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Nicht verpassen!

München. Schau her! Fotoausstellung
6. März bis 31. Juli 2020

Bayerische Staatsbibliothek

„München. Schau her!“ stellt zum ersten Mal die umfangreichen Fotoarchive der Bayerischen Staatsbibliothek vor. Die Sammlung umfasst derzeit mehr als 17 Millionen Bilder und hat eine klare überregionale Ausrichtung. Aber in fast allen Archiven spiegelt sich die zentrale Rolle der bayerischen Landeshauptstadt als Fotomotiv und Ort der Fotografie wieder. Deshalb stehen die in München angefertigten Fotos im Mittelpunkt der Ausstellung. Die Ausstellung ist in sechs Module gegliedert.

Frühe Fotografie (1839 bis 1914)
München war neben Paris und London das wichtigste Zentrum für die Entwicklung und Verbreitung der Fotografie im 19. Jahrhundert. Die hier ansässigen Wissenschaftler und Künstler waren an der Verbreitung der neuen Technik maßgeblich beteiligt. In den beiden Schatzkammern werden als Originalaufnahmen frühe Fotografien präsentiert und die Technik erläutert. Aufnahmen des ersten Münchner Fotografen Alois Löcherer (1815 – 1862), der Hoffotografen Joseph Albert (1825 – 1886) und Franz Hanfstaengl (1804 – 1877) schließen sich an, gefolgt von Bildern, die im berühmten Fotoatelier Elvira angefertigt wurden.

Von München in die Berge
Dieser Ausflug führt den Besucher zunächst in das Werdenfelser Land bis nach Tirol. Der in Partenkirchen und später in Meran ansässige Fotograf Bernhard Johannes (1848 – 1899) und seine Nachfolger fertigten frühe alpine Aufnahmen von der Besteigung der Zugspitze an, teils kuriose Atelieraufnahmen sowie Zeugnisse bayerischen Brauchtums. Die Berchtesgadener Berge hat der Fotograf Josef Beierl (1905 – 1943) in den 1920er und 1930er Jahren im Bild festgehalten. Seine Aufnahmen werden hier erstmals gezeigt. Aus konservatorischen Gründen werden die Bilder dieses und aller weiteren Module in hochwertigen Reproduktionen präsentiert.

München 1914 bis 1945
Ereignisse wie der Ausbruch des Ersten Weltkriegs, die Revolution 1918/19, der Aufstieg der NSDAP in München, die Bücherverbrennung und das Novemberpogrom 1938 sind in den Sammlungen des Bildarchivs dokumentiert. Die Aufnahmen stammen größtenteils aus dem Fotoarchiv von Heinrich Hoffmann (1885 – 1957), dem persönlichen Fotografen Adolf Hitlers.

Kriegszerstörung und Wiederaufbau
Die Bilder der zerstörten Stadt, von Kriegsheimkehrern, provisorischen Verkaufsständen zwischen den Trümmerbergen, der Schutträumung, dem florierenden Schwarzmarkt, aber auch erste Konzerte kennzeichnen die Erinnerung an die Nachkriegszeit. Die Fotografen Georg Fruhstorfer (1915 – 2003), Helmut Silchmüller (1906 – 1980) und Tino Walz (1913 – 2008) hielten diese bewegte Zeit im Bild fest.

Kultur, Kultur, Kultur
Ob Musik, Theater, Oper, Kabarett oder Ballett – unter den Fotos von Felicitas Timpe (1923 – 2006) dürfte für jeden Ausstellungsbesucher etwas dabei sein. Manch einer mag sich an die Rolling Stones oder Beatles bei ihren Auftritten in den 1960er und 1970er Jahren erinnern. Die Münchner Fotografin dokumentierte von 1950 bis 2003 das kulturelle Leben der bayerischen Landeshauptstadt. Ihr Archiv umfasst etwa eine Million Bilder.

Zwischen Brauchtum und Fortschritt
Der legendäre Münchner Fasching, die Wiesn, die 800-Jahr-Feier 1958, Studentenproteste, die Ankunft der ersten Gastarbeiter und schließlich die Olympischen Spiele 1972 sind Themen des letzten Ausstellungsteils. Floßfahrten auf der Isar in den 1950er Jahren, eine Trachtengruppe beim Umzug in der Maximilianstraße oder das Garchinger Atom-„Ei“ im Bau waren beliebte Motive.

 


Abb.: Wirtshaus zur alten Hauptwache, Gaststätte Bayerischer Donisl, ca. 1948 – 1949 | © BSB, Fotoarchiv Fruhstorfer .



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