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Nicht verpassen!

1918 | 2018 Was ist Demokratie?
November 2018 bis Mai 2019

In München wird ab November mit einem großen Programm an die unblutige Revolution vom 7. November 1918 und die Ausrufung des Freistaates Bayern erinnert. In der stadtweiten Veranstaltungsreihe werden über 330 Beiträge von mehr als 170 Partnern und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München bis Mai 2019 angeboten. Im folgenden haben wir die Veranstaltungen der beteiligten Museen zusammengestellt.


Ausstellungen im Rahmen der Veranstaltungsreihe:


Dichtung ist Revolution. Kurt Eisner, Gustav Landauer, Erich Mühsam, Ernst Toller.
9. November 2018  bis 30. Juni 2019

Monacensia im Hildebrandhaus
Die Ausstellung "Dichtung ist Revolution" präsentiert anhand zahlreicher biografischer Dokumente, Manuskripte, Tagebücher, Briefe, Objekte und Fotografien das Leben und Wirken der vier Schriftsteller. Die historischen Umbrüche werden insbesondere durch die umfangreiche Flugblattsammlung aus den Beständen der Monacensia erfahrbar. Es werden Exponate aus zahlreichen Archiven gezeigt. Die Nachlässe der vier Protagonisten sind weit in die Welt verstreut, was nicht zuletzt die dramatischen Schicksalswendungen in ihren Lebensläufen deutlich macht.


Frei. Radikale - Wer raubt, plündert und stiehlt
6. März bis 15. März 2019

Galerie der Künstler
Der freigeistige anarchistische, aber auch pazifistische Hintergrund der zahlreichen literarisch tätigen Akteure der Räterepublik und ihre idealistischen Vorstellungen einer neuen demokratischen Gesellschaftsordnung sind Ausgangspunkt für eine Ausstellung und Veranstaltungscompilation. Der Fokus liegt auf Performance- und Videokunst, die sich mit Aspekten dieser Thematik in Auseinandersetzung mit dem zeitgenössischen Geschehen beschäftigt.


Veranstaltungsübersicht (Auswahl)


Donnerstag 21. Februar 2019, 17:30
Donnerstag, 21. März 2019, 17:30

Rätezeit und Gegenrevolution. Ein Rundgang
NS-Dokumentationszentrum München
Der Rundgang durch die Dauerausstellung stellt die Revolution und Gegenrevolution in München in den Vordergrund. Das völkisch-antisemitische Netzwerk sowie Gründung und Aufstieg der DAP/NSDAP werden thematisiert und die Gründe für das Scheitern der Weimarer Republik diskutiert.
Anmeldung: bildung.nsdoku (at) muenchen.de


Samstag, 16. Februar 2019, 10.00 Uhr – 15.00 Uhr

Nie wieder. Schon wieder. Immer noch.
Aufstieg des Nationalsozialismus und heutige Formen des Rechtsextremismus
Seminar im NS-Dokumentationszentrum München
Ein Seminar zu Facetten des historischen und aktuellen Rechtsextremismus. Wie setzt sich die antidemokratische und menschenfeindliche Ideologie zusammen? Warum sind einzelne dieser Elemente auch für die gesellschaftliche Mitte anschlussfähig?
Anmeldung: bildung.nsdoku (at) muenchen.de


Mittwoch, 20. Februar bis Samstag, 23. Februar 2019
Transfer of Cultural Objects in the Alpe Adria Region in the 20th Century
Öffentliche Fachtagung
Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Im Rahmen der internationalen Konferenz des EU-Forschungsprojekts „Transfer of Cultural Objects in the Alpe Adria Region in the 20th Century“ (TransCultAA) werden am Donnerstag, 21. Februar 2019 zwischen ca. 9 und 15 Uhr mehrere Vorträge (überwiegend in englischer Sprache) die Bemühungen zum Schutz von Kulturgut im Ersten Weltkrieg ebenso behandeln wie die Verlagerung und Zerstörung von Kulturgut. Auch die Situation in der frühen Nachkriegszeit
insbesondere im Bereich des aufgelösten Habsburger Reichs und angrenzender Staaten wird beleuchtet.
Öffentliche Fachtagung, keine Anmeldung erforderlich.
Raum 242/Vortragssaal
Tagungsprogramm rechtzeitig auf www.transcultaa.eu und www.zikg.eu veröffentlicht.


Donnerstag, 21. Februar 2019, 19:00
"Die Erfindung des Russn"- Ein Poem zur Münchner Räterepublik
Monacensia im Hildebrandhaus
Tobias Roth und Daniel Bayerstorfer haben die Erfindung des Kultgetränks "Russn" zu Ausgangspunkt für ihr langes Gedicht bzw. kurzes Epos genommen. Mit einem Strudel aus Bildern, feierlichem Enthusiasmus und einem Feuerwerk as Fakten und Fiktion gehen sie der Frage nach, wie wir uns heute zu Risiko, Revolution und Russ verhalten wollen.


Dienstag, 26. März 2019, 19:00
"Der Traum des Ret Marut" - Der frühe B. Traven
Monacensia im Hildebrandhaus
Ret Marut gehört zu den mysteriösesten Literaten des 20. Jahrhunderts. Ab 1917 veröffentlichte er in München die anarchistische Kampfzeitschrift "Der Ziegelbrenner". Nach der Niederschlagung der Münchner Räterepublik sollte er 1919 wie viele seiner Genossen standrechtlich erschossen werden. Es gelang ihm jedoch die Flucht nach Mexiko. Dort veröffentlichte er unter dem Pseudonym B. Traven eine Vielzahl an Romanen und Erzählungen, die eine Millionenauflage erzielten. Mit Hollywood-Verfilmungen seiner Werke wie "Das Totenschiff" und "Der Schatz der Sierra Madre" wurde B. Traven international berühmt. Der Schauspieler Franz Josef Strohmeier begibt sich in seinem Programm auf die Spuren des faszinierenden Autors und Akteurs der Münchner Räterepublik. Musikalisch kontrastiert wird das Programm von Maria Hafner.


Dienstag, 02. Mai 2019, 19.00 Uhr
Juden, Antisemiten und andere Münchner in Revolution und Räterepublik
Vortrag
NS-Dokumentationszentrum München
Von Kurt Eisner über Ernst Toller, Erich Mühsam und Gustav Landauer bis zu Eugen Leviné spielten Menschen jüdischer Herkunft während der Revolution und den Räterepubliken in München eine größere politische Rolle. Was waren die Motive dieser Revolutionäre? Wie verhielt sich die jüdische Gemeinde? Und wie kam es, dass München innerhalb weniger Jahre zum Zentrum des Antisemitismus wurde?
Michael Brenner Jüdische Geschichte und Kultur, Ludwig-Maximilians-Universität


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Abb.: Demonstration auf der Theresienwiese, 16. Februar 1919, Foto: Heinrich Hoffmann, Stadtarchiv München. Zu sehen im Rahmen der Ausstellung "Dichtung ist Revolution" in der Monacensia im Hildebrandhaus.


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