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Münchner Stadtmuseum

Außenansicht des Münchner Stadtmuseums

"Der Fasching in München im Jahre 1563 oder Die Entstehung des Schäfflertanzes."

"Bierzelt" - Installation zu sehen in der Dauerausstellung "Typisch München!"

Instrumente aus dem großen Gamelan "Kyahi Dipa" aus Java, Sammlung Musik.

Blick in den Königssaal. In der Dauerausstellung "Typisch München!"

Moriskentänzer mit löwenkopfbesetzter Mütze, Erasmus Grasser, 1480

Reittiere aus verschiedenen Bodenkarussells, Deutschland, 20. Jhd.

  • Kunst
  • Kultur

Kontakt

St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

089/233-22370
https://www.muenchner-stadtmuseum.de
stadtmuseum@muenchen.de

Öffnungszeiten

Di.-So. 10.00-18.00; Vorführzeiten Filmmuseum: Di., Mi., Fr.-So. 18.30 u. 21.00, Do. 19.00
eingeschränkt zugänglich

Nicht nur wegen seiner räumlichen Ausdehnung, auch dank seiner umfangreichen Sammlungen ist das Münchner Stadtmuseum das größte kommunale Museum Deutschlands. Die Sammlungsbereiche erstrecken sich von Grafik, Plakat und Gemälde mit überwiegend Münchner Themen über Mode und Textilien sowie Objekte der Volkskunde bis hin zu Plastik, Kunsthandwerk und einem bedeutenden Bestand an Möbeln u.a. aus der Zeit des Jugendstils. Zudem gibt die Abteilung Musik Einblick in den umfangreichen Bestand an Musikinstrumenten aller Kontinente. Die Ausstellungsräume der Sammlung Puppentheater und Schaustellerei veranschaulichen anhand von Münchner Bühnen und Puppen aus aller Welt die Kulturgeschichte des Puppenspiels. Die Sammlung Fotografie zeigt Retrospektiven ebenso wie zeitgenössische Fotografie.
Ein besonderer Anziehungspunkt sind die berühmten Moriskentänzer von Erasmus Grasser (1450–1518), die in der Dauerausstellung zur Stadtgeschichte "Typisch München!" zu sehen sind. Die Ausstellung geht der Frage nach, was seit wann und vor allem warum typisch für München ist. Die Schau "Nationalsozialismus in München" informiert über die Entstehung und Ausprägung des Nationalsozialismus in München.
Das Filmmuseum des Münchner Stadtmuseums bietet ein täglich wechselndes Kinoprogramm.

Die beeindruckende Größe des historisch gewachsenen Baukomplexes des Münchner Stadtmuseums ist vor allem aus der Luft erkennbar: ein weitläufiges Areal, bestehend aus zwei großen Innenhöfen und eingerahmt von vier sehr unterschiedlichen Bauteilen. Mit seinem ältesten Gebäude, dem historischen Zeughaus aus dem Jahr 1500, ist das Münchner Stadtmuseum zwar zum St.-Jakobs-Platz hin orientiert, berührt aber auch den Rindermarkt mit dem vom Architekten Gustav Gsaenger Ende der 1950er-Jahre errichteten Sammlungstrakt, und den Sebastiansplatz mit dem Nachbau des mittelalterlichen Marstallgebäudes aus dem Jahre 1977.

Das Filmmuseum München hat sich mit seinem speziellen Kinoprogramm zum beliebten Treffpunkt für Cineasten entwickelt. Auf dem täglich wechselnden Programm stehen Retrospektiven, thematische Filmreihen mit deutschen und internationalen Produktionen und ausgewählte Erstaufführungen. Die Filme werden grundsätzlich in der Originalfassung (mit deutschen oder englischen Untertiteln) gezeigt, Stummfilme oft mit Live-Musikbegleitung. Regelmäßig sind Regisseure, Schauspieler und andere Filmschaffende zu Gast und diskutieren nach der Vorführung mit dem Publikum. Sammlungsschwerpunkte sind neben deutschen und sowjetischen Stummfilmen frühe Tonfilme und Mehrsprachenversionen, Klassiker des Avantgardefilms sowie Filme von Münchner Regisseuren wie Herbert Achternbusch, Rainer Werner Fassbinder, Wim Wenders oder Nicolas Humbert und Werner Penzel.
Vorführzeiten:
Dienstag/Mittwoch und Freitag bis Sonntag 18.30 Uhr und 21.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr (gilt nicht bei Überlänge)

