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Ausstellungen

Hast du Töne? Töne erforschen, Klänge entdecken, Musik erleben
25.07.2020 - 20.06.2021

Eine Mitmachausstellung für Kinder ab 4 Jahren Du wolltest schon immer einmal eine Harfe ausprobieren? Eine Geige spielen oder gar auf die Pauke hauen? Eine große Sammlung an Orchesterinstrumenten wartet auf dich: alle dürfen ausprobiert und gespielt werden. Finde heraus, wie du mit ihnen laut oder leise, hoch oder tief, schnell oder langsam spielen kannst. Wie entstehen Töne überhaupt? Wodurch verändern sie sich? Warum kannst du Töne hören und wie werden Töne zu Musik? Zahlreiche Mitmachstationen laden dich ein, die Welt der Klänge, der Schwingungen und des Schalls zu erforschen. Hast du Töne? In der Klangwerkstatt kannst du aus den unterschiedlichsten Materialien selbst Instrumente oder Klangobjekte erfinden und bauen. Wie klingt dein Instrument? - Ohren auf und aufgespielt!

Felix Brenner, Andreas Maus, KarHang Mui. euward8
30.04.2021 - 27.06.2021

Das Haus der Kunst heißt in 2021 die Preisträger des euward European Award für Malerei und Grafik willkommen. Seit 2000 verleiht die Augustinum Stiftung alle drei Jahre den euward mit dem Ziel, Künstler*innen im Kontext von geistiger Behinderung innerhalb des Ausstellungsbetriebs zu Sichtbarkeit und Anerkennung zu verhelfen. Der Schweizer Künstler Felix Brenner (* 1955) verarbeitet seine großformatige Malerei mit grafischen Einzelblättern, Zeichnungen und Lithografien zu wandfüllenden Bild-Installationen. Er performt, produziert Videos, veröffentlicht Sendungen auf Mix-Cloud, er verfasst vielbändige „Dossiers“ und ethnobotanische Studien. In der aktuellen Ausstellung zeigt sich dieses multimediale Schaffen auch in seiner thematischen Vielfalt. Ausnahmslos biografisch verstanden, bearbeitet der Künstler in den symbolisch aufgeladenen Bildern sein Leben als eine Art Assemblage von Ereignissen. Andreas Maus (* 1964) lebt in Pulheim und arbeitet in Köln. Er erzählt mit Bleistiftund Kugelschreiberzeichnungen von menschlichen Abgründen, Leid, Verfolgung und Folter in allen Phasen der jüngeren deutschen Geschichte. Und er spürt ihnen bis in die Gegenwart der Neo-Nazis nach. In seinen tagebuchartigen Künstlerbüchern reflektiert er mit einer Kombination von Wort und Bild den langen Weg von Exklusion und ihren Folgen. In den pulsierend expressiven und detailreichen Farbstiftzeichnungen des in den Niederlanden lebenden KarHang Mui mit Wurzeln in Hongkong (* 1989) verbinden sich Natur und Kultur. Die Unterscheidung zwischen Landschaft und Architektur, Abstraktion und Figuration, Wirklichkeit und Transzendenz scheinen zu verschwimmen. Die Darstellung fantastischer Traumwelten ist überall von der feinen Textur der Strichführung durchzogen.

Zeichen und Wunder
15.02.2021 - 30.06.2021

Ugo Dossi, dessen Installationen zweimal auf der Documenta, zweimal auf der Biennale von Venedig sowie in zahlreichen internationalen Museen gezeigt wurden, demonstriert mit diesem Projekt seine Faszination für die altägyptischem Kunst, für ihren universellen Horizont und ihre inhaltliche Tiefe. In sein Werk, das um Weltmodelle, in denen sich Kunst und Wissenschaft begegnen, und um Sinnliches und Übersinnliches kreist, sind früh Elemente aus der altägyptischen Kunst eingeflossen. Ein Antlitz der Nofretete spielt in seiner Werkgruppe NEFER seit 1990 eine zentrale Rolle als Bild-Metapher für Vollkommenheit. Über diese Bild-Metapher setzt Dossi als zweite Bedeutungsebene streng reduzierte graphische Elemente und erstellt damit monumentale Bilderrätsel. Für die Ausstellung in München konzentriert sich Ugo Dossi auf das Phänomen der hieroglyphischen Zeichen, in denen er pictographische Wissensspeicher erkennt, die in die Tiefe der Denkwelt der Pharaonischen weisen. Damit bringt er altägyptische Bildallegorien in die Gegenwartskunst ein und setzt, umgekehrt, aktuelle Welt-Bilder in altägyptische Bilder-Welten. Typisch für Dossis Kunst, oszillieren alle seine Objekte in einem Spannungsfeld zwischen Materiellem und Immateriellen. Der Einsatz holographischer Materialien verstärkt diesen Eindruck. Seine Gefäß-Skulpturen von Nofretete, Echnaton, Horus und Sachmet aus Granit und Marmor verkörpern irdische Materie, ihre Ausformung macht gleichzeitig immateriell das Profil der jeweiligen Vorlage sichtbar. Das Dargestellte selbst, für das Dossis Gestaltungen materiell die Schattenform vorgeben, ist körperlos gegenwärtig, – Licht – und somit unvergänglich

