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Ausstellungen

Karel Martens
04.02.2017 - 02.04.2017

Karel Martens ist ein Tausendsassa und hat überall seine Finger im Spiel. Er ist Künstler, Typograph, Grafikdesigner, er stellt Bücher her und ist in der Lehre tätig. Er war Mitbegründer einer Schule und hat eine Vielzahl von Menschen beeinflusst. Deshalb wird Motion entsprechend vielschichtig und rhizomatisch sein – sie besteht aus einer auf seiner Praxis fußenden Ausstellung seiner Arbeit, die sich sowohl über das Treppenhaus und drei Ausstellungsräume erstrecken wird als auch darüber hinaus getragen wird durch eine Reihe von diskursiven Veranstaltungen in München, Amsterdam, Paris, Vilnius und New York sowie einer dazu erscheinenden Publikation (in Zusammenarbeit mit Roma Publications, Amsterdam). Alles in allem wird Motion einen vielfältigen Blick auf ein ausgedehntes Schaffen eröffnen und einen Wegweiser durch sein Werk liefern. Und während Motion einen Bogen über 50 Jahre der interdisziplinären Aktivitäten des Künstlers spannt, wird die Ausstellung doch fest in der Gegenwart (und Zukunft) verankert sein. Natürlich wird die Ausstellung einige repräsentative Werke beinhalten – Mono-Prints von und auf gefundenen Materialien, Papierreliefs, Videos, modulare Wallpapers, kinetische Skulpturen, ein sehr frühes optisches Werk. All dies ist als kontextuelles Substrat anzusehen, das Martens‘ eingängige und systematische Herangehensweise an Farbe, Format, Typografie und Material bekräftigt. Auch sein immenser Einfluss als Lehrer wird einen zentralen Platz innerhalb der Ausstellung einnehmen, indem eine Reihe von Publikationen seiner ehemaligen Studentinnen und Studenten auf Tischen gezeigt wird, die er für die Werkplaats Typografie in Arnheim, NL (die Schule, die er 1998 mitbegründete) entworfen hat. All das wird sein Wirken und seinen Einfluss veranschaulichen und nachzeichnen. Das Hauptaugenmerk wird jedoch auf Martens‘ aktuellstem Werk liegen, das einige neue Auftragsarbeiten umfasst – gewebte Textilien, interaktive Video-Projektionen, eine riesige abstrakte Uhr. Diese Arbeiten werden speziell für die Ausstellung angefertigt, während bereits bestehende Werke eigens dafür rekonfiguriert werden. Die Ausstellung wird alle Sinne ansprechen – ganze Räume werden mit Farbinversionen überzogen, durch eine Echtzeit-Spiegelinstallation vervielfältigt und mit unterschiedlichsten Techniken, systematischen Serien, konzeptuellen Verfahren und einem multifunktionalem Bereich angefüllt sein. Mit anderen Worten, Motion ist nicht dazu gedacht, Martens‘ Arbeitsweise auszustellen, sondern vielmehr als Verkörperung seiner Methode.

FRIEDRICH VON BORRIES.POLITICS OF DESIGN. DESIGN OF POLITICS
30.11.2018 - 29.09.2019

"Politics of Design. Design of Politics" ist der programmatische Titel der Ausstellung von Friedrich von Borries. In einer Reihe von Interaktionen und Interventionen in der Sammlung zeigt der Architekt und Designtheoretiker auf, inwieweit Design auch in einem politischen Zusammenhang entstanden ist und wie Design auch umgekehrt Politik gestalten kann. Welchen Beitrag kann Design für die soziale und kulturelle Entwicklung einer Gesellschaft leisten? Ergänzt wird die Präsentation durch eine subjektive Reflexion des bisherigen Werkes von Friedrich von Borries und interaktive Plattformen für die Besucher.

Archiv Galerie 2019: Archives in Residence - Southeast Asia Performance Collection
28.06.2019 - 29.09.2019

Die Ausstellung “Southeast Asia Performance Collection“ ist Teil der Reihe ‚Archives in Residence’ in der Archivgalerie im Haus der Kunst. Gezeigt wird eine Auswahl an Fotografien, Videos und Publikationen aus der wegweisenden ‚Southeast Asia Performance Collection’ - ein umfangreiches Forschungsprojekt und digitales Archiv, das zwischen 2015 und 2017 von einem internationalen Team aus Forschern und Kuratoren in Großbritannien und Asien aufgebaut wurde. Derzeit enthält das Archiv Dokumentationen performancebasierter Werke (Live-Kunst, Urbane und Soziale Interventionen) von über fünfzig Künstlern aus ganz Südostasien und seiner Diaspora. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl des Archivmaterials zum ersten Mal in Deutschland, und spürt der Beziehung von Performativität und digitalem Austausch, Netzwerken und virtueller Archivierung nach.

