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Ausstellungen

Karel Martens
04.02.2017 - 02.04.2017

Karel Martens ist ein Tausendsassa und hat überall seine Finger im Spiel. Er ist Künstler, Typograph, Grafikdesigner, er stellt Bücher her und ist in der Lehre tätig. Er war Mitbegründer einer Schule und hat eine Vielzahl von Menschen beeinflusst. Deshalb wird Motion entsprechend vielschichtig und rhizomatisch sein – sie besteht aus einer auf seiner Praxis fußenden Ausstellung seiner Arbeit, die sich sowohl über das Treppenhaus und drei Ausstellungsräume erstrecken wird als auch darüber hinaus getragen wird durch eine Reihe von diskursiven Veranstaltungen in München, Amsterdam, Paris, Vilnius und New York sowie einer dazu erscheinenden Publikation (in Zusammenarbeit mit Roma Publications, Amsterdam). Alles in allem wird Motion einen vielfältigen Blick auf ein ausgedehntes Schaffen eröffnen und einen Wegweiser durch sein Werk liefern. Und während Motion einen Bogen über 50 Jahre der interdisziplinären Aktivitäten des Künstlers spannt, wird die Ausstellung doch fest in der Gegenwart (und Zukunft) verankert sein. Natürlich wird die Ausstellung einige repräsentative Werke beinhalten – Mono-Prints von und auf gefundenen Materialien, Papierreliefs, Videos, modulare Wallpapers, kinetische Skulpturen, ein sehr frühes optisches Werk. All dies ist als kontextuelles Substrat anzusehen, das Martens‘ eingängige und systematische Herangehensweise an Farbe, Format, Typografie und Material bekräftigt. Auch sein immenser Einfluss als Lehrer wird einen zentralen Platz innerhalb der Ausstellung einnehmen, indem eine Reihe von Publikationen seiner ehemaligen Studentinnen und Studenten auf Tischen gezeigt wird, die er für die Werkplaats Typografie in Arnheim, NL (die Schule, die er 1998 mitbegründete) entworfen hat. All das wird sein Wirken und seinen Einfluss veranschaulichen und nachzeichnen. Das Hauptaugenmerk wird jedoch auf Martens‘ aktuellstem Werk liegen, das einige neue Auftragsarbeiten umfasst – gewebte Textilien, interaktive Video-Projektionen, eine riesige abstrakte Uhr. Diese Arbeiten werden speziell für die Ausstellung angefertigt, während bereits bestehende Werke eigens dafür rekonfiguriert werden. Die Ausstellung wird alle Sinne ansprechen – ganze Räume werden mit Farbinversionen überzogen, durch eine Echtzeit-Spiegelinstallation vervielfältigt und mit unterschiedlichsten Techniken, systematischen Serien, konzeptuellen Verfahren und einem multifunktionalem Bereich angefüllt sein. Mit anderen Worten, Motion ist nicht dazu gedacht, Martens‘ Arbeitsweise auszustellen, sondern vielmehr als Verkörperung seiner Methode.

DIE NEUE HEIMAT (1950-1986). EINE SOZIALDEMOKRATISCHE UTOPIE UND IHRE BAUTEN
28.02.2019 - 19.05.2019

Die „Neue Heimat” war der größte und wichtigste nicht-staatliche Wohnungsbaukonzern im Europa der Nachkriegszeit. In einem Zeitraum von über dreißig Jahren hat sie mehr als 400.000 Wohnungen und seit den sechziger Jahren auch zahlreiche Kommunal- und Gewerbebauten in Deutschland geplant und umgesetzt. Viele wichtige Architekten der Nachkriegszeit waren für die Neue Heimat tätig und haben an deren Konzepten und Bauten maßgeblich mitgewirkt. Der skandalträchtige Zusammenbruch der Neuen Heimat Anfang der achtziger Jahre wirkte wie ein Schock auf die westdeutsche Bevölkerung und markierte das Ende einer Epoche. Vor dem Hintergrund der aktuellen Wohnungskrise und Diskussionen über die Nachverdichtung in vielen Großstädten scheint nun der Zeitpunkt gekommen, um die Neue Heimat einer erstmaligen und tiefgreifenden Untersuchung zu unterziehen. Die Ausstellung lenkt die Perspektive auf die Protagonisten der Neuen Heimat, einschließlich der rund 700 Architekten und Stadtplaner, und deren Einfluss auf die Entwicklungen im Wohnungs- und Städtebau. Anhand ausgewählter Bauten, Projekte und Stadtplanungskonzepte dokumentiert die Ausstellung mittels Planmaterialen, Fotografien, Modellen und Schriftstücken die Geschichte und aktuelle Bedeutung der Neuen Heimat. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Hamburgischen Architekturarchiv/Hamburgische Architektenkammer.

