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Nicht verpassen!

Internationale Wochen gegen Rassismus
7. bis 24. März 2019 in München
Bayerisches Nationalmuseum | Deutsches Museum | NS-Dokumentationszentrum | Jüdisches Museum München Münchner Stadtmuseum | Pinakothek der Moderne

In München finden vom 7. März bis 24. März die Wochen gegen Rassismus statt. Die Veranstaltungen reichen von Vorträgen, Lesungen und Podiumsdiskussionen über Theater- und Filmvorstellungen bis hin zu Aktionen im öffentlichen Raum. Auch einige Münchner Museen haben Angebote im Programm und freuen sich, auch eine rege Teilnahme: 100% Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus.


Programm in den Museen:


Dienstag, 12. März 2019, 10:00
Wider die Einfalt! – Museumspädagogische Programme für eine vielfältige Gesellschaft
Fachtagung
Pinakothek der Moderne
Die Fachtagung der Bayerischen Museumsakademie setzt sich mit dem Phänomen
Rassismus auseinander und zeigt Programme zur Antidiskriminierung
und Integration im Museum auf. Nach einleitenden Vorträgen bietet ein
Markt der Ideen Anregungen zur Vermittlung in den Bereichen Interkulturalität,
Sprachförderung, Migration und kulturelle Bildung. In praktischen Einheiten
am Nachmittag werden die Programme des Museumspädagogischen
Zentrums in verschiedenen Museen veranschaulicht. Vorgestellt werden der
Kunst- und KulturWerkRaum, Vielfalt entdecken, Ferne Welten – Nahe Welten,
Deutschlernen im Museum sowie Programme für Deutschklassen.
Mit Mitarbeitenden des Museumspädagogischen Zentrums (MPZ) und
externen Referenten.
Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldung unter:
https://www.bayerische-museumsakademie.de/de/veranstaltungen/detail/wochen_gegen_rassismus.html

Mittwoch, 13. März 2019, 19:00

Vortrag und Lesung mit Ronan Steinke
Jüdisches Museum München
Eine Geschichte, die Mut macht in Zeiten des Hasses: Als jüdischer Teenager
überlebte Anna Boros den Holocaust mitten in Hitlers Hauptstadt –
dank eines tapferen Arabers. Er hieß Mohammed Helmy, balancierte ständig
auf einem schmalen Grat zwischen Anpassung und Subversion, und er
vollbrachte ein wahres Husarenstück, um die Gestapo auszutricksen. Als
einziger Araber überhaupt ist er dafür in Israel von Yad Vashem geehrt worden.
Ronen Steinke erzählt diese atemberaubende Geschichte – und wirft
damit ein Licht auf eine fast vergessene Welt: das alte arabische Berlin der
Weimarer Zeit, das gebildet, fortschrittlich und in weiten Teilen alles andere
als judenfeindlich war.
Ronen Steinke, Redakteur und Autor der Süddeutschen Zeitung
Anmeldung erbeten unter info (at) evstadtakademie.de oder Tel. 089-5490270
oder www.evstadtakademie.de

Mittwoch, 13. März 2019 15:00 Uhr und 19:00 Uhr
Platz der Opfer des Nationalsozialismus, 80333 München
NS-Dokumentationszentrum München, Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München
15:00 Uhr Namenlesung am Platz der Opfer des Nationalsozialismus
19:00 Uhr Gedenkveranstaltung im NS-Dokumentationszentrum München

Gedenktag zur Erinnerung an die Deportation der Münchner Sinti
und Roma am 13. März 1943
NS-Dokumentationszentrum
Am 13. März jährt sich der Tag, an dem die Münchner Polizei 130 Münchner
Sinti und Roma in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportieren
ließ, zum 76. Mal.
Ab 15:00 Uhr findet am Platz der Opfer des Nationalsozialismus eine öffentliche
Namenlesung und Kranzniederlegung zum Gedenken an die aus München
deportierten Sinti und Roma statt. Im Rahmen der Gedenkveranstaltung ab 19:00 Uhr im NS-Dokumentationszentrum hält Frank Reuter nach Grußworten von Mirjam Zadoff und Erich Schneeberger einen Vortrag zum Thema: "'...was kann geschehen, um unsere Glaubensbrüder zu schützen'. Die Kirchen und der Genozid an den Sinti und Roma“. Den Abend umrahmt die Tanzperformance "Inside our
Space" der Sinti-Mädchengruppe "Tscheia".