Bildschön – Ansichten des 19. Jahrhunderts
20.02.2017 - 30.09.2019

Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Bilder. Sie erreichten eine größere Öffentlichkeit als je zuvor. Die damals erfundenen Motive bestimmen bis heute, was wir als romantisch, als traurig oder als schön empfinden. Künstlerinnen und Künstler prägten auf wirkmächtige Weise die Kultur ihrer Zeit, ein sehr viel breiteres Themenspektrum wurde bildwürdig und im Idealfall vom Publikum als »bildschön« gelobt. Ihre Kunst erzählt von Atelierrealitäten, Heimatgefühlen und Touristenattraktionen, sie handelt von Natursehnsucht und befreitem Lebensgefühl, von bürgerlicher Selbstdarstellung und dem großen "Theater" des modernen Lebens. Die Neuinterpretation und Neuordnung der reichen Bestände der Kunst des 19. Jahrhunderts möchte andere Perspektiven auf die bis heute nachwirkende Bildkultur eröffnen. Die Ausstellung zeigt rund 80 Gemälde aus der Sammlung, verknüpft sie mit Texten, Fotografien, Film- und Hörbeispielen.

AENNE BIERMANN. VERTRAUTHEIT MIT DEN DINGEN
12.07.2019 - 13.10.2019

Für die Autodidaktin Aenne Biermann (1898 – 1933) war die Kamera ein Mittel sich den Dingen und Situationen ihrer Lebensumwelt anzunähern. Ab der Mitte der 1920er-Jahre gewann sie mit ihren Fotografien alltäglichen Erfahrungen und Begebenheiten unbekannte und unerwartete Ansichten ab. Obwohl Aenne Biermann relativ isoliert von den Entwicklungen der Avantgarden in den Großstädten aktiv war, wurden ihre Werke ab 1929 in allen bedeutenden Ausstellungen zur modernen Fotografie umfangreich präsentiert. Das in nur wenigen Jahren entstandene Werk – Aenne Biermann verstarb aufgrund einer Krankheit schon 1933 – zählt heute zu den Hauptwerken der Fotografie des Neuen Sehens und der Neuen Sachlichkeit. Die Ausstellung umfasst etwa ca. 100 originale Fotografien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, die eine der umfangreichsten Sammlungen zu Aenne Biermann beherbergt, ergänzt um Dokumente und Archivalien, die Werk und Werdegang der Künstlerin illustrieren.

IM BLICK: REMBRANDT – GRAPHISCHE HÖHEPUNKTE DER MÜNCHNER SAMMLUNG [ARBEITSTITEL]
27.09.2019 - 20.10.2019

Die Staatliche Graphische Sammlung München nimmt den 350. Todestag von Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606 – 1669) zum Anlass einer konzentrierten Schau exquisiter Zeichnungen und Radierungen aus eigenem Bestand. Die 14 in München befindlichen Zeichnungen von Rembrandts Hand sowie eine repräsentative Auswahl herausragender Radierungen bieten einen Augenschmaus zu Ehren des seit Jahrhunderten bis heute hoch geschätzten Künstlers und außerordentlichen Meisters der Graphik.

