichneten Malerbewegung. In Kreuzberg gründete er 1977 mit Rainer Fetting, Helmut Middendorf, Salomé und weiteren Künstler*innen die „Galerie am Moritzplatz“. Mit großer gestischer Vehemenz und starker Farbsinnlichkeit entwickelte sich eine neue expressive Malerei. 1980 gelang der künstlerische Durchbruch. Die Ausstellung „Heftige Malerei“ im Berliner „Haus am Waldsee“ machte ihn als Gegenwartskünstler international bekannt und erfolgreich. Zimmers Landschaftsbilder waren und sind ein Resultat seines ganz spezifischen Sehen-Könnens und seiner äußerst präzisen Beobachtungsgabe. Auf vielen Reisen hat er diese Talente entwickelt, vermehrt und vervollkommnet.

Bayerische Kunstförderpreise Bildende Kunst 2020
26.01.2021 - 28.02.2021

BAYERISCHE KUNSTFÖRDERPREISE BILDENDE KUNST 2020 Stephan Janitzky, Paula Leal Olloqui, Irina Ojovan, Lea von Wintzingerode, Viola Relle & Raphael Weilguni Ausstellungsdauer: 26. Januar - 28. Februar 2021 Online-Vernissage: Dienstag, 26. Januar 2021, 19.00 Uhr unter www.bbk-muc-obb.de/galerie-der-kuenstler/aktuell Begrüßung: Corbinian Böhm, Vorsitzender des BBK München und Oberbayern e.V. Videobotschaft: Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Ab 02.02.2021: Videoportraits der gezeigten Positionen unter www.bbk-muc-obb.de/galerie-der-kuenstler/aktuell 2020 zeichneten die Bayerischen Kunstförderpreise zum 55. Mal die herausragende Leistung junger Kunstschaffender in Bayern aus. In dem virtuellen Festakt betonte Kunstminister Bernd Sibler, das Kunst und Kultur kein Luxus seien, sondern absolute Notwendigkeit: beide hätten, so der Staatsminister, eine sinnstiftende und verbindende Wirkung, die uns Freude, Abwechslung und Ablenkung schenke.

Ammonit mit Biss
01.02.2021 - 28.02.2021

Räuber-Beutebeziehungen gehören bei Fossilien zu den aufregendsten Entdeckungen, weil sie einen direkten Einblick in das Leben ausgestorbener Arten ermöglichen. Das Fossil des Monats ist ein scheibenförmiger Ammonit aus dem mittleren Jura, der eine deutliche Bissmarke aufweist, die von einem Fisch stammt, der in die Schale des Ammoniten hineinbiss. Die hufeisenförmigen Bissmarken sind auf beiden Seiten der Schale zu sehen und liegen einander genau gegenüber, wie es bei einem Biss zu erwarten ist. Es sind auch Abdrücke einzelner Zähne zu sehen. Der Übeltäter war vermutlich ein pycnodonter Knochenfisch, Vertreter einer Fischgruppe, die in der Jura-Zeit verbreitet vorkam. Die Schale des Ammoniten zeigt keine Heilungsspuren, so dass die Attacke des Fisches wohl tödlich war. Ammoniten sind Kopffüßer (Cephalopoda) und weitläufige Verwandte der heutigen Tintenfische.

Maya Schweizer. Stimmen
22.10.2020 - 14.03.2021

Maya Schweizer umkreist mit ihren filmischen Arbeiten Fragen von Geschichte, Identität und Erinnerung. Urbane Räume als Schnittstellen individueller und kollektiver Handlungsweisen sind oftmals Ausgangspunkt ihrer Betrachtung. In der Wahrnehmung dieser Orte und Räume legt sie soziale Realitäten, eingeschriebene Erzählungen und sich überlagernde Geschichte/n frei. Wenn Schweizer kulturelle Identität, die Rolle Einzelner als politische Akteure oder individuelle Erinnerung sichtbar macht, geht es dabei stets auch um die stellvertretende Erfahrung im gesellschaftlichen Rahmen. So wird Schweizer in der Arbeit A Memorial, a Synagogue, a Bridge and a Church (Ein Denkmal, eine Synagoge, eine Brücke und eine Kirche, 2012) zur akribischen Beobachterin alltäglicher Situationen, beispielsweise an einem Platz in Bratislava, den sie zu einem Laborraum macht, und reflektiert wie sich in dessen Struktur und Organisation Epochen überlappen. In Regarde par ici, ... Und dort die Puschkinallee (2018) thematisiert sie einen ehemaligen Wachturm an der Grenze zwischen Ost- und Westberlin oder bewegt sich in L’étoile de mer (Der Seestern, 2019) zwischen Vergessen und Erinnerung, erzeugt durch eine Fülle von Bildern.