Manipulation of Delphi
01.02.2021 - 30.06.2021

Angelehnt an das Orakel der antiken Weissagungsstätte bezeichnet 2Manipulation of Delphi“ die potentielle Abweichung jeder Schätzmethode, die zukünftige Entwicklungen voraussagt. Insofern bleibt auch die Wechselbeziehung der drei unterschiedlichen künstlerischen Posiitonen spekulativ. Magdalena Waller reflektiert mit ihrer Malerei die gegenwärtige Situation – das Leben in einer andauernden Pandemie. Julia Klemm bildet aus gesammelten massenproduzierten Keramik- und Porzellanfiguren neue Assemblage-Figuren. Und Christian Engelmanns bringt mit seinen raumbezogenen großformatiken Werken politisch und sozialkritische Hintergründe auf humorvolle, überraschende oder doppeldeutige Weise zum Vorschein.

„Spot On": German Pop – Thomas Bayrle, K.H. Hödicke, Jörg Immendorff, Sigmar Polke, Gerhard Richter
03.11.2020 - 30.06.2021

Unter dem Titel "Spot On“ werden in zwei Räumen im Erdgeschoss sowie in den Medienräumen im Untergeschoss jüngst erworbene Werkblöcke von verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern gezeigt. In der Ausstellung „German Pop“ sind Werke zu sehen, die sich mit dem konservativen Kunstverständnis im Nachkriegsdeutschland auseinandersetzen.

Bertel Thorvaldsen – Bildhauer Ludwigs I.
27.01.2021 - 25.07.2021

2020 wird der 250. Geburtstag des berühmten dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen begangen. Der bayerische König Ludwig I. verehrte Thorvaldsen sehr. Die Sonderausstellung „Bertel Thorvaldsen – Bildhauer Ludwigs I.“ geht der Beziehung zwischen Staatsmann und Künstler sowie ihren heute noch sichtbaren Spuren in München nach. Sie knüpft an die im Thorvaldsens Museum in Kopenhagen gezeigte Sonderausstellung „Powerful Presences“ (8.3.-18.10.2020) an. Beide Ausstellungen finden 2020 im Rahmen des deutsch-dänischen kulturellen Freundschaftsjahres statt. In München liegt der Schwerpunkt auf der vielschichtigen Verbindung zwischen Thorvaldsen und Ludwig I. Mit dem Ort, der Glyptothek, ist Thorvaldsen auf mehreren Ebenen verbunden. Noch als Kronprinz hat ihm Ludwig die Restaurierung der Ägineten (1816-18) übertragen. Diese früh-griechischen Giebelfiguren vom Aphaiatempel auf der Insel Ägina sind der größte Schatz des Museums. Ihre Restaurierung war ein neuartiges Unterfangen, für das Ludwig mit Thorvaldsen den besten Bildhauer seiner Zeit gewinnen konnte. Die Sonderausstellung zeichnet in mehreren Stationen die Biografie des dänischen Künstlers nach. Sie hebt dessen Verbindungen zu München und speziell zum Kronprinzen und späteren König Ludwig I. als Bewunderer und Auftraggeber hervor.