Miriam Cahn: Ich als Mensch
12.07.2019 - 27.10.2019

Die umfassende Werkschau zu Miriam Cahns (*1949, in Basel) Œuvre, anlässlich ihres 70. Geburtstags, umspannt fünf Jahrzehnte mit zentralen Arbeiten aller Schaffensphasen. Kreidezeichnungen bis hin zum malerischen Hauptwerk Mit ihren frühen Filmen, Skulpturen und überlebensgroßen befragt Miriam Cahn eindrucksvoll Geschlechter- und Machtkonstruktionen. Von Anfang an hat sie durch eine Politisierung des Privaten, der Frau und ihres Körpers alternative Narrative in der Bildenden Kunst forciert, die zu einer differenzierteren Wahrnehmung weiblicher Lebenswelt beigetragen haben. Die Infragestellung diskriminierender Repräsentationsmuster und deren öffentlichen Erscheinungsbildern sind auf Cahns Interesse an einer Reflexion medienvermittelter Realität zurückzuführen. Nicht nur aufgrund ihrer Familiengeschichte sind Cahn die Themen von Flucht und Vertreibung ebenso ein wichtiges Anliegen, wobei sie die Prozesse einer öffentlichen Wahrnehmung dessen thematisiert. So reflektiert sie in vielen ihrer Werkgruppen politisch aktuelle Ereignisse und deren Folgen wie den Golf- oder die Jugoslawienkriege, aber auch internationalen Terror bis hin zum Syrienkonflikt. Die farbgewaltige Malerei speist sich aus einer Darstellung des Innerlichen und übt trotz einer häufig irritierenden, bedrohlichen Doppeldeutigkeit große Anziehungskraft aus. Cahns Bildfindungen kennzeichnet ein hohes Maß an Empathie – ein Bekenntnis zur Menschlichkeit. Anhand von über 200 Arbeiten aus allen Schaffensphasen wird das breite Spektrum ihres Wirkens und ein radikal erweitertes Malereiverständnis vorgestellt. Kuratiert von Jana Baumann

Ödön von Horváth. Erotik, Ökonomie und Politik
24.05.2019 - 17.11.2019

Ödön von Horváth gehört heute zu den meistgespielten Dramatikern auf deutschsprachigen Bühnen. Stücke wie Italienische Nacht, Geschichten aus dem Wiener Wald (beide 1931) und Kasimir und Karoline (1932) wurden bereits zu Lebzeiten des Autors als Erneuerung des Volksstücks gefeiert. Die Ausstellung verläuft entlang von drei zentralen Stücken, denen jeweils ein Bereich und damit zusammengehend ein übergreifendes Thema gewidmet ist: Ökonomie, Erotik und Politik. Darüber hinaus werden Einblicke in die Entstehung und Rezeption der Stücke gegeben. In der aufwendig inszenierten Ausstellung werden anhand von verschiedensten Objekten, Dokumenten, Audio- und Videobeispielen von 40 leihgebenden Institutionen und Privatpersonen die politische Substanz und brisante Aktualität von Horváths Dramatik deutlich.

Migration bewegt die Stadt. Perspektiven wechseln
21.09.2018 - 29.12.2019

München ist eine Migrationsstadt, denn: Migration beeinflusst alle gesellschaftlichen Bereiche und urbane Entwicklungen. Migration – der dauerhafte Wechsel des Lebensumfeldes einer Person über Staatsgrenzen hinaus – ist mit ihren unterschiedlichen Formen, Anforderungen und Debatten der Normalfall und ein untrennbarer Bestandteil der Gesellschaft in ihrer Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Mit dem Projekt „Migration bewegt die Stadt“ möchte das Münchner Stadtmuseum in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv München Migration dauerhaft als Bestandteil der Stadtentwicklung sichtbar machen und dabei diskriminierenden und rassistischen Bildern und Debatten entgegenwirken. Zwischen Februar 2015 bis Dezember 2018 erforschen die beiden Häuser arbeitsteilig, wie Migration München in ihren Entwicklungen beeinflusst und nachhaltig prägt. Thematisch konzentriert sich das Projekt auf die Zeit seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Gegenwart. Forschungsschwerpunkte bilden Aspekte zur Einwanderung in Zusammenhang mit Anwerbeabkommen, Flucht und Asyl, sogenannten Displaced Persons sowie Erinnerungen an die Münchner NSU-Mordopfer. Dazu werden Akteure, Orte, Politiken und Bilder untersucht, die den urbanen Alltag der Migrationsstadt München, aber auch verschiedene Facetten von Rassismus und Diskriminierung verdeutlichen. Das Projekt wird von Prof. Dr. Sabine Hess (Georg-August-Universität Göttingen) und Prof. Dr. Johannes Moser (Ludwig-Maximilians-Universität München) wissenschaftlich beraten. Zudem begleitet ein Fachbeirat den Projektverlauf, der sich aus Akteuren mit biografischen, beruflichen und weiteren Bezügen zur Münchner Migration zusammensetzt. Die beiden Gremien sind in Entscheidungsprozesse einbezogen und beraten das Projekt.

