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Museum Reich der Kristalle - Mineralogische Staatssammlung

Aussenansicht des Museums

Ausstellungsraum im Museum Reich der Kristalle

Kakoxen-El-Horcajo

Der Leuchtenberg Smaragd

Amethyst

Calcit

Azurit-El-Pinar

Turmalin-Scheibe

Vulkanisches-Glas-im Dünnschliff

Quarzquindel

Pyroxen-im-Dünnschliff-aus-Grönland

Achat

  • Kunstareal
  • Natur

Kontakt

Theresienstraße 41
80333 München

089/21804312
http://www.mineralogische-staatssammlung.de
Mineralogische.Staatssammlung@lrz.uni-muenchen.de

Öffnungszeiten

Di.-So. u. Feiert. 13.00-17.00;bei Sonderausstellungen ggf. geänderte Öffnungszeiten
eingeschränkt zugänglich

Das Museum Reich der Kristalle ist der öffentlich zugängliche Teil der Mineralogischen Staatssammlung München und befindet sich in einem Universitätsgebäude inmitten des Kunstareals. Die Dauerausstellung gliedert sich in zwei Bereiche: das Foyer und einen separaten Ausstellungsraum. Der Besucher tritt in eine bunte Welt von Edelsteinen und fluoreszierenden Mineralien ein: Kostbare Edelmetalle und wertvolle Meteorite, darunter besonders seltene Steinmeteorite von Mars und Mond, üben gleichermaßen Faszination auf große und kleine Besucher aus. Gelegenheit, kosmische Materie auch mit den Händen zu „erfassen“ bietet ein 289 Kilogramm schwerer Eisenmeteorit aus Namibia. Im Dialog zu diesen Kunstwerken der Natur stehen Arbeiten von Künstlern, die in wechselnden Ausstellungen gezeigt werden. Während des Winterhalbjahres präsentiert das Museum Sonderausstellungen zu besonders interessanten Themen; im Foyer werden mineralogische, materialtechnische und kristallografische Themen aufgegriffen. Öffentliche Kuratorenführungen finden im Winterhalbjahr meist mittwochs und sonntags um 15 Uhr statt. Zudem können Spezialführungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie zwei- bis dreistündige Kinder- und Jugendprojekte gebucht werden.

Die Mineralogische Staatssammlung München ist eine Sammlung mit großer Geschichte, die bereits 1759 mit der Gründung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften durch Kurfürst Max II. Joseph beginnt. Im Laufe der Jahre wurden mehrere bedeutende Sammlungen in die Mineralogische Staatssammlung übernommen. Zu nennen sind hier unter anderem die Mineralien des Mannheimer Naturalienkabinetts, sowie die Rappoltsweiler und die Zweibrückener Mineraliensammlungen. Eine weitere berühmte Sammlung, die in die Mineralogische Staatssammlung integriert wurde, ist die Leuchtenberg-Sammlung aus Eichstätt mit besonders vielen und wertvollen russischen Mineralstufen, z.B. Goldstufen aus dem Ural, Platin-Nuggets und einer Vielzahl russischer Edelsteinmineralien wie Smaragd, Topas, Phenakit und Turmalin.
Namhafte Direktoren der Staatssammlung waren: Johann Nepomuk von Fuchs (ab 1823); er ordnete die Sammlung erstmals nach modernen chemischen Gesichtspunkten und nicht, wie sonst üblich, nach rein äußerlichen Merkmalen der Minerale. Nachfolger wurde sein Schüler Franz von Kobell (ab 1856) – bekannt nicht nur als Mineraloge, sondern auch als Schriftsteller und Autor der Geschichte „Brandner Kaspar und das ewigen Leben“. 1883 wurde Paul Ritter von Groth Direktor der Sammlung.
Heute beherbergt die Mineralogische Staatssammlung mehr als 100.000 Minerale, die schönsten und wertvollsten werden in regelmäßigem Wechsel im Museum Reich der Kristalle, dem öffentlich zugänglichen Teil der Sammlung, gezeigt.

Museum Reich der Kristalle
Metamorphose
10.12.2019 - 01.11.2020

In erster Linie widmet sich das Museum natürlich der Umwandlung von Gesteinen und den darin enthaltenen Mineralen. So kann aus einem Sand- oder Tonstein durch Umwandlung ein wunderschöner Glimmerschiefer mit Granatkristallen werden. Diesen kennen wir z. B. aus den Tiroler Alpen. Aus Granit mit seinen Mineralen Feldspat, Quarz und Glimmer wird durch erhöhte Druck- und Temperaturbedingungen ein schwarz-weiß gestreifter Gneis, der in seiner Farbgebung einem Zebra gleicht. Durch eine Veränderung von Temperatur und/oder Druck, z. B. bei der Gebirgsbildung, kommen solche Metamorphosen zustande. Wie immer, im Museum Reich der Kristalle, schauen wir über den Tellerrand hinaus und befassen uns auch mit anderen metamorphen Themen. So ist wohl die bekannteste Darstellung der Metamorphose die Umwandlung von Göttern oder anderen Lebewesen in den Erzählungen des Ovid. Hier verwandeln sich, in äußerst kunstvoller dichterischer Sprache, ein Mensch in eine Pflanze, ein Tier oder ein Sternbild. Ovid lässt seine Welt aus dem Chaos entstehen und endet seine Geschichten mit der Verwandlung von Caesars Seele in einen Stern. Ovids Verwandlungsgeschichten finden sich auch in anderer Form in den Märchen wieder. Hier kann es zur Verwandlung vom Frosch in einen schönen Prinzen kommen. Neben der Literatur widmet sich das Museum auch der Metamorphose in der Natur. So durchläuft der Schmetterling mehrere Metamorphose-Stadien von der Raupe, zur Puppe, zum späteren Schmetterling. Aus der Kaulquappe entwickelt sich der Frosch. Zudem ist in der Sonderausstellung auch eine Kunstausstellung zum Thema Metamorphose integriert. Diese ist von Bianca Patricia Isensee. Die Kunstausstellung widmet sich auch dem Thema Metamorphose. Sie zeigt, wie alles im Fluss ist und sich ändert, auch Gesetze; Menschenrechte, Dinge die eigentlich festgelegt scheinen und sich doch mit der Zeit wandeln können.

Veranstaltungskalender

< Juli - 2020 >
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