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Ausstellungen

Tone Vigeland. Schmuck - Objekt - Skulptur
11.03.2017 - 11.06.2017

Skandinavischer Autorenschmuck ist ohne sie und ihre Arbeiten nicht vorstellbar. Tone Vigelands Schmuckobjekte waren bereits zu Beginn der 1960er-Jahre fester Bestandteil heute längst legendär gewordener Ausstellungen und Publikationen, wie etwa der 1961 in der Goldsmiths Hall London stattgefundenen Ausstellung "International Exhibition of Modern Jewellery". Dort wurde die seinerzeit noch junge Kunstrichtung des Autorenschmucks erstmals einer Öffentlichkeit vorgestellt. In ihrem 80. Lebensjahr richtet Die Neue Sammlung der Grande Dame der skandinavischen Schmuckkunst nun ihre erste Einzelausstellung auf dem europäischen Kontinent außerhalb Skandinaviens aus – 50 Jahre nachdem 1967 Vigelands erste Solo-Ausstellung im Kunstnerneshus (Künstlerhaus) in Oslo stattfand. Tone Vigelands Arbeiten umschmeicheln fließend den menschlichen Körper und sind doch aus Metall. Sie oxidiert das hell glänzende Silber bis es schwarz wie Eisen ist. Durch Hautkontakt gewinnt das Silber sein Spiel mit dem Licht zurück, erhält das Schmuckobjekt ungeahnte metallische Farbvalenzen. Jedes Stück individualisiert durch seinen Träger. Die Arbeiten bestechen durch ihre Größe und Volumina, bestehen aber aus einer unvorstellbaren Vielzahl von kleinsten, handgearbeiteten Teilen – aus Silberdraht gedrehten Röhrchen, exakt geschnittenen rechteckigen und runden Plättchen oder winzigen Kügelchen und Ösen – unsichtbar für den Betrachter miteinander verbunden. Tone Vigelands Kunst am Körper wirkt modern und zugleich archaisch.

Ödön von Horváth. Erotik, Ökonomie und Politik
24.05.2019 - 17.11.2019

Ödön von Horváth gehört heute zu den meistgespielten Dramatikern auf deutschsprachigen Bühnen. Stücke wie Italienische Nacht, Geschichten aus dem Wiener Wald (beide 1931) und Kasimir und Karoline (1932) wurden bereits zu Lebzeiten des Autors als Erneuerung des Volksstücks gefeiert. Die Ausstellung verläuft entlang von drei zentralen Stücken, denen jeweils ein Bereich und damit zusammengehend ein übergreifendes Thema gewidmet ist: Ökonomie, Erotik und Politik. Darüber hinaus werden Einblicke in die Entstehung und Rezeption der Stücke gegeben. In der aufwendig inszenierten Ausstellung werden anhand von verschiedensten Objekten, Dokumenten, Audio- und Videobeispielen von 40 leihgebenden Institutionen und Privatpersonen die politische Substanz und brisante Aktualität von Horváths Dramatik deutlich.

Soundlab.1 - Museum wird hörbar
13.07.2012 - 31.12.2019

Einen besonderen Meilenstein bedeutet die Eröffnung des 2012 neu gestalteten Eingangsbereiches mit dem Beginn der stufenweisen Einrichtung eines Soundlab. Geeignet für jedes Alter, will das "Klang-Labor" mit den zum Teil eigens entwickelten Versuchsstationen zum Experiment mit Klang und Akustik verführen. Anfassen und mitmachen ist ausdrücklich erwünscht! Als "roter Faden" durch die Sammlung Musik dienen die orangefarbenen Tafeln. Sie markieren die Soundlab-Stationen, erklären, wie die Klangstationen zu bedienen sind und regen das Spiel an. Jede Soundlab-Station enthält Wissenswertes zu Herkunft und Spielweise von Instrumenten, oft ergänzt durch Hör- und Filmbeispiele. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Die Objekte behandeln grundlegende Mittel und akustische Effekte der Klangerzeugung quer durch die Kulturen und Traditionen. Durch das eigene Erleben der akustischen Phänomene werden somit auch die ausgestellten Instrumente "hörbar" und lebendig.

Literarisches München zur Zeit von Thomas Mann - Von der Boheme zum Exil
08.12.2016 - 06.12.2026

Thomas Manns Münchner Jahre zwischen 1894 und 1933 bildet den zeitlichen Rahmen für die Ausstellung. Ausgehend von den literarischen Nachlässe der Monacensia spürt sie der Frage nach: Was macht das literarische München zwischen Schwabinger Bohème und Hitlers "Hauptstadt der Bewegung" aus? Manuskripte, Briefe, Fotografien und seltene Erinnerungsstücke werfen Schlaglichter auf das höchst ambivalente literarische Leben der Stadt zwischen dem Aufbruch in die Moderne und der Vertreibung der Dichter und Schriftsteller ins Exil. Thematisiert werden die Brüche und Umbrüche während des Ersten Weltkriegs ebenso wie die Wechselwirkung von bürgerlicher Hochkultur und urwüchsigem Volksvergnügen in der Weimarer Republik. Die Original-Dichterschreibtische von Frank Wedekind und Oskar Maria Graf symbolisieren den Spannungsbogen von der Münchner Bohème bis zum amerikanischen Exil. Wie für viele Autoren sind sie weit mehr als ein Arbeitsplatz: Sie sind "Schreibheimat" und Ausdruck eines Lebensgefühls.

Veranstaltungskalender

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