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Die silberne Stadt. Rom im Spiegel seiner Medaillen
26. Juli 2019 bis 3. Mai 2020

Staatliche Münzsammlung München

Seit Beginn der Neuzeit wurde Rom, das Zentrum der päpstlichen Macht, auf Medaillen fortwährend verbildlicht. Anfänglich orientierte die Bildsprache sich an der Überlieferung römischer Bauten auf antiken Münzen. Bald aber erfanden die im Auftrag der Päpste tätigen Medailleure neue Bildkonzepte und entwickelten eine Vielfalt, die alles Vorangegangene übertraf und in Europa ohne Vergleich blieb. Oft fanden neu errichtete Gebäude wie Kirchen und Paläste aber auch für das städtische Leben bedeutsame Anlagen wie Brücken, Plätze, Brunnen und die unter Sixtus V. angelegten Straßenachsen auf den Medaillen Platz. Selbst Orte außerhalb der Stadt, darunter die päpstlichen Landsitze oder der Hafen in Civitavecchia, wurden dargestellt. Die Verbreitung der Schaumünzen spielte für das Bekanntwerden der Stadt im Vergleich mit anderen Bildmedien eine kaum zu überschätzende Rolle. Die Medaille war an der Begründung des Ruhmes der Ewigen Stadt maßgeblich beteiligt. Da kunstvolle Medaillen als Ausweis der guten Herrschaft eines Fürsten galten, griffen verschiedene Landesherren dieses prestigeträchtige Bildmedium auf und es kam zu unterschiedlichen Formen des Städtelobs.



Abb.: Piazza Navona.Gaspare Morone, Innozenz X., Errichtung des Brunnens auf der Piazza Navona, 1649, Foto: Nicolai Kästner



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