Soundlab.1 - Museum wird hörbar
13.07.2012 - 31.12.2019

Einen besonderen Meilenstein bedeutet die Eröffnung des 2012 neu gestalteten Eingangsbereiches mit dem Beginn der stufenweisen Einrichtung eines Soundlab. Geeignet für jedes Alter, will das "Klang-Labor" mit den zum Teil eigens entwickelten Versuchsstationen zum Experiment mit Klang und Akustik verführen. Anfassen und mitmachen ist ausdrücklich erwünscht! Als "roter Faden" durch die Sammlung Musik dienen die orangefarbenen Tafeln. Sie markieren die Soundlab-Stationen, erklären, wie die Klangstationen zu bedienen sind und regen das Spiel an. Jede Soundlab-Station enthält Wissenswertes zu Herkunft und Spielweise von Instrumenten, oft ergänzt durch Hör- und Filmbeispiele. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Die Objekte behandeln grundlegende Mittel und akustische Effekte der Klangerzeugung quer durch die Kulturen und Traditionen. Durch das eigene Erleben der akustischen Phänomene werden somit auch die ausgestellten Instrumente "hörbar" und lebendig.

Nationalsozialismus in München
01.01.2015 - 31.12.2019

München war 1919/20 der Gründungsort der NSDAP und bis 1945 Sitz ihrer Reichsleitung. Hier starteten Adolf Hitler und andere maßgebliche Akteure des NS-Regimes ihre politische Laufbahn. Seit 1933 trug München den Titel "Hauptstadt der Deutschen Kunst" und seit 1935 "Hauptstadt der Bewegung". Hier wurden rassistische und militärische Angriffsprogramme entworfen, wurde die Ausschaltung der politischen Opposition und unliebsamer Kunstrichtungen betrieben, mit Dachau eines der ersten Konzentrationslager errichtet und die systematische Verfolgung des Judentums in Gang gesetzt. Wer Widerstand leistete, wurde verfolgt, gefoltert oder hingerichtet. Die Ausstellung zeigt München als Ausgangsort der Entstehung des Nationalsozialismus und als Parteizentrum. Münchens Verflechtung als Kunst- und Feststadt bei der ästhetischen Programmierung und Verharmlosung des NS-Regimes wird ebenso thematisiert, wie die Bedeutung der Stadt als Medien- und Rüstungsstandort. Ein weiterer Akzent ist auf München als Ausgangs- und Aktionsort von Verfolgung und Widerstand gesetzt (Kaufhaus Uhlfelder). Die Darstellung ist ganz auf München konzentriert. Sie beginnt mit dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 und endet mit dem Jahr 1945. Das Konzept orientiert sich an der Frage, was diese Stadt von anderen Städten in Bezug auf den Nationalsozialismus unterscheidet. Die Ausstellung versteht sich als Teil einer Erinnerungslandschaft, zu der andere Informationsstätten, wie das Jüdische Museum auf dem St.-Jakobs-Platz und das NS-Dokumentationszentrum am Königsplatz, gehören. Sie ist als Informationsgrundstock gedacht, der durch weitere Ausstellungsangebote und Diskussionsveranstaltungen in der Stadt vertieft werden soll. München war 1919/20 der Gründungsort der NSDAP und bis 1945 Sitz ihrer Reichsleitung. Hier starteten Adolf Hitler und andere maßgebliche Akteure des NS-Regimes ihre politische Laufbahn. Seit 1933 trug München den Titel "Hauptstadt der Deutschen Kunst" und seit 1935 "Hauptstadt der Bewegung". Hier wurden rassistische und militärische Angriffsprogramme entworfen, wurde die Ausschaltung der politischen Opposition und unliebsamer Kunstrichtungen betrieben, mit Dachau eines der ersten Konzentrationslager errichtet und die systematische Verfolgung des Judentums in Gang gesetzt. Wer Widerstand leistete, wurde verfolgt, gefoltert oder hingerichtet. Die Ausstellung zeigt München als Ausgangsort der Entstehung des Nationalsozialismus und als Parteizentrum. Münchens Verflechtung als Kunst- und Feststadt bei der ästhetischen Programmierung und Verharmlosung des NS-Regimes wird ebenso thematisiert, wie die Bedeutung der Stadt als Medien- und Rüstungsstandort. Ein weiterer Akzent ist auf München als Ausgangs- und Aktionsort von Verfolgung und Widerstand gesetzt (Kaufhaus Uhlfelder). Die Darstellung ist ganz auf München konzentriert. Sie beginnt mit dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 und endet mit dem Jahr 1945. Das Konzept orientiert sich an der Frage, was diese Stadt von anderen Städten in Bezug auf den Nationalsozialismus unterscheidet. Die Ausstellung versteht sich als Teil einer Erinnerungslandschaft, zu der andere Informationsstätten, wie das Jüdische Museum auf dem St.-Jakobs-Platz und das NS-Dokumentationszentrum am Königsplatz, gehören. Sie ist als Informationsgrundstock gedacht, der durch weitere Ausstellungsangebote und Diskussionsveranstaltungen in der Stadt vertieft werden soll.