Get in Touch - Prints by KIKI SMITH
14.02.2019 - 26.05.2019

Anlass der Ausstellung ist eine außerordentlich großzügige Schenkung der New Yorker Künstlerin Kiki Smith (geb. 1954 in Nürnberg) an die Staatliche Graphische Sammlung München: Kiki Smith hat ihr druckgraphisches Lebenswerk – Hunderte von Einzelblättern, Portfolios sowie illustrierte Bücher, die seit Ende der achtziger Jahre bis heute entstanden – der Graphischen Sammlung zukommen lassen. Das druckgraphische OEuvre der Künstlerin ist somit europaweit einzig in München umfassend vertreten. Das thematisch breit gefächerte Werk der Künstlerin befasst sich mit dem menschlichen Körper, der Tier- und Pflanzenwelt sowie mit Naturphänomenen und Märchen, wobei sie die Identität der Frau, die Unschuld der Kindheit oder das Verhältnis zwischen Mann und Frau hinterfragt.

Strandgut
12.10.2018 - 02.06.2019

Wer am Strand spazieren geht, schaut unwillkürlich auf den Sand und freut sich über den Fund einer schönen Muschel oder andere vom Meer angespülte Gegenstände. Organisches, Abfälle, manchmal Bizarres liegt herum und verleitet einen zum Buddeln, Kicken und Aufsammeln. Die Ausstellung ist den Elementen unseres Blauen Planeten gewidmet: Erde, Wasser, Luft. dazwischen der unendliche Horizont, im Zentrum, das Strandgut, die Muschel oder Schnecke.

Biominerale, Werkstoffe der Natur
12.10.2018 - 02.06.2019

Organismen bilden Minerale in ihren Körpern für eine ganze Reihe von Lebensfunktionen. Überall da, wo das Gewebe in der Lage sein muss, hohen Druckbelastungen standzuhalten, werden Minerale in das Gewebe eingelagert. In Zähnen, Knochen, Schalen, Schuppen und Stacheln sorgen die Minerale für die nötige Steifigkeit, Druckfestigkeit und Abriebfestigkeit. Die biologisch gebildeten Minerale sind chemisch und strukturell oft identisch mit einfachen, häufig geologisch gebildeten Mineralen, wie Calcit und Aragonit bei Kalkschalen mariner Lebewesen. Die neue Sonderausstellung "Biominerale, Werkstoffe der Natur“ möchte Ihnen einen Einblick in die Welt der Biowerkstoffe bzw. Biominerale geben.

Archiv Galerie 2018/19: Archives in Residence - AAP Archiv Künstlerpublikationen
05.10.2018 - 09.06.2019

Von Oktober 2018 bis Juni 2019 ist das Archiv Künstlerpublikationen „Archive in Residence“ in der Archiv Galerie des Haus der Kunst. Die Ausstellung bildet den Auftakt einer Reihe von Präsentationen, die autonome Archive vorstellt und Fragen über das Verhältnis von Archiv, Geschichte und ihrer Repräsentation diskutiert. Der Verleger, Künstler und Kunstpädagoge Hubert Kretschmer sammelt und archiviert seit 1980 Künstlerpublikationen. In seinem Archiv in der Münchner Türkenstraße befinden sich inzwischen über 50.000 Stücke unterschiedlichster Medien von Künstlern aus 86 Ländern.

Schmuckismus
16.03.2019 - 16.06.2019

Auf Einladung der Neuen Sammlung kuratiert Karen Pontoppidan, Professorin für Schmuck an der Akademie der Bildenden Künste eine Ausstellung, die sich dezidiert mit der Bedeutung von Autorenschmuck als Spiegel eines kritischen Diskurses auseinandersetzt. In den Arbeiten einer aktuellen Generation von Künstler/innen hat der Schmuck sich weitgehend aus einer Selbstreflexion gelöst, stattdessen wird Schmuck unmittelbar als Instrument zur gesellschaftlichen Reflexion verwendet. Themen wie Ökologie, Konsumgesellschaft oder Feminismen werden direkt durch das Medium Schmuck ausgedrückt. Es gibt auch leisere Töne, die jedoch nicht weniger gesellschaftlich relevante Themen im Schmuck ausdrücken, wie zum Beispiel Fragen zur Identitätsbildung oder zum Istzustand des Menschseins im 21. Jahrhundert.