Münchner Stadtmuseum
MUC / Schmuck. Perspektiven auf eine Münchner Privatsammlung
13.11.2020 - 26.09.2021

Die Goldschmiedekunst spielt in München seit Ende des 19. Jahrhunderts eine zunehmend bedeutende Rolle. Bis heute leben und arbeiten hier überdurchschnittlich viele Goldschmied*innen und Schmuckkünstler*innen. Die international bekannte Klasse für Schmuck und Gerät der Akademie der Bildenden Künste leistet dazu einen entscheidenden Beitrag. Das Münchner Stadtmuseum nimmt den Erwerb einer Sammlung Münchner Schmuck, deren zeitlicher Schwerpunkt von den 1880er Jahren bis in die 1930er Jahre reicht, zum Anlass, gemeinsam mit den Student*innen der Akademie der Bildenden Künste und ihrer Professorin Karen Pontoppidan eine Ausstellung zu konzipieren, die sowohl über die historischen Arbeiten und ihren Hintergrund informiert, als auch Studium, Herangehensweisen und Werke angehender Schmuckkünstler*innen von heute vorstellt. Der Ankauf der Sammlung Münchner Schmuck, die über mehrere Jahrzehnte mit großer Kennerschaft von Frau Dr. Beate Dry-von Zezschwitz zusammengetragen worden ist und eine entscheidende Lücke im Bestand des Münchner Stadtmuseums füllt, wurde von der Kulturstiftung der Länder gefördert. Im Dialog zwischen dem Münchner Stadtmuseum und der Klasse Pontoppidan wurden sieben Themen festgelegt, die für die historische Sammlung relevant sind und von den Student*innen aus zeitgenössischer Perspektive beleuchtet werden. Ein Themenfeld befasst sich mit historischen Rückgriffen. Die Münchner Schmuckkunst des 19. Jahrhunderts war geprägt von der Rezeption und dem Wiederaufgreifen historischer Stile und Techniken. Theodor Schallmayer (geb. 1861) etwa entwarf Schmuckstücke im Stil der Renaissance und des Rokoko. Auch nach der Jahrhundertwende wurde die Beschäftigung mit historischen Stilen und Techniken fortgesetzt. Goldschmiede wie Adolf von Mayrhofer (1864 Miesbach – 1929 München) und Max Strobl (1861 München – 1946 ebenda) befassten sich in ihren ab 1907 entstandenen Arbeiten bevorzugt mit vor- und frühgeschichtlichen Formen und Ornamenten wie dem bronzezeitlichen Spiralmotiv. In der ersten Hälfte der 1920er Jahre griff Johann Michael Wilm (1885 Dorfen – 1963 München) erfolgreich die in etruskischer Zeit perfektionierte Technik der Granulation wieder auf. Künstler wie Martin Seitz (1895 Passau – 1988 Passau) und Friedrich Schmid-(Geiler) (geb. 1889 München) belebten – ebenfalls ab den 1920er Jahren – die historische Technik des Steinschnitts neu. In welcher Form setzen sich die Student*innen der Akademie der Bildenden Künste heute mit historischen Stilen und Techniken auseinander? In Arbeiten, die für die Ausstellung neu entstanden, reagieren die Student*innen auf die historischen Stücke und deren soziale und kulturelle Hintergründe.