Typisch München!
06.06.2008 - 31.12.2019

Über 400 Exponate illustrieren Geschichte und Geschicke einer Stadt, die für viele – zu Recht oder zu Unrecht – als einer der bevorzugten Plätze auf der Welt gilt. Dargestellt wird die späte Selbstfindung Münchens als bürgerliche Stadt im Zusammenhang mit dem Stadtjubiläum von 1858, Reizworte wie "Bier"- und "Kunststadt" werden sichtbar, die kulturelle Aufbruchstimmung um 1900, die "Hauptstadt der Bewegung" und das Wiedererstehen der "heimlichen Hauptstadt" in der Zeit des Wirtschaftswunders sind herausragende Stationen dieser Schau. Jeder, zumal jeder Münchner, hat ein ganz bestimmtes Bild von dieser Stadt. Die Ausstellung erwartet Zustimmung und Widerspruch. In fünf historisch gegliederten Abschnitten geht die Ausstellung der Frage nach, was seit wann und vor allem warum typisch ist für München.

I'm a Believer. Pop Art und Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und der KiCo Stiftung
20.03.2018 - 31.12.2019

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus richtete Warhol bereits früh eine Einzelausstellung aus. Das Lenbachhaus war auch der Ort der legendären Begegnung von Warhol und Joseph Beuys. Die Ausstellung "I'm a Believer. Pop Art und Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und der KiCo Stiftung" beginnt mit dieser Geschichte. Klassische Positionen von Andy Warhol, Thomas Bayrle, Ulrike Ottinger und Hannsjörg Voth bilden den Auftakt. Von Sigmar Polkes "German Pop" über Stephen Shores Fotografien nordamerikanischer Vorstädte führt die Ausstellung bis in die Gegenwart des Populären in der Kunst. Mit Werken von Thomas Bayrle, Gerard Byrne, Miriam Cahn, Willie Doherty, Hans-Peter Feldmann, Isa Genzken, Bruno Gironcoli, Judith Hopf, Maria Lassnig, Daniel Man, Michaela Melián, Ulrike Ottinger, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Pietro Sanguineti, Stephen Shore, Amy Sillman, Hannsjörg Voth und Andy Warhol.

Sound of Design.
01.12.2018 - 31.12.2019

Jedes Objekt verursacht bei seiner Verwendung Geräusche, die zum unverwechselbaren Erkennungsmerkmal werden können. Die Bandbreite reicht vom Klingeln eines Telefons über das Brummen eines Automotors bis hin zum Klacken einer Tastatur. Um diese akustische Dimension unserer Ausstellungsstücke in Zukunft– vor allem in Hinblick auf das geplante Schaudepot – in unsere Präsentation zu integrieren, erweitern wir unsere Sammlung um Töne. Durch die Integration dieses Archivs in die Webanwendung Sound of Design soll es Teil der multimedialen Besuchererfahrung werden und erweckt die sonst museal entrückten Objekte zum Leben. Eine erste Anwendung soll ab Dezember 2018 zur Verfügung stehen und wird in Folge sukzessive erweitert.