Jagdgründe. Eine andere Geschichte der Macht
13.11.2019 - 31.03.2021

Seit dem Mittelalter besteht zwischen Jagd und Macht ein Zusammenhang: nur die herrschende Elite durfte jagen. Als Privileg des Adels wurde die Jagd auch zu einer symbolisch-politischen Handlung, deren Inszenierung der Machtsicherung diente. Über viele Jahrhunderte war die Jagd ein Oberschichten- und Männerphänomen. Die Ausstellung "Jagdgründe" zeigt die Jagd als Aktionsfeld von Mächtigen. Sichtbar werden Akteure und Netzwerke in Vergangenheit und Gegenwart, in Ost und West, in Politik und Wirtschaft, ihre Motive und Ziele. Auch die Geschichte des Museums selbst erfährt eine neue Deutung: die Gründung des Deutschen Jagdmuseums zeigt eindrucksvoll die ideologische Instrumentalisierung jagdlicher Themen. Heute ist die Jagd eine andere. Sie hat den Anschein der Exklusivität verloren, sie wird weiblicher und stellt sich den Herausforderungen der Gegenwart: Artenvielfalt, Naturschutz und Verantwortung motivieren viele Jäger.

Regietheater
17.07.2020 - 11.04.2021

Regietheater – ein Reizwort der deutschen Theatergeschichte. Es polarisiert seit über 100 Jahren die Menschen auf und hinter der Bühne und im Zuschauerraum wie in der Kritik. Der 1968er Generation, auf deutschen Bühnen vertreten durch Peter Zadek, Claus Peymann und Peter Stein, wird das Monopol des Regietheaters landläufig zugeschrieben, als sei es ihre Erfindung. Doch eine der heftigsten Diskussionen um dieses Thema entfachte sich bereits 1919 bei der Premiere von Friedrich Schillers Wilhelm Tell in der Inszenierung von Leopold Jessner.

Hund, Katze, Maus. Tiere in der Antike
30.06.2020 - 11.04.2021

Hunde und Katzen sind die Tiere, mit denen wir uns heute am häufigsten umgeben. Sie sind treue Begleiter sowie Spielkameraden und verschaffen eine emotionale Bindung. Die große Sonderausstellung „Hund, Katze, Maus – Tiere in Alltag und Mythos“ in den Staatlichen Antikensammlungen in München führt Erwachsene und Kinder in eine vergangene Welt, in der der Umgang mit Tieren in manchen Bereichen ähnlich war wie heute, in anderen Bereichen aber auch ganz verschieden. Tiere begleiten die Menschen schon immer. Sie wurden von ihnen zuerst gejagt und später als Nutztiere domestiziert, um schließlich im Einzelfall zum Haustier zu werden. In der Ausstellung wird das Verhältnis von Mensch und Tier in der Zeit der griechischen, etruskischen und römischen Antike an Hand von herausragenden Objekten beleuchtet.

Danner-Preis 2020. Zum 100-jährigen Jubiläum der Danner-Stiftung
15.10.2020 - 11.04.2021

Im Jahr 1920 gründete Therese Danner im Gedenken an ihren 1917 verstorbenen Ehemann Benno eine deutschland-, wenn nicht gar europaweit einzigartige Stiftung: Die Benno und Therese Danner’sche Kunstgewerbestiftung zur Förderung des Kunsthandwerks in Bayern – besser bekannt als die Danner-Stiftung. Aus diesem Anlass werden erstmals die PreisträgerInnen des seit 1984 in dreijährigem Rhythmus vergebenen Danner-Preises auf Einladung der Neuen Sammlung in einer Ausstellung unter dem Glasdach der Pinakothek der Moderne zu sehen sein. Ihre Arbeiten werden gemeinsam mit bislang kaum bekannten Objekten aus der 100-jährigen Sammlungsgeschichte der Danner-Stiftung gezeigt.