Münchner Stadtmuseum
Nachts. Clubkultur in München
23.07.2021 - 01.05.2022

Die kulturhistorische Ausstellung "Nachts" widmet sich in Form eines nächtlichen Streifzugs der Ausgeh- und Clubkultur Münchens von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Neben stadtplanerischen und ökonomischen Fragen nimmt sie insbesondere Menschen und Orte in den Blick, die das Geschehen in der Nacht und das Münchner Nachtleben prägten und prägen. Die Fata Morgana des Atomic Café, das im Münchner Stadtmuseum wieder zu betreten sein wird, zahlreiche Erinnerungsstücke aus Ultraworld, Ultraschall, Flughafen Riem, Kunstpark Ost, Registratur – um nur einige zu nennen – könnten die Ausstellung zu einer modernen Wallfahrt machen. Neben schillernden Personen und ihren nicht minder anziehenden Treffpunkten, beschäftigt sich die Ausstellung auch mit den Begleiterscheinungen des Nachtlebens wie dem Ein- und Ausschluss von Menschen, der Bedeutung von Migration und Geschlecht und erzählt von den Besonderheiten des Arbeitens in einem nicht alltäglichen, nächtlichen Geschehen.

Münchner Stadtmuseum
Grand Tour XXL. Der Reisekünstler Emel‘jan Korneev
24.09.2021 - 30.01.2022

Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein galt eine Grand Tour nach Italien für Künstler als geradezu unverzichtbare Bildungsreise. Emel‘jan Michailowitsch Korneev (1780-1843) ging jedoch noch viel weiter. Als Teil einer Expedition bereiste er zunächst ganz Russland, von St. Petersburg nach Sibirien und über die südöstlichen Provinzen bis auf die Krim. Von dort aus zog er weiter in das damals osmanisch besetzte Griechenland und nach Kleinasien. Von Korfu aus gelangte er schließlich nach Italien und bereiste das Land von Paestum, Neapel und Tivoli bis Venedig. Unentwegt dokumentierte Korneev dabei unterschiedlichste Landschaften und Bauten sowie folkloristische Szenen. Viele seiner Werke gelten als verloren, weshalb der Künstler heutzutage außerhalb Russlands kaum mehr bekannt ist. Umso bedeutender ist das umfangreiche Konvolut an Zeichnungen und Aquarellen im Bestand der Graphischen Sammlung des Münchner Stadtmuseums.

Münchner Stadtmuseum
Barbara Niggl Radloff. Porträtfotografien und Reportagen 1958-2010
19.11.2021 - 20.03.2022

Nach einer Jugend zwischen den Trümmern des zweiten Weltkrieges entdeckte Barbara Niggl Radloff (1936-2010) Mensch und Geschehen der Nachkriegszeit in München und darüber hinaus mit dem Fotoapparat. Ihre aufstrebende Karriere als Bildjournalistin unterbrach sie bald zugunsten des Familienlebens – die Arbeit nahm sie erst Mitte der 1970er-Jahre wieder auf. Hinterlassen hat sie ein beeindruckendes Werk, das bis heute weitestgehend unbekannt geblieben ist. Schon während ihrer Ausbildung am Münchner "Institut für Bildjournalismus" druckte die Süddeutsche Zeitung ihre Bilder, woraufhin die Münchner Illustrierte sie 1960 – als damals einzige Frau – als Verlagsfotografin anstellte. In ihrer zweiten Schaffensphase bis zu Ihrem Tod 2010 schuf sie ein Panorama der Künstler*innen und Literat*innen aus aller Welt, die im Künstlerhaus Villa Waldberta in Feldafing zu Gast waren.

Angebote des Museumspädagogischen Zentrums (MPZ)
Familien- und Ferienaktionen, Geburtstage für Kinder und Jugendliche im Museum, Veröffentlichungen, Programme für Klassen aller Schularten und Jahrgangsstufen und Kindertagesstätten, Fortbildungen

Veranstaltungskalender

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