Donnerstag, 14. März 2019, 19:00
"Grenz-Lines” – Wie rassistisch ist der Gangsta-Rap? - Podiumsdiskussion
NS-Dokumentationszentrum
Spätestens seit dem Skandal um Farid Bang und Kollegah bei der Echoverleihung
2018 ist die Gefahr für einen mainstreamfähigen Antisemitismus ins
Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt und hat eine Diskussion über die
antisemitischen Tendenzen im deutschen Gangsta-Rap entfacht. Aber auch
international halten antisemitische und rassistische Stereotype immer wieder
Einzug in Pop-, Rap- und HipHop-Texte. Die Fragen, ob und in welcher
Form Rassismus und Antisemitismus Bestandteil dieser Musikrichtungen
sind und wo die Grenzen zwischen künstlerischer Freiheit und Alltagsrassismen
liegen, sind Thema der Diskussion. Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe,
die verschiedene Genres der aktuellen Popkultur auf antisemitische und
rassistische Elemente untersucht.
Mit Leila Akinyi, Ben Salomo, Axel Bohmann und Hannes Loh
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Freitag, 15. März 2019, 10:30-11:30 und 14:30-15:30 Uhr
Wissen ohne Grenzen.
Führungen für Menschen mit Fluchterfahrung

Deutsches Museum
Führung durch die Abteilung Historische Luftfahrt & Vorführung am Flugsimulator.
Die Führung richtet sich an betreute Gruppen und wird in einfacher deutscher
Sprache gehalten. Sie ist anschaulich und für alle Sinne aufbereitet.
Teilnehmerzahl: max. 20 Personen. Die Teilnahme ist für angemeldete
Gruppen kostenlos. Der Eintritt ins Museum ist frei.
Anmeldung: Bitte melden Sie sich als Gruppe beim Besucherservice an:
besucherservice (at) deutsches-museum.de

Samstag, 16. März 2019,
Sonntag, 17. März 2019,
Samstag, 23. März 2019,
Sonntag 24.März 2019, jeweils 15:00
Öffentlicher Rundgang durch die Ausstellung: "Sieben Kisten mit jüdischem Material“ — Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute
Jüdidsches Museum München
In einem Würzburger Museumsdepot wurden unlängst jüdische Ritualgegenstände
gesichtet, die während des Novemberpogroms 1938 aus mehreren
Synagogen geraubt worden waren. Sie erzählen von einer zerstörten jüdischen
Kultur, von Familienschicksalen, von der Habgier des NS-Regimes
sowie von der Verdrängung dieser Vergangenheit nach 1945.
Die öffentliche Themenführung zeichnet die Geschichte rund um die verschollen
geglaubten Objekte bis heute nach.

Samstag, 16.März 2019, 14:00
M wie Migration
Foyer des Münchner Stadtmuseums - Stadtrundgang
Migration gehört zu München wie das M, mehr als die Hälfte der Kinder
und Jugendlichen hat heute einen Migrationshintergrund. Wir besuchen
Orte der Migration, treffen Akteure, die von ihrer Arbeit berichten und beschäftigen uns mit der Frage, wie über Migration gesprochen wird. Kommen
Sie mit zum Bellevue di Monaco, dem Eine Welt Haus, der Landwehrstraße
und zum Hauptbahnhof, Ankunftsort vieler Migrant*innen.
In Kooperation mit dem Münchner Stadtmuseum zur Ausstellung
"Migration bewegt die Stadt“.
Leitung: Dr. Philip Zölls
MVV-Ticket erforderlich, Anmeldung nicht erforderlich

Samstag, 16. März 2019, 10:00
Nie wieder. Schon wieder. Immer noch.
Aufstieg des Nationalsozialismus und heutige Formen des Rechtsextremismus
Seminar
NS-Dokumentationszentrum München
Die Morde der rechtsextremistischen Terrorgruppe "Nationalsozialistischer
Untergrund“ und die Anschläge auf Asylunterkünfte und Geflüchtete in
den letzten Jahren haben die Themen Rechtsextremismus und rechtsextreme
Gewalt verstärkt in das öffentliche Bewusstsein gebracht. Rechtspopulistische
Parteien schüren Europaskepsis und Rassismus. Vermeintliche deutsche
"Patrioten“ treten zur "Rettung des Abendlandes“ an und tragen zur Verrohung
von Sprache und Denken bei.
Welche Parallelen und Unterschiede bestehen zwischen dem radikalen
Deutschnationalismus der Weimarer Republik und dem heutigen Rechtsextremismus?
Um dieser Frage nachzugehen, werden im Seminar die zentralen
Bausteine vorgestellt, aus denen sich die nationalsozialistische Weltanschauung
zusammensetzte. In einem zweiten Schritt wird nach den Verbindungen
zu heutigen Formen des antidemokratischen und menschenfeindlichen
Denkens der extremen Rechten gefragt. Außerdem wird diskutiert, inwieweit
einzelne dieser Elemente auch für die gesellschaftliche Mitte anschlussfähig
sind.
Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter: veranstaltungen.nsdoku (at) muenchen.de