Fotografie Heute III: Resistant Faces
27.11.2020 - 11.04.2021

Ausstellungsreihe zur künstlerischen Fotografie im digitalen Zeitalter Welche Gesichts- und Körperbilder produzieren digitale Technologien? Wie steht es um Autonomie und Individualität in einer Gegenwart, die von sozialen Netzwerken und flächendeckender Gesichtserkennung geprägt ist? Die Ausstellung RESISTANT FACES versammelt kritische Bild- und Wirklichkeitsentwürfe aus der zeitgenössischen Fotografie und fragt nach dem Status des Porträts im virtuellen Zeitalter.

Cyrill Lachauer. I am not sea, I am not land - Sammlung Goetz im Haus der Kunst
23.10.2020 - 11.04.2021

Cyrill Lachauer entwickelt seine umfangreichen Projekte auf langen Reisen, bei denen er tief in die lokalen Kulturen des jeweiligen Ortes eintaucht. In seiner neuen Arbeit “I am not sea, I am not land“ beschäftigt er sich mit den Ideen und Vorstellungen von Land und Landschaft. Den Auftakt zur Ausstellung bildet die Filmprojektion einer vom Künstler bearbeiteten Sequenz aus dem Film „Man of Aran“ von 1934. Darin macht eine vom Wind aufgepeitschte See eine klare Grenzziehung zwischen Festland und Meer unmöglich. Lachauer nimmt uns mit zu Tänzen und Bergen, zu Diamantsuchern und Hobos. Sie alle eint das Schicksal von Grenzgänger*innen.

Weapon Art Fair
09.03.2021 - 11.04.2021

Amnesty International, Katrin Blohmann, DTLV Doom, Stefano Giuriati, Andreas Höhne, Anuk Jovovic, Torsten Mühlbach, Gabriele Obermaier, Gregor Passens, Susanne Schütte Steinig, Sophia Süßmilch, Venske & Spänle, Moritz Walser, Bruno Wank, Guido Weggenmann, Zentrum für Politische Schönheit  Viele meinen, die Waffe war von Anfang an dabei. Einige sagen, sie kam erst mit dem Besitz. Eine Ausstellung zeitgenössischer Künstler*innen zum Thema "Waffen" und deren ästhetische Darstellung in der Kunst.

Sanfte Störung. Gabriele Obermaier
26.02.2021 - 11.04.2021

Die Bildhauerin Gabriele Obermaier nimmt Maß am Vermessen des menschlichen Körpers. Über der einfachen Frage, welches Körper-Ideal Robotik und KI-Applikationen ihrer Datenerfassung des menschlichen Körpers eigentlich zu Grunde legen, entwickelt Obermaier ihre Ausstellung. Hier bestimmen nicht allgegenwärtige Algorithmen eines Außen die Bewegung im Raum. Stattdessen adressiert die Künstlerin mit ihren Installationen und Objekten ein spezifisches Körper-Gefühl. Es lädt zur Aktion im Raum ein, zumindest zu deren Imagination. Wenn also Gabriele Obermaier in der Münchner Artothek goldene Boulder-Griffe anbringt, geht es nicht darum, sich Körper vorzustellen, die die Wand flashen, sondern sich der eigenen Unterarme zu vergewissern. Ein Vorteil der Artothek in pandemischen Zeiten: Der Ausstellungsraum in der Nähe des Viktualienmarktes ist von außen durch große Scheiben gut einsehbar. Was die Künstlerin für gendersensitive Botschaften nutzt und für eine Ausstellungskomposition, die mit den Besonderheiten des Raumgefüges arbeitet. Zum Beispiel eröffnet ein dezenter Vorhang aus feinen Fäden nicht nur ein minimalistisch-flexibles Entrée, ist visuelle Membran und sanfte Störung. Er zeigt auch wie fein und zugleich virtuos Gabriele Obermaier mit Räumen und Kontexten umgeht.

over 13 – reflections on an art space
10.10.2020 - 11.04.2021

Wann wird ein Raum zum Kunstraum? Unter welchen Bedingungen wird hier gearbeitet? Ist neu immer neu? Und wie klingt eigentlich eine Montagehalle? Seit 40 Jahren wird auf dem Areal in der Lothringer Straße 13 Kunst produziert und präsentiert. Im Laufe der Zeit wurden die Atelier- und Ausstellungsflächen immer wieder durch Umbauten und Umnutzungen neu strukturiert. Neben unzähligen Ausstellungen entstanden temporäre Projekträume, Aktionsräume, Medienlabore und Archive. Over 13 – reflections on an art space geht verschiedenen spezifischen wie symptomatischen Spuren vor Ort nach und bildet den Auftakt, die Geschichte der Institution als Ressource für gegenwärtige und zukünftige Projekte zu erschließen. Im Zentrum stehen dabei künstlerische Perspektiven, die sich subjektiv, spekulativ und kollaborativ der Lothringer 13 Halle und ihren Erzählungen nähern.