Fragende Blicke.
05.07.2018 - 30.06.2019

Faszinierende Fotografien aus der Sammlung des Museums - entstanden in weit auseinander liegenden Zeiten und Räumen - bilden den Kern der Ausstellung. Sie setzt sich mit der Verbindung zwischen Fotografie und Ethnografie gestern und heute auseinander. In den Blick genommen werden dabei Hintergründe der Entstehung, die sich wandelnden Bedeutungszuschreibungen und die Beschaffenheit der Bilder selbst. Neue Perspektiven auf alte Bildwelten werden damit eröffnet. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ethnologie der LMU München. Neun Studierende befassten sich intensiv mit Kontexten: Fotografien von Ethnologen, Reisenden, kolonialen Akteuren und Fotostudios. Die gemeinsam kuratierte Ausstellung bietet überraschende, manchmal verstörende Einblicke, und so manches bleibt für den Betrachter - im besten Sinne - fragwürdig.

Dichtung ist Revolution. Kurt Eisner – Gustav Landauer - Erich Mühsam – Ernst Toller
09.11.2018 - 30.06.2019

Anlässlich des 100. Jubiläums der Novemberrevolution in Bayern widmet sich die Monacensia im Hildebrandhaus der Rolle der Schriftsteller in Revolution und Rätezeit und stellt die Frage nach dem Verhältnis von Literatur und Politik. Im November 1918 ruft Kurt Eisner in München den "Freistaat Bayern“ aus, die Monarchie ist beendet und die Demokratie zum Greifen nah. Der drängende Wunsch nach Frieden und einer neuen Gesellschaftsordnung bringt Menschen unterschiedlichster politischer Richtungen zusammen: Soldaten, Arbeiter und Arbeiterinnen ebenso wie intellektuelle Kriegsgegner und Kriegsgegnerinnen. Auch zahlreiche Schriftsteller sind an den Ereignissen beteiligt. Mit Kurt Eisner, Gustav Landauer, Erich Mühsam und Ernst Toller nimmt die Ausstellung "Dichtung ist Revolution“ diejenigen Schriftsteller in den Blick, die zu wichtigen politischen Akteuren werden. Dem dichterischen Wort messen sie eine große Kraft für den gesellschaftlichen Wandel bei. Die Ausstellung "Dichtung ist Revolution“ präsentiert anhand zahlreicher biografischer Dokumente, Manuskripte, Tagebücher, Briefe, Objekte und Fotografien das Leben und Wirken der vier Schriftsteller. Die historischen Umbrüche werden insbesondere durch die umfangreiche Flugblattsammlung aus den Beständen der Monacensia erfahrbar. Es werden Exponate aus zahlreichen Archiven gezeigt. Die Nachlässe der vier Protagonisten sind weit in die Welt verstreut, was nicht zuletzt die dramatischen Schicksalswendungen in ihren Lebensläufen deutlich macht.

Kapsel 09. Raphaela Vogel. A Woman’s Sports Car
18.01.2019 - 30.06.2019

Mit ihrer Arbeit A Woman’s Sports Car, die Raphaela Vogel (*1988, Nürnberg) für ihre Ausstellung im Haus der Kunst entwickelt hat, versetzt die Künstlerin uns in ein zugleich spektakuläres wie instabiles räumliches Szenario: Aus den Frontscheinwerfern eines rotierenden, kanariengelben Sportwagens, einem Spitfire Triumph aus dem Jahr 1981, strahlt eine Doppelkanalprojektion. Die Lichtkegel, bilden ein Augenpaar, das Einblicke in eine durch eine 360-Grad-Optik verzerrte, kugelige Welt eröffnet. Wir finden uns in Raphaela Vogels Installation in einer Landschaft wieder, in der Mensch, Maschine und Tier sowohl fragmentiert sind, als auch miteinander fusionieren und neue Allianzen bilden. Immer wieder hat die Multimediakünstlerin in ihren Arbeiten die geschlechterspezifische Dimension und damit politische und gesellschaftliche Formierung des Sehens und Gesehenwerdens thematisiert. Sie spielt mit festgelegten Rollenzuschreibungen auf intuitive und körperlich einnehmende Weise.