Sonntag, 17.März 2019, 15:00
Führung durch die Ausstellung "Migration bewegt die Stadt. Perspektiven wechseln“
Münchner Stadtmuseum
Seit September 2018 ergänzen 15 neue Ausstellungsmodule die Dauerausstellung
"Typisch München!“ um die Perspektive der Migrationsgeschichte.
Die Stationen knüpfen an die vorhandenen Elemente an, zeigen auf, wie
stark München von Migration geprägt ist und kommentieren die bisherige
Darstellung fragend. Der Rundgang verbindet beide Perspektiven und versucht
eine gemeinsame Erzählung der Stadtgeschichte und Stadtgesellschaft.

Dienstag, 19. März 2019, 14:00 Uhr
Führung für Senior*innen durch die Ausstellung „Sieben Kisten mit jüdischem Material“ – Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute
Jüdisches Museum München
In einem Würzburger Museumsdepot wurden unlängst jüdische Ritualgegenstände
gesichtet, die während des Novemberpogroms 1938 aus mehreren
Synagogen geraubt worden waren. Sie erzählen von einer zerstörten jüdischen
Kultur, von Familienschicksalen, von der Habgier des NS-Regimes
sowie von der Verdrängung dieser Vergangenheit nach 1945.
Die öffentliche Themenführung zeichnet die Geschichte rund um die verschollen
geglaubten Objekte bis heute nach.

Dienstag, 19. März 2019 19.03. 20:00 Uhr
Diskriminierung im Fußball. Vortrag und Diskussion
NS-Dokumentationszentrum München
Nicht erst seit den teilweise erschreckenden Ergebnissen der Mitte-Studien
der Universitäten Leipzig und Bielefeld ist bekannt, dass ein erheblicher Teil
der Bevölkerung rassistische Vorbehalte und diskriminierende Vorurteile in
sich birgt, sie teilweise offen und unverhohlen ausspricht und gern auch mal
im Internet seinem Hass gegen "die Anderen“ freien Lauf lässt. Ähnliche
Tendenzen kann man auch im „Brennglas der Gesellschaft“ – dem Fußballstadion
– beobachten. Der Vortrag "Diskriminierung im Fußball“ will die
Ausprägung der verschiedenen Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
(GMF) im Fußballkontext beleuchten.
Vortrag von Sebastian Drescher (Fanprojekt München)

Samstag, 23. März 2019, 14:00

Verfolgungsgeschichte der Lesben und Schwulen in München
NS-Dokumentationszentrum München
Die Münchner Regenbogen-Stiftung bietet zusammen mit dem Forum Homosexualität München e.V. – Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur
– eine Führung im NS-Dokumentationszentrum an. Der Schwerpunkt der
Führungen liegt auf der Verfolgungsgeschichte der Lesben und Schwulen im
Nationalsozialismus.
Eine Anmeldung unter www.muenchner-regenbogen-stiftung.de ist erforderlich.

Sonntag, 24. März 2019, 14:00

Kinderworkshop:  Purim — Was für ein Theater!
Jüdisches Museum München
Am jüdischen Festtag Purim darf in der Synagoge mit Ratschen Lärm gemacht
werden und Kinder wie Erwachsene verkleiden sich, um an Königin
Esther und den Bösewicht Haman zu erinnern. Wir erfahren, worum es dabei
geht, und spielen gemeinsam Theater.
Für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren. Die Teilnahme am Kinderworkshop
ist kostenlos. Aufgrund der begrenzten Teilnehmer_innenzahl ist eine
Anmeldung unter fuehrungen.jmm (at) muenchen.de erforderlich.


Abb.: Fachstelle für Demokratie, München.


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