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Staatliches Museum Ägyptischer Kunst

Außenansicht des neuen Museumsbaus im Kunstareal

Würfelstatue des Bekenchons, Hoherpriester des Amun; Kalkstein, Neues Reich, um 1320 v. Chr.

Statue des falkenköpfigen Gottes Horus; Granit, Neues Reich, 18. Dynastie, um 1380 v. Chr.

Kultstatue einer krokodilgestaltigen Gottheit; Bronze, Gold, Mittleres Reich, um 1800 v. Chr.

Modellgruppe einer Kuhherde mit Hirten; Holz, Mittleres Reich, 2000-1800 v. Chr.

Sitzfigur des Obermagiers Sescheschen; Diorit, Mittleres Reich, um 1850 v. Chr.

Doppelstatue des Königs Niusser-re; Kalkstein, Altes Reich, um 2390 v. Chr.

Die Hofdame Chnumit: Relief von einer Scheintür; Kalkstein, Altes Reich, um 2200 v. Chr.

Uschebtis, Dienerfiguren für den Verstorbenen; Fayence, Spätzeit, 700-500 v. Chr.

  • Kunstareal
  • Kunst

Kontakt

Gabelsbergerstraße 35
80333 München

089/28927630
http://www.smaek.de
info@smaek.de

Öffnungszeiten

Di. 10.00-20.00, Mi.-So. 10.00-18.00
barrierefrei

"Hinunter zum Licht" begibt man sich im Neubau des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst, der im Juni 2013 im Herzen des Münchner Kunstareals eröffnet wurde. Die Ausstellungsräume liegen vollständig unterirdisch – dennoch werden die bis zu 7000 Jahre alten Exponate von Tageslicht beleuchtet! Ein versenktes Glasatrium macht es möglich. Die Qualität der Sammlung und der Fokus auf die altägyptische Kunst machen das Museum einzigartig. Der Rundgang im neuen Museum ist thematisch geordnet. Alle Epochen sind mit Meisterwerken von internationaler Bedeutung vertreten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Gebiet der Rundplastik. Der zeitliche Bogen spannt sich von der Vorgeschichte im 4. Jahrtausend v. Chr. bis in die frühchristliche Epoche. Hinzu kommen die Spezialgebiete der nubischen Kulturen im Süden Ägyptens sowie die ägyptisierenden Statuen aus dem Rom der Kaiserzeit. Zahlreiche Angebote richten sich speziell an Kinder und Familien. Das Vermittlungskonzept mit Multimediaguide, Medienstationen und interaktiven Medieninstallationen ist so zurückhaltend in die Ausstellung integriert wie es ambitioniert konzipiert ist.

Das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst ist zwar das jüngste der staatlichen Museen Bayerns – erst 1970 wurde ein Teil der Objekte in Räumen der Residenz den Besuchern zugänglich gemacht –, doch gründen seine Bestände in der "Kunstkammer" Herzog Albrechts V., die bereits im 16. Jahrhundert erste Aegyptiaca enthielt. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kaufte König Ludwig I. bedeutende und großformatige Stücke, die er in einem "Ägyptischen Saal" seiner Glyptothek den griechischen und römischen Antiken voranstellte. Auch der Königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften verdankt die Sammlung den Ankauf herausragender ägyptischer Denkmäler. Von großer Bedeutung für die Sammlung des Museums war schließlich auch der Mäzen und Archäologe Freiherr Friedrich Wilhelm von Bissing (1873-1956), der nicht nur seine eigenen Grabungen in Ägypten finanzierte, sondern auch andere Unternehmungen finanziell unterstützte. Stücke aus diesen Grabungen erweiterten den Münchner Bestand. Heute stammen die Mittel zum Ankauf ägyptischer Denkmäler – neben institutionellen Förderungen und der Unterstützung durch den Freundeskreis des Museums – aus dem sogenannten "Sammelansatz", den das Finanzministerium des Freistaats Bayern den Staatlichen Museen und Sammlungen zur Verfügung stellt.

Staatliches Museum Ägyptischer Kunst
Zeichen und Wunder
15.02.2021 - 30.06.2021

Ugo Dossi, dessen Installationen zweimal auf der Documenta, zweimal auf der Biennale von Venedig sowie in zahlreichen internationalen Museen gezeigt wurden, demonstriert mit diesem Projekt seine Faszination für die altägyptischem Kunst, für ihren universellen Horizont und ihre inhaltliche Tiefe. In sein Werk, das um Weltmodelle, in denen sich Kunst und Wissenschaft begegnen, und um Sinnliches und Übersinnliches kreist, sind früh Elemente aus der altägyptischen Kunst eingeflossen. Ein Antlitz der Nofretete spielt in seiner Werkgruppe NEFER seit 1990 eine zentrale Rolle als Bild-Metapher für Vollkommenheit. Über diese Bild-Metapher setzt Dossi als zweite Bedeutungsebene streng reduzierte graphische Elemente und erstellt damit monumentale Bilderrätsel. Für die Ausstellung in München konzentriert sich Ugo Dossi auf das Phänomen der hieroglyphischen Zeichen, in denen er pictographische Wissensspeicher erkennt, die in die Tiefe der Denkwelt der Pharaonischen weisen. Damit bringt er altägyptische Bildallegorien in die Gegenwartskunst ein und setzt, umgekehrt, aktuelle Welt-Bilder in altägyptische Bilder-Welten. Typisch für Dossis Kunst, oszillieren alle seine Objekte in einem Spannungsfeld zwischen Materiellem und Immateriellen. Der Einsatz holographischer Materialien verstärkt diesen Eindruck. Seine Gefäß-Skulpturen von Nofretete, Echnaton, Horus und Sachmet aus Granit und Marmor verkörpern irdische Materie, ihre Ausformung macht gleichzeitig immateriell das Profil der jeweiligen Vorlage sichtbar. Das Dargestellte selbst, für das Dossis Gestaltungen materiell die Schattenform vorgeben, ist körperlos gegenwärtig, – Licht – und somit unvergänglich

Veranstaltungskalender

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