Phyllida Barlow. frontier
05.03.2021 - 25.07.2021

Mit dieser großen Retrospektive zum Werk der britischen Bildhauerin Phyllida Barlow (* 1944) eröffnet das Haus der Kunst 2020 eine Reihe von Ausstellungen im repräsentativen Ostflügel des Hauses, die zeitgenössischen weiblichen Stimmen gewidmet sind. Die skulpturalen Gebilde von Phyllida Barlow sind sperrig und nicht einfach zu erfassen: Bauholz, Pappkarton, Zement, Lehm, Kunststoffrohre und bunte Textilien türmen sich, breiten sich aus, versperren den Weg. Der Blick wandert über diese Landschaften aus Alltagsmaterialen, weiß nicht woran er sich festhalten soll, schweift in die Höhe, um die enormen Dimensionen zu begreifen. Barlows Arbeiten sind eine ständige Herausforderung, sie erobern sich den Raum, als führten sie ein Eigenleben. Sie fordern die Betrachter*innen auf, Räume zu erkunden, Volumina wahrzunehmen, die Sprache der Architektur zu hören.

Bis ans Ende der Welt und über den Rand – mit Adolf Wölfli
29.04.2021 - 25.07.2021

Bis ans Ende der Welt und über den Rand – mit Adolf Wölfli Die Ausstellung "Bis ans Ende der Welt und über den Rand – mit Adolf Wölfli“ berührt Themen des Mensch-Seins: Weltenschöpfung und Erlösung, Vision und Utopie, Missbrauch und Versöhnung, Sinn und Wahnsinn. Auf mehr als 25.000 Seiten verknüpft der Künstler und Weltenschöpfer Adolf Wölfli (1864-1930) Zeichnung, Dichtung und Komposition zu einem inspirierenden Gesamtkunstwerk. Auf zwei Etagen der historischen Künstlervilla Franz von Stucks wird eine Auswahl von 70 Arbeiten von Adolf Wölfli aus der Sammlung der Adolf Wölfli-Stiftung, Kunstmuseum Bern, gemeinsam mit 70 Werken weiterer Weltenschöpfer präsentiert, u.a. Arbeiten von Hans (Jean) Arp, Joseph Beuys, William S. Burroughs, VALIE EXPORT, Anselm Kiefer und Constance Schwartzlin-Berberat.

Mobile Kinderwelten
29.10.2020 - 27.07.2021

Mobilität prägt unser Leben von Kindesbeinen an: Roller, Tretauto und Co. sind fester Teil der Kindheit und spiegeln zugleich die Welt der Erwachsenen. Waren die ersten Spielmobile noch handgefertigte Prestigeobjekte, so förderten industrielle Produktion und neue pädagogische Ansätze vor allem nach 1945 ihren flächendeckenden Einzug in die Kinderzimmer.

Die Sonne um Mitternacht schauen
29.09.2020 - 01.08.2021

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München präsentiert Werke der Gegenwartskunst, die seit 1958 bis heute entstanden sind. Das früheste Werk ist ein Gemälde von Maria Lassnig, die in den 1950er Jahren eine gegenstandslose Malerei verfolgte. Mit ihrer körperbetonten Gestik nahm sie Entwicklungen des Abstrakten Expressionismus vorweg. Später schrieb sie Kunstgeschichte durch die Einführung der "Körperbewusstseinsmalerei“, mit der sie ihren eigenen Körper und Geschlechterfragen auf der Leinwand thematisierte. Seit den 1960er Jahren sind VALIE EXPORT und Friederike Pezold im feministischen Kunst-Diskurs aktiv und sind bekannt für ihre radikalen Performances, Videos und Fotografien. Meist stellten sie sich selbst in den Fokus und bezogen die Öffentlichkeit in Debatten über den weiblichen Körper und den männlichen Blick ein. Das Lenbachhaus hat früh feministische Positionen in Ausstellungen gezeigt und für die Sammlung erworben. Fragen von Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern und deren Verhältnis zueinander beschäftigten in den 1970er Jahren die Künstler des kanadischen Kollektivs General Idea, zu dem AA Bronson gehörte; später war die AIDS-Krise zentrales Thema ihrer Kunst. Die Fotografinnen Barbara Klemm und Helga Paris dokumentieren seit den 1960er/70er Jahren die sich wandelnde politische und soziale Wirklichkeit im geteilten Deutschland, deren Protagonisten persönliche und gesellschaftliche Identitäten, Feminismus und Emanzipation sowie das Leben in Familien und Nachbarschaften sind. Sehr persönlich und auf sich bezogen, aber immer das Gesellschaftliche im Blick, geht die Fotografin Cindy Sherman mit dem Thema ihres Körpers, Geschlechterfragen, der Konstruktion von Identität und dem für sie damit verbundenen Schrecken um. Eine junge Position zum Thema Identitätsbildung, Humanität und Sexualität vertritt Tejal Shah, deren hier gezeigtes Werk erstmals bei der documenta 13 im Jahr 2012 zu sehen war.

Anish Kapoor – Rotunde 20/21
16.09.2020 - 15.08.2021

Mit vier Museen zu Kunst, Graphik, Architektur sowie Design unter einem Dach gehört die Pinakothek der Moderne zu den größten Sammlungshäusern Europas. Das Zentrum des Hauses ist die gläserne Rotunde, die als lebendiger Ort der Begegnung dient. Seit 2019 wird die Rotunde regelmäßig alternierend mit einem ortsspezifisch geschaffenen Werk bespielt. Anish Kapoor zählt zu den weltweit einflussreichsten Bildhauern der Gegenwart. Für die Rotunde im Mittelpunkt der Pinakothek der Moderne hat der Künstler auf Einladung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen eine ortsspezifische Skulptur geschaffen, die zum 16. September 2020, exakt 18 Jahre nach Eröffnung der Pinakothek der Moderne, installiert wird. Kapoors Werk wird dem Betrachter ein neues Erlebnis des Raumes ermöglichen und für elf Monate einen Fixpunkt im Münchner Kunstareal schaffen.

KAISER 75
12.09.2020 - 31.08.2021

Er wurde als Spieler und Trainer Weltmeister, feierte mit seinem FC Bayern historische Titel – und gilt als Botschafter des deutschen Fußballs in der Welt. Die anlässlich seines 75. Geburtstages konzipierte Sonderausstellung KAISER 75 im FC Bayern Museum führt den Sportler sowie den Menschen Franz Beckenbauer zu einem beeindruckenden Gesamtbild zusammen. Die Kindheit des „Kaisers“ in München Giesing, sein Leben in den USA sowie die aktive Zeit beim FC Bayern werden ebenso thematisiert wie sein heutiger Alltag in Salzburg. Liebevoll ausgewählte Exponate sowie Anekdoten zahlreicher Wegbegleiter bieten gleichzeitig Resümee und Ausblick. Besonders der exklusive Ausstellungsfilm, in dem die Brüder Franz und Walter Beckenbauer als Protagonisten auftreten, setzt große Emotionen frei. Der FC Bayern möchte mit der Ausstellung gleichzeitig "Herzlichen Glückwunsch“ und "Danke“ sagen, die Liebe zum Detail sieht man ihr an. Besucher des Vereinsmuseums haben bis 31.08.2021 die Gelegenheit, Beckenbauer so privat wie nie zu erleben.

Mouse on Mars. Spatial Jitter
12.06.2021 - 12.09.2021

Jan Werner und Andi Toma haben mit Mouse on Mars eine unverwechselbare Musiksprache geschaffen. Ihre Klangversionen lassen sich zwischen unkontrolliertem Chaos und präzise arrangierten Strukturen einordnen. Über drei Monate hinweg verwandelt Mouse on Mars den Kunstbau in ein riesiges Raumklanginstrument. Das Duo gilt als eines der eigenwilligsten und bemerkenswertesten Projekte für elektronische Musik aus Deutschland.

Lee Mingwei: 禮 Li, Geschenke und Rituale
13.05.2021 - 12.09.2021

Das Museum VILLA STUCK zeigt vom 13. Mai bis 12. September 2021 die Ausstellung "Lee Mingwei: 禮 Li, Geschenke und Rituale". Zu sehen sind Installationen und Performances der letzten 30 Jahre, mit denen der Künstler Rituale des Schenkens und Beschenktwerdens in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellt – zentral ist dabei die aktive Einbindung des Publikums. Lee Mingwei, dessen Arbeiten mit dieser Ausstellung zum ersten Mal in München präsentiert werden, stellt die Kunst als transformatives, immaterielles Geschenk dar. Persönliche Begegnungen sind dabei häufig Ausgangspunkt für Projekte, bei denen Lee Mingwei seiner Faszination für das Schenken von Zeit und Hingabe, Ausdruck verleiht. Der Rolle des Gastgebers und der Gastgeberin räumt der Künstler einen besonderen Stellenwert ein.

Zeitgenössische Kunst im globalen Dialog
21.05.2021 - 19.09.2021

Spätestens seit dem Jahr 2020 spüren wir, dass heute alle alles gleichermaßen betrifft. Die Bilder, die tagtäglich um die Welt gehen, erreichen jede*n von uns. Aber verstehen wir Bilder deshalb überall gleich? Verändert sich möglicherweise unser Bildbewusstsein, unser Verständnis von Kunst im 21. Jahrhundert? Im Austausch mit der kuratorischen Perspektive aus einem nicht-westlichen Kulturraum entsteht eine Sammlungspräsentation zeitgenössischer Kunst, die hinsichtlich Werkauswahl, Display und Vermittlungsansätzen die Konventionen und Mechanismen der bisherigen Museumsarbeit in den Blick nimmt und weiterentwickelt.

Look at this
21.05.2021 - 19.09.2021

Die Ausstellung LOOK AT THIS lädt ein zu einer kritischen Reflexion der vielfältigen Beziehungen zwischen Kunstwerk, Publikum, Raum und Institution. Gleichzeitig hinterfragt die Schau fest etablierte (westliche) Sichtweisen. LOOK AT THIS fragt: Was wird ausgestellt und in welcher Form? Welche Rolle übernimmt der Raum dabei? Welche Bewertungen und Zuschreibungen sind damit verbunden? Welche Abhängigkeiten und Machtstrukturen treten zutage? LOOK AT THIS zeigt Werke unterschiedlichster Medien von insgesamt 30 internationalen Künstler:innen aus den vergangenen fünf Jahrzehnten, u. a. Kristina Buch, Magdalena Jetelová, Victor Leguy, Nam June Paik, Gerhard Richter, David Shrigley, Andreas von Weizsäcker. Die Ausstellung ist eine dialogische Auseinandersetzung zwischen den Kuratoren Folakunle Oshun (Lagos) und Bernhart Schwenk (München). Sie macht die Wahrnehmung von Kunst und die Vielfalt der Perspektiven zum eigentlichen Thema der Ausstellung. Der Prozess wird von einem Filmprojekt begleitet.

Erwin Olaf
14.05.2021 - 26.09.2021

In den Niederlanden gehört Erwin Olaf (*1959) zu den berühmtesten Künstlern der Gegenwart. Nun widmet ihm die Kunsthalle München die erste umfangreiche Einzelausstellung in Deutschland. Ausgewählte Fotografien, Kurzfilme, Skulpturen und Multimedia-Installationen aus fast vierzig Schaffensjahren zeigen Olafs Entwicklung vom analog zum digital arbeitenden Künstler, vom rebellischen Foto-Journalisten der 1980er-Jahre zum raffinierten Geschichtenerzähler der 2000er. Für seine Bilder erschafft Olaf eine bis ins kleinste Detail inszenierte Welt, die unserer zum Verwechseln ähnlich sieht, aufgrund ihrer Künstlichkeit jedoch rätselhaft erscheint. Dabei sind die Werke mit ihrer aus Film- und Werbeindustrie entlehnten Ästhetik nur vordergründig makellos-plakativ, tatsächlich werden in ihnen Fragen nach Demokratie, Gleichberechtigung oder Selbstbestimmung behandelt. Olaf nutzt Klischees und Stereotype, um mit ihnen die Macht der Bilder in unserer Gesellschaft zu hinterfragen – manchmal humorvoll, immer ästhetisch, niemals brav …

Ende der Zeitzeugenschaft?
08.04.2021 - 26.09.2021

Am 7. April 2021, eröffnet die Schau "Ende der Zeitzeugenschaft?", die vom Jüdischen Museum Hohenems, der Gedenkstätte Flossenbürg und der Stiftung EVZ entwickelt wurde – für München jedoch mit Zeugnissen verfolgter Stadtbewohner*innen inhaltlich neu konzipiert wird. Die Zeitzeugenschaft des Holocaust geht ihrem Ende entgegen. Nur noch wenige Überlebende der NS-Herrschaft können aus eigener Erfahrung sprechen – oder von jenen Menschen berichten, die im Holocaust ermordet wurden. Was bleibt, sind literarische Zeugnisse und unzählige Videointerviews der Überlebenden – sowie die Frage danach, wie wir in Zukunft mit dieser Erbschaft umgehen wollen. Grund genug, den Blick auf die Geschichte der Zeitzeugenschaft zu richten, die komplexe Beziehung zwischen Zeitzeuge und Interviewer, Medium und Gesellschaft zu erkunden. Dabei steht die Erinnerung an die Shoah, wie sie in Interviews und Aufnahmen von öffentlichen Auftritten der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen überliefert ist, im Fokus. Sie wird zur Erzählung – einem Trauma abgerungen und zugleich das Produkt von Beziehungen und Interessen, abhängig von ihrem jeweiligen Kontext in Politik und Gesellschaft, vor Gericht oder Schulklassen, für die Forschung, das Fernsehen oder Kino. Die Ausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ hinterfragt die "Gemachtheit“ der Zeitzeugeninterviews und ihre gesellschaftliche Rolle seit 1945.

MUC / Schmuck. Perspektiven auf eine Münchner Privatsammlung
13.11.2020 - 26.09.2021

Die Goldschmiedekunst spielt in München seit Ende des 19. Jahrhunderts eine zunehmend bedeutende Rolle. Bis heute leben und arbeiten hier überdurchschnittlich viele Goldschmied*innen und Schmuckkünstler*innen. Die international bekannte Klasse für Schmuck und Gerät der Akademie der Bildenden Künste leistet dazu einen entscheidenden Beitrag. Das Münchner Stadtmuseum nimmt den Erwerb einer Sammlung Münchner Schmuck, deren zeitlicher Schwerpunkt von den 1880er Jahren bis in die 1930er Jahre reicht, zum Anlass, gemeinsam mit den Student*innen der Akademie der Bildenden Künste und ihrer Professorin Karen Pontoppidan eine Ausstellung zu konzipieren, die sowohl über die historischen Arbeiten und ihren Hintergrund informiert, als auch Studium, Herangehensweisen und Werke angehender Schmuckkünstler*innen von heute vorstellt. Der Ankauf der Sammlung Münchner Schmuck, die über mehrere Jahrzehnte mit großer Kennerschaft von Frau Dr. Beate Dry-von Zezschwitz zusammengetragen worden ist und eine entscheidende Lücke im Bestand des Münchner Stadtmuseums füllt, wurde von der Kulturstiftung der Länder gefördert. Im Dialog zwischen dem Münchner Stadtmuseum und der Klasse Pontoppidan wurden sieben Themen festgelegt, die für die historische Sammlung relevant sind und von den Student*innen aus zeitgenössischer Perspektive beleuchtet werden. Ein Themenfeld befasst sich mit historischen Rückgriffen. Die Münchner Schmuckkunst des 19. Jahrhunderts war geprägt von der Rezeption und dem Wiederaufgreifen historischer Stile und Techniken. Theodor Schallmayer (geb. 1861) etwa entwarf Schmuckstücke im Stil der Renaissance und des Rokoko. Auch nach der Jahrhundertwende wurde die Beschäftigung mit historischen Stilen und Techniken fortgesetzt. Goldschmiede wie Adolf von Mayrhofer (1864 Miesbach – 1929 München) und Max Strobl (1861 München – 1946 ebenda) befassten sich in ihren ab 1907 entstandenen Arbeiten bevorzugt mit vor- und frühgeschichtlichen Formen und Ornamenten wie dem bronzezeitlichen Spiralmotiv. In der ersten Hälfte der 1920er Jahre griff Johann Michael Wilm (1885 Dorfen – 1963 München) erfolgreich die in etruskischer Zeit perfektionierte Technik der Granulation wieder auf. Künstler wie Martin Seitz (1895 Passau – 1988 Passau) und Friedrich Schmid-(Geiler) (geb. 1889 München) belebten – ebenfalls ab den 1920er Jahren – die historische Technik des Steinschnitts neu. In welcher Form setzen sich die Student*innen der Akademie der Bildenden Künste heute mit historischen Stilen und Techniken auseinander? In Arbeiten, die für die Ausstellung neu entstanden, reagieren die Student*innen auf die historischen Stücke und deren soziale und kulturelle Hintergründe.

Veranstaltungskalender

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