REFLEX BAUHAUS 40 OBJECTS – 5 CONVERSATIONS
01.02.2019 - 31.12.2019

Die Neue Sammlung zeigt anlässlich des 100-jährigen Geburtstags des Bauhauses eine Ausstellung, die die gegenwärtige Bedeutung der Reformschule bespricht und auf die eigene historische Verbundenheit mit dem Bauhaus hinweist.Erstmals werden historische Objekte aus dem eigenen Bestand in München gezeigt. In Kooperation mit dem Künstler Tilo Schulz entsteht eine Rauminstallation, die 40 historische Objekte und fünf zeitgenössische Rezeptionen miteinander verschränkt. Die Künstlerinnen und Künstler - die Designerin Ayzit Bostan, die Lyrikerin Barbara Köhler, die Architektin Anupama Kundoo, der Komponist Junya Oikawa und die Künstlerin Sofie Thorsen – sind eingeladen, eine eigenständige Arbeit durch den Dialog mit je einem Bauhaus-Objekt zu entwickeln

Schaudepot
01.05.2019 - 31.12.2019

Die Neue Sammlung plant ein öffentlich zugängliches Schaudepot. Der hierfür angedachte etwa 540 Quadratmeter große Raum existiert bereits im zweiten Untergeschoss im Westflügel der Pinakothek der Moderne mit direkter Anbindung an ihre Ausstellungsräume und dient zur Zeit als internes Depot. Mit dem Schaudepot wird das Designmuseum seinen Bestand umfänglicher präsentieren können und dies auf eine sehr spezifische und originäre Weise. Wie die Bildsequenzen bei einem Storyboard, so werden Objekte in Konstellationen gebracht, die verschiedene Themen visualisieren. Dabei kann es sich um Material- und Formzusammenhänge genauso wie um Länderthemen oder Zeitstile handeln. Der Besucher erhält so nicht allein Einblick in die Sammlungsgeschichte des ältesten Designmuseums der Welt, sondern in die inhaltlichen Fragestellungen des modernen und zeitgenössischen Designs. In dem Schaudepot werden die aus- und vorgestellten Dinge eine andere Geschichte erzählen, von der Vielfalt, von der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen, vom Prozess einer Idee und ihrer Realisierung.

BALKRISHNA DOSHI - ARCHITECTURE FOR THE PEOPLE
16.10.2019 - 20.01.2020

Balkrishna V. Doshi (* 1927 in Pune, Indien) ist Architekt, Städteplaner und Lehrer. Er zählt zu den einflussreichsten Pionieren moderner Architektur in Indien. Doshis Lebenswerk wurde 2018 mit dem Pritzker-Preis geehrt, der weltweit renommiertesten Auszeichnung für Architektur. Seit den 1950er-Jahren hat Doshi mehr als 100 Gebäude realisiert, darunter Verwaltungs- und Kultureinrichtungen, Siedlungen und Wohnhäuser. International bekannt wurde er durch seine visionären Stadtplanungen und sozialen Wohnprojekte sowie durch sein großes Engagement im Bildungsbereich. Sein Verständnis von Architektur ist stark von Le Corbusier und Louis Kahn geprägt, mit denen er als junger Architekt zusammenarbeitete. Ausgehend von deren moderner Formensprache hat er jedoch ein ganz eigenes ästhetisches Vokabular entwickelt, das mit lokalen Bedürfnissen und indischen Traditionen in Einklang steht. Doshis Gesamtwerk wird in diesem Jahr erstmals in einer Retrospektive in Europa gezeigt. Anhand zahlreicher Architekturmodelle, Pläne, Malereien, Fotografien, Filme und Nachbauten seiner Architekturen in Originalgröße wird sein Schaffen in den Bereichen Architektur, Städtebau, Design und Kunst umfassend präsentiert. Die Ausstellung ist eine Übernahme vom Vitra Design Museum.

Markus Lüpertz: The Zone of Painting
13.09.2019 - 26.01.2020

Im Herbst 2019 präsentiert das Haus der Kunst eine umfassende Einzelausstellung zum Werk von Markus Lüpertz (*1941), die die unterschiedlichen Aspekte seiner spezifischen Bildsprache aufgreift. Lüpertz zählt zu den zentralen Künstlerfiguren der deutschen Nachkriegszeit. Seine Arbeit wurde vielfach kontrovers diskutiert. Lüpertz‘ oft monumentale Gemälde vermitteln Bedeutung durch Bilder, die für etwas anderes stehen als für das, was sie scheinbar darstellen. Ein solcher Ansatz stellt die abgebildeten Dinge, die man auf den Gemälden zu erkennen glaubt, infrage, statt sie zu bestätigen; damit wird die Abwesenheit dessen impliziert, das hier vergegenwärtigt zu werden scheint. Lüpertz ist ein grundlegend häretischer Künstler: Er arbeitet gegen bekannte ästhetische Kategorien, um eine eigene Zone in der Malerei zu etablieren. Banale Objekte erhalten eine sakrale Qualität, die man ihnen normalerweise nicht zuschreibt. Im Bewusstsein der Geschichte des ehemaligen ‚Hauses der Deutschen Kunst‘, das der staatlich sanktionierten Kunst des nationalsozialistischen Deutschland eine Bühne bot, stimmt Lüpertz‘ Ausstellung nachdenklich. Ein Kapitel der Ausstellung zeigt Arbeiten, bei denen der Betrachter mit der Funktionalisierung von Kunst in den Jahren 1933 bis 1945 konfrontiert ist.

ANTHONIS VAN DYCK (1599-1641)
25.10.2019 - 02.02.2020

Anthonis van Dyck – in ganz Europa wurde er gefeiert für seine Porträts von Fürsten, Feldherren, Künstlern und Schönheiten seiner Zeit. Sie alle wurden von ihm unvergleichlich lebendig und zugleich repräsentativ ins Bild gebannt. Doch der Weg zum Ruhm war kein einfacher: Seine künstlerischen Anfänge standen im Zeichen des berühmten Peter Paul Rubens, dem gleichermaßen bewunderten wie fast übermächtigen Vorbild. Die frühen Historien zeugen von der intensiven Auseinandersetzung, aber auch von zähem Ringen. Erst in Italien, unter dem Einfluss der venezianischen Malerei, von Tizian und Tintoretto, fand er seinen eigenen Weg. Van Dycks Bildnisse kennzeichnet eine sensible Beobachtung der Persönlichkeit, die er zugleich mit geradezu sinnlich wahrnehmbaren Stoffen und in einem repräsentativen Dekor zu inszenieren wusste. Die Ausstellung präsentiert die Ergebnisse eines mehrjährigen Forschungsprojektes, das sich unter anderem Fragen der Bildgenese und der Werkstattpraxis widmete. Der eigene Bestand wird durch internationale Leihgaben ergänzt, die, wie Zeichnungen und Ölskizzen, den Nachvollzug des Werkprozesses ermöglichen.

Thonet 200
11.05.2019 - 02.02.2020

Vom Einmannbetrieb zum globalen Unternehmen: 200 Jahre Möbeldesign werden anhand der Geschichte des 1819 gegründeten Familienunternehmens Thonet reflektiert. Den Pionierleistungen der Frühzeit – neue Technologien, neue Gestaltungsmöglichkeiten, neue Vertriebs- und Marketingwege – stehen die Entwicklungen des 20. und frühen 21. Jahrhunderts gegenüber. Die Ausstellung präsentiert neben den legendären Möbeln aus gebogenem Holz – berühmt sind die Wiener Caféhaus-Stühle – auch die avantgardistischen Stahlrohrmöbel der Bauhaus-Gestalter, aber auch die wegweisenden Entwürfe moderner Designer – von Ed Harlis über Verner Panton bis hin zu Norman Foster, Stefan Diez, Konstantin Grcic und Sebastian Herkner. Für die Gestaltung der Ausstellung konnte der Münchner Designer Steffen Kehrle gewonnen werden.

Anders gesehen. Afrikanische Keramik aus der Sammlung S.K.H. Herzog Franz von Bayern
27.09.2019 - 29.03.2020

Über 1.000 Objekte afrikanischer Keramik aus der Sammlung S.K.H. Herzog Franz von Bayern konnten als Schenkung und als Dauerleihgabe für Die Neue Sammlung - The Design Museum gewonnen werden. Wir würdigen diese großzügige Gabe in einer umfangreichen Ausstellung und Publikation, die Aufschluss gibt über Formen- und Funktionenreichtum afrikanischer Keramik sowie über ihre unterschiedlichen Entstehungszusammenhänge. Im Kontext eines Designmuseums kann diese Ausstellung eine gestaltungshistorische, von den Objekten ausgehende Auseinandersetzung mit den Gefäßen und Figuren ermöglichen und so einen neuen Blick auf die Keramikproduktion in Afrika bieten, der nach Form, Funktion, Dekor und Materialität fragt und ihre Eigenständigkeit sowie Parallelen zur internationalen Praxis aufzeigt.

Veranstaltungskalender

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