Kapsel 10. Khvay Samnang -Popil
18.01.2019 - 30.06.2019

In der Kapsel 10 präsentiert das Haus der Kunst Popil (2018), eine eigens für diesen Zweck in Auftrag gegebene Arbeit des in Phnom Penh lebenden Künstlers Khvay Samnang (*1982, Svay Rieng). Khvays Arbeit hinterfragt kritisch den multidimensionalen Charakter von Ritualen und Politik. Sie stellt die humanitären und ökologischen Auswirkungen der Globalisierung, ihre Verbindungen zum Kolonialismus und zur Migration dar, welche bis heute Geografie und Zeitlichkeit in Süd-Ost-Asien definieren. Basierend auf intensiven Recherchen untersucht jede der mehrkanaligen filmischen Arbeiten und Installationen das Thema „Austausch“ in all seinen Facetten, sowohl im materiellen als auch im kulturellen Sinne. Popil spielt in einer Tanzchoreographie mit der Symbolik des Drachens, der für Europäer und Amerikaner pauschal für einen Großteil Ost-/Südostasiens steht, und gleichzeitig auf eine spezifisch chinesische oder kambodschanische Form der Identitätsbildung hinweist.

Gott, die Welt und Bayern. 100 Kostbarkeiten aus den regionalen Staatlichen Bibliotheken Bayerns
17.10.2018 - 07.07.2019

Ab Oktober 2018 präsentieren sich erstmalig die zehn regionalen Staatlichen Bibliotheken Bayerns mit einer großen Ausstellung ihrer Bestandshighlights und Schätze in der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Die regionalen Staatlichen Bibliotheken hüten kostbare Schätze in ihren Tresoren und Magazinen, die Vielfalt der Sammlungen ist beeindruckend. Anlass genug, diese Schätze zumindest in Auswahl einmal gemeinsam in einer großen Ausstellung der breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Bayerische Staatsbibliothek widmet ihre große Jahresausstellung 2018/19 daher ganz den Bestandshighlights aus den Regionen. In ihren beiden Schatzkammern wird sie in drei Zeitblöcken insgesamt rund hundert Kostbarkeiten zur Schau stellen.

UTRECHT, CARAVAGGIO UND EUROPA. 1600-1630
17.04.2019 - 21.07.2019

Welch ein Schock muss es für die drei jungen Utrechter Maler Hendrick ter Brugghen, Gerard van Honthorst und Dirck van Baburen gewesen sein, als sie in Rom erstmals auf die atemberaubenden und unkonventionellen Gemälde Caravaggios trafen. Beschrieben als ‚wunderliche Dinge‘ waren dessen Werke von einem neuartigen Realismus, eindrucksvollem Drama und mysteriösem Licht gekennzeichnet und stilprägend für viele Künstler aus Italien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden. Die gemeinsam mit dem Centraal Museum in Utrecht entwickelte Ausstellung zeigt über 70 der schönsten und wichtigsten Werke der bedeutendsten Caravaggisten, darunter Gemälde von Bartolomeo Manfredi, Jusepe de Ribera und Valentin de Boulogne. Erst in der Gegenüberstellung mit den Kompositionen ihrer Malerkollegen wird begreifbar, warum die signifikanten Bilder der Utrechter so typisch holländisch sind und sowohl in Italien als auch in ihrer Heimat großen Erfolg hatten.

El Anatsui. Triumphale Größe
08.03.2019 - 27.07.2019

Der ghanaische Bildhauer El Anatsui (*1944 in Anyako) ist vielleicht der bekannteste lebende afrikanische Künstler. Die Ausstellung – seine bislang größte und komplexeste überhaupt – wird Themen und künstlerische Anliegen aus seiner facettenreichen, inzwischen fünfzig Jahre umfassenden Karriere abdecken. Wie der Titel andeutet, konzentriert sich die Ausstellung auf das Triumphale und Monumentale in Anatsuis skulpturalem Werk, von den typischen Arbeiten aus Kronkorken und gewebten Aluminiumstreifen aus den letzten zwei Jahrzehnten über die Holzskulpturen und Reliefs aus den 1970er bis 1990er-Jahren bis zu den Keramikskulpturen der 1970er-Jahre; hinzu kommen Installationen, Zeichnungen, Drucke und Bücher. Auch wird Anatsui mehrere neue Skulpturen schaffen, die auf die Monumentalarchitektur des Museums reagieren, darunter eine Arbeit unter freiem Himmel für die Fassade des Gebäudes. Die Ausstellung zeigt Anatsuis einzigartiges Verständnis der dialektischen Beziehung zwischen der physischen Präsenz von Skulptur und ihrer Fähigkeit, neue historische Bedeutung zu vermitteln.

Islands Geologische Vielfalt
01.01.2012 - 31.07.2019

Mit einer Flächenausdehnung von 103 000 km2 ist Island die größte Vulkaninsel der Erde. Die lebhafte tektonische, vulkanische und geothermale Aktivität bietet Wissenschaftlern einzigartige Voraussetzungen für die Erforschung geologischer Prozesse und Bildungen. Anlässlich des letzten großen Vulkanausbruchs am Eyjafiallajökull in Island im April 2010 und der langjährigen Forschungsarbeit von Herrn Dr. Ulrich Münzer, Universität München), hat das Geologische Museum München eine Sonderausstellung mit dem Thema „Islands Geologische Vielfalt – Fotos und Exponate aus 20 Jahren Forschung in München“ konzipiert. In der Sonderausstellung werden in sieben Vitrinen die Themen "Islands geologische Vielfalt", "Tektonischer Rahmen","Heiß und Kalt", "Asche – Fluch und Segen", "Bomben und Lapilli" sowie "Sande und Gerölle“ präsentiert. Ausgestellt sind vorwiegend Gesteine sowie Luft-, Gelände- und Filmaufnahmen, die während der letzten 20 Jahre Forschungsarbeit von U. Münzer mitgebracht worden sind.

"You & Me“ | Neues Motiv auf der Kunst-Insel am Lenbachplatz
26.07.2018 - 31.07.2019

Donnerstag, 26.Juli 2018 wurde die Kunst-Insel am Lenbachplatz neu gestaltet. Die 2013 vom Kulturreferat ins Leben gerufene Reihe "A Space Called Public“ erhält einen neuen Anstrich, als der israelische Künstler Eran Shakine in einem Livepainting eine 5 x 5 Meter große PVC-Plane mit Graffiti-Markern bemalte. In luftiger Höhe hat er auf der Vorder- und Rückseite der Kunst-Insel einen Jungen und ein Mädchen dargestellt, zwei gesichtslose Figuren, deren Individualität zugunsten universeller Aspekte des menschlichen Daseins aufgehoben wird. Das Mädchen befindet sich innerhalb ihres Hula-Hoop-Reifens in einem begrenzten Raum, in dem sie sich nur um sich selbst drehen kann und von der Außenwelt abgeschnitten ist. Der unbewegt dastehende Junge mit dem Ball postuliert Stillstand und soziale Passivität. Dessen ungeachtet spielen die Liebe und das Wissen darum eine wichtige Rolle. Einerseits dienen diese zwei Figuren als Projektionsfläche, als Spiegelbild, in dem sich jede oder jeder erkennen kann. Andererseits werden sie durch ihre Gesichtslosigkeit in einer Stereotypie festgehalten, die eine kritische Betrachtungsweise der sie umgebenden Gesellschaft einfordert. Und das mit einem leisen und ironischen Humor, wie er typisch ist für Eran Shakine. Die Idee, die Kunst-Insel zu gestalten, entstand in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München.

Von der Vision zum Wandel: Elektromobilität im BMW Museum.
23.03.2018 - 01.09.2019

Die Geschichte der Zukunft und die Mobilität von Morgen: Der Themenpfad durch die neue Wechselausstellung beginnt dort, wo der Bedarf an alternativen Mobilitätskonzepten seinen Ursprung und seine bisher größte Wirkungsfläche findet: Im urbanen Raum, insbesondere den sogenannten Megacitys. Mit anschaulichen Installationen zum Thema Ressourcen und Emission wird deutlich, welchen Herausforderungen unsere moderne Gesellschaft hier gegenübersteht und welche Chancen die Elektrifizierung der Mobilität schon jetzt bietet. Weiter geht es mit einer Reise durch die Geschichte und Tradition der Elektromobilität bei BMW – angefangen mit dem umgebauten BMW 1602, der während der Olympischen Sommerspiele in München zum Einsatz kam, bis zur heutigen Marke BMW i. Ein Überblick über die unternehmerischen Meilensteine zeigt vor allem auch die Pionierarbeit, die die BMW Group im Bereich nachhaltiger Mobilität geleistet hat. Verteilt auf fünf Plattformen vermittelt die Ausstellung dann abwechslungsreich und informativ alle wesentlichen Schwerpunkte und Facetten der Marke BMW i.

RAOUL DE KEYSER – OEUVRE
05.04.2019 - 08.09.2019

Raoul De Keyser ist ein "Painter’s Painter“. Die Malerei von De Keyser ist in allen Phasen eine Beschwörung des Mediums und bezieht sich auf Ausschnitte des unmittelbaren Lebensumfelds. Nie steht der Bedeutungsrahmen der Malerei zur Debatte, weder gibt es fotografische Vorbilder noch aufwendige Recherchen. Die Bilder sind von großer Präsenz, da sie ganz der malerischen Linie, den Überlagerungen der Farbe folgen und immer wieder den Verlust des Motivs vor Augen führen. In dieser Suche nach dem Essenziellen ist De Keyser ein Vertreter der Spätmoderne, doch ebenso wie der 13 Jahre jüngere Palermo besticht auch sein Werk durch Humor, die Lust am Spiel und eine Lakonie, die sich in einer noch jüngeren Malergeneration (etwa bei seinem Landsmann Luc Tuymans) fortsetzt. In Kooperation mit dem Stedelijk Museum voor Actuele Kunst (S. M. A. K.), Gent

Zugang für Alle: São Paulos soziale Infrastrukturen
12.06.2019 - 08.09.2019

Wie viele Megastädte steht auch São Paulo mit derzeit über 20 Millionen Einwohnern in seinem Stadtgebiet vor komplexen Problemen für die Zukunft: extremer Verkehr, Luftverschmutzung, Wasserversorgung, informelle Siedlungen... Gleichzeitig werden in der Stadt schon seit Jahrzehnten Infrastrukturen geplant und gebaut, die darauf abzielen, faire und inklusive Orte für die urbane Gesellschaft zu schaffen. Die Ausstellung präsentiert diese Bauten und Projekte und zeigt ihre Chancen und Potenziale. Die ausgewählten Beispiele reichen von einer Überdachung in einem öffentlichen Park bis hin zu großen multifunktionalen Gebäuden und sie sind von den 1960-er Jahren bis in die Gegenwart gebaut worden. Sie schaffen Angebote, die von Sport über Kultur, Fortbildung und Gesundheit bis zu Gastronomie reichen und haben als gemeinsamen Nenner die Fähigkeit, weit über ihre funktionalen Aufgaben hinaus Orte des Miteinanders zu schaffen.

Die Berge und wir. 150 Jahre Deutscher Alpenverein
12.05.2019 - 13.09.2019

Wandern, Klettern, Skitourengehen und Mountainbiken. Uns alle eint eine Leidenschaft – die für die Berge. Die Ausstellung zum 150jährigen Jubiläum des Deutschen Alpenvereins zeigt die Wurzeln für unsere Begeisterung. Die Ausstellung stellt Eckpunkte der Geschichte des Alpenvereins sowie der Menschen, die sich für seine Belange engagieren, vor.

Jugendstil skurril. Carl Strathmann
15.03.2019 - 22.09.2019

Die Kunst Carl Strathmanns (1866-1939) ist höchst originell und fabelhaft bizarr, sie entzieht sich in jedem Fall weitläufigen Kategorisierungen. Mit einer ornamentverliebten Detailversessenheit schuf sich der Jugendstilkünstler eigene Welten von karikaturhaften Märchen, fantastischen Blumenstillleben und Landschaften, symbolistischen Historienbildern und kunstgewerblichen Entwürfen. Im Münchner Stadtmuseum befindet sich sein künstlerischer Nachlaß, der alle Aspekte seines Œuvres abdeckt. Unter anderem finden sich hier auch zahlreiche seiner (Haupt-)Werke, die allgemein als verschollen oder zerstört gelten. Diese Ausstellung bietet die Gelegenheit mit Carl Strathmann eine besonders aufregende Künstlerpersönlichkeit Münchens um 1900 zu entdecken und sich von seiner Kunst faszinieren zu lassen.

Veranstaltungskalender

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