Hank Schmidt in der Beeks. Enzyklopädie der großen Geister
19.11.2020 - 13.04.2021

Nicht zum ersten Mal gibt es im und am Isartor einen Einblick in Hank Schmidt in der Beeks buntes Werk: 2014 mit seiner Collagenausstellung Ein Akt, eine Treppe hinaufzumsteigen, letztes Jahr mit Band, 1000-Watt-Verstärkern und wehendem Fahnengeschwenke im Turmstüberl und diesen Sommer – ebenfalls mit ausufernden, riskanten Schwenkeinlagen – unten im Hof. Und vielleicht wäre es damit nun auch erstmal gut. Andererseits: Wenn uns Hank an die Hand nimmt, mit Wladimir Majakowski, James Joyce und den Schwestern Brontë beim Hirschenwirt ein hervorragend eingeschenktes Weizenbier zu trinken, Marie Curies und Wilhelm Reichs tollkühnen Sprüngen vom 10er bzw. 7,50er-Brett im Dantebad zuzujubeln und unter Edgar Allan Poe‘scher Brummtopfbegleitung mit E.T.A. Hoffmann zusammen in das schöne Lied vom Wildschütz Jennerwein einzustimmen bis schließlich Oswald von Wolkenstein die Stadltür ins Schlossknallt, dann sollte es sich doch allemal lohnen, dem Berliner "Künstler“ und Sänger der Pub-Rock-Band Das Lunsentrio noch ein weiteres Mal den Nordturm des Valentin-Karlstadt-Musäums aufzusperren.

Thierry Mugler. Couturissime
03.04.2020 - 18.04.2021

Eine spektakuläre Mode-Extravaganza in der Kunsthalle München: Zum ersten Mal wird das Werk des Designers, Regisseurs, Fotografen und Parfümeurs Thierry Mugler in einer fulminant inszenierten Ausstellung präsentiert. Mehr als 140 Kreationen aus Haute Couture und Prêt-à-porter, unpubliziertes Archivmaterial sowie Werke von weltberühmten Fotografen beleuchten drei Jahrzehnte im Schaffen des Franzosen, der es seit den 70er-Jahren immer wieder schaffte, die Popkultur zu prägen und die Welt der Couture zu revolutionieren. Er wählte außergewöhnliche Materialien wie Metall, Kunstpelz, Vinyl oder Latex für die Umsetzung seiner futuristischen, glamourösen Schnitte und schuf epochemachende Kreationen, die eine ebenso sinnliche wie starke Weiblichkeit ausstrahlen.

Michael Armitage. Paradise Edict
04.09.2020 - 18.04.2021

Der britisch-kenianische Maler Michael Armitage (geb. 1984 in Nairobi, Kenia) ist binnen kürzester Zeit zu einer der spannendsten jungen malerischen Stimmen der Gegenwartskunst avanciert. In seinen großformatigen, farbintensiven Ölgemälden bezieht er sich auf ostafrikanische Maltraditionen ebenso wie auf europäische. Als Farbträger für seine Gemälde fungiert das tuchähnliche Material Lubugo, das seine Malerei in den ostafrikanischen Raum verortet. Seine wirkmächtigen Bilder sind Ausdruck essentieller Aspekte des Menschseins: Grausamkeit, Sexualität, Liebe ebenso wie Mythologien und Traumzustände. Ca. 70 Werken ostafrikanischer Künstler*innen ist im Sinne einer Hommage ein eigener Raum gewidmet.

