Staatliches Museum Ägyptischer Kunst





Kontakt
Gabelsbergerstraße 35
80333 München

089/28927630

info@smaek.de
http://www.smaek.de

Öffnungszeiten Di. 10.00-20.00, Mi.-So. 10.00-18.00



Allgemeine Informationen
Wie der Einstieg in ein altägyptisches Königsgrab präsentiert sich das Portal des komplett unterirdischen Ägyptischen Museums – und überrascht die Besucher nach dem Durchschreiten mit von Tageslicht erhellten Räumen. Doch nicht nur die Architektur kann begeistern: Die Qualität der Sammlung und der Fokus auf die altägyptische Kunst machen das Museum einzigartig. Alle Epochen sind mit Meisterwerken von internationaler Bedeutung vertreten, ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Gebiet der Rundplastik. Die Kompaktheit der Ausstellung ermöglicht es dem Besucher, auf spannende und informative Weise einen Überblick über 5000 Jahre Kunst und Kultur des alten Ägypten zu erhalten. Zahlreiche Angebote richten sich speziell an Kinder und Familien.


Ausstellungen
Zeichen und Wunder

2021-02-15 - 2021-06-30

Ugo Dossi, dessen Installationen zweimal auf der Documenta, zweimal auf der Biennale von Venedig sowie in zahlreichen internationalen Museen gezeigt wurden, demonstriert mit diesem Projekt seine Faszination für die altägyptischem Kunst, für ihren universellen Horizont und ihre inhaltliche Tiefe. In sein Werk, das um Weltmodelle, in denen sich Kunst und Wissenschaft begegnen, und um Sinnliches und Übersinnliches kreist, sind früh Elemente aus der altägyptischen Kunst eingeflossen. Ein Antlitz der Nofretete spielt in seiner Werkgruppe NEFER seit 1990 eine zentrale Rolle als Bild-Metapher für Vollkommenheit. Über diese Bild-Metapher setzt Dossi als zweite Bedeutungsebene streng reduzierte graphische Elemente und erstellt damit monumentale Bilderrätsel. Für die Ausstellung in München konzentriert sich Ugo Dossi auf das Phänomen der hieroglyphischen Zeichen, in denen er pictographische Wissensspeicher erkennt, die in die Tiefe der Denkwelt der Pharaonischen weisen. Damit bringt er altägyptische Bildallegorien in die Gegenwartskunst ein und setzt, umgekehrt, aktuelle Welt-Bilder in altägyptische Bilder-Welten. Typisch für Dossis Kunst, oszillieren alle seine Objekte in einem Spannungsfeld zwischen Materiellem und Immateriellen. Der Einsatz holographischer Materialien verstärkt diesen Eindruck. Seine Gefäß-Skulpturen von Nofretete, Echnaton, Horus und Sachmet aus Granit und Marmor verkörpern irdische Materie, ihre Ausformung macht gleichzeitig immateriell das Profil der jeweiligen Vorlage sichtbar. Das Dargestellte selbst, für das Dossis Gestaltungen materiell die Schattenform vorgeben, ist körperlos gegenwärtig, – Licht – und somit unvergänglich