Archiv Galerie 2020/21 - Archives in Residence: euward Archiv
18.09.2020 - 25.04.2021

Seit dem Jahr 2000 vergibt die Münchner Augustinum Stiftung den euward - den einzigen Kunstpreis von internationalem Rang für Kunst im Kontext geistiger Behinderung. Das euward Archiv ist im Rahmen der Serie „Archives in Residence“ zu Gast im Haus der Kunst und macht einen Teil seiner Bestände erstmals öffentlich zugänglich. Dokumente, Fotografien und audiovisuelle Medien erzählen von vielseitigen Begabungen und Leidenschaften, aber auch von Verletzungen und dem Ringen nach Anerkennung. Die Präsentation versteht sich als Einladung, unsere Vorstellungen von inklusiver Kultur und diverser Gesellschaft neu zu diskutieren.

Der Öffentlichkeit - von den Freunden Haus der Kunst: Kapwani Kiwanga. Plot
09.10.2020 - 25.04.2021

Die siebte Ausgabe der Serie DER ÖFFENTLICHKEIT – VON DEN FREUNDEN HAUS DER KUNST widmet das Haus der Kunst der kanadischen Künstlerin Kapawani Kiwanga (* 1978 in Hamilton, Kanada; lebt und arbeitet in Paris). Kiwangas Praxis zeichnet die durchdringenden Auswirkungen von Machtasymmetrien nach, indem sie historische Narrative in einen Dialog mit zeitgenössischen Realitäten, dem Archiv und den Möglichkeiten von morgen stellt. Ihr Projekt im Haus der Kunst besteht aus einer sich ständig wandelnden Serie von künstlerischen Interventionen und Ereignissen in drei "Akten", die über die gesamte Dauer der Ausstellung hinweg inszeniert werden.

Prekäraoke! Wes Brot ich ess, des Lied ich sing
24.02.2021 - 25.04.2021

Mit ihrem Singspiel "PREKÄROTOPIA. Vom utopischen Versuch gemeinsam zu verändern“ hinterfragen die Künstlerinnen Beate Engl, Leonie Felle und Franka Kaßner grundlegende Definitionen von Solidarität und die Möglichkeiten durch gemeinsames Handeln Veränderung zu bewirken. Die drei zentralen Kunstfiguren des Singspiels – Poupée, Speaker und Trickster – holen dazu aus, das System PREKÄROTOPIA durch Zerstörung umzuformen. Von der anfänglichen Euphorie führt die Erzählung des Stücks zur Vereinzelung seiner Figuren und in das Desaster des Scheiterns, durch die Unvereinbarkeit der verschiedenen Interessen: "Keiner für alle!“ Im MaximiliansForum verarbeiten die Künstlerinnen das Hauptmotiv ihres Singspiels “Wes Brot ich ess, des Lied ich sing” zu einer neuen Installation. In Zeiten des eingeschränkten Handlungsraums, möchten sie den Raum öffnen und Strukturen schaffen, die den Betrachter*innen online und offline eine aktive Handlung ermöglicht. Eine Karaoke-Version ihres Singspiels trifft auf ein Diorama der Ambivalenz und ein Tortendiagramm als vermeintliches Hierarchiemodell. PREKÄRAOKE für alle zu Hause zum Mitsingen!

Patricia L. Boyd. Hold
01.02.2021 - 30.04.2021

Patricia L. Boyd entwickelt ihre Arbeiten ausgehend von Infrastrukturen und Dynamiken, die dem jeweiligen Kontext ihrer Produktion und Präsentation eingeschrieben sind. Die in Boyds Einzelausstellung Hold im Kunstverein München präsentierten Arbeiten, von denen viele in die Architektur seiner Ausstellungsräume eingreifen, zeugen vom wechselseitigen Verhältnis zwischen künstlerischer Praxis und den Mechanismen des Ausstellens. Durch die Darstellung von und Bezugnahme auf verschiedene Arten von - sowohl konkreten als auch metaphorischen - Behältern und Schwellen verweist die Ausstellung zudem auf Widersprüche, die psychologische und institutionelle Räume strukturieren. Im Rahmen von Hold wird es diverse Veranstaltungen geben, darunter eine Online-Lesung der Künstlerin Moyra Davey und ein von Boyd ausgewähltes Filmprogramm u.a. mit Arbeiten von Pope.L, Carole Roussopoulos und Delphine Seyrig, und Helke Sander. Die erste umfassende Publikation der Künstlerin erscheint anlässlich der Ausstellung und wird in Zusammenarbeit mit dem Grafikdesigner Scott Ponik konzipiert.

Veranstaltungskalender

< Februar